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Großmacht Russland?

Vier Essays zu den Problemen bei der Transformation und den neuerlichen Anspruch Russlands, eine Großmacht zu sein.

Titel: Großmacht Russland?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Magister Artium Matthias Ludewig (Autor:in)

Politik - Region: Russland
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Entwicklungsland Russland? Die Probleme beim sozioökonomischen Wandel.
2. Amerikanisierung der russischen Politik? Der Einfluss der informationellen Politik auf den Transitionsprozess.
3. Misslungene Modernisierung des Gesellschaftssystems? Die Rolle von Nationalismus und Imperialismus bei der affektiven Bindung.
4. Hegemon Russland? Zwischen Anspruch und Wirklichkeit der russischen Großmachtpolitik.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklungsland Russland? Die Probleme beim sozioökonomischen Wandel.

2. Amerikanisierung der russischen Politik? Der Einfluss der informationellen Politik auf den Transitionsprozess.

3. Misslungene Modernisierung des Gesellschaftssystems? Die Rolle von Nationalismus und Imperialismus bei der affektiven Bindung.

4. Hegemon Russland? Zwischen Anspruch und Wirklichkeit der russischen Großmachtpolitik.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch den Anspruch Russlands, als Großmacht auf der internationalen Bühne zu agieren, und setzt diesen in den Kontext der internen sozioökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Transformationsprobleme des Landes seit dem Ende der Sowjetunion.

  • Sozioökonomische Transformationsschwierigkeiten und strukturelle Abhängigkeiten
  • Einfluss moderner Medienpolitik auf autoritäre Tendenzen und die Regime-Hybridität
  • Identitätsbildung durch Nationalismus und den Rückgriff auf imperiale Traditionen
  • Diskrepanz zwischen dem hegemonialen Selbstbild Russlands und der außenpolitischen Realität

Auszug aus dem Buch

4. Hegemon Russland? Zwischen Anspruch und Wirklichkeit der russischen Großmachtpolitik.

Der postsowjetische Raum gilt im Kreml immer noch als Teil der russischen Interessensphäre. Was für den westlichen Beobachter eine Außenpolitik erscheint, ist aus russischer Sicht Innenpolitik. Die Einflussnahme Russlands auf ehemalige Sowjetrepubliken scheint wohl der zwingendste Beleg für eine Rückkehr zur Großmachtpolitik des Kreml zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass es sich bei Russland tatsächlich um eine Großmacht handelt. Ein Großmachtanspruch ließe sich durch die Probleme und Unzulänglichkeiten in Russland relativ leicht widerlegen. Es bedeutet lediglich, dass Russland versucht sich als Großmacht zu rekonstruieren. Eine Restauration des Großmachtstatus ist dadurch noch lange nicht erreicht. Es gehört mehr dazu, als einen Anspruch zu erheben. Ein wesentlicher Aspekt des Selbstverständnisses Russlands eine Großmacht zu sein, liegt im Anspruch der hegemonialen Stellung im postsowjetischen Raum begründet. Wie Russland also seinem Selbstverständnis gerecht wird, soll in diesem Essay geklärt werden. Es gilt dabei die Behauptung zu verteidigen, dass es sich dabei um ein übersteigertes Selbstverständnis handelt, welches der Wirklichkeit widerspricht.

Das übersteigerte Selbstverständnis Russlands eine Großmacht zu sein, zeigte sich zuletzt im Georgienkonflikt. Die Rolle des Hegemons konnte Russland nur unzureichend ausfüllen. Weder politische noch militärische Stärke bzw. Macht konnten wirklich überzeugen. Trotz militärischer Überlegenheit sollen die Verluste der russischen Truppen im Verhältnis zum Gegner eklatant hoch gewesen sein. Die Überlegenheit beruhte vielmehr auf Masse als auf Klasse, was als Indiz für die zunehmende Schwäche des militärischen Systems gelten kann. Auf politischer Seite ist es nicht gelungen, die Ergebnisse als einen Sieg zu verkaufen. Selbst russlandfreundlich gesinnte Staaten versagten Russland die Gefolgschaft, als es um die Anerkennung der zwei abtrünnigen Provinzen als unabhängige Staaten ging. Dies spricht gegen die politische Macht des Kreml. Deutlich wird dies auch an der ideologischen Überlegenheit Georgiens während des Konflikts. Wer Schuld am Ausbruch des Konflikts hatte, ist in dieser Arbeit nicht von Interessen. Es geht vielmehr um die zunehmende Unfähigkeit Russlands, seine Großmachtpolitik auch glaubwürdig durchzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entwicklungsland Russland? Die Probleme beim sozioökonomischen Wandel.: Analysiert die strukturellen Defizite der russischen Wirtschaft und zeigt auf, dass der Großmachtanspruch aufgrund der ökonomischen Abhängigkeit von Rohstoffexporten kaum fundiert ist.

