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Krisen-PR im umweltsensiblen Bereich - Greenpeace versus Shell im Fall Brent Spar

Title: Krisen-PR im umweltsensiblen Bereich - Greenpeace versus Shell im Fall Brent Spar

Term Paper , 2003 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Melanie Weber (Author)

Communications - Public Relations, Advertising, Marketing, Social Media
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Summary Excerpt Details

„Tue Gutes und rede darüber.“1
Mit diesem Satz wurde das enorm umfangreiche Arbeitsfeld der Public Relations 1976 einmal
umschrieben. Doch was ist wenn einmal nichts Gutes getan wird beziehungsweise geschieht?
Wie sollen Unternehmen in umweltsensiblen Bereichen wie Chemie, Kernkraft oder Mineralöl
damit umgehen, wenn in ihrem Unternehmen Störfälle oder gar Katastrophen passieren?
Auf solche negativen Ereignisse muss das Unternehmen vorbereitet sein und genaueste Planungen
für seine Öffentlichkeitsarbeit bereithalten. Thema dieser Hausarbeit ist daher die
Krisen-PR.
Besonders in den letzten zehn Jahren, wo Störfälle oder Unglücke gehäuft an die Öffentlichkeit
gelangt sind, hat eine Sensibilisierung in der Gesellschaft stattgefunden.
Umweltschädigungen werden mit höchster Kritik gesehen und bekämpft und einhergehend
bedeutet dies auch ein wachsendes Misstrauen gegenüber den genannten Industriezweigen.
Diese Faktoren dürfen die Unternehmen nicht ignorieren und müssen daher eine gezielte Krisen-
PR betreiben.
Die folgende Arbeit ist in zwei Teile gegliedert. Im theoretischen Teil geht es um begriffliche
Grundlagen und anschließend um das Arbeitsfeld der Krisen-PR. Welche Maßnahmen gibt es,
wann müssen sie angewendet werden und welche Zielgruppen sind bei dieser Arbeit zu berücksichtigen?
Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit der Rolle der Massenmedien. Es geht
um den Einfluss auf die Bevölkerung und die Art und Weise, in der Medien mit ökologischen
Krisen in der Öffentlichkeit umgehen.
Im zweiten, praktischen Teil geht es dann um den Fall Brent Spar, der 1995 in Deutschland
für Aufsehen sorgte. Der Shell Konzern ‚kämpfte’ gegen die Greenpeace Organisation. Nach
einer kurzen Erläuterung zu beiden Parteien und ihren Strukturen und einem kurzen Überblick
über den Fall Brent Spar‚ sollen in diesem Teil die verschiedenen PR-Strategien beleuchtet
werden. Welche Fehler wurden gemacht und warum können Ausnahmesituationen trotz theoretischen
Vorbereitungen außer Kontrolle geraten?
Zu erwähnen ist, dass sich beide Teile auf die wesentlichen Maßnahmen und Fakten begrenzen,
da die einzelnen Themenbereiche an sich schon sehr umfangreich sind. Es soll ein
Einblick in die theoretische Arbeit und die praktische Umsetzung von Krisen-PR gegeben
werden.

1 G.-V. Graf Zedwitz-Arnim 1976, in: H. Bühler, „Krisenmanagement für Unternehmen durch Public Relations“,
Roderer 2000, 13

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Begriffliche Grundlagen

1.1.1 Was ist PR?

1.1.2 Was ist eine Krise?

1.1.3 Was ist Krisen-PR?

2. Handlungsfelder der Krisen-PR

2.1 Krisenprävention

2.1.1 Präventive Maßnahmen für die interne Öffentlichkeit

2.1.2 Präventive Maßnahmen für die externe Öffentlichkeit

2.2 Akute Krisen-PR

2.3 Nachbereitende Krisen-PR

3. Die Rolle der Medien

4. Der Fall Brent Spar

4.1 Grundlagen und Fakten

4.1.1 Das Unternehmen Shell

4.1.2 Die Umweltschutzorganisation Greenpeace

4.1.3 Der Fall Brent Spar

4.2 Die Krisen-PR Strategien von Shell und Greenpeace

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang: Zeittafel

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Feld der Krisen-PR in umweltsensiblen Branchen, wobei sie theoretische Grundlagen mit einer praktischen Analyse des Konflikts um die Bohrinsel Brent Spar verknüpft, um die Anforderungen an eine effektive Unternehmenskommunikation in Ausnahmesituationen aufzuzeigen.

  • Theoretische Verortung von PR und Krisenmanagement.
  • Die spezifische Rolle der Massenmedien bei ökologischen Krisen.
  • Analyse der PR-Strategien von Shell und Greenpeace im Brent-Spar-Konflikt.
  • Herausforderungen in der strukturellen Kommunikation internationaler Konzerne.
  • Bedeutung von Vertrauensbildung und transparenter Informationspolitik.

