Happiness und Besteuerung


Seminararbeit, 2010

32 Seiten, Note: 1.7


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2.Theoretische Grundlagen
2.1 Grundlagen der Glücksforschung
2.2 Steuern und Glück

3. Empirischer Untersuchungsansatz
3.1 Verwendete Daten
3.2 Verwendetes Modell und konzeptioneller Ansatz der Auswertung ..

4. Ergebnisse der empirischen Analyse

5. Steuerpolitische Implikationen

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

Anhang A

Anhang B

Anhang C

1. Einleitung

"Der Glaube an die politische Herstellbarkeit von Glück gehört an zentraler Stelle zum Selbstverständnis der Moderne schlechthin, legitimiert unter den Bedingungen des moder- nen Denkens geradezu die Politik"1

Helmut Klages

Die Glücksforschung ist in den letzten Jahren zu einem aufstrebenden interdisziplinären For- schungsgebiet avanciert. Ökonomen, Psychologen, Biologen und Philosophen beschäftigen sich mit dem Thema Glück aus unterschiedlichen Perspektiven. So untersuchten sie wie Glück gemessen werden kann, was Glück im Grunde ist und welches die Determinanten des Glücks sind.2 Darüber hinaus ist das Thema Glück ein zeitunabhängiger, kulturinvarianter Gegenstand der menschlichen Natur, welches durch zahlreiche Schriften von berühmten Philosophen, die teilweise über 2000 Jahre zurückreichen, deutlich wird.3 Diese Präsenz in der Wissenschaft und der Menschheitsgeschichte färbt nun auch auf die Politik ab, wie man an dem Monatsbericht des Bundesministerium der Finanzen vom April 2010 erkennen kann.4

Im Sinne des Zitats von Helmut Klages, ist es nicht verwunderlich, das Ökonomen sich Ge- danken machen wie Glück und Steuern zusammenhängen. Dahinter steht die Idee der „poli- tische Herstellbarkeit von Glück“. In dieser Arbeit wird dieser Zusammenhang zwischen Steuern und Glück untersucht. Dies wird anhand einer empirischen Analyse, genauer ge- sagt, anhand einer ordinalen Logit Regression umgesetzt. Dazu werden in Kapitel 2 die grundlegenden theoretischen Konzepte der Glücksforschung dargestellt. Dabei wird vor al- lem auf das Einkommen und die Arbeitslosigkeit Bezug genommen, da in Ermanglung von Daten nicht die direkte Auswirkung von Steuern auf das Glück untersucht werden kann. Die- ses Vorgehen stimmt mit der allgemeinen Praxis der Glücksforschung überein. In Kapitel 3 werden die verwendeten Daten und das empirische Modell kurz erläutert. Kapitel 4 beinhaltet die Ergebnisse der empirischen Analyse. Im darauffolgenden Kapitel werden anhand der Ergebnisse Rückschlüsse auf die Steuerpolitik gezogen. Dabei wird versucht, eine optimale Steuer in Bezug auf größtmögliche Lebenszufriedenheit zu skizzieren. Abschließend werden die Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst.

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Grundlagen der Glücksforschung

„Der Sinn des Lebens besteht darin, glücklich zu sein“.5 Dies Streben nach Glück ist tief in der „Conditio humana“6, in der Natur des Menschen verankert, wie man anhand 2400 Jahren Philosophiegeschichte erkennen kann.7 Trotz dieser langen Geschichte fällt eine inhaltliche Bestimmung, also die konkrete Bestimmung was Glück eigentlich ist, schwer, wenn sie nicht sogar unmöglich ist. Sie ist auch nicht notwendig und Ziel dieser Arbeit. Grundsätzlich soll davon ausgegangen werden, dass Menschen nach Glück streben, was somit die Legitimati- on der Glücksforschung darstellt. Wobei Glück als das aufgefasst werden kann, was Men- schen, Gesellschaften, Kulturen … sich unter Glück vorstellen.8 Diese Definition gesteht so- mit jedem Menschen eine eigene Vorstellung von Glück zu. Darüber hinaus ist der Begriff Glück auch ein zeitlich abhängiges Konstrukt. Eine Übersicht über die verschiedenen Glücksauffassungen im Laufe eines Lebens liefert Robert Hettlage in „Generative Glückser- fahrungen: Biographien, Kohorten und Mentalitäten“.9

