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Handeln als Religionslehrer zwischen Erwartung und Realität

Zur Gestaltung einer Sitzung über die Rolle des Religionslehrers

Title: Handeln als Religionslehrer zwischen Erwartung und Realität

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 42 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lukas Brand (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Zunächst soll als Hinführung zum Thema die Frage gestellt werden, was überhaupt Gegenstand des Religionsunterrichts und damit der Aufgaben des Religionslehrers sein kann (Kapitel 1.1.1 und 1.1.2). Vor diesem Hintergrund wird die Entwicklung vom Lehrerideal zur modernen Berufstheorie dargestellt (Kapitel 1.2.1. Die Rollenerwartungen die heute an einen Religionslehrer herangetragen und die Kompetenzen die von ihm erwartet werden, werden mit Hilfe des Rollenmodells von Ziebertz (Kapitel 1.2.2.1) und dem Kompetenzmodell von Ziebertz und Heil (Kapitel 1.2.2.2) zusammengestellt. Die Rahmenbedingungen unter denen heute Religionsunterricht in Deutschland stattfindet werden in Kapitel 1.3 behandelt. Dabei soll zwischen dem formalen und dem inhaltlichen Rahmen unterschieden werden. Der Ausblick (Kapitel 1.4) beschäftigt sich mit der Frage, was ein Religionslehrer heute noch oder wieder sein kann und welche Rollenvorstellung dem modernen Bild des Religionslehrers zugrunde liegen sollte. Grundlegend für diese Arbeit sind die in der Literaturliste aufgeführten Artikel von Schröder, Heil und Ziebertz, sowie die Ergebnisse der Studie für die Ausbildung von Religionslehrern von Bucher in Netzwerk ReligionslehrerInnen-Bildung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0.1 Über die vorliegende Seminararbeit

1. Informationsübermittler, Pädagoge oder missionarischer Glaubenszeuge? Die Rolle und Aufgabe des Religionslehrers

1.1 Einleitung

1.1.1 Ist Glaube lehrbar?

1.1.2 Was ist Religion?

1.2 Wie gestaltet sich die Aufgabe eines Religionslehrers?

1.2.1 Vom Lehrerideal zur Berufstheorie

1.2.2 Zur Vielfalt der Rollenerwartungen an einen Religionslehrer

1.3 Rahmenbedingungen des Religionsunterrichtes

1.3.1 Formaler Rahmen

1.3.2 Inhaltlicher Rahmen

1.4 Ausblick

1.4.1 Was bleibt vom Religions-lehrer?

1.4.2 Religionslehrer als missionarischer Glaubenszeuge und Prophet

2. Religionsdidaktische Reflexion der Seminarsitzung zur ambivalenten Rolle der Religionslehrerin/des Religionslehrers

2.1 Reflexion der gestalteten Sitzung

2.2 Metareflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexe und oft ambivalente Rolle des Religionslehrers im Spannungsfeld zwischen kirchlichen Erwartungen, staatlichen Vorgaben und der Realität in einer säkularisierten Schullandschaft, mit dem Ziel, ein zeitgemäßes Berufsbild und adäquate Kompetenzen zu definieren.

  • Historische Entwicklung vom Lehrerideal zur modernen Berufstheorie.
  • Analyse der Rollenerwartungen durch Staat, Kirche, Gesellschaft und Schüler.
  • Rechtliche und inhaltliche Rahmenbedingungen des Religionsunterrichts in Deutschland.
  • Anwendung religionspädagogischer Kompetenzmodelle zur professionellen Selbstreflexion.
  • Reflexion der Lehrpraxis anhand einer konkret gestalteten Seminarsitzung.

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Vom Lehrerideal zur Berufstheorie

Nachdem im Zuge der Reformation die Bildung und Ausbildung religiös sozialisierter Christen in den verschiedenen konfessionellen Bekenntnissen im Interesse der Staatsverwaltung geschah, zog die Veränderung der gesellschaftlichen Situation nach der Aufklärung eine Veränderung des staatlichen Lehrerideals nach sich: „Die kritische Selbstreflexion der Erziehenden, die systematische Suche nach vernunftbestimmten, alltagstauglichen Maximen des Handelns, und die Orientierung am Kind und dessen Potential“ rückten zunehmend in den Vordergrund. Bis zur Moderne hatte sich die Gesellschaft so sehr gewandelt, dass man von den althergebrachten Traditionen Abschied nehmen und neue Theorien der Unterrichtssituation entwickeln musste. Nach Schröder hat dies einen durchaus positiven Effekt: „Die Moderne ist religionspädagogisch insofern von besonderem Interesse, als sich in Wechselwirkung mit den gesellschaftlichen Umbrüchen die bisher in Geltung stehenden Traditionen des schulischen Religionsunterrichts aufzulösen beginnen und daraufhin ein alt-neuer Wissenschaftszweig entsteht, der sich der Reflexion und Neuorientierung angesichts dieser Umbrüche widmet, eben die ’Religionspädagogik’.”

