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Forfaitierung, grenzüberschreitendes Leasing und Projektfinanzierung

Title: Forfaitierung, grenzüberschreitendes Leasing und Projektfinanzierung

Term Paper , 2003 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jan Philipp Hölz (Author)

Business economics - Investment and Finance
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A forfait kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt: in Bausch und Bogen, in der deutschen Sprache wird dieser Ausdruck vom Wort „Forfaitierung“ geprägt, was finanzwirtschaftlich wie folgt umschrieben wird. Forfaitierung ist der regresslose Verkauf von gewöhnlich mittel- und langfristigen Forderungen, vorwiegend Exportforderungen gegen einen Importeur, die zu einem späteren Zeitpunkt fällig werden, an einen Forfaiteur. Sie stellt eine Form der Innenfinanzierung dar, „da durch den Forderungsankauf lediglich Geldzuflüsse aus dem Umsatz beschleunigt werden“ 1 , d.h. dem Exporteur ermöglicht ein á -forfait-Geschäft die Refinanzierung eines gewährten Lieferantenkredits. Für den Forfaitist entsteht ein Bargeschäft, während der Forfaiteur die mit der Rückzahlung verbundenen Risiken übernimmt. Da es sich in erster Linie um Exportforderungen handelt, dient das Instrument der Forfaitierung hauptsächlich der Außenhandelsfinanzierung.

Damit eine Forderung auch vom Markt angenommen wird, muss sie mit entsprechenden Forfaitierungssicherungsinstrumenten, wie einem Wechsel, einem Akkreditiv, einer Bankgarantie oder einer Exportversicherung, besichert sein.

Als Forfaiteur treten „in der Regel international arbeitende Banken, ihnen nahe stehende bzw. von diesen kontrollierte Spezialinstitute oder Finanzierungsgesellschaften auf, teilweise aber auch unabhängige Finanzfirmen und -makler“ [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Forfaitierung

1.1 Begriffsdefinition „Forfaitierung“

1.2 Geschichtlicher Hintergrund

1.3 Merkmale der Forfaitierung

1.3.1 Anwendbarkeit eines á-forfait-Geschäftes

1.3.2 Bedingungen zum regresslosen Ankauf von Exportforderungen

1.3.3 Forfaitierungssicherungsinstrumente

1.3.4 Risiko des Exporteurs

1.3.5 Risiko des Forfaiteur

1.3.6 Merkmale der Forfaitierung

1.3.6.1 Forfaitierungslaufzeiten

1.3.6.2 Kreditbetrag

1.3.6.3 Kosten

1.4 Ablauf einer Forfaitierung

1.5 Vor- und Nachteile der Forfaitierung

2. Grenzüberschreitendes Leasing

2.1 Leasing und seine Ausprägungen

2.2 Historisches

2.3 Leasingobjekte

2.4 Leasingvertrag im Aussenhandel

2.5 Risiken und Risikoverteilung

2.6 Steuerliche Behandlung

2.6.1 Ertragssteuerliche Zurechnung

2.6.2 Verbuchung

2.6.3 IAS

2.6.4 „Double Dip“

2.7 Ablauf eine grenzüberschreitenden Leasinggeschäfts

2.8 Gründe für die Nutzung dieses Leasinginstruments

3. Projektfinanzierung

3.1 Definition

3.2 Betreiberkonsortium

3.3 Risiken

Zielsetzung und Themen

Diese Hausarbeit analysiert drei zentrale Instrumente des internationalen Finanzmanagements und untersucht deren Funktionsweise, Risikostrukturen sowie deren Bedeutung für die Außenhandelsfinanzierung. Ziel ist es, die spezifischen Einsatzmöglichkeiten und Vorteile der Forfaitierung, des grenzüberschreitenden Leasings und der Projektfinanzierung darzustellen.

  • Forfaitierung als Form der Außenhandelsfinanzierung und regressloser Forderungsverkauf.
  • Grenzüberschreitendes Leasing und seine verschiedenen steuerlichen sowie vertraglichen Ausgestaltungen.
  • Strukturierung und Risikomanagement bei komplexen Projektfinanzierungen.
  • Vergleich der Finanzierungsrisiken und deren Übertragung auf Projektpartner.
  • Einfluss von internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS) und nationalen Steuererlassen auf Finanzierungsentscheidungen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Begriffsdefinition „Forfaitierung“

A forfait kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt: in Bausch und Bogen, in der deutschen Sprache wird dieser Ausdruck vom Wort „Forfaitierung“ geprägt, was finanzwirtschaftlich wie folgt umschrieben wird. Forfaitierung ist der regresslose Verkauf von gewöhnlich mittel- und langfristigen Forderungen, vorwiegend Exportforderungen gegen einen Importeur, die zu einem späteren Zeitpunkt fällig werden, an einen Forfaiteur.