Die heutige Psychologie unterscheidet zwischen affektiven und kognitiven Ausprägungen des Glücks.10 Die affektive Ausprägung stellt das momentane Glück dar. Ganz in der Traditi- on von Epikur wird hier Glück als Abwesenheit von Unlust aufgefasst. Findet jedoch Reflexi- on über das Glücksempfinden statt, d.h. wird man gefragt warum man glücklich ist oder wie glücklich man ist, widerspiegelt dies die kognitive Ausprägung des Glücksbegriffs. Sie um- fasst neben der aktuellen Gefühlslage auch Erwartungen und Erfahrungen. Diese Kompo- nente liegt auch der Messung der subjektiven Lebenszufriedenheit zugrunde. Lebenszufrie- denheit kann als generelle Zufriedenheit mit dem Leben aufgefasst werden. In dieser Arbeit wird sich stets auf den Glücksbegriff im Sinne von Lebenszufriedenheit bezogen. Dies folgt aus der Erhebungsmethode der Daten mittels Fragebogen. Diese Erhebungsmethode bein- haltet bereits einen kognitiven Vorgang, da Erwartungen, Vergleiche und Urteile der Befragten ihre Angaben über ihre Lebenszufriedenheit prägen.11 Der vollständigkeitshalber wird darauf verwiesen, dass Glück noch als Zufallsglück aufgefasst werden kann. Dieser Glücksbegriff ist allerdings nicht Gegenstand der Glücksforschung.12

Nach der begrifflichen Abgrenzung des Begriffs Glück stellt sich nun die Frage nach den De- terminanten des Glücks. In Anlehnung an Frey und Stutzer können vier Kategorien von Ein- flussgrößen erstellt werden.13 Eine Übersicht über die Kategorien und den jeweils darin enthaltenden Determinanten des Glücks befindet sich im Anhang A. Die erste Kategorie enthält Determinanten wie kognitive Fähigkeiten, Selbsteinschätzung, Temperament, Selbst- beherrschung und genetische Prädispositionen. Die zweite Kategorie umfasst ökonomische Determinanten des Glücks wie Einkommen, Inflation und Arbeitslosigkeit. In der dritten Kate- gorie befinden sich politische Determinanten des Glücks. Diese umfassen z.B. Partizipati- onsmöglichkeiten am politischen System. Die vierte Kategorie umfasst sozio demographi- sche Determinanten des Glücks. Dazu zählen das Alter, Geschlecht, Bildung, Familienstand, etc.. Wie Glück von den jeweiligen Determinanten beeinflusst wird, ist ausführlich in dem Grundlagenwerk zur Glücksforschung „Happiness & Economics, How the economy and insti- tutions affect well being” von Bruno S. Frey und Alois Stutzer beschrieben. All diese Faktoren beeinflussen das Glück des Menschen auf unterschiedliche Art und Weise. Bei der folgen- den empirischen Analyse wird untersucht, inwiefern Einkommen und Arbeitslosigkeit das Glück beeinflussen. Dies dient wiederum dazu, um verschiedene Steuern hinsichtlich ihres Einflusses auf das Glück zu beurteilen.

Geld allein macht nicht glücklich. Dies ist eine weit verbreitete Parole der Glücksökonomie, seitdem Richard Easterline in seinem berühmten Aufsatz "Does Economic Growth Improve the Human Lot?" im Jahre 1972 den Zusammenhang zwischen Glück und Bruttosozialpro- dukt pro Kopf untersuchte.14 Trotz steigendem Bruttosozialprodukt pro Kopf stieg die Le- benszufriedenheit in den untersuchten Ländern nicht. In manchen Ländern wurden die Men- schen sogar unglücklicher. Das als Esterline Paradox bekannte Phänomen führte dazu, dass nun nicht absolute Einkommen sondern die relative Einkommenssituation betrachtet wurde. Ergebnis dieser Betrachtung war, dass mehr Geld glücklicher macht wenn alle Anderen kei- nen Einkommenszuwachs verzeichnen. Relative Einkommensunterschiede haben durchaus Einfluss auf das subjektive Wohlbefinden. Dies beruht auf den Umstand, dass Menschen sich ständig mit anderen Menschen vergleichen und zudem ständig ihr Gehalt anhand ihrer Erfahrungen beurteilen und bewerten.15

