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Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter

Methodische Exegese zu Lukas 10,25-37

Title: Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter

Seminar Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lukas Brand (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit befasst sich mit der Gottes- und Nächstenliebe bei Lukas 10,25ff. Die Frage nach der Erläuterung des Gebotes durch das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter soll für die Interpretation dieser Perikope anleitend sein.
Als Grundlage für die exegetische Arbeit dient die Übersetzung von Lukas 10.25-37 nach dem Münchener Neuen Testament.
Der Arbeit umfasst eine Situationsanalyse, darauf folgen die Analyse des weiteren Kontextes, der Reiseerzählung, sowie eine Einschätzung davon, welchen Rahmen dieser Abschnitt innerhalb des Lukasevangeliums hat. An die Übersetzung der behandelten Perikope aus dem Münchener Neuen Testament schließt eine kurze Traditions- bzw. Redaktionsanalyse an. Darauf folgen die Analyse des engeren Kontextes, sowie eine kurze Formanalyse. Den Abschluss des Hauptteils bildet eine Vers-für-Vers-Betrachtung der Perikope, in welche die Ansätze von Sach- und Motivanalysen eingearbeitet sind.
Der Schlussteil beinhaltet eine kurze Interpretation der Perikope im Bezug auf die eingangs gestellte Frage, wie das Gebot der Nächstenliebe durch das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter erläutert wird.
Die Arbeit kann als Beispielexegese zur Einführung in das exegetische Arbeiten am Neuen Testament dienen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Das Lukasevangelium: Verfasser, Entstehungszeit, Entstehungsort, Adressatenkreis und Anlass

2.2 Der Reisebericht

2.3 Lehrgespräch & Gleichnis des Barmherzigen Samariters (Lk 10,25-37)

2.4 Reisebericht oder Tempelgespräch?

2.5 Die Form von Lukas 10,25-37

2.6 Lukas 10,25-37, Vers für Vers

3. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37) unter exegetischen Gesichtspunkten, um die darin enthaltene Erläuterung des Gebots der Gottes- und Nächstenliebe zu erschließen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Bedeutung dieser Perikope für das Verständnis von Tora, Tempelkult und gelebter Menschlichkeit im Lukasevangelium.

  • Exegese der Perikope Lukas 10,25-37 unter Berücksichtigung des weiteren Kontextes.
  • Analyse der lukanischen Redaktion und Einordnung in den sogenannten Reisebericht.
  • Untersuchung der Struktur und Form von Lehrgespräch und Gleichnis (Ringkomposition).
  • Gegenüberstellung von kultischer Tempelfrommigkeit und aktiver Nächstenliebe als zentrales Motiv.

Auszug aus dem Buch

2.6 Lukas 10,25-37, Vers für Vers

V.25: Mit „und siehe“ leitet Lukas nicht etwa in eine neue Szene ein, sondern stellt nur den Gesetzeskundigen vor, der aus der Menge der Zuschauer hervortritt. Die Formulierung „ihn versuchend“ ist neutral, denn der Gesetzeskundige tritt nicht feindselig auf. Mit der aus Lk 18,18 entlehnten Frage, wie man das ewige Leben erlangen könne, stellt der Gesetzeskundige Jesus eine Frage aufs Exempel, um dessen Glaubwürdigkeit zu prüfen. Die ebenfalls aus 18,18 übernommene Anrede erscheint hier aber nicht als Phrase, sie ist trotz allem respektvoll; auch wenn die Frage nach dem Inbegriff des Gesetzes als solche nicht jüdisch ist. Wie bereits oben erwähnt nutzt Lukas vermutlich den Gesetzeskundigen nicht nur, weil dieser in der Markusvorlage vorgegeben ist, sondern auch deshalb, weil dieser einen Kontrast gegenüber den Jüngern darstellt.

V.26: Jesus antwortet dem Gesetzeskundigen nicht direkt. Er stellt eine Gegenfrage, um ihn die Antwort selbst finden zu lassen. Ernst nennt dies den Stil der schriftgelehrten Disputation. Die Doppelfrage Jesu bezieht sich sowohl auf den Inhalt des Gesetzes, „Was ist geschrieben?“, als auch auf dessen Interpretation durch den Gesetzeskundigen, „Wie liest du?“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Aufgabenstellung und methodische Hinführung zur Exegese von Lukas 10,25-37.

