In dieser Ausarbeitung, die sich mit der 3. Sinfonie in Es-Dur (Eroica), op. 55 von Beethoven beschäftigt, wird zunächst versucht, den historischen Hintergrund der Eroica aufzuzeigen, der ganz elementar wichtig bei der Konzeption dieses Werkes war.
Danach werden anhand einiger Beispiele gezeigt, welche Neuerungen der „Neue Weg“, den Beethoven mit der Eroica beschritt, mit sich brachte.
Der Hauptteil der Arbeit, die Analyse des Trauermarsches, basiert auf dem Buch von Martin Geck und Peter Schleuning: „Geschrieben auf Bonaparte“, Beethovens „Eroika“: Revolution, Reaktion, Rezeption, Reinbek bei Hamburg, 1989.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
ENTSTEHUNG DER 3. SINFONIE
HISTORISCHER HINTERGRUND
DER “NEUE WEG”
FORMALER AUFBAU DER 3. SINFONIE
AUFBAU DES 2. SATZES
TRAUERMARSCH – EINE DEFINITION
ANALYSE DES 2. SATZES
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert den zweiten Satz, den „Marcia funebre“, aus Beethovens 3. Sinfonie (Eroica) und untersucht dessen strukturelle sowie kompositorische Besonderheiten im historischen Kontext.
- Historischer Kontext und Entstehungsgeschichte der Eroica
- Die musikalischen Neuerungen des "Neuen Wegs" bei Beethoven
- Formale Analyse des Trauermarsches (Marcia funebre)
- Verarbeitung musikalischer Einflüsse der französischen Revolutionsmusik
Auszug aus dem Buch
Analyse des 2. Satzes
Im Trauermarsch der Eroica verbindet Beethoven verschiedene Elemente von Sonatenhauptsatz, Variation, Rondo, Scherzo, langsamem Sonatensatz und Fuge.
Er verbindet und vernetzt sie so geschickt, dass sie sich abwechseln, oder ineinander übergehen.
Das 1. Thema wird am Anfang nur von den Geigen gespielt, die auf dem Ton g beginnen, was dem tiefsten Ton der Geige entspricht. Im 2. Takt geht das Thema dann zurück von es’ auf c’, quasi resignierend. Danach steigt die Linie bis zum As auf, wo der Marschrhythmus in allen Stimmen unterbrochen wird. Um diese Stelle noch eindrucksvoller zu gestalten, schreibt Beethoven hier ein Sforzanto vor. Es ist, als würde man dem Schmerz seinen vollen Lauf lassen. Es folgt der Rückgang in die Grundtonart und eine altertümliche Plagalschlußwendung.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Der Autor führt in das Thema der 3. Sinfonie ein und erläutert die methodische Herangehensweise zur Analyse des historischen Hintergrunds sowie des Trauermarsches.
ENTSTEHUNG DER 3. SINFONIE: Dieser Abschnitt bietet einen kurzen Überblick über Entstehungszeit, Aufführungsdaten, Publikation und Widmung des Werkes.
HISTORISCHER HINTERGRUND: Es werden die politischen und persönlichen Hintergründe beleuchtet, einschließlich der Widmung an Bonaparte und Beethovens privater Lebenskrise.
DER “NEUE WEG”: Das Kapitel beschreibt die musikalischen Innovationen Beethovens, wie die überdimensionale Länge, die Besetzung und die Charakteristika der einzelnen Sätze.
FORMALER AUFBAU DER 3. SINFONIE: Hier werden die vier Sätze der Sinfonie mit ihren Tempobezeichnungen und Metronomzahlen aufgelistet.
AUFBAU DES 2. SATZES: Eine tabellarische oder stichpunktartige Übersicht über die formale Gliederung des „Marcia funebre“ in c-Moll.
TRAUERMARSCH – EINE DEFINITION: Der Begriff des Trauermarsches wird musiktheoretisch definiert und in den Kontext der französischen Revolutionsmusik gesetzt.
ANALYSE DES 2. SATZES: Dieser Hauptteil widmet sich der detaillierten musikalischen Analyse des Satzes, inklusive Themenverlauf, Harmonik und motivischer Arbeit.
Schlüsselwörter
Beethoven, Eroica, 3. Sinfonie, Marcia funebre, Trauermarsch, Musiktheorie, Analyse, Sonatenhauptsatz, Französische Revolutionsmusik, Musikgeschichte, Klassik, Kompositionsweise, Orchestrierung, c-Moll.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den „Marcia funebre“ (Trauermarsch) aus Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie, der Eroica.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Entstehungsgeschichte, der historische Kontext, der musikalische „Neue Weg“ Beethovens und die formale Analyse des zweiten Satzes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Beethoven kompositorische Elemente aus verschiedenen Formen miteinander verwebt und welche Neuerungen das Werk im Vergleich zu zeitgenössischen Sinfonien darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine musikwissenschaftliche Analyse, gestützt durch Literaturvergleiche, Zitate von Zeitgenossen und eine detaillierte formale Zerlegung der Partitur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Analyse des „Marcia funebre“, inklusive der Themenführung, der Bedeutung der rhythmischen Figuren und der instrumentalen Gestaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Beethoven, Eroica, Trauermarsch, Musikgeschichte, Analyse, Sonatenhauptsatz und Kompositionsweise.
Welche Bedeutung hat das "Heiligenstädter Testament" für die Interpretation?
Es wird als wichtige Quelle herangezogen, um Beethovens persönliche Lebenskrise und deren mögliche Spiegelung im musikalischen Ausdruck der Sinfonie zu interpretieren.
Warum wird die Einbeziehung der Pauke als besonders hervorgehoben?
Der Autor betont, dass Beethoven die Pauke weit über den damaligen Standard hinaus als selbstständige Orchesterstimme einsetzt, bis hin zu solistischen Momenten vor Satzschluss.
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- Joachim Dieterich (Author), 2003, Der 2. Satz in Beethovens III. Sinfonie in Es-Dur (Eroica), op. 55 - eine Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19177