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Einstellungsänderungen: Die Anwendung einfacher Modelle an einem Praxisbeispiel

Eine sozialpsychologische Untersuchung

Title: Einstellungsänderungen: Die Anwendung einfacher Modelle an einem Praxisbeispiel

Term Paper , 1996 , 34 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Burkhard Tomm-Bub (Author)

Psychology - Social Psychology
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Einstellungen begegnen dem Menschen in der Alltagswelt “auf Schritt und Tritt”. Eine Einstellung setzt in der Regel aber eine Dualität voraus, nämlich jemanden, der eine Einstellung hat und ein Objekt auf das diese Einstellung Bezug nimmt. Schon die quantitative Dimension des Phänomens könnte also für eine Wissenschaft die sich mit dem Menschen beschäftigt -wie eben die Psychologie- Grund genug sein, in der Einstellungsforschung ein interessantes Arbeitsgebiet zu sehen. Noch reizvoller scheint die Beschäftigung mit Einstellungsänderungen, markieren diese doch häufig Wendepunkte im Leben von Menschen, oft auch solche bedeutsamer Natur. Einstellungsänderungen ergeben sich häufig durch Erlebnisse und Erfahrungen, diese wiederum resultieren nicht immer, aber doch meist, aus der Begegnung, der Konfrontation mit anderen Menschen und Menschengruppen. So ist ein relevanter Bezug speziell zur Sozialpsychologie ebenfalls hergestellt. Sehr gravierende Einstellungsänderungen sind notwendig bei Menschen, mit denen sich in dieser Arbeit befaßt werden soll. Suchtkranke haben wie jeder Mensch bestimmte Einstellungen sich selbst gegenüber, gegenüber anderen Menschen und in Bezug auf ihr jeweiliges Suchtmittel. Diese dann durch Lernen aus der eigenen Erfahrung, über Informationen und -insbesondere- durch die sorgende Konfrontation mit Anderen zu verändern, stellt die schwere, überlebensnotwendige Aufgabe dar, die hier zu bewältigen ist. Als konkretes Beispiel wird der Alkoholismus gewählt, eine besonders verbreitete Suchtkrankheit unserer Zeit und des westlichen Kulturkreises. Der Verfasser besitzt eine persönliche Motivation, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, er selbst ist Mehrfachabhängiger (Schwerpunkte Alkohol- Medikamente), rückfallfreie Abstinenz liegt seit nunmehr etwa sechs Jahren vor.
Zunächst folgen einige -teils ausführliche- Definitionen, aufgrund der teils recht speziellen Materie scheint dies angebracht. Elemente einfacher lerntheoretischer, bzw. systemtheoretischer Erklärungs-modelle (hier natürlich mit sozialpsychologischem Bezug) werden dann auf das Beispiel angewendet werden. Eine Abgrenzung zur klinischen Psychologie muß dabei natürlich zunächst stattfinden. Ebenfalls notwendig ist sicherlich auch eine Überprüfung der bis hierher bereits explizit und implizit vorgebrachten Behauptungen und Thesen. Der Versuch die Erklärungsmodelle miteinander zu vergleichen und ein Resümee schließen die Arbeit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

2.1 Definitionen: Sozialpsychologie , Einstellungen, etc.

2.2 Definitionen: Sucht, Alkoholismus, etc.

2.3 Verknüpfung der Begriffsfelder

3 Einfache Erklärungsmodelle

3.1 Lerntheoretische Erklärungsansätze

3.2 Systemtheoretische Erklärungsansätze

4 Vergleich der Modelle

5 Resümee

6 Quellenangaben

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Prozess von Einstellungsänderungen bei Suchterkrankungen, insbesondere am Beispiel des Alkoholismus, unter Anwendung lerntheoretischer und systemtheoretischer Erklärungsmodelle. Das Ziel ist es, psychologische Mechanismen der Suchtentstehung und der Genesung zu beleuchten und den Einfluss sozialer Interaktionen auf den Rehabilitationsprozess aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Einstellungsforschung und Sozialpsychologie im Kontext von Sucht.
  • Lerntheoretische Ansätze zur Suchtentstehung (Konditionierung) und Extinktion.
  • Systemtheoretische Betrachtung von Sucht als Imbalance im sozialen Beziehungsdreieck.
  • Kritischer Vergleich der Erklärungsmodelle und Bedeutung der sozialen Umwelt für die Genesung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Lerntheoretische Erklärungsansätze

Sucht sei im -wesentlichen- erlernt, so oder ähnlich muß die These lerntheoretischer Ansätze lauten. Konsequenterweise müßte ein solches Fehlverhalten auch wieder verlernbar sein, dies wäre dann eine therapeutische Konsequenz.

Doch zunächst einiges zu den “Wurzeln” dieser Ansätze. Wie sind sie entstanden? In der Tradition der Lerntheorien spielt der Begriff “Behaviorismus” eine große Rolle, hierzu folgender Hinweis: “Der Behaviorismus, der erstmals von Watson propagiert wurde, bedeutete einen radikalen Einschnitt in die (akademische) psychologische Tradition. P. sollte dieser Richtung zufolge streng nach dem Vorbild der Naturwissenschaften ausgerichtet werden, wobei Reize, Reaktionen und die zwischen ihnen zu ermittelnden Abhängigkeitsgesetze die zentralen Kategorien angesehen wurden.