Der Einfluss von Arbeit bzw. von Arbeitslosigkeit wurde z.B. von Clark und Oswald unter- sucht.16 Ergebnis dieser Analyse war, dass der Verlust des Arbeitsplatzes das Glück stark negativ beeinflusst. Dieser negative Effekt setzt sich aus dem Rückgang des Einkommens und einem einkommensunabhängigen Effekt zusammen. Weitere Studien zeigten, dass der einkommensunabhängige Effekt sehr hohe monetäre Werte annimmt. So schätzen zum Bei- spiel Blanchflower und Oswald, dass im Durchschnitt ca. 60.000 US-Dollar benötigt werden, um bei einer männlichen Person aus den USA diesen negativen einkommensunabhängigen Effekt zu kompensieren.17

Abschließend wird noch die von Psychologen in Bezug auf die Glücksforschung oft verwen- dete „Set Point“ Theorie betrachtet.18 Grundannahme der Theorie ist, dass die Menschen von Geburt an ein bestimmtes Glücksniveau besitzen und äußere Einflüsse das subjektive Wohlbefinden nur kurzfristig beeinflussen. Der Mensch gewöhnt sich an diese Einflüsse und kehrt auf sein Glücksniveau zurück. Demnach würde sich z.B. höheres Einkommen nur kurz- fristig positiv auf das subjektive Wohlbefinden auswirken. Folgt man dieser Theorie, wäre eine weitere Betrachtung sinnlos da, jedwede Einkommensveränderung nur temporär auf das Glück wirken würde. Daraus folgt, dass die Art der Besteuerung langfristig betrachtet egal wäre.19 Aus diesem Grund wird sich in dieser Arbeit nicht auf die strikte „Set Point“ Theorie bezogen, allerdings wird angenommen, dass Menschen bis zu einem gewissen Ma- ße sich an Umweltzuständen anpassen.

2.2 Steuern und Glück

Steuern sind per Definition „ Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen und von einem öffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht knüpft; die Erzielung von Einnahmen kann Nebenzweck sein.“20 Die Proble- matik bei der Analyse der Auswirkungen von Steuern liegt beim operationalisieren des Steu- ermerkmals. Dabei stellt sich zum einen die Frage welche Steuer betrachtet werden soll. Homburg zählt in seinem Buch „Allgemeine Steuerlehre“ 19 wichtige Steuern auf.21 Anhand dieser Übersicht wäre die Einkommenssteuer geeignet um die Auswirkungen von Steuern auf die Lebenszufriedenheit zu analysieren. Allerdings ergibt sich hier die Problematik, dass nur bis zum Jahr 1993 Daten im SOEP über die Höhe der Einkommenssteuer zur Verfügung stehen.22

Ein anderer Ansatzpunkt wäre eine Analyse internationaler Lebenszufriedenheitsdaten be- züglich der Auswirkung von Steuern. Dies wurde auch im Vorfeld der Arbeit getan. Dabei wurde untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen Steuerquote und Glück besteht. Die Steuerquote ist definiert, als das Verhältnis zwischen Steuereinnahme und Bruttosozialpro- dukt. Die Korrelationsanalyse nach Kendall-Tau ergab einen Korrelationskoeffizienten von 0,407 und eine zweiseitige Signifikanz von 0,019. Diese überschreitet das zugrunde liegende Signifikanznievau 0,01 dieser Arbeit.23 Somit kann die Nullhypothese, es gibt keinen Zu- sammenhang zwischen Bruttosozialprodukt und Steuerquote nicht verworfen werden.24 Aus diesem Grund wird die Untersuchung der Auswirkungen von Steuern auf die subjektive Le- benszufriedenheit über die Variablen Einkommen und Arbeitsstatus untersucht. Diese wer- den in Kapitel 3 näher erläutert. Die Auswahl dieser beiden Variablen beruht auf der Überle- gung, dass eine Steuer, z.B. die Einkommensteuer, zum Einen eine Einkommensminderung zufolge hat und zum Anderen die Arbeit - Freizeit Entscheidung verzerrt.25 Zwar werden Steuern teilweise genutzt um öffentliche Güter zur Verfügung zu stellen, dies wird allerdings nicht weiter in dieser Arbeit berücksichtigt. Dies müsste in einer Analyse, die die Auswirkun- gen von öffentlichen Gütern auf die subjektive Lebenszufriedenheit untersucht, erörtert wer- den. Im folgenden Kapitel wird der empirische Untersuchungsansatz, einschließlich verwen- deter Daten, erläutert.