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Krisen-PR Strategien von Shell und Greenpeace

Wenn es um das Thema Krisen-PR und Krisenprävention geht, hat die deutsche Shell AG seit 1994 theoretisch gesehen strukturiert und präventiv gearbeitet. Um Vertrauen, Glaubwürdigkeit und ein positives Image in der Öffentlichkeit zu erzeugen, startete Shell im März 1994 eine Social Marketing Kampagne mit dem Slogan „Wir kümmern uns um mehr als Autos“, die laut Umfragen in den ersten Monaten durchaus positive Resonanz erfahren hat. Es ging um die soziale Verantwortung eines großen Unternehmens in der Jugendverkehrserziehung, der Zusammenführung von Jung und Alt und schließlich um ein Umweltthema: Die Müllbeseitigung der Tankstellen und Produktionsstätten. Im Vorfeld wurden eventuelle Krisensituationen wie Tankerunglücke oder ein Raffineriebrand diskutiert und mögliche Folgen einkalkuliert, aber mit einem derartig spektakulären Fall wie der Beseitigung der Brent Spar wurde nicht gerechnet.

Die präventiven Maßnahmen von Shell UK waren im Fall Brent Spar eher begrenzt. Es wurde eine Genehmigung der britischen Regierung eingeholt und die britische Öffentlichkeit wie verschiedene Interessengruppen über die Sachlage informiert. Damit waren für Shell UK alle notwendigen kommunikativen Maßnahmen getroffen. Die ‚britische Shell’ machte hier den entscheidenden Fehler, der von Wolfgang Mantow folgendermaßen zusammengefasst wird: „[…] sie übersah mögliche europäische Auswirkungen, die in den unterschiedlichen Mentalitäten und soziokulturell bedingten Auffassungen bei Umweltfragen begründet liegen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an Krisen-PR in umweltsensiblen Bereichen und skizziert die methodische Vorgehensweise anhand der Fallstudie Brent Spar.

2. Handlungsfelder der Krisen-PR: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Phasen der Krisenkommunikation, von der präventiven Schwachstellenanalyse bis zur akuten Bewältigung und nachbereitenden Aufarbeitung.

3. Die Rolle der Medien: Hier wird der Einfluss von Massenmedien auf die öffentliche Meinungsbildung und deren selektive Berichterstattung in ökologischen Krisen analysiert.

4. Der Fall Brent Spar: Dieser Hauptteil vergleicht die unterschiedlichen PR-Strategien von Shell und Greenpeace im Kontext der geplanten Versenkung der Brent Spar und beleuchtet die kommunikativen Fehler des Unternehmens.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass professionelle Krisen-PR trotz unvorhersehbarer Ereignisse für das Überleben und die Glaubwürdigkeit von Unternehmen unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Krisen-PR, Public Relations, Unternehmenskommunikation, Krisenprävention, Brent Spar, Shell, Greenpeace, Umweltschutz, Massenmedien, Imagepflege, Krisenmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnen, Stakeholder, Vertrauensbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Public Relations für Unternehmen in umweltsensiblen Branchen während Krisensituationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt Krisenprävention, die Rolle der Medien bei der Konstruktion von Krisen sowie die strategische Kommunikation von Konzernen im Vergleich zu Nichtregierungsorganisationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, anhand des Falls Brent Spar aufzuzeigen, wie PR-Strategien in Ausnahmesituationen funktionieren oder scheitern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Grundlagen des Krisenmanagements und verbindet diese mit einer Fallstudienanalyse von Shell und Greenpeace.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Handlungsfelder der PR und die detaillierte Analyse der Kommunikationsstrategien im Brent-Spar-Konflikt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind unter anderem Krisen-PR, Stakeholder, Imagepflege, Krisenprävention und mediale Inszenierung.

Welcher Fehler wird Shell UK bei der Brent-Spar-Entscheidung zugeschrieben?

Das Unternehmen übersah die unterschiedlichen europäischen Mentalitäten und soziokulturellen Auffassungen bei Umweltfragen außerhalb Großbritanniens.

Warum wird die Rolle von Greenpeace kritisiert?

Greenpeace wird die Instrumentalisierung der Medien, die monopolartige Nutzung von Bildern und der Druck auf Journalisten zur Solidarisierung vorgeworfen.

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Details

Title
Krisen-PR im umweltsensiblen Bereich - Greenpeace versus Shell im Fall Brent Spar
College
University of Siegen  (Medien-Planung, -Entwicklung und -Beratung)
Course
Grundkurs: Einführung in die Medienwissenschaft
Grade
1,7
Author
Melanie Weber (Author)
Publication Year
2003
Pages
24
Catalog Number
V19079
ISBN (eBook)
9783638232920
Language
German
Tags
Krisen-PR Bereich Greenpeace Shell Fall Brent Spar Grundkurs Einführung Medienwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Weber (Author), 2003, Krisen-PR im umweltsensiblen Bereich - Greenpeace versus Shell im Fall Brent Spar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19079
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