2. Hauptteil: Detaillierte exegetische Analyse der Perikope, einschließlich der Einbettung in das Lukasevangelium und einer Vers-für-Vers-Betrachtung.

2.1 Das Lukasevangelium: Verfasser, Entstehungszeit, Entstehungsort, Adressatenkreis und Anlass: Historisch-kritische Einordnung der Entstehung und der beabsichtigten Leserschaft des Evangeliums.

2.2 Der Reisebericht: Bestimmung der literarischen Einordnung des Gleichnisses innerhalb des lukanischen Reiseberichts.

2.3 Lehrgespräch & Gleichnis des Barmherzigen Samariters (Lk 10,25-37): Analyse der Verknüpfung von Lehrgespräch und Sondergut sowie der redaktionellen Gestaltung durch Lukas.

2.4 Reisebericht oder Tempelgespräch?: Diskussion über die Verschiebung der Perikope aus der Tempelszene in den Reisebericht und deren theologische Gründe.

2.5 Die Form von Lukas 10,25-37: Untersuchung der formalen Struktur und der Ringkomposition des Dialogs.

2.6 Lukas 10,25-37, Vers für Vers: Detaillierte Auslegung der einzelnen Verse der Perikope unter Einbeziehung exegetischer Fachliteratur.

3. Schluss: Zusammenfassende Interpretation der Perikope bezüglich der zentralen Frage nach der Gottes- und Nächstenliebe.

Schlüsselwörter

Lukas 10,25-37, Barmherziger Samariter, Nächstenliebe, Gottesliebe, Lukasevangelium, Reisebericht, Exegese, Gesetzeskundiger, Tempelkult, Tora, Ringkomposition, Sondergut, Jesus, Menschlichkeit, Schriftauslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer exegetischen Untersuchung des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter (Lk 10,25-37).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Gottes- und Nächstenliebe, das Verständnis der Tora bei Jesus sowie die kritische Abgrenzung gegenüber dem damaligen Tempelkult.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie Lukas durch das Gleichnis das Doppelgebot der Liebe erläutert und welche theologische Bedeutung er diesem Text innerhalb des Reiseberichts beimisst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine exegetische Analyse angewandt, die Tradition, Redaktion, Form und eine Vers-für-Vers-Betrachtung umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Situationsanalyse des Lukasevangeliums, die Kontextualisierung im Reisebericht sowie eine tiefgehende philologische und theologische Auslegung der Verse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Exegese, Nächstenliebe, Lukanisches Sondergut, Reisebericht und die Gegenüberstellung von religiöser Elite und tätiger Menschlichkeit.

Warum wird der Samariter als "Heide" eingeordnet?

Da Samariter nicht am jüdischen Tempelkult in Jerusalem teilnahmen, wurden sie im damaligen Kontext oft in eine Nähe zu Heiden gerückt, was den Kontrast zum jüdischen Priester und Leviten im Gleichnis verschärft.

Wie deutet der Autor die "Ringkomposition" des Textes?

Der Autor greift die Beobachtungen von M. Wolter auf, wonach die Perikope eine symmetrische Struktur aufweist, bei der sich Frage, Antwort und Aufforderung von Jesus und Gesetzeskundigem entsprechen.

Warum wird das Motiv des Tempelkults so kritisch betrachtet?

Jesus stellt im Gleichnis die gelebte Barmherzigkeit eines "Außenstehenden" über das rituelle Verhalten der Priester und Leviten, um den Fokus von rein kultischen Handlungen auf die menschliche Not zu lenken.

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Details

Title
Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter
Subtitle
Methodische Exegese zu Lukas 10,25-37
College
Ruhr-University of Bochum  (Katholisch theologische Fakultät)
Course
Auferstanden von den Toten - Einführung in die Methoden neutestamentlicher Exegese
Grade
1,0
Author
Lukas Brand (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V191095
ISBN (eBook)
9783656157243
ISBN (Book)
9783656157939
Language
German
Tags
Exegese Lukas Lukasevangelium Samariter Beispielexegese Barmherzigkeit Barmherziger Samariter Gleichnis Neues Testament neutestamentliche Exegese Kontextanalyse Situationsanalyse Lukas 10.25-37 Reiseerzählung Traditionsanalyse Redaktionsanalyse Formanalyse Perikope Gottesliebe Nächstenliebe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Brand (Author), 2009, Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191095
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