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Mobilität im Sachunterricht

Quantitative und qualitative Analyse eines selbst entwickelten Unterrichtsinstruments

Titel: Mobilität im Sachunterricht

Masterarbeit , 2012 , 122 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sarah Weihrauch (Autor:in)

Didaktik - Sachunterricht, Heimatkunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bereits in der Grundschule machen Schülerinnen und Schüler (im Folgenden: SuS) ihre eigenen Mobilitätserfahrungen, die wesentlich zu ihrer Welterschließung beitragen.
Sie legen ihre wichtigsten Wege zu Freunden, Freizeitaktivitäten sowie zur Schule zu Fuß oder mit Verkehrsmitteln zurück, somit muss der Verkehr als Lerngegenstand dem Kind im benötigten Umfang erschlossen werden.
Welche positiven und negativen Mobilitätserfahrungen haben SuS aus einer mittelgroßen Stadt am Ende der Grundschule bereits gemacht haben und wie gestalten sie ihre Mobilität?
Dazu habe ich ein “Mobilitätsbuch“ als qualitatives Instrument entwickelt. Es hat den Anspruch, meine Forschungsfragen zu beantworten, gleichzeitig soll es als didaktisches Unterrichtsmaterial in einen modernen Mobilitätsunterricht integrierbar sein.
Bevor ich mich mit dem Mobilitätsbuch beschäftige, stehen einige theoretische Aspekte im Fokus meiner Arbeit. Zunächst werde ich mich mit dem Begriff „Mobilität“ auseinandersetzen sowie grundsätzliche Erkenntnisse zu dem Begriff vorstellen.
Danach werde ich die Aufgaben und Ziele der Mobilitätserziehung darlegen. Was gehört aus Sicht der Forschung zu einem „guten“ Mobilitätsunterricht, welche Aspekte müssen berücksichtigt werden? Auch werde ich erläutern, was die Richtlinien zum Thema „Mobilitätserziehung“ vorsehen, um dem Thema aus einer fachlichen sowie bildungspolitischen Sicht gerecht zu werden.
Ich werde weiter auf die kindlichen Lernvoraussetzungen zum Thema Mobilität eingehen und herausstellen, was das Kind im Verkehr vom Erwachsenen unterscheidet. Dieser Blickwinkel ist wichtig, um dem Kind einen guten, weil auf seine speziellen Bedürfnisse zugeschnittenen Mobilitätsunterricht bieten zu können.
Im Praxisteil meiner Arbeit werde ich zunächst mein Instrument, das Mobilitätsbuch, sowie einige grundlegende Aspekte des Konzeptes erläutern. Der Praxisteil gliedert sich in zwei Bereiche: Zunächst werde ich mich dem didaktischen Potenzial meines Instrumentes widmen. Dazu habe ich das Mobilitätsbuch in einen ausführlichen Unterrichtsentwurf integriert, diesen an einer Grundschule durchgeführt und ein Fazit gezogen. Fotos, ein detaillierter Unterrichtsverlauf sowie Schülerarbeiten unterstützen meine Dokumentation im Anhang.
Als zweiten Teil meiner Praxisphase werde ich eine quantitative und qualitative Analyse der im Unterricht gestalteten Mobilitätsbücher vornehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Grundlegendes zur Begrifflichkeit „Mobilität“

3. Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Grundschule

3.1 Die historische Entwicklung der Verkehrs- und Mobilitätserziehung

3.1.1 Entwicklungen der Verkehrserziehung bis 1972

3.1.2 Beschluss der Kultusministerkonferenz am 7.7. 1972

3.1.3 Entwicklungen ab der Kultusministerkonferenz 1994: Von der Verkehrs- zur Mobilitätserziehung

3.2 Aufgaben und Ziele der Verkehrs- und Mobilitätserziehung

3.2.1 Ausgangssituation sowie Grundtendenzen des thematisierten Lernbereichs „Verkehr“

3.2.2 Leitlinien der Kompetenzbildung

3.2.3 Lernziele in der Mobilitätserziehung

3.3 Die kindlichen Lernvoraussetzungen zum Thema „Mobilität“

3.3.1 Die visuelle Leistungsfähigkeit des Kindes

3.3.2 Die auditive Leistungsfähigkeit des Kindes

3.3.3 Die motorische und physische Leistungsfähigkeit des Kindes

3.4 Das niedersächsische Curriculum- Modell „Mobilität“ (Primarbereich)

3.5 Mobilitätserziehung in den niedersächsischen Richtlinien

4. Das Mobilitätsbuch

4.1 Konzept und Entwicklung

4.1.1 Allgemeines

4.1.2 Inhaltliche/thematische Konzeption des Instruments

4.1.3 Optische Gestaltung

4.2 Didaktisches Potenzial des Wege- und Reisebuches: Praxiserprobter Unterrichtsentwurf „Arbeit mit dem Wege-und Reisebuch“

4.2.1 Einleitung mit Problem- und Zielaufriss

4.2.2 Bedingungs- und Lebensweltanalyse

4.2.3 Didaktische Überlegungen

4.2.4 Lernziel-/Kompetenzbeschreibung

4.2.5 Methodischer Kommentar und Erfahrungen aus der Praxisphase

5. Quantitative/ qualitative Analyse einiger Mobilitätsbücher

5.1 Vorstellung der Probandenklasse

5.2 Untersuchungsdesign

5. 3 Darstellung der Ergebnisse

5.3.1 Nutzungshäufigkeiten der Transportmittel

5.3.2 Präferenzen hinsichtlich der Verkehrsmittelwahl

5.3.3 Präferenzen hinsichtlich des Spielortes

5.3.4 Subjektiv empfundene Sicherheit auf dem Schulweg

5.3.5 Erkenntnisse über den Mobilitätsradius der Schüler

5.4 Interpretation der Ergebnisse: Konsequenzen für Sachunterricht und Gesellschaft

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht das Mobilitätsverhalten von Grundschulkindern einer 4. Klasse unter Verwendung eines speziell entwickelten „Mobilitätsbuchs“ als Erhebungsinstrument und didaktisches Material. Ziel ist es, die kindliche Lebenswelt und das Mobilitätsverhalten im Kontext von Schul- und Freizeitwegen zu erforschen sowie Ansätze für einen modernen Sachunterricht im Rahmen der Mobilitätserziehung abzuleiten.

  • Entwicklung und Erprobung eines qualitativen Mobilitätsinstruments für den Primarbereich.
  • Analyse von Nutzungshäufigkeiten und Präferenzen bei Verkehrsmitteln.
  • Untersuchung des kindlichen Mobilitätsradius und Spielraumverhaltens.
  • Evaluation des subjektiven Sicherheitsgefühls auf Schulwegen.
  • Ableitung pädagogischer Impulse für den Sachunterricht und die Verkehrsgestaltung.

Auszug aus dem Buch

3.3 Die kindlichen Lernvoraussetzungen zum Thema „Mobilität“

Um sich angemessen den Herausforderungen der äußeren Lebensumwelt, Straße und Verkehr inbegriffen, stellen zu können, ist das Kind mit seiner ganzen Aufmerksamkeit gefordert. Die Fülle von Eindrücken und Wahrnehmungen, die das Kind täglich im Verkehr erlebt, müssen wahrgenommen, sortiert und verarbeitet werden, um selbst konkret handeln zu können.

Zunächst werden die Eindrücke der Lebenswelt vom Kind wahrgenommen, Die Wahrnehmung läuft vornehmlich über die optischen, motorischen und kinästhetischen Sinne.

Auf der Grundlage der Vorerfahrungen sowie des Vorwissens werden die Informationen einerseits kognitiv, anderseits affektiv verarbeitet. Die Informationen werden sortiert und geordnet, die Wirklichkeit wird begriffen.

