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Gibt es ein unbewusstes Bewusstsein - Franz Brentano zur Frage der Existenz unbewusster psychischer Akte

Überlegungen zu Brentanos "Psychologie vom empirischen Standpunkt", Kap.2

Titel: Gibt es ein unbewusstes Bewusstsein - Franz Brentano zur Frage der Existenz unbewusster psychischer Akte

Seminararbeit , 2011 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Veit (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Überschrift des Kapitels „Vom inneren Bewusstsein“ könnte, für sich etrachtet, leicht zu Fehlschlüssen über den Inhalt führen. Die Tatsache der Existenz dieses inneren Bewusstsein wird hier bereits vorausgesetzt,ebenso hat eine Klärung des Unterschiedes zwischen physischen und psychischen Phänomenen bereits im vorhergehenden Kapitel stattgefunden.Das Vorhandensein verschiedener Arten oder Klassen psychischer Tätigkeit , insbesondere der Urteile, wird zwar am Schluss kurz angesprochen, jedoch erst im folgenden Kapitel genauer bearbeitet.
Das Kapitel 12 stellt de facto eine detaillierte Auseinandersetzung mit derFrage nach dem Vorhandensein eines „unbewussten Bewusstsein“
ar, arbeitet Wege heraus, die potentiell zu der Annahme eines solchen
Vorhandenseins führen könnten und stellt die Bedingungen für die Anwedung des jeweiligen Weges fest, nennt die Repