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Politischer Liberalismus in Österreich

Titel: Politischer Liberalismus in Österreich

Seminararbeit , 2008 , 15 Seiten

Autor:in: Andreas Staggl (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Allianz der Liberalen und der Demokraten für Europa (ALDE) ist mit derzeit 100 Abgeordneten aus 22 Staaten drittstärkste Fraktion im Europäischen Parlament. In Finnland, Dänemark, Schweden, Belgien, Estland, Ungarn, Zypern und Lettland sind Liberale Teil der Regierung. In Österreich sitzt mit Alexander Zach ein einziges Mitglied einer liberalen Partei im aktuellen Nationalrat, wohlgemerkt nur durch ein Wahlbündnis des Liberalen Forums mit der SPÖ und dem damit verbundenen sicherer Listenplatz für Zach.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte des Liberalismus bis zur Gründung des Liberalen Forums

2.1 Zur Zeiten der Monarchie und 1. Republik

2.2 Liberale Strömungen in VdU und FPÖ

3. Das Liberale Forum

3.1 Gründung, Aufstieg und Fall

3.2 Programm

4. Liberale Inhalte anderer Parteien

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung und das Scheitern einer eigenständigen liberalen Partei in Österreich zu analysieren und zu untersuchen, warum sich der Liberalismus als politische Kraft schwer etablieren konnte.

  • Historische Genese des Liberalismus in der Monarchie und der Ersten Republik.
  • Die Rolle liberaler Strömungen im „Dritten Lager“ und innerhalb der FPÖ.
  • Aufstieg, Programm und Gründe für das Scheitern des Liberalen Forums (LIF).
  • Vergleichende Analyse liberaler Inhalte in den Programmen der aktuellen Parlamentsparteien.
  • Evaluation der Zukunftschancen für eine liberale politische Strömung in Österreich.

Auszug aus dem Buch

3.1 Gründung, Aufstieg und Fall

Das Liberale Forum (LIF) wurde am 4. Februar 1993 von Heide Schmidt und vier weiteren FPÖ-Nationalratsabgeordneten gegründet. Gleichzeitig bildeten sie einen neuen Klub innerhalb des Parlaments, es handelt daher um eine interne Parteigründung. Hauptgrund dazu waren der verlorene Machtkampf gegenüber dem nationalen Lager innerhalb der FPÖ, Auslöser das Österreich zuerst Volksbegehren der FPÖ. Die Veränderung des österreichischen Parteiensystem durch abnehmende Bindung an die Großparteien und höherer Mobilität der Wähler erleichterten eine Parteigründung bzw. deren Erfolgschancen (Pelinka 2003: 39). Die Zweite Republik hatte nun seine erste ganzheitlich liberale Partei. Heide Schmidt wurde erste Bundesparteiobfrau und Aushängeschild der neuen Fraktion. Bei den Nationalratswahlen 1994 erreichte das LIF mit 6% der Stimmen bzw. 11 Mandaten einen bemerkenswerten Erfolg und souverän den Einzug ins Parlament. Auch der Einzug in die Landtage von Niederösterreich (1994), Steiermark (1995) und Wien (1996) wurde geschafft.

Das Hauptaugenmerk der Partei war aber, wohl auch begründet durch ihre Gründungsgeschichte, die Bundespolitik. Bei den vorgezogenen Nationalratswahlen 1995 konnten die Liberalen mit 5,5% bzw. 10 Mandaten ihr Ergebnis aus dem Vorjahr fast egalisieren. Aufgrund des verlorenen 11. Abgeordneten, sank auch der Betrag für die Klubfinanzierung, einer Tatsache, von der sich das LIF finanziell nie mehr erholte (Frischenschlager 2000: 545). Bei der Wahl zum Europäischen Parlament konnte die Partei 4,26% der Stimmen bzw. 1 Mandat gewinnen. Insgesamt fanden zwischen 1993 und 1999 6 bundesweite und 15 Landtagswahlen statt; das bereits finanziell angeschlagene Forum konnte sich aufgrund der ständigen Wahlkämpfe nicht sanieren und verlor an Ressourcen und Stimmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, warum sich in Österreich trotz liberaler Strömungen keine dauerhafte liberale Partei etablieren konnte.

