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Auswirkung des BilMoG auf die Bilanzierung mittelständischer Familienunternehmen

Titel: Auswirkung des BilMoG auf die Bilanzierung mittelständischer Familienunternehmen

Seminararbeit , 2012 , 31 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dirk Rüping (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das in seiner alten Fassung gültige Handelsgesetz konnte den Ansprüchen veränderter ökonomischer Rahmenbedingungen, insbesondere dem globalisierten Dienstleistungs- und Güterverkehr sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus Anwendersicht nicht mehr genügen. Vor diesem Hintergrund sollte das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) die Attraktivität in Relation zu den internationalen Rechnungslegungsstandards im Zuge einer vollwertigen, einfacheren und primär kostengünstigeren Informationsalternative ausdrücklich für mittelständische Unternehmen erhöhen. Dies geschah unter der Prämisse, die Grundpfeiler des HGB wie die Höchstausschüttungsbemessung, steuerliche Gewinnermittlung und Überschuldungsmessung im Sinne des effizienten Gläubigerschutzes nicht zu berühren.
Schließlich zeigt sich, dass dieser multifunktionale Anspruch, insbesondere die mit der Internationalisierung begründete erhöhte Informationsfunktion, nach zwei Jahren Gültigkeit für den Großteil seiner Anwender, mittelständische Unternehmen in mehrheitlichem Familienbesitz, nur eingeschränkte Relevanz besitzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GRUNDLAGEN

2.1 DEFINITION MITTELSTÄNDISCHER FAMILIENUNTERNEHMEN UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER EIGENTÜMERSTRUKTUR

2.2 KONZEPTIONELLE ÄNDERUNGEN DURCH DAS BILMOG UND ALLGEMEINE BILANZIERUNGSÄNDERUNGEN

2.3 IDENTIFIKATION IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS ALS WESENTLICHER BILANZIERUNGSSACHVERHALT FÜR FAMILIENUNTERNEHMEN IM EINZELABSCHLUSS

3. AUSWIRKUNGEN DES BILMOG AUF DIE ABBILDUNG IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE DEUTSCHER FAMILIENUNTERNEHMEN IM EINZELABSCHLUSS

3.1 BILANZIELLE ABBILDUNG IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

3.1.1 Änderungen bei der Abbildung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gegenüber dem HGB a.F.

3.1.2 Relevante Unterschiede der Änderungen zu den IFRS

3.1.3 Steuerliche Konsequenzen

3.2 ANFORDERUNGSKRITERIEN DER ABSCHLUSSADRESSATEN IM MITTELSTAND AN EINE VERLÄSSLICHE DARSTELLUNG DER ANGESETZTEN AKTIVA

3.3 AUSWIRKUNGEN DER GEÄNDERTEN BILANZIERUNGSVORSCHRIFTEN

3.3.1 Auswirkungen auf die Bilanzpolitik

3.3.2 Auswirkungen auf die Ausschüttungsbemessung und den Gläubigerschutz

4. FAZIT DER NOVELLIERTEN ANSATZ- UND DARSTELLUNGSPFLICHT SOWIE AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) für die Rechnungslegung mittelständischer Familienunternehmen geeignet ist. Im Fokus steht dabei die Analyse qualitativer Auswirkungen des neuen Handelsrechts auf die Bilanzierungspraxis, insbesondere bei immateriellen Vermögensgegenständen, und deren Konsequenzen für die Bilanzpolitik und den Gläubigerschutz.

  • Analyse der Eignung des BilMoG für mittelständische Familienunternehmen
  • Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
  • Bilanzpolitische Gestaltungsmöglichkeiten für Familienunternehmen
  • Einfluss der Ausschüttungssperre auf den Gläubigerschutz
  • Abgrenzung und Bewertung selbst erstellter immaterieller Werte

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Änderungen bei der Abbildung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gegenüber dem HGB a.F.

Wie oben geschildert ist die Innovation von Produkten und Prozessen der Herstellungsverfahren ein zentraler Baustein für den Erfolg mittelständischer FU. Dennoch, infolge der prononcierten Kritik des Mittelstands, wurde der RegE, der das geltende Aktivierungsverbot für nicht durch Gegenleistungen in die eigene Verfügungsmacht gelangte IVG diametral zur Aktivierungspflicht erhob, nicht umgesetzt. Grundsätzlich abzugrenzen sind aufwandspflichtige Ausgaben für intellektuelles Kapital wie Mitarbeiterqualifikationen, die nicht in den Bereich bilanzierungsfähiger IVG gehören. Vielmehr gewährt nun § 248 Abs. 2 HGB unter Beachtung des § 255 Abs. 2a HGB das Wahlrecht, Aufwendungen, die nach dem 31.12.2009 in der Entwicklungsphase eines IVG des AV anfallen, zu aktivieren.

