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Leistungsbeziehungen in Apothekenkooperationen

Eine Analyse auf der Grundlage der Prinzipal-Agenten-Theorie

Title: Leistungsbeziehungen in Apothekenkooperationen

Seminar Paper , 2011 , 30 Pages

Autor:in: B.A. Gerontolgie Beatrice Behnke (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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„Die Apothekenlandschaft befindet sich spürbar im Wandel und seit Kooperationskonzepte wie DocMorris, VitaPlus oder die easy Apotheken an Bedeutung gewinnen, fragen sich immer mehr Apotheker nach den Risiken und Nebenwirkungen von Kooperationen für ihren Berufsstand.“

Durch die sich fortwährend verändernden Rahmenbedingungen des Apothekenmarktes hat sich in den letzten Jahren ein Trend zu Apothekenkooperationen gebildet, um die Marktpositionierung der inhabergeführten Apotheke zu stärken. Mehr als zwei Drittel der Apotheken in Deutschland sind inzwischen in mindestens einer Kooperation Mitglied. Die Vorteile für Apotheken scheinen klar auf der Hand zu liegen, wohingegen Risiken im Zusammenhang mit einem Kooperationsbeitritt kaum erörtert werden. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, wodurch sich Leistungsbeziehungen in Apothekenkooperationen auszeichnen und welche Risiken sich dabei für die Apotheke ergeben können. Als Basis der Analyse wird die Prinzipal-Agenten-Theorie herangezogen. Die Übertragung ihrer Grundannahmen soll nicht nur Aufschluss über Problematiken innerhalb der Leistungsbeziehung zwischen Apotheke und Kooperationspartner, sondern auch Lösungsmöglichkeiten zur Risikoreduktion geben.

Dazu wird zunächst dargestellt, welche Wettbewerbsbedingungen gegenwärtig für Apotheken bestehen, einschließlich der rechtlichen Rahmenbedingungen, die mit Fremd- und Mehrbesitzverbot den wirtschaftlichen Spielraum eines Apothekers deutlich eingrenzen. Daraus ergibt sich die Argumentation für die Existenz von Kooperationsbeitritten inhabergeführter Apotheken, wobei in Abhängigkeit des Kooperationsvertrages der Bindungsgrad stark variiert. Für die detaillierte Betrachtung wird sich der Prinzipal-Agenten-Theorie bedient. Ihre Anwendung widmet sich der Frage, unter welchen Umständen Risiken in der Leistungsbeziehung für die Apotheke entstehen können, die durch Informationsdefizite hervorgerufen werden.

Für den zukünftigen Erfolg der Apotheke als Kooperationsmitglied ist es essenziell sich für den richtigen Partner zu entscheiden. Deshalb sollte der Apotheker über potenzielle Risiken aufgeklärt sein und die Leistungen des Kooperationspartners beurteilen können oder aber über Instrumente verfügen, gegebene Unsicherheiten zu minimieren. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, entsprechende Risiken und mögliche Herangehensweisen zu deren Reduktion herauszustellen. Abschließend werden die Ergebnisse einer kritischen Würdigung unterzogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Der Apothekenmarkt und seine gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen

2.1 Besonderheiten des Gutes Arzneimittel

2.2 Fremd- und Mehrbesitzverbot

3 Grundzüge der Prinzipal-Agenten-Theorie

3.1 Die Beziehung zwischen Prinzipal und Agent

3.2 Informationsasymmetrien und Vertragsprobleme

4 Apothekenkooperationen

4.1 Abgrenzungsmerkmale

4.2 Voraussetzungen und Verpflichtungen der Apotheke

5 Analyse einzelner Leistungsangebote

5.1 Einkauf

5.2 Category Management

5.3 Marketing, Marktinformationen

6 Lösungsansätze zur Reduktion von Informationsasymmetrien

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Leistungsbeziehungen zwischen inhabergeführten Apotheken und deren Kooperationspartnern vor dem Hintergrund der Prinzipal-Agenten-Theorie, um potenzielle Risiken wie Informationsasymmetrien zu identifizieren und Lösungsstrategien für eine effiziente Zusammenarbeit aufzuzeigen.

  • Analyse der Wettbewerbsbedingungen auf dem deutschen Apothekenmarkt
  • Grundlegende Einführung in die Prinzipal-Agenten-Theorie
  • Struktur und Charakteristika von Apothekenkooperationen
  • Evaluation von Leistungsangeboten (Einkauf, Category Management, Marketing)
  • Strategien zur Reduktion von Informationsasymmetrien und Vertragsrisiken

Auszug aus dem Buch

3.2 Informationsasymmetrien und Vertragsprobleme

Die drei Informationsasymmetrien kommen, aufgrund ihrer zeitlichen Dimension, an unterschiedlichen Zeitpunkten des Vertrags zum Ausdruck und führen zu verschiedenen Vertragsproblemen. Allerdings entstehen erst dann Vertragsprobleme, wenn die Informationsasymmetrien von einer Partei für sich ausgenutzt werden. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass die Informationsasymmetrien gleichzeitig auftreten. Jedoch erleichtert die weitestgehend separate Betrachtung der einzelnen Informationsdefizite die Darstellung der jeweils entstehenden Problematik bzw. Unsicherheit für den Prinzipal.