2. Geschichte des Liberalismus bis zur Gründung des Liberalen Forums: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der Zeit der Monarchie bis hin zu den liberalen Flügeln innerhalb von VdU und FPÖ nach.

2.1 Zur Zeiten der Monarchie und 1. Republik: Hier wird die Blütezeit und der spätere Niedergang des Liberalismus im 19. Jahrhundert sowie dessen Verdrängung durch die Lagerbildung thematisiert.

2.2 Liberale Strömungen in VdU und FPÖ: Das Kapitel behandelt die Problematik der Eingliederung liberaler Ideen in das national geprägte „Dritte Lager“ nach 1945.

3. Das Liberale Forum: Es wird die einzige relevante liberale Partei der Zweiten Republik untersucht.

3.1 Gründung, Aufstieg und Fall: Diese Sektion analysiert den Parteistart, die Wahlerfolge und die Ursachen für das finanzielle sowie politische Scheitern des LIF.

3.2 Programm: Hier werden die Kernforderungen des LIF hinsichtlich Gesellschaft, Wirtschaft und EU-Integration dargelegt.

4. Liberale Inhalte anderer Parteien: Die Parteiprogramme der fünf Parlamentsparteien werden hinsichtlich ihrer liberalen Standpunkte analysiert.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der historischen Versäumnisse und der Einschätzung aktueller Zukunftschancen für liberale Strömungen.

Schlüsselwörter

Liberalismus, Liberales Forum, FPÖ, Österreichische Innenpolitik, Parteigründung, Drittes Lager, Wahlergebnisse, Wählerstromanalyse, Heide Schmidt, Politische Ideologie, Wirtschaftsliberalismus, Gesellschaftsliberalismus, Parteiprogramme, Konkordanzdemokratie, Parlamentarismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Geschichte und das Potenzial des politischen Liberalismus in Österreich sowie die Gründe für das Scheitern einer eigenständigen liberalen Partei wie dem Liberalen Forum.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des Liberalismus, die Parteigeschichte des Liberalen Forums und die Verbreitung liberaler Inhalte in den Programmen etablierter Parlamentsparteien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu beantworten, warum sich in Österreich keine liberale Partei langfristig etablieren konnte und ob liberale Strömungen in bestehenden Parteien ausreichend repräsentiert sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Analyse historischer Parteientwicklungen, die Auswertung von Parteiprogrammen sowie die Betrachtung von Wahlergebnissen und Wählerstromanalysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Aufarbeitung des Liberalismus, die detaillierte Analyse der Entstehung und des Abstiegs des Liberalen Forums sowie einen Vergleich liberaler Positionen der aktuellen Parteien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Liberales Forum, Liberalismus, FPÖ, Parteigeschichte, Österreichische Politik, Wahlanalyse und politische Parteiprogrammatik.

Welche Rolle spielte Heide Schmidt für das Liberale Forum?

Heide Schmidt fungierte als Gründerin, langjähriges Aushängeschild und erste Bundesparteiobfrau der Partei, wurde jedoch laut Autorin auch zu einer streitbaren Identifikationsfigur, auf die die Wahrnehmung der Partei zu stark reduziert wurde.

Warum konnte das Liberale Forum trotz initialer Erfolge nicht bestehen?

Als Gründe werden der finanzielle Engpass durch ständige Wahlkämpfe, eine mangelhafte Länderorganisation sowie die starke Fokussierung der Medien auf Reizthemen anstelle inhaltlicher politischer Arbeit angeführt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politischer Liberalismus in Österreich
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Autor
Andreas Staggl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V191408
ISBN (eBook)
9783656161974
ISBN (Buch)
9783656162209
Sprache
Deutsch
Schlagworte
politischer liberalismus österreich LIF Parteiensystem Scheiter Drittes Lager Heide Schmidt FPÖ Haider Frischenschlager
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Staggl (Autor:in), 2008, Politischer Liberalismus in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191408
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Leseprobe aus  15  Seiten
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