3. Empirischer Untersuchungsansatz

3.1 Verwendete Daten

Die in dieser Arbeit verwendeten Daten stammen aus dem sozio-ökonomischen Panel Deutschland des Jahres 2007.26 Es wurden insgesamt 20.887 Personen befragt. Dies ist auch der Stichprobenumfang, der dieser Arbeit zugrunde liegt. Die Grundgesamtheit besteht aus allen in Deutschland lebenden Personen. Die relevanten Daten für diese Arbeit sind die Lebenszufriedenheit, die Gesundheit, das Alter, der Familienstand, das Geschlecht, der Ar- beitsstatus und das Einkommen. Diese Daten wurden mittels Fragebogen erhoben.27 Das Merkmal Lebenszufriedenheit ist ordinal skaliert und kann Werte von 0 bis 10 annehmen. Die befragten Personen wurden gebeten, auf folgende Frage zu antworten: „Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit Ihrem Leben?“ Dabei gab es 10 Antwortmöglichkeiten, von 0 „ganz und gar unzufrieden“ bis 10 „ganz und gar zufrieden“. Mit „-1“ wurden fehlende Werte kodiert. Der Gesundheitsstatus wird mittels subjektiver Einschätzung über das aktuelle gesundheitliche Wohlbefinden operationalisiert. Diese Variable ist ordinal skaliert. Die Skala reicht von 1 „Sehr gut“ bis 5 „Schlecht“. Das Alter kann nicht direkt aus den Daten des SOEP abgelesen werden. Im Personalfragebogen werden lediglich die Geburtsjahre erfasst. Das Alter wird ermittelt, indem das Geburtsjahr vom Basisjahr 2007 subtrahiert wird. Die Va- riable Familienstand ist nominal skaliert. Es gibt insgesamt fünf Kategorien. Diese sind „Ver- heiratet zusammenlebend“, „Verheiratet getrenntlebend“, „Ledig“, „Geschieden“ und „Verwit- wet“. Das Geschlecht kann direkt aus dem Personalfragebogen abgelesen werden. Diese Geschlechtsdaten sind mit 1 für Männer und mit 2 für Frauen kodiert. Der Arbeitsstatus ist ebenfalls eine binäre Variable. Die Kategorie „1“ bedeutet, dass die befragte Person arbeits- los zum Befragungszeitpunkt ist. Die Kategorie „2“ bedeutet dementsprechend, dass die be- fragte Person Arbeit hat. Die Variable Einkommen ist metrisch skaliert. Diese Variable wird gruppiert. Diese Gruppierung führt dazu, dass Unterschiede zwischen den Einkommens- gruppen analysiert werden können. Es werden insgesamt 8 Einkommensgruppen gebildet. Die Einteilung erfolgt in Anlehnung an der Einteilung des SOEP. Die Gruppenbreiten sind unterschiedlich. Durch diese unterschiedlichen Gruppenbreiten ist sichergestellt, dass in je- der der acht Gruppen mindestens 100 Merkmalsträger enthalten sind.28

3.2 Verwendetes Modell und konzeptioneller Ansatz der Auswer- tung

Im ersten Abschnitt der Analyse wird eine deskriptive Betrachtung der Variablen Lebenszu- friedenheit, Einkommen und Arbeitsstatus durchgeführt. Dabei wird untersucht, ob es Unter- schiede bezüglich der Mittelwerte der Lebenszufriedenheit in den Einkommensgruppen res- pektive Arbeitsstatusgruppen gibt. Sollten nach dieser explorativen Analyse Unterschiede erkennbar sein, wird mittels geeigneter statistischer Tests untersucht, ob es sich um signifi- kante Unterschiede handelt. Das zugrunde liegende Signifikanzniveau für alle Tests in dieser Arbeit beträgt α=0,01. Weiterhin gilt, dass lediglich die Nullhypothese für den jeweiligen Test ausformuliert wird. Die Gegenhypothese für den jeweiligen Test lautet ≠ . Hier soll an- gemerkt werden, dass ein Signifikanzwert von 0,000 nicht bedeutet, dass der Signifikanzwert gleich 0 ist. Allerdings erscheint es angemessen, nur die ersten 4 Stellen zu betrachten.