Auf explizite Ausnahmetatbestände für eine Aktivierung weist § 248 Abs. 2 Satz 2 HGB hin. In jedem Fall unterliegt aber der in der Bilanz ausgewiesene Wert gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungs- bzw. bei Vorliegen eines häufig im Mittelstand vorkommenden EAV der Abführungssperre. Darüber hinaus ist der Gesamtbetrag der F&E Aufwendungen sowie der auf die selbstgeschaffenen IVG entfallende Betrag im Anhang anzugeben (§ 285 Nr. 22 HGB). Anders als bei unfertigen Sachanlagen sieht § 266 Abs. 2 HGB keinen eigenen Posten für IVG in ihrer Entstehung vor. Folglich muss der zu aktivierende F&E Aufwand den abstrakten und konkreten Kriterien genügen, die auch die innerbetriebliche Verwertung zu berücksichtigen haben. Die Schwierigkeit, einen objektiven Trennungszeitpunkt zwischen Forschung und Entwicklung zu bestimmen, sowie die Zuordnungsproblematik divergierender Kostenstellen im Rahmen des geänderten Herstellungskostenbegriffs (§ 255 Abs. 2 HGB), der in diesem Kontext ebenfalls Konkretisierungen zu nachträglichen Herstellungskosten vermissen lässt, bedingen ein aufwendiges und komplexes F&E-Projekt-Controlling.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung beleuchtet die Anforderungen an das BilMoG und stellt die Forschungsfrage zur Eignung des Gesetzes für mittelständische Familienunternehmen.

2. GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert Familienunternehmen anhand qualitativer Kriterien und erläutert die konzeptionellen Änderungen durch das BilMoG.

3. AUSWIRKUNGEN DES BILMOG AUF DIE ABBILDUNG IMMATERIELLER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE DEUTSCHER FAMILIENUNTERNEHMEN IM EINZELABSCHLUSS: Hier werden die konkreten Bilanzierungsvorschriften, deren Auslegung, steuerliche Auswirkungen sowie die Anforderungskriterien der Abschlussadressaten untersucht.

4. FAZIT DER NOVELLIERTEN ANSATZ- UND DARSTELLUNGSPFLICHT SOWIE AUSBLICK: Das Fazit bewertet die Eignung des BilMoG für Familienunternehmen und identifiziert den weiteren Forschungsbedarf hinsichtlich der Kostenintensität.

Schlüsselwörter

BilMoG, Familienunternehmen, HGB, Immaterielle Vermögensgegenstände, Bilanzierung, Aktivierungswahlrecht, Bilanzpolitik, Gläubigerschutz, Ausschüttungssperre, Mittelstand, Forschung und Entwicklung, Rechnungslegung, Latente Steuern, Kapitalerhaltung, Anlagevermögen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die Bilanzierungspraxis in mittelständischen Familienunternehmen, insbesondere im Hinblick auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Abgrenzung von Familienunternehmen, der Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Werten, dem Bilanzierungswahlrecht, steuerlichen Folgen und der Schutzfunktion für Gläubiger.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu beurteilen, ob die neuen Anforderungen des BilMoG den Bedürfnissen und der ökonomischen Realität von mittelständischen Familienunternehmen gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Auswertung des bestehenden Schrifttums, um die Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der bilanziellen Behandlung von Entwicklungskosten, den Unterschieden zu den IFRS sowie den Auswirkungen auf Bilanzpolitik und Ausschüttungsbemessung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind BilMoG, Familienunternehmen, immaterielle Vermögensgegenstände, Bilanzpolitik, Gläubigerschutz und Aktivierungswahlrecht.

Welchen Einfluss hat die Ausschüttungssperre auf die Bilanzpolitik von Familienunternehmen?

Die Ausschüttungssperre schränkt die Flexibilität bei der Gewinnausschüttung ein, da aktivierte immaterielle Werte das ausschüttungsfähige Ergebnis bei Vorliegen eines Ergebnisabführungsvertrags oder im Rahmen der Kapitalsicherung beeinflussen.

Warum ist eine exakte Projektdokumentation nach dem BilMoG für Unternehmen so wichtig?

Da die Aktivierung selbst erstellter immaterieller Werte an strenge Kriterien geknüpft ist, erfordert die Nachvollziehbarkeit gegenüber Prüfern eine höchstgradig ausdifferenzierte und kostenintensive Projektdokumentation.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Auswirkung des BilMoG auf die Bilanzierung mittelständischer Familienunternehmen
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,0
Autor
Dirk Rüping (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
31
Katalognummer
V190697
ISBN (eBook)
9783656152248
ISBN (Buch)
9783656152941
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkung bilmog bilanzierung familienunternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dirk Rüping (Autor:in), 2012, Auswirkung des BilMoG auf die Bilanzierung mittelständischer Familienunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190697
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Leseprobe aus  31  Seiten
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