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Rückstellungen und Rücklagen - ein Überblick

Titel: Rückstellungen und Rücklagen - ein Überblick

Hausarbeit , 2009 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Heike Kurz (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zielstellung dieser Hausarbeit ist die Abgrenzung der beiden
betriebswirtschaftlichen Terme Rücklagen und Rückstellungen. Trotz der
begrifflichen Ähnlichkeit sind die dahinter verborgenen Funktionen
grundlegend unterschiedlich.
Gemäß der gängigen Definition, sind Rücklagen, im bilanztechnischen Sinne,
das vertraglich vereinbarte Eigenkapital übersteigende Eigenkapitalpolster.
Rückstellungen hingegen sind „… Passivposten in der Bilanz, die für
ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und für in der
Abrechnungsperiode wirtschaftlich verursachte, jedoch hinsichtlich ihrer
Höhe oder ihres zeitlichen Anfalls nicht eindeutig bestimmte Aufwendungen
gebildet werden.“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 HINTERGRUND VON RÜCKLAGEN UND RÜCKSTELLUNGEN

3 RÜCKSTELLUNGEN

3.1 Aufgaben und Abgrenzung von Rückstellungen

3.2 Bildung von Rückstellungen

3.3 Auflösung und Wirkung von Rückstellungen

4 RÜCKLAGEN

4.1 Aufgaben und Abgrenzung von Rücklagen

4.2 Unterschiedlichen Formen von Rücklagen

5 PRAKTISCHES BEISPIEL ANHAND VON UNICEF

6 SCHLUSSFOLGERUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die betriebswirtschaftlichen Begriffe Rücklagen und Rückstellungen voneinander abzugrenzen und deren grundlegend unterschiedliche Funktionen sowie das gesetzliche Rahmenwerk zu erläutern.

  • Grundlagen der Bilanzierung und Passivseite
  • Methodik und Voraussetzungen der Rückstellungsbildung
  • Systematik und Arten von Rücklagen
  • Analyse der Kapitalsicherung und Selbstfinanzierung
  • Praxisbeispiel der Bilanzstruktur von UNICEF

Auszug aus dem Buch

3.1 Aufgaben und Abgrenzung von Rückstellungen

Rückstellungen stellen eine Form von Verbindlichkeiten gegenüber Dritten dar. Ihrem Charakter nach sind sie somit Schulden, und werden als solche zusammen mit den sonstigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite der Bilanz als Fremdkapital ausgewiesen – siehe Abbildung 1. Der Unterschied zu den sonstigen Verbindlichkeiten liegt bei den Rückstellungen in der Ungewissheit über die Höhe und/oder Fälligkeit der Verbindlichkeit. Für die sonstigen Verbindlichkeiten sind die Höhe der zukünftigen Aufwendungen sowie deren Fälligkeitszeitpunkt bekannt, und ihr Eintreten ist sicher. Rückstellungen hingegen werden für Aufwände gebildet deren Eintreten nur wahrscheinlich, jedoch nicht sicher ist. Rückstellungen sind somit lediglich unsichere Verbindlichkeiten.

Für die Bildung von Rückstellungen werden in der Literatur zwei wesentliche Gründe aufgeführt. Diese Gründe sind, die periodengerechte Erfassung von Aufwendungen sowie der, dem Prinzip kaufmännischer Vorsicht genügende, vollständige Schuldenausweis. Die Periodengerechte Erfassung bedeutet dabei, dass auch die Aufwendungen zu erfassen sind, die erst in einem zukünftigen Geschäftsjahr anfallen, deren Verursachung aber im aktuellen Geschäftsjahr liegt. Ein einfaches Beispiel dafür ist eine von einem fremden Dienstleister erbrachte Leistung, für die erst verspätet eine Rechnung eingeht. Die Leistung könnte eine von einem Handwerker, für die XY AG, im November 2008 durchgeführte Reparaturarbeit sein. Würde der XY AG bis zum Bilanzstichtag keine Rechnung vorliegen müsste sie per Gesetz eine Rückstellung über die zu erwartenden Aufwendungen bilden. Damit wird sichergestellt, dass die Aufwendungen periodengerecht in dem Geschäftsjahr erfasst werden in dem sie verursacht wurden und nicht in dem Geschäftsjahr in dem die Kosten tatsächlich anfallen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die begriffliche Abgrenzung von Rücklagen und Rückstellungen vorzunehmen und den Aufbau der Untersuchung zu skizzieren.