Im zweiten Abschnitt der Analyse wird unterstellt, ob Arbeitslosigkeit und Einkommen eine Auswirkung auf die geäußerte subjektive Lebenszufriedenheit haben.29 Der Zusammenhang wird mittels einer ordinalen Logit Regression untersucht. Dabei wird versucht, ein Zusam- menhang zwischen einer abhängigen ordinal skalierten Variablen und verschiedenen Ein- flussgrößen in einem Regressionsmodell abzubilden. Ziel ist es, die Koeffizienten der Reg- ressionsfunktion unter Berücksichtigung einer festgelegten Reihenfolge der abhängigen Va- riablen zu schätzen. Dabei wird die Wahrscheinlichkeit ( ≤ / ) das y, die Zielvariable, kleiner gleich einer bestimmten Kategorie j ist, nicht linear mit den Einflussgrößen verknüpft. j steht für alle möglichen Ausprägungen die y annehmen kann. Es muss berücksichtigt wer- den, dass die geschätzten Wahrscheinlichkeiten ( ≤ / ) nur Werte zwischen 0 und 1 annehmen dürfen. Für die nicht lineare Verknüpfung der Zielvariablen und der Einflussgrö- ßen wird auf das kumulierte Logit Modell zurückgegriffen.30 Die Wahrscheinlichkeit ( ≤ / ) wird über die logistische Verteilungsfunktion berechnet.31 Genauere Ausführungen zum verwendeten Modell befinden sich im Anhang A. Neben den Variablen Einkommen und Ar- beitsstatus werden als weitere Variablen Gesundheit, Alter, Familienstatus und Geschlecht mit in die Regression aufgenommen.

[...]


1 Klages (1992): Glückerzeugung durch Politik - ein immer vergebliches Unterfangen? Thesen auf der Grundlage der empirischen Politikforschung. In A. Bellebaum: Glück und Zufriedenheit. Ein Sympo- sion, S. 104

2 Vgl. Frey/ Stutzer (2002): Happiness & Economics, How the economy and institutions affect well being; vgl. Frey (2008): Happiness A Revolution in Economics; vgl. Kahneman/ Diener/ Schwarz (2003): Well-being: the foundations of hedonic psychology

3 Vgl. Aristoteles (2006): Die Nikomachische Ethik, S.141; vgl: Platon (2000): Der Staat (Politeia)

4 Monatsbericht des Bundesministerium der Finanzen, April 2010

5 Daila Lama, http://www.gluecksarchiv.de/inhalt/aufsaetze/goos_dalailama.htm

6 Vgl. Ulrich (2007): Integrative Wirtschaftsethik, Ulrich verwendet den Begriff Conditio humana im

Zusammenhang mit dem Moralempfinden des Menschen bzw. der Logik der Zwischenmenschlichkeit. Aufgrund der Aussage von Aristoteles (Glück als höchstes Gut) steht der Begriff in dieser Arbeit dafür, dass das Streben nach Glück ebenfalls in der Natur des Menschen liegt.

7 Einen umfassenden Überblick über die Glücksforschung bzw. über die Philosophie des Glücks gibt McMahon (2006): The Pursuit of Happiness: A History from the Greeks to the Present

8 Vgl. Bellebaum (2002): Glücksforschung, Eine Bestandsaufnahme, S. 28

9 Vgl. Hettlage (2002): Generative Glückserfahrungen: Biographien, Kohorten und Mentalitäten

10 „Das subjektive Wohlbefinden hat kognitive und affektive Aspekte. Affekt bezeichnet Stimmungen und Gefühle und repräsentiert die unmittelbare Bewertung der Ereignisse im Leben eines Menschen. Die kognitive Komponente bezieht sich hingegen auf die rationalen oder intellektuellen Aspekte des subjektiven Wohlbefindens und beinhaltet Urteile und Vergleiche. Glück ist demnach nicht einfach gegeben, sondern wird vom Einzelnen, also subjektiv, konstruiert und hängt stark vom vergangenen und gegenwärtigen sozialen Umfeld ab.“ vgl. Frey/ Frey Marti (2010): Glück - die Sicht der Ökonomie, S. 17f