Schröder stellt die wissenschaftliche Religionspädagogik in dieses Spannungsfeld von traditionellem Lehrerideal und der jeweiligen Orientierung der Gesellschaft. Die Entwicklung vom (Religions-)Lehrerideal hin zu einer modernen religionspädagogischen Berufstheorie wird konstitutiv für das Selbstverständnis und das Spektrum der Handlungskompetenzen eines Religionslehrers heute. Dennoch sieht Schröder diese Aufgabe als die zentrale Aufgabe von wissenschaftlicher Religionspädagogik seit ihren Anfängen zum Beginn des 18. Jahrhunderts: „Katechetik und Religionspädagogik als Wissenschaftszweige sind überhaupt erst entstanden, um diesen Wechselbezug von ’Tradition’ des Lehrerideals und ’Realität’ unterrichtlicher Praxis zu reflektieren und handlungsorientierend fruchtbar zu machen!“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Informationsübermittler, Pädagoge oder missionarischer Glaubenszeuge? Die Rolle und Aufgabe des Religionslehrers: Dieses Kapitel erörtert die grundlegenden Fragen nach der Lehrbarkeit von Glaube und Religion sowie die historische Entwicklung und die vielfältigen Rollenerwartungen an Religionslehrer.

2. Religionsdidaktische Reflexion der Seminarsitzung zur ambivalenten Rolle der Religionslehrerin/des Religionslehrers: Hier wird der theoretische Rahmen auf eine durchgeführte Seminarsitzung angewendet, um die Kompetenzen der Teilnehmer im Umgang mit den verschiedenen Rollenanforderungen zu reflektieren.

Schlüsselwörter

Religionslehrer, Religionsunterricht, Berufstheorie, Rollenerwartungen, Religionspädagogik, Kompetenzmodell, Missio canonica, Glaubenszeuge, Schülerschaft, Säkularisierung, Lehrbarkeit, Religion, Didaktik, Reflexion, Handlungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und Erwartungen, mit denen Religionslehrer heute im schulischen Alltag konfrontiert sind, und wie sie ihre Rolle professionell definieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernpunkten zählen die Auseinandersetzung mit der Lehrbarkeit von Religion, das Rollenverständnis zwischen Staat und Kirche sowie die Entwicklung moderner beruflicher Handlungskompetenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine theoretische Fundierung und eine praxisnahe Reflexion zu klären, wie ein zeitgemäßes Selbstverständnis von Religionslehrern in einer pluralen Gesellschaft aussehen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Der Autor nutzt Literaturanalysen etablierter religionspädagogischer Modelle (z.B. von Ziebertz und Schambeck) und reflektiert diese anhand einer eigenen, durchgeführten Seminarsitzung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung des Berufsbildes, die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine methodische Reflexion über die Vermittlung dieser komplexen Thematik an Studierende.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie "Religionslehrer", "Berufstheorie", "Rollenerwartungen", "Kompetenzmodell" und "Religionsdidaktik" geprägt.

Welche Bedeutung hat die "missio canonica" für den Religionslehrer?

Sie bildet den inhaltlichen Rahmen der Kirche, der an die Übereinstimmung des Lehrers mit der kirchlichen Lehre und deren Grundsätze im persönlichen Leben geknüpft ist.

Warum wird der Religionslehrer als "Prophet" statt als "Apologet" diskutiert?

Das Bild des Propheten wird als hilfreicher angesehen, da es den Lehrer dazu befähigt, sich sowohl mit kirchlichen Traditionen als auch mit den aktuellen Lebenswelten der Schüler auseinanderzusetzen, anstatt nur starr Glaubenswahrheiten zu verteidigen.

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Details

Title
Handeln als Religionslehrer zwischen Erwartung und Realität
Subtitle
Zur Gestaltung einer Sitzung über die Rolle des Religionslehrers
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Grundlagen der Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
Grade
1,3
Author
Lukas Brand (Author)
Publication Year
2012
Pages
42
Catalog Number
V190708
ISBN (eBook)
9783656152224
ISBN (Book)
9783656152408
Language
German
Tags
Religionslehrer Religionslehrerinnen Rollenerwartung Kompetenzen Handeln Religionsunterricht Religionsdidaktik Religionspädagogische Kompetenz Die Rolle des Religionslehrers Der Religionsunterricht in der Schule Zum Berufsbild und Selbstverständnis des Religionslehrers Die bildende Kraft des Religionsunterrichts Ziebertz Heil Schambeck religiöses Lehren religiöses Lernen Aufgaben Aufgaben des Religionslehrers Prophet Zeuge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Brand (Author), 2012, Handeln als Religionslehrer zwischen Erwartung und Realität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190708
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