2 HINTERGRUND VON RÜCKLAGEN UND RÜCKSTELLUNGEN: Das Kapitel erläutert die Einordnung beider Begriffe in die Passivseite der Bilanz unter Berücksichtigung des Grundsatzes der kaufmännischen Vorsicht.

3 RÜCKSTELLUNGEN: Es wird die Funktionalität, die gesetzliche Bildungsgrundlage sowie die Auflösung und steuerliche Wirkung von Rückstellungen detailliert analysiert.

4 RÜCKLAGEN: Dieses Kapitel widmet sich der Definition von Rücklagen als Eigenkapitalanteile sowie deren Funktion zur Kapitalsicherung und Liquiditätsstärkung.

5 PRAKTISCHES BEISPIEL ANHAND VON UNICEF: Anhand eines realen Geschäftsberichts wird die theoretische Anwendung der Bilanzierung von Rückstellungen und Rücklagen bei einem eingetragenen Verein verdeutlicht.

6 SCHLUSSFOLGERUNG: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Unterschiede, insbesondere hinsichtlich der Zugehörigkeit zu Fremd- und Eigenkapital.

Schlüsselwörter

Rückstellungen, Rücklagen, Bilanz, Passivseite, Eigenkapital, Fremdkapital, Verbindlichkeiten, kaufmännische Vorsicht, Jahresabschluss, Selbstfinanzierung, HGB, Kapitalgesellschaft, Liquidität, Stille Reserven, Bilanzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der betriebswirtschaftlichen Differenzierung zwischen den Begriffen Rücklagen und Rückstellungen im Kontext der Bilanzierung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die Einordnung in die Passivseite der Bilanz, die gesetzlichen Grundlagen der Bildung sowie die Unterschiede zwischen Fremdkapital (Rückstellungen) und Eigenkapital (Rücklagen).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die trotz begrifflicher Ähnlichkeit grundlegend verschiedenen Funktionen und rechtlichen Rahmenbedingungen der beiden Begriffe präzise voneinander abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, ergänzt durch ein praktisches Fallbeispiel, um die Anwendung der Bilanzierungsregeln zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Bilanzpositionen, die detaillierte Beschreibung der Bildung und Auflösung von Rückstellungen sowie die verschiedenen Formen der Rücklagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bilanz, Eigenkapital, Fremdkapital, kaufmännische Vorsicht, Rücklagen, Rückstellungen und Jahresabschluss.

Warum ist das Beispiel von UNICEF für die Arbeit besonders wichtig?

UNICEF dient als praktisches Beispiel, um zu zeigen, wie eine Bilanzstruktur auch bei einer Nicht-Kapitalgesellschaft (eingetragener Verein) funktioniert und welche Rückstellungen dort tatsächlich ausgewiesen werden.

Wie unterscheiden sich Rückstellungen und Rücklagen in ihrer Entstehung?

Rückstellungen bilden sich aus der Notwendigkeit, ungewisse Verbindlichkeiten zu erfassen (Fremdkapital), während Rücklagen aus einbehaltenen Gewinnen stammen (Eigenkapital).

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Details

Titel
Rückstellungen und Rücklagen - ein Überblick
Hochschule
Fachhochschule Lausitz in Cottbus
Note
1,0
Autor
Heike Kurz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V190743
ISBN (eBook)
9783656153115
ISBN (Buch)
9783656153658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzierung Rechnungswesen Rückstellungen Rücklagen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Heike Kurz (Autor:in), 2009, Rückstellungen und Rücklagen - ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190743
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Leseprobe aus  15  Seiten
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