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Frauen im Jazz

Title: Frauen im Jazz

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 14 Pages

Autor:in: Svetlana Husenbeth (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Erstaunlicherweise findet man auch heute noch Menschen, die der Meinung sind, Männer könnten bestimmte Instrumtente besser spielen als Frauen.
In der vorliegenden Arbeit will ich anhand ausgewählter Musikerinnen die Situation der Frauen im Jazz aufzeigen, von Beginn an bis heute. Im Fazit greife ich die Frage nochmals auf, ob und inwiefern sich die Situation der Frauen im Jazz heute verändert hat, und begründe meine Antwort.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frauen im Jazz? Frauen im Jazz!

2.1 Probleme bei der künstlerischen Entwicklung von Frauen

2.2 Historischer Rückblick

2.2.1 Ella Fitzgerald

2.2.2 Anita O`Day

2.2.3 International Sweethearts of Rhythm

2.2.4 Katherine „Kay“ Faulkner Swift (1897 – 1993)

2. 3. Zeitgenössische Jazzmusikerinnen

3.1 Les Belles du Swing

3.2 Festival WIJ (Women in Jazz) in Halle

3. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und gegenwärtige Situation von Frauen im Jazz, um herauszufinden, ob sich ihre Bedingungen im Laufe der Zeit verändert haben und welche soziokulturellen Faktoren ihre künstlerische Entwicklung beeinflussen.

  • Historische Analyse der Rolle von Musikerinnen im Jazz des 20. Jahrhunderts.
  • Untersuchung soziokultureller Barrieren und geschlechtsspezifischer Rollenbilder.
  • Porträt bedeutender Jazzvokalistinnen und Instrumentalistinnen.
  • Betrachtung zeitgenössischer Entwicklungen und moderner Frauen-Jazz-Formationen.
  • Evaluation der Ausbildungs- und Entfaltungsmöglichkeiten für Frauen in der heutigen Jazzszene.

Auszug aus dem Buch

2.1 Probleme bei der künstlerischen Entwicklung von Frauen

Warum ist es Frauen in der Vergangenheit nicht gelungen, sich künstlerisch zu etablieren? Dies gilt nicht für Jazz, sondern auch für andere Musikrichtungen.

Die weibliche Kreativität wurde lange verleugnet. Auch hatten Mädchen und Frauen keine Möglichkeit, eine solche Fähigkeit auszubilden. Natürlich war es für die Töchter aus gutem Haus wichtig, mindestens ein Musikinstrument zu erlernen. Allerdings wurde hier kein Wert auf Kreativität gelegt. Weder das künstlerische Können noch die Virtuosität standen im Vordergrund. Auch unter Vertreterinnen der Frauenbewegung im 19. Jahrhundert war es nicht gern gesehen, dass Frauen sich musikalisch betätigten. Dazu schrieb Luise Büchner in ihrem Buch „Die Frauen und ihr Beruf“, dass die Musik sich „viel zu breit macht und eine Zeit in Anspruch nimmt, welche das Mädchen, wenn es sich damit begnügen wollte, einfache Piecen zu spielen, viel besser und nützlicher anwenden könnte.“ {BÜCHNER 1884, zit. nach HOFFMANN 2000, S. 17}. Progressive Frauen warnten vor einer ästhetisierenden Bildung und wollten die kognitiven Anteile stärken.

Wenn Frauen sich musikalisch betätigt haben, waren es in der Regel Opernsängerinnen oder Sängerinnen in Bars oder in Revuen. Das öffentliche Auftreten von Frauen war gesellschaftlich nicht erwünscht. Auch hatten diejenigen Frauen, die öffentlich auftraten, oft keinen besonders guten Ruf. „Im Großbürgertum war es undenkbar, daß eine Frau öffentlich auftrat oder erwerbstätig wurde. Da die Frauen in die Familie eingebunden wurden, konnten sie nicht in der Öffentlichkeit als Musikerin in Erscheinung treten.“ {BOLAY 1995, S. 18}.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die fortbestehenden Vorurteile gegenüber Frauen in der Musik und definiert die Forschungsfrage nach der Veränderung der Situation von Frauen im Jazz.

2. Frauen im Jazz? Frauen im Jazz!: Dieses Kapitel untersucht die grundlegenden gesellschaftlichen und strukturellen Herausforderungen für Frauen bei der künstlerischen Entfaltung.

