Vulkanlandarena
Zentrum für eine Region im Aufbruch
In einem ruhenden Vulkan südöstlich der Bezirkshauptstadt Feldbach hat der Bergbau während der letzten 400 Jahre ein natürliches Amphitheater geformt. Dieses beeindruckende Ambiente wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und soll als Impuls für grenzübergreifende Kulturveranstaltungen und kulturelles Zentrum der aufstrebenden Vulkanlandregion zur regionalen Identität beitragen.
Die intensive Auseinandersetzung mit der Region und ihren Bewohnern veranlasste uns zur baulichen Ausformulierung der Funktionen Theater, Museum und Gastronomie und einem Wegesystem, das diese Gebäude sowie das gesamte Gelände erschließt. Der Grundgedanke des Entwurfs basiert auf der weitgehenden Integration der Volumen in das vorhandene Terrain, um seinen Charakter zu bewahren.
Das Vulkanmuseum thematisiert die Kraftquelle der Landschaft und der Thermen sowie die feurige Vergangenheit der Region. Die Nähe zum Wasser, dem Gestein und dem Erdmittelpunkt wird dramatisiert, indem das Museum nicht nur auf inhaltlicher Ebene tief in die Geschichte der Vulkane eindringt, sondern den Besucher auch körperlich ins Innere des erloschenen Vulkankegels hinabführt.
Am gegenüberliegenden Ufer des neu angelegten Kratersees ermöglicht das multifunktionale Bühnenbauwerk des Kratertheaters die Aufführung einer breiten Palette kultureller Produktionen für variierende Publikumsgrößen vor einer einzigartigen Kulisse.
Etwa sechzig Höhenmeter darüber bietet das Restaurant, dessen Erscheinung von einer kühn auskragenden Terrasse geprägt wird, lokale Spezialitäten bei einem atemberaubenden Ausblick.
Der Bezug zur Umgebung, der von Menschenhand geschaffenen Felslandschaft, die langsam zum Grünraum wird, ist allgegenwärtig.
Inhaltsverzeichnis
Kurzfassung
Vulkanismus
Landschaft
Der Steinberg
Regionsprofil
Entwicklungskonzept Vulkanlandarena
Freiluftbühnen
Projektübersicht
Das Theater
Der Kraterblock
Das Museum
Das Restaurant
Naturraum Steinbruch
Sonne
Wasser
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht die Entwicklung der "Vulkanlandarena" als multifunktionales Kultur- und Veranstaltungszentrum in einem ehemaligen Basaltsteinbruch. Das Hauptziel besteht darin, durch eine sensible architektonische Integration in das bestehende Terrain ein Wahrzeichen für die steirische Vulkanlandregion zu schaffen, das kulturelle Impulse setzt und gleichzeitig die regionale Identität stärkt.
- Architektonische Integration in die Felslandschaft
- Kulturelle Belebung und regionale Identitätsstiftung
- Nutzungskonzepte für ein Ganzjahres-Veranstaltungszentrum
- Nachhaltige energetische Versorgungslösungen (Photovoltaik)
- Erschließung und landschaftsplanerische Einbindung des Steinbruchs
Auszug aus dem Buch
Verwundete Landschaft
Beim Steinberg handelt es sich wie bei anderen Steinbrüchen auch, um einen verwüsteten Landstrich, der von der Natur nach Jahrhunderten des Abbaus langsam wieder eingenommen wird. Obwohl von Menschenhand in zerstörerischer Weise geschaffen, bildet die etwa 2.000 m² große Kraterlandschaft eine imposante, mächtige und auch bizarre Umgebung, die viel über ihre Vergangenheit preisgibt.
Das Erscheinungsbild der Umgebung ist nur eine Momentaufnahme in einem Zeitfluss, der sich ständig verändert. Gleichzeitig vollzieht der Steinberg auch in seiner Funktion eine Veränderung vom Arbeitsplatz in einer arbeitsorientierten Gesellschaft zum Ort der Erholung, Information und Begegnung in einer freizeitorientierten Kommunikations- und Wissensgesellschaft.
Einst Meeresboden, Vulkan, dann Steinbruch wandelt sich der Steinberg von der Felslandschaft zum Grünraum, die Wunden verheilen. An waagrechten oder flach geneigten Stellen sammelt sich Humus, nach wenigen Jahren wachsen Gräser, Blumen und schließlich Bäume.
