Globalisierung und deren Auswirkungen


Hausarbeit, 2011

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Globalisierung

3. Ursachen der Globalisierung

4. Dimensionen der Globalisierung
4.1. Wirtschaftliche Dimension der Globalisierung
4.2. Politische Dimension der Globalisierung
4.3. Ökologische Dimension der Globalisierung

5. Zusammenfassung und Fazit

II. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der Begriff Globalisierung ist seit geraumer Zeit in aller Munde und wird in den öffentlichen Debatten um die Veränderung der Gesellschaft und Wirtschaft gerne verwendet. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass diese Bezeich- nung in den unterschiedlichsten Zusammenhängen und Dimensionen herange- zogen wird und dabei differenzierte Interpretationen zugelassen werden.1

Im Zuge der diversesten, teilweise sehr kontrovers geführten Diskussionen zeigen sich die Standpunkte heißer Verfechter aber auch erbitterter Gegner der Globalisierung. Vielen bereitet dieser Begriff ein massives Unbehagen, andere jedoch sehen die Globalisierung als unerlässliche Voraussetzung für die positive Entwicklung der Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei gilt es auch, zum Beispiel die volkswirtschaftlichen, wirtschafts- und kulturgeographischen, politikwissenschaftlichen sowie soziologischen Perspektiven zusammenzuführen.2

In dieser Prüfungsarbeit für das Modul “Wissenschaftliches Arbeiten” im Rahmen der WWEDU soll nachfolgend das Thema “Globalisierung und deren Aus- wirkungen” analysiert und diskutiert werden. Es sollen dabei die Argumente der Befürworter und jene der Kritiker besprochen und es soll auch abgewogen werden, inwieweit die Vor- oder auch die Nachteile der Globalisierung überwiegen. Angesichts der komplexen und umfassenden Betrachtungs- möglichkeiten wird hier, nicht zuletzt auch aufgrund einer gebotenen kurzen Darstellung, nur auf einige ausgewählte Dimensionen der Globalisierung detaillierter eingegangen.

2. Definition der Globalisierung

Was versteht man unter dem Begriff Globalisierung? Nachfolgend sollen zunächst aus einer Unzahl von Definitionen die folgenden zitiert werden:

Die Globalisierung ist der Vorgang der zunehmenden weltweiten Verflechtung in allen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Umwelt, Kommunikation etc.). Diese Verdichtung der globalen Beziehungen geschieht auf der Ebene von Individuen, Gesellschaften, Institutionen und Staaten.3

Meist wird der Begriff Globalisierung schwerpunktmäßig mit dem wirtschaftlichen Aspekt in Verbindung gebracht. Dies zeigt sich auch auf der Homepage von globalisierung-infos.de:

Unter Globalisierung wird die Veränderung der Weltwirtschaft verstanden, die zu mehr länderübergreifenden Transaktionen führt.4

Laut dem Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz umfasst der Begriff der Globalisierung weiters den internationalen Austausch von Wissen, die Vermischung der Kulturen, die globale Zivilgesellschaft und die globale Umweltbewegung.5

Von den Globalisierungsgegnern werden angesichts der in den letzten Jahren zu verzeichnenden Krisenszenarien, wie die von der Lehman-Pleite ausgehende Finanzmarktkrise, der Verlust von tausenden Arbeitsplätzen in Mitteleuropa zu Gunsten der billiger produzierenden Entwicklungsländer, die paar Steuer- milliarden zur Subventionierung der krisenverursachenden Banken und Banker nur ironisch als nicht so dramatisch und alles schon dagewesene Szenarien dargestellt.6

Von beispielsweise deutschen Befürwortern wird dem entgegengesetzt, dass die Globalisierung die traditionelle Einbindung der heimischen Wirtschaft in den Welthandel in den letzten Jahren immens erhöht habe. Die deutschen Ausfuhren im Zeitraum von 1995 bis 2008 sind um mehr als 100 % auf EUR 980 Mrd. gestiegen. So wurde Deutschland bis 2008 stolz als Exportweltmeister gefeiert, mit all den daraus resultierenden positiven Konsequenzen.7

Man könnte die Pro-und-Contra-Argumente noch schier endlos fortsetzen. Klar ist auch, dass die sich aus der Globalisierung ergebenden Folgen und Konsequenzen nicht nur mit einem „Schwarz-Weiß-Raster“ beurteilt werden können. Es zeigt sich natürlich auch, dass so manche gesetzte Aktivität und Maßnahme aus Sicht der einen Dimension ausgesprochen positiv sein kann, aus Sicht der zweiten allerdings gravierende Nachteile ergeben kann. Es gilt somit immer, bei der Beurteilung der Chancen und Risiken der Globalisierung sich zunächst umfassend zu informieren, die relevanten Argumente in Ruhe und bestmöglich emotionsfrei abzuwägen. Erst danach kann sich jeder Interessierte und mehr oder weniger Betroffene ein fundiertes Urteil erlauben.

Im folgenden Abschnitt soll noch einmal ein Schritt „retour“ gemacht und die Ursachen der Globalisierung kurz erläutert werden.

3. Ursachen der Globalisierung

In der Literatur werden die vielfältigsten Ursachen und Gründe für die Entstehung und für die massive Ausweitung der Globalisierung angeführt.