2.1 Probleme bei der künstlerischen Entwicklung von Frauen: Es wird analysiert, wie historische Rollenbilder und mangelnde Ausbildungsmöglichkeiten die musikalische Entwicklung von Frauen behinderten.

2.2 Historischer Rückblick: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über prägende Musikerinnen der Jazzgeschichte und deren individuelle Werdegänge.

2.2.1 Ella Fitzgerald: Ein Porträt der bedeutenden Jazzvokalistin, die als „Grande Dame des Jazzgesangs“ gilt.

2.2.2 Anita O`Day: Biografie der Sängerin, die als eine der ersten Frauen in Bigbands gegen traditionelle Rollenbilder und Kleidungsvorschriften rebellierte.

2.2.3 International Sweethearts of Rhythm: Darstellung dieser erfolgreichen, gemischtrassigen Frauenband, die insbesondere in den 1940er Jahren eine bedeutende Rolle spielte.

2.2.4 Katherine „Kay“ Faulkner Swift (1897 – 1993): Würdigung der ersten Frau, die ein vollständiges Broadway-Musical schrieb und von der Klassik zur populären Musik wechselte.

2. 3. Zeitgenössische Jazzmusikerinnen: Betrachtung der heutigen Situation von Jazzsängerinnen und -instrumentalistinnen, die sich zunehmend von starren Stilvorgaben lösen.

3.1 Les Belles du Swing: Vorstellung der zeitgenössischen deutschen Swing-Band, die beispielhaft für moderne weibliche Ensembles steht.

3.2 Festival WIJ (Women in Jazz) in Halle: Einblick in ein modernes Festival, das als Zentrum für die Förderung von Musikerinnen fungiert.

3. Fazit: Das Fazit zieht ein positives Resümee zur Entwicklung, weist aber auf notwendige Verbesserungen im Bereich der Musikausbildung hin.

Schlüsselwörter

Frauen im Jazz, Jazzmusikerinnen, Musikgeschichte, Gender, soziokultureller Kontext, Improvisation, Vokalistinnen, Instrumentalistinnen, Gleichberechtigung, Musikstudium, Swing, Bigband, Rollenbilder, künstlerische Entwicklung, Jazz-Ausbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle, der Wahrnehmung und der künstlerischen Entwicklung von Frauen im Jazzkontext unter Berücksichtigung historischer und gesellschaftlicher Faktoren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind historische Barrieren für Musikerinnen, die soziokulturelle Sozialisation, der Wandel von Geschlechterrollen im Jazz sowie aktuelle Entwicklungen und Fördermöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, zu klären, ob sich die Situation von Frauen im Jazz im Laufe der Zeit verändert hat und welche Faktoren diesen Prozess beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, kombiniert mit der Untersuchung von Biografien bedeutender Musikerinnen und der Betrachtung aktueller musikalischer Fallbeispiele.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Probleme der künstlerischen Entwicklung von Frauen, historische Porträts von Musikerinnen wie Ella Fitzgerald, sowie die Situation zeitgenössischer Bands und Festivals.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Jazzmusikerinnen, Geschlechterrollen, Musikgeschichte, Gleichberechtigung und künstlerische Freiheit charakterisiert.

Welche Rolle spielten die "International Sweethearts of Rhythm" historisch?

Sie waren eine erfolgreiche, gemischtrassige Frauenband, die in den 1940er Jahren bewies, dass Frauen auch in größeren Jazz-Formationen professionell und erfolgreich agieren konnten.

Was kritisiert die Autorin hinsichtlich der aktuellen Ausbildung?

Die Autorin bemängelt, dass in der musikalischen Ausbildung (insbesondere im Gesang) klassische Inhalte dominieren und jazzorientierte Lehrangebote sowie weibliche Dozenten im Bereich Jazz zu selten sind.

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Details

Title
Frauen im Jazz
College
University of Education Ludwigsburg  (Musik)
Course
Ausgewählte Jazzstile im soziokulturellen Kontext
Author
Svetlana Husenbeth (Author)
Publication Year
2012
Pages
14
Catalog Number
V191164
ISBN (eBook)
9783656158462
ISBN (Book)
9783656158622
Language
German
Tags
frauen jazz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svetlana Husenbeth (Author), 2012, Frauen im Jazz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191164
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