Zusammenfassung der Kapitel
Kurzfassung: Einführung in das Projekt "Vulkanlandarena" und dessen Zielsetzung als kulturelles Zentrum der Vulkanlandregion.
Vulkanismus: Erläuterung der geologischen Grundlagen, Plattentektonik und vulkanischen Prozesse, die das Landschaftsbild prägen.
Landschaft: Historischer Rückblick auf die geologische Formation der steirischen Region und die Entstehung des Vulkanlandes.
Der Steinberg: Dokumentation der Geschichte des Basaltabbaus am Steinberg, vom mittelalterlichen Bergbau bis zum Kriegsgefangenenlager.
Regionsprofil: Analyse der sozioökonomischen Situation des steirischen Vulkanlandes und der relevanten EU-Förderprogramme.
Entwicklungskonzept Vulkanlandarena: Vorstellung des architektonischen Konzepts, welches Funktionen wie Theater, Museum und Gastronomie im Steinbruch integriert.
Freiluftbühnen: Vergleich mit existierenden Freiluftbühnen wie St. Margarethen oder Mörbisch zur Ableitung von Optimierungspotenzialen.
Projektübersicht: Detaillierte Darstellung des Grundgedankens der Volumen-Integration in das vorhandene Terrain.
Das Theater: Beschreibung von Standort, baulicher Gestaltung und technischer Funktionsweise der geplanten Krater-Bühnenanlagen.
Der Kraterblock: Erläuterung der Funktion und Konstruktion des Kraterblocks als Infrastrukturgebäude.
Das Museum: Detaillierte Ausarbeitung des Ausstellungskonzepts und der architektonischen Gestaltung des Vulkankundemuseums.
Das Restaurant: Vorstellung des Restaurantkonzepts, der Standortwahl auf dem Plateau und der architektonischen Ausformung.
Naturraum Steinbruch: Strategien für die landschaftsplanerische Behandlung des ehemaligen Industrieareals.
Sonne: Darstellung des energetischen Konzepts unter Nutzung von Photovoltaik und solarer Warmwasserbereitung.
Wasser: Lösungskonzepte für die Abwasserbeseitigung in der topografisch isolierten Lage des Kraters.
Schlüsselwörter
Vulkanlandarena, Steinberg, Basaltsteinbruch, Regionalentwicklung, Architektur, Vulkanismus, Steiermark, Freiluftbühne, Nachhaltigkeit, Kulturzentrum, Photovoltaik, Kratersee, Identität, Tourismus, Geologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwirft ein architektonisches und nutzungsorientiertes Konzept zur Umgestaltung eines ehemaligen Basaltsteinbruchs in eine "Vulkanlandarena", die als kulturelles Zentrum fungieren soll.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit verbindet Geologie (Vulkanismus), Regionalplanung, nachhaltiges Bauen (Energiemanagement) und architektonische Gestaltung zu einem Gesamtkonzept für ein Veranstaltungszentrum.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das touristische und kulturelle Potenzial der Region durch ein identitätsstiftendes Projekt zu erschließen und dabei den Charakter der natürlichen Felslandschaft zu bewahren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autoren nutzen eine kombinierte Methode aus theoretischer Analyse (Geologie, Regionalplanung), Vergleichsstudien (andere Freiluftbühnen) und einer konkreten architektonischen Entwurfsplanung.
Was wird im architektonischen Hauptteil behandelt?
Detailliert geplant werden die drei Hauptfunktionen: Das Theater (bühnentechnische Integration), das Vulkanmuseum (Informationsdrehscheibe) und das Restaurant (Gastronomie im Fels).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Vulkanlandarena, Basaltsteinbruch, Regionalentwicklung, Architektur und Nachhaltigkeit beschreiben.
Warum wurde ausgerechnet der Steinberg als Standort gewählt?
Der Steinberg bietet durch seine imposante Kraterform und die Lage nahe Feldbach eine ideale, natürlich gegebene Kulisse für eine Freiluftarena, die regional als Identifikationspunkt dient.
Welche Rolle spielt die Energieversorgung in diesem Projekt?
Aufgrund der ökologischen Sensibilität des Steinbruchs setzen die Autoren auf ein nachhaltiges Energiekonzept mit Photovoltaikanlagen und Wärmepumpentechnik, um Emissionen zu vermeiden.
- Quote paper
- Mario Trimmel (Author), Anita Stallinger (Author), 2003, Vulkanarena - Zentrum für eine Region im Aufbruch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191221