2. Amerikanisierung der russischen Politik? Der Einfluss der informationellen Politik auf den Transitionsprozess.: Untersucht, wie der Einsatz moderner Medienstrategien nach amerikanischem Vorbild gezielt zur Manipulation der öffentlichen Meinung und zur Etablierung einer hybriden, autoritären Herrschaftsform genutzt wird.

3. Misslungene Modernisierung des Gesellschaftssystems? Die Rolle von Nationalismus und Imperialismus bei der affektiven Bindung.: Erörtert das Scheitern einer modernen gesellschaftlichen Identitätsbildung und wie die Rückbesinnung auf Nationalismus und imperiale Mythen als Integrationsinstrument dient.

4. Hegemon Russland? Zwischen Anspruch und Wirklichkeit der russischen Großmachtpolitik.: Bewertet die Diskrepanz zwischen dem russischen Streben nach regionaler Hegemonie im postsowjetischen Raum und der tatsächlichen begrenzten politischen und militärischen Durchsetzungskraft.

Schlüsselwörter

Russland, Großmachtpolitik, Transformation, Sozioökonomischer Wandel, Informationelle Politik, Regime-Hybridität, Putin, Nationalismus, Imperialismus, Postsowjetischer Raum, Hegemonie, Identität, Russische Idee, Gelenkte Demokratie, Wirtschaftsstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die Diskrepanz zwischen dem offiziellen Anspruch Russlands, als eigenständige Großmacht zu agieren, und den tatsächlichen innen- sowie außenpolitischen Realitäten des Landes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die sozioökonomischen Probleme der Transformation, die Instrumentalisierung von Medien für politische Zwecke, die soziologische Identitätskrise der russischen Gesellschaft sowie die geopolitische Rolle Russlands im postsowjetischen Raum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die Behauptung zu stützen, dass der russische Großmachtanspruch ein übersteigertes Selbstverständnis darstellt, das den realen wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten widerspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine essayistische Analyse, die verschiedene politologische Transformations- und Modernisierungstheorien heranzieht, um aktuelle Entwicklungen in Putins Russland zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier inhaltliche Schwerpunkte: ökonomische Abhängigkeiten, mediale Manipulation, gesellschaftliche Sinnstiftung durch Nationalismus und die Grenzen russischer Hegemonie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Transformation, Großmachtpolitik, Regime-Hybridität, informationelle Politik und nationale Identität charakterisiert.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Medien auf die russische Demokratie?

Der Autor argumentiert, dass Medien im modernen Russland nicht zur Demokratisierung beitragen, sondern als Werkzeuge einer "gelenkten Demokratie" fungieren, um die öffentliche Meinung zu manipulieren und Opposition zu unterdrücken.

Inwiefern beeinflusst die Energieabhängigkeit den russischen Großmachtanspruch?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Abhängigkeit von Öl- und Gasexporten in Richtung Europa die russische Transformationspolitik schwächt, anstatt sie zu stärken, da keine diversifizierte, moderne Wirtschaftsstruktur etabliert werden konnte.

Warum bezeichnet der Autor das russische System als "Regime-Hybridität"?

Der Begriff beschreibt den Zustand, in dem formale demokratische Institutionen zwar existieren, jedoch durch informationelle und autoritäre Mechanismen so beeinflusst werden, dass ein tatsächlicher Wettbewerb um Macht unterbunden wird.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Großmacht Russland?
Untertitel
Vier Essays zu den Problemen bei der Transformation und den neuerlichen Anspruch Russlands, eine Großmacht zu sein.
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Russland im Wandel – Von der Weltmacht Sowjetunion zur Großmacht Russland?
Note
1,0
Autor
Magister Artium Matthias Ludewig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V191020
ISBN (eBook)
9783656155485
ISBN (Buch)
9783656156543
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transition Russland Transformation Modernisierung informationelle Politik gelenkte Demokratie russische Idee affektive Bindung Großmachtpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Artium Matthias Ludewig (Autor:in), 2008, Großmacht Russland?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191020
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Leseprobe aus  15  Seiten
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