Die Anhänger des frühen Behaviorismus waren der Ansicht, die P. habe sich ausschließlich auf das der Fremdbeobachtung zugängliche Verhalten zu beschränken, das Erleben sei wissenschaftlich nicht erforschbar, da die Erlebnisvorgänge nur in der Selbsterfahrung unmittelbar offenbar werden. Im späteren Neobehaviorismus (z.B. HulI,Tolman,Skinner) wurde diese These nicht mehr in dieser Rigorosität vertreten und Erlebnisvorgänge als über beobachtbare Phänomene zu erschließende Größen in die Analyse einbezogen. Ein weiteres sehr zentrales Charakteristikum des Behaviorismus ist die lerntheoretische Position: Beinahe alle Verhaltensweisen werden als erlernt betrachtet. So widmeten sich die Behavioristen vorwiegend dem Gebiet der Lerntheorie, ...” (Kreft, D. & Mielenz, I. (Hrsg.), 1988, S.434).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung spezifiziert das Thema der Einstellungsänderungen bei Suchtkranken, erläutert die Relevanz des Alkoholismus als Praxisbeispiel und stellt die persönliche Motivation des Verfassers dar.

2 Definitionen: In diesem Kapitel werden zentrale Begriffe wie Sozialpsychologie, Sucht, Alkoholismus und Einstellung definiert, um eine theoretische Basis für die nachfolgenden Analysen zu schaffen.

3 Einfache Erklärungsmodelle: Das Kapitel erläutert die Entstehung von Sucht durch lerntheoretische (Konditionierung) und systemtheoretische (Balance-Modelle) Ansätze und diskutiert biologische sowie drogenimmanente Faktoren.

4 Vergleich der Modelle: Dieser Abschnitt würdigt und kritisiert die vorgestellten Erklärungsmodelle und vergleicht deren Erkenntnisse hinsichtlich der Suchtentstehung und der Genesungsprozesse.

5 Resümee: Das Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung der sozialen Umwelt und reflektiert über gesellschaftspolitische Aspekte der Sucht.

6 Quellenangaben: Ein Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die vorliegende Arbeit.

Schlüsselwörter

Einstellungsänderung, Alkoholismus, Sucht, Sozialpsychologie, Lerntheorie, Systemtheorie, Konditionierung, Abhängigkeit, Abstinenz, Selbsthilfegruppen, soziale Umwelt, Verhaltensänderung, kognitive Dissonanz, Balancetheorie, Prädisposition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Analyse von Einstellungsänderungen bei Suchterkrankungen, konkret am Beispiel des Alkoholismus, und untersucht, wie Verhaltensweisen erlernt und wieder verlernt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Sozialpsychologie, lerntheoretische Konditionierung, systemtheoretische Beziehungsstrukturen zwischen dem Suchtkranken, dem Suchtmittel und der sozialen Umwelt sowie die Bedeutung der sozialen Unterstützung für die Genesung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die wissenschaftliche Erklärung des Suchtprozesses und der Mechanismen zur Erreichung einer stabilen Abstinenz durch die Anwendung von Einstellungsmodellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und den Vergleich etablierter lerntheoretischer und systemtheoretischer Erklärungsmodelle, ergänzt durch die persönliche Erfahrungsperspektive des Verfassers.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Sucht und Einstellung auch der Prozess der operanten Konditionierung und das Modell des sozialen Dreiecks auf das Praxisbeispiel Alkoholismus angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Einstellungsänderung, Alkoholismus, Lerntheorie, Systemtheorie, Konditionierung, Abstinenz und soziale Umwelt.

Warum spielt die soziale Umwelt eine solch zentrale Rolle bei der Suchtentstehung?

Laut dem systemtheoretischen Ansatz verändert sich durch den Suchtmittelkonsum die Einstellung der sozialen Umwelt zum Betroffenen, was eine Dissonanz erzeugt, die entweder zur Isolation oder bei entsprechender Unterstützung zur notwendigen Verhaltensänderung führt.

Wie bewertet der Verfasser die Rolle der Selbsthilfegruppen?

Selbsthilfegruppen werden als essenziell erachtet, da sie nicht nur beim Suchtmittelverzicht unterstützen, sondern durch soziale Verstärkung und Persönlichkeitsentwicklung neue, gesundere Verhaltensmuster fördern.

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Details

Title
Einstellungsänderungen: Die Anwendung einfacher Modelle an einem Praxisbeispiel
Subtitle
Eine sozialpsychologische Untersuchung
College
University of Hagen  (Psychologie an der FU/GH Hagen)
Course
Sozialpsychologie
Grade
bestanden
Author
Burkhard Tomm-Bub (Author)
Publication Year
1996
Pages
34
Catalog Number
V1915
ISBN (eBook)
9783638111744
ISBN (Book)
9783638637541
Language
German
Tags
Einstellungen Einstellungsänderung Alkoholismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Burkhard Tomm-Bub (Author), 1996, Einstellungsänderungen: Die Anwendung einfacher Modelle an einem Praxisbeispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1915
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