11 Eine Übersicht über die verschiedenen Erhebungsmethoden findet sich in Frey/ Stutzer (2002): Happiness & Economics, How the economy and institutions affect well being

12 Im weiteren Verlauf werden die Worte subjektives Wohlbefinden und Glück als Synonym für Lebenszufriedenheit verwendet.

13 Vgl. Frey/ Stutzer (2002): Happiness & Economics, How the economy and institutions affect well being; Frey (2008): Happiness A Revolution in Economics

14 Vgl. Easterlin (1972): Does Economic Growth Improve the Human Lot?

15 Vgl. Blanchflower/ Oswald (2004): Well-being over time in Britain and the USA, vgl. Frey/ Stutzer (2008): Glück aus ökonomischer Sicht

16 Vgl. Clark/ Oswald, Unhappiness and Unemployment, S. 648-659

17 Vgl. Blanchflower/ Oswald (2004): Well-being over time in Britain and the USA

18 Die “Set Point” Theorie basiert auf der Arbeit von P. Brickman und D.T. Campell: Hedonic Relativ- ism and Planning the Good Society. Wobei der Begriff die “Set Point“ Theorie nur ein anderer Begriff für hedonistische Tretmühle ist. Es soll festgehalten werden, dass die vollständige Adaptation, also Anpassung nur ein Extremfall darstellt. Es gibt einige Autoren die zwar zugeben, dass eine hedonisti- sche Tretmühle existiert, allerdings der Mensch sich nie vollständig an die veränderten äußeren Um- stände anpasst.

19 In den letzten Jahren wurden Arbeiten veröffentlicht, die die „Set Point“ Theorie widerlegten. vgl. Heady (2006): Revising Set Point Theory and Dynamic Equilibrium Theory to Account for Long Term Change

20 § 3 Abs.1 Abgabenordnung

21 Vgl. Homburg (2010): Allgemeine Steuerlehre, S.19

22 http://panel.gsoep.de/soepinfo2009/

23 Die in dieser Arbeit verwendeten Signifikanzwerte werden in Kapitel 3 erläutert.

24 Der ausführliche Test befindet sich in Anhang C. Die zugrundliegenden Daten befinden sich in An- hang C.

25 Vgl. Homburg (2010): Allgemeine Steuerlehre, Kapitel 5

26 Das sozio-ökonomische Panel (SOEP) ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung, die seit 1985 durchgeführt wird. Im Auftrag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung werden jährlich 20.000 Personen zu Themen wie Einkommen, Gesundheit und Familie befragt. Vorteil dieser Befragung ist, dass jedes Jahr die gleichen Personen befragt werden. Dies ermöglicht Analysen von langfristigen sozialen und gesellschaftlichen Trends.

27 Vgl. Anhang B

28 Für eine genauere Übersicht bezüglich der Einteilung siehe Anhang A.

29 Diese Annahmen basieren auf zahlreichen empirischen Arbeiten. vgl. Blanchflower/ Oswald (2004): Well-being over time in Britain and the USA, vgl. Frey/ Stutzer (2002): Happiness & Economics, How the economy and institutions affect well being

30 Verknüpfungsfunktion: Logit, diese kommt dem binär logistischen Modell am nächsten und ist einfach zu interpretieren

31 vgl. Albers/ Klapper/ Konradt/ Walter/ Wolf (2007): Methodik der empirischen Forschung, Kapitel 18

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Happiness und Besteuerung
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1.7
Autor
Jahr
2010
Seiten
32
Katalognummer
V190805
ISBN (eBook)
9783656153917
ISBN (Buch)
9783656154105
Dateigröße
656 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Steuern, Glück, Happiness, Finanzwissenschaften
Arbeit zitieren
Robert Möske (Autor), 2010, Happiness und Besteuerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/190805

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