Einerseits trug der Abbau der Zollschranken zur Entwicklung der Globalisierung bei. Demnach sollen - gemäß den Gegnern der Globalisierung - die Strukturen einer ausbalancierten Marktwirtschaft zerstört worden sein.8

Weitere Bemühungen zur Reduktion von Handelsschranken gehen auf die Initiativen von GATT (General Agreement on Tariffs and Trade) bzw. der Nachfolgeorganisation WTO (World Trade Organization) zurück, die sich zur weltweit wichtigsten zwischenstaatlichen Organisation für die Zusammenarbeit in der Handelspolitik entwickelte. Bezeichnend für die Intentionen und Ziele der WTO ist deren Leitspruch: Wenn ein Land einem anderen Land Zugeständnisse in Form von Handelsvergünstigungen macht, so müssen diese Zugeständnisse auf alle Unterzeichnerstaaten angewendet werden (Meistbegünstigungsklausel).9

Als nächste Ursache für die rasante Entwicklung der Globalisierung gilt der technische Fortschritt, v.a. auch die Entwicklung im Bereich der Kommunikationstechniken.10 Angesichts der geschaffenen technischen Möglichkeiten, die beispielsweise das Internet bietet, kann man jederzeit und de facto an jedem Ort der Welt auf das gesamte Wissen der Menschheit zugreifen. Und dies mit einem vernachlässigbaren finanziellen Aufwand.

Bezugnehmend auf die Kommunikationstechniken wurde von Marshall Mc Luhan bereits 1962 der Begriff des „globalen Dorfes“ geprägt, nach dem die moderne Welt durch die elektronischen Vernetzungen zu einem Dorf zusammenwachse. Ohne seinen Standort verändern zu müssen, ist es heutzutage möglich, mit Menschen auf der ganzen Welt in Verbindung zu treten und mit ihnen Kontakt aufzunehmen.11

Ein weiterer relevanter Aspekt, der die Globalisierung forcierte, war die Deregulierung und Liberalisierung der Geld- und Kapitalströme. Der Abbau der Kapitalbeschränkungen konnte u.a. durch die Unterzeichnung des Artikels VIII des Vertragswerkes des IWF, der einen freien Zahlungsverkehr vorsieht, vorangetrieben werden. Die monetären Transaktionen bei Import- und Exportgeschäften sowie die vielfachen Transaktionen innerhalb international agierender Unternehmen können dadurch erleichtert werden.12

In diesem Zusammenhang sollen auch die diversesten Vereinfachungen im Zahlungsverkehr erwähnt werden. Die EU-Binnenzahlung ermöglicht beispiels- weise die kostenlose Überweisung eines Betrages bis zu EUR 50.000,-- innerhalb der EU- und der EWR-Länder Norwegen, Island und Liechtenstein. Diese Zahlungen wurden eindeutig genormt und setzen die Angabe von IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code) voraus.13

Nach der auszugsweisen Darstellung der Ursachen für den „Siegeszug“ der Globalisierung sollen im nächsten Abschnitt einige ausgewählte und relevante Dimensionen der Globalisierung näher besprochen werden.

[...]


1 Vgl. Brock , Globalisierung (2008) 7

2 Vgl. Kessler & Steiner , Vorwort, in Kessler / Steiner (Hg) Facetten der Globalisierung (2009) 17

3 Beitrag auf WIKIPEDIA, Globalisierung, link: http://de.wikipedia.org/wiki/Globalisierung, 27.08.2011

4 Beitrag auf Globalisierung: Ursachen, Fakten, Folgen , link: http://www.globalisierung-infos.de/definition.html, 27.08.2011

5 Vgl. Stiglitz, Die Chancen der Globalisierung (2008) 16

6 Vgl. Joppe & Ganowski, Das Ende der Globalisierung (2009) 17

7 Vgl. Wittenstein, Geschäftsmodell Deutschland (2010) 49

8 Vgl. Beitrag auf www.anti-globalisierung.de, Die Ursachen der Globalisierung, link: http://www.anti- globalisierung.de/ursachen-globalisierung.html, ]27.08.2011

9 Beitrag auf EU-Info.Deutschland, Welthandelsorganisation (WTO), link: http://www.eu-info.de/europa/6336/, 27.08.2011

10 Beitrag auf WIKIPEDIA, Globalisierung, link: http://de.wikipedia.org/wiki/Globalisierung, 27.08.2011

11 Vgl. Beitrag auf WIKIPEDIA, Globales Dorf, link: http://de.wikipedia.org/wiki/Globales_Dorf, 28.08.2011

12 Vgl. Kutschker & Schmid, Internationales Management6 (2008) 183

13 Vgl. Beitrag auf www.bankaustria.at, EU-Binnenzahlung, link: http://www.bankaustria.at/de- /open.html?opencf=/de/12490.html, 28.08.2011

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Globalisierung und deren Auswirkungen
Hochschule
World Wide Education
Veranstaltung
Wissenschaftliches Arbeiten - A-BWL
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V191522
ISBN (eBook)
9783656162599
ISBN (Buch)
9783656163695
Dateigröße
463 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
globalisierung, auswirkungen
Arbeit zitieren
Manfred Saxl (Autor), 2011, Globalisierung und deren Auswirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191522

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