Das rationale Begreifen sowie das emotionale Eingebundensein in die konkreten Situationen müssen vom Kind bewertet werden, damit die Eindrücke zu lebensbedeutsamen Erfahrungen heranreifen können.

Das so entstandene handlungssteuernde Wissen führt zu einem konkreten Handeln, welches der jeweiligen Situation angemessen erscheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführung in die Relevanz von Verkehr und Mobilität als Lebensraum und Begründung der Wahl des Mobilitätsbuchs als Forschungsinstrument.

2. Grundlegendes zur Begrifflichkeit „Mobilität“: Theoretische Auseinandersetzung mit Mobilitätsdefinitionen aus verkehrswissenschaftlicher und sozialwissenschaftlicher Sicht sowie Abgrenzung zum Begriff Verkehr.

3. Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Grundschule: Historische Entwicklung von der klassischen Verkehrserziehung hin zur modernen Mobilitätserziehung unter Einbezug kindlicher Lernvoraussetzungen und aktueller Curricula.

4. Das Mobilitätsbuch: Darstellung des methodischen Konzepts und der didaktischen Intention des selbst entwickelten Instruments zur Erhebung der kindlichen Mobilitätsdaten.

5. Quantitative/ qualitative Analyse einiger Mobilitätsbücher: Auswertung der erhobenen Daten zur Nutzung von Verkehrsmitteln, Spielortpräferenzen und subjektiver Sicherheit der Kinder.

6. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung der Mobilitätserziehung für das Leben in einer dynamischen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Mobilitätserziehung, Grundschule, Sachunterricht, Verkehrsverhalten, kindliche Lebenswelt, Schulweg, Freizeitwege, Mobilitätsbuch, Verkehrssicherheit, Mobilitätsradius, Verkehrsmittelwahl, Kindheit, Verkehrssoziologie, Kompetenzbildung, räumliche Orientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit befasst sich mit dem Mobilitätsverhalten von Kindern der 4. Klasse und der Entwicklung eines didaktischen Instruments zur Erforschung dieses Verhaltens.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Verkehrserziehung, die kindliche Entwicklung und Wahrnehmung im Verkehr sowie die Gestaltung von Mobilität im Sachunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Mobilitätserfahrungen von Kindern zu erheben und durch das „Mobilitätsbuch“ ein Werkzeug zu schaffen, das sowohl als Unterrichtsmaterial als auch als Erhebungsinstrument dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Methoden, basierend auf Fragebögen und Tagebuchaufzeichnungen (Wegetagebuch) der Schüler.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Mobilitätserziehung und die praktische Erprobung des „Mobilitätsbuchs“ in einer Grundschulklasse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Mobilitätserziehung, Sachunterricht, Verkehrssicherheit, kindliche Mobilität und Wegetagebuch.

Welche Rolle spielt das Wetter bei der Wahl der Verkehrsmittel?

Die Analyse zeigt eine deutliche Korrelation: Im Winter steigen die Kinder häufiger auf das Auto um, während das Fahrrad im Sommer das bevorzugte Verkehrsmittel ist.

Wie sicher fühlen sich die Kinder auf ihrem Schulweg?

Die Studie zeigt, dass ein Großteil der befragten Kinder bereits Erfahrungen mit Unfällen gemacht hat und bestimmte Stellen auf ihrem Schulweg als subjektiv gefährlich einstuft.

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Details

Titel
Mobilität im Sachunterricht
Untertitel
Quantitative und qualitative Analyse eines selbst entwickelten Unterrichtsinstruments
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta  (IfD)
Note
2,0
Autor
Sarah Weihrauch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
122
Katalognummer
V191179
ISBN (eBook)
9783656159711
ISBN (Buch)
9783656160441
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobilität; Didaktik quantitativ qualitativ Unterrichtsmittel Sachunterricht Verkehrserziehung Mobilitätstagebuch Tagebuch Verkehr Kultusministerkonferenz Grundschule; Mobilitätserziehung; Warwitz; Spitta;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Weihrauch (Autor:in), 2012, Mobilität im Sachunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191179
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