Unter hidden characteristics werden asymmetrische Informationen verstanden, die bereits vor Vertragsabschluss bestehen und sich auf die Eigenschaften des Agenten, wie z. B. seiner Leistungsfähigkeit beziehen. Diese sind natürlicherweise dem Agenten besser bekannt als dem Prinzipal, der sie nicht beobachten kann. Der Prinzipal besitzt demzufolge zum Zeitpunkt des Vertragsangebots nicht das hinreichende Wissen darüber, ob der ausgewählte Agent als Leistungserbringer über die notwendigen Eigenschaften zur optimalen Aufgabenerfüllung verfügt. Dadurch kann das Problem der adverse selection hervorgerufen werden. Offeriert der Prinzipal beispielsweise einen Vertrag, der dem Format eines nur durchschnittlichen Agenten entspricht, besteht die Gefahr, dass ein Agent mit schlechten Eigenschaften diese verheimlicht und das Gegenteil imitiert. Wohingegen ein Agent mit tatsächlich guten Eigenschaften das Vertragsangebot ablehnen wird, da das durchschnittliche Format des Vertrages ihm nicht genügend Anreize für einen Abschluss bietet. Folglich besteht das Risiko für den Prinzipal, systematisch einen Agenten mit schlechten Eigenschaften als Vertragspartner zu erhalten, was sich nachteilig auf das Leistungsergebnis auswirken kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den Wandel der Apothekenlandschaft und die zunehmende Bedeutung von Kooperationen sowie das Ziel der Arbeit, Risiken mithilfe der Prinzipal-Agenten-Theorie zu analysieren.

2 Der Apothekenmarkt und seine gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen: Es werden die Struktur des Apothekenmarktes, die Besonderheiten des Gutes Arzneimittel sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen wie das Fremd- und Mehrbesitzverbot dargestellt.

3 Grundzüge der Prinzipal-Agenten-Theorie: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Beziehung ein und erläutert Informationsasymmetrien sowie resultierende Vertragsprobleme.

4 Apothekenkooperationen: Es erfolgt eine Abgrenzung von Kooperationsformen sowie eine Darlegung der Aufnahmevoraussetzungen und Verpflichtungen für teilnehmende Apotheken.

5 Analyse einzelner Leistungsangebote: In diesem zentralen Kapitel werden Einkauf, Category Management und Marketing hinsichtlich ihrer theoretischen Anfälligkeit für opportunistisches Verhalten analysiert.

6 Lösungsansätze zur Reduktion von Informationsasymmetrien: Es werden Instrumente wie Screening, Signaling und Kontrollsysteme vorgestellt, um die Informationsasymmetrien zwischen Apotheke und Kooperationspartner zu minimieren.

7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die Notwendigkeit einer detaillierten Vertragsbetrachtung für Apotheken.

Schlüsselwörter

Apothekenkooperationen, Prinzipal-Agenten-Theorie, Pharmamarketing, Informationsasymmetrie, Adverse Selection, Moral Hazard, Hold-up, Apothekenmarkt, Fremdbesitzverbot, Category Management, Vertragsprobleme, Risikoreduktion, Apothekenbetrieb, Wettbewerbsbedingungen, Leistungsbeziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Leistungsbeziehungen zwischen Apotheken und Kooperationspartnern unter Verwendung der Prinzipal-Agenten-Theorie, um Risiken für inhabergeführte Apotheken bei einer Kooperationsmitgliedschaft aufzudecken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Analyse des Apothekenmarktes, der Funktionsweise von Apothekenkooperationen und der Anwendung ökonomischer Theorieansätze auf die betriebliche Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Risiken in der Zusammenarbeit mit Kooperationen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Apotheker Informationsasymmetrien durch gezielte Maßnahmen reduzieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturbasierte Analyse durchgeführt, bei der die Konzepte der Prinzipal-Agenten-Theorie (PAT) auf die vertikale Zusammenarbeit in Apothekenkooperationen übertragen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die PAT, die Vorstellung von Apothekenkooperationen sowie die detaillierte Analyse der Bereiche Einkauf, Category Management und Marketing.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben Apothekenkooperationen insbesondere Informationsasymmetrien, Adverse Selection, Moral Hazard und die Prinzipal-Agenten-Theorie.

Inwiefern beeinflusst das Fremdbesitzverbot die Entscheidung für eine Kooperation?

Das Verbot limitiert den wirtschaftlichen Spielraum inhabergeführter Apotheken, weshalb Kooperationen als Mittel gesucht werden, um unter Einhaltung der Gesetze Effizienzsteigerungen zu erzielen.

Wie unterscheidet sich das Risiko bei einer Einkaufskooperation von dem beim Category Management?

Während bei Einkaufskooperationen die Interessen weitestgehend deckungsgleich sind und Risiken geringer ausfallen, bergen CM und Marketing aufgrund komplexerer, verborgener Ziele des Partners ein höheres Potenzial für Vertragsprobleme.

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Details

Title
Leistungsbeziehungen in Apothekenkooperationen
Subtitle
Eine Analyse auf der Grundlage der Prinzipal-Agenten-Theorie
College
University of Duisburg-Essen
Author
B.A. Gerontolgie Beatrice Behnke (Author)
Publication Year
2011
Pages
30
Catalog Number
V191195
ISBN (eBook)
9783656158974
ISBN (Book)
9783656159186
Language
German
Tags
Apotheke Apothekenmarketing Marketing Prinzipal Agent Apothekenkooperation Fremdbesitzverbot Mehrbesitzverbot
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Gerontolgie Beatrice Behnke (Author), 2011, Leistungsbeziehungen in Apothekenkooperationen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191195
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