Sie stellt eine Form der Innenfinanzierung dar, „da durch den Forderungsankauf lediglich Geldzuflüsse aus dem Umsatz beschleunigt werden“, d.h. dem Exporteur ermöglicht ein á-forfait-Geschäft die Refinanzierung eines gewährten Lieferantenkredits. Für den Forfaitist entsteht ein Bargeschäft, während der Forfaiteur die mit der Rückzahlung verbundenen Risiken übernimmt. Da es sich in erster Linie um Exportforderungen handelt, dient das Instrument der Forfaitierung hauptsächlich der Außenhandelsfinanzierung.

Damit eine Forderung auch vom Markt angenommen wird, muss sie mit entsprechenden Forfaitierungssicherungsinstrumenten, wie einem Wechsel, einem Akkreditiv, einer Bankgarantie oder einer Exportversicherung, besichert sein.

Als Forfaiteur treten „in der Regel international arbeitende Banken, ihnen nahe stehende bzw. von diesen kontrollierte Spezialinstitute oder Finanzierungsgesellschaften auf, teilweise aber auch unabhängige Finanzfirmen und –makler“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Forfaitierung: Dieses Kapitel erläutert den regresslosen Verkauf von Exportforderungen als Instrument der Außenhandelsfinanzierung, beleuchtet historische Hintergründe, die Absicherung durch Finanzinstrumente sowie die Verteilung von Risiken zwischen Exporteur und Forfaiteur.

2. Grenzüberschreitendes Leasing: Hier werden Formen des internationalen Leasings, Besonderheiten bei Leasingobjekten und die vertragliche sowie steuerliche Gestaltung (inklusive Doppelaktivierung) detailliert dargestellt.

3. Projektfinanzierung: Dieses Kapitel definiert die Finanzierung komplexer, rechtlich selbständiger Projekte durch Betreiberkonsortien und analysiert die Verteilung der vielfältigen Projektrisiken auf die beteiligten Partner.

Schlüsselwörter

Forfaitierung, Außenhandelsfinanzierung, grenzüberschreitendes Leasing, Projektfinanzierung, Exportforderungen, Forfaiteur, Leasinggeber, Leasingnehmer, Betreiberkonsortium, Risikoübertragung, Länderrisiko, Finanzrisiko, Bilanzentlastung, Double Dip, Regressloser Forderungsverkauf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt drei spezialisierte Instrumente des internationalen Finanzmanagements, die insbesondere in der Export- und Investitionsfinanzierung Anwendung finden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die Forfaitierung von Forderungen, die Ausgestaltung von grenzüberschreitenden Leasingverträgen und die Strukturierung von groß angelegten Projektfinanzierungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel der Arbeit ist eine systematische Analyse der genannten Finanzierungsinstrumente hinsichtlich ihrer Struktur, ihrer Risiken und ihres Nutzens für den exportierenden Mittelstand sowie für Großprojekte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und einer Zusammenführung von betriebswirtschaftlicher Fachliteratur sowie rechtlichen Rahmenbedingungen und Standards wie HGB und IAS.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die Forfaitierung, das internationale Leasing und die Projektfinanzierung hinsichtlich ihrer Definitionen, Abläufe, Kostenfaktoren und spezifischen Risiken detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Schlüsselwörter sind Forfaitierung, Projektfinanzierung, Leasing, Risikomanagement und Außenhandelsfinanzierung.

Was versteht man unter dem Begriff "Double Dip" beim Leasing?

Ein "Double Dip" bezeichnet die Doppelaktivierung eines Leasinggutes in der Bilanz sowohl beim Leasingnehmer als auch beim Leasinggeber, was durch unterschiedliche nationale steuerrechtliche Kriterien zur Bestimmung des wirtschaftlichen Eigentums ermöglicht wird.

Warum ist das Länderrisiko bei der Projektfinanzierung von so hoher Bedeutung?

Da Projekte in der Regel kapitalintensiv sind und über einen langen Zeitraum laufen, beeinflussen politische und wirtschaftliche Faktoren im Investitionsland direkt die Stabilität des Projektes, weshalb dieses Risiko durch Versicherungen oder staatliche Mitwirkung gemindert werden muss.

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Details

Title
Forfaitierung, grenzüberschreitendes Leasing und Projektfinanzierung
College
Aachen University of Applied Sciences  (Wirtschaft)
Grade
2,0
Author
Jan Philipp Hölz (Author)
Publication Year
2003
Pages
32
Catalog Number
V19071
ISBN (eBook)
9783638232852
Language
German
Tags
Forfaitierung Leasing Projektfinanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Philipp Hölz (Author), 2003, Forfaitierung, grenzüberschreitendes Leasing und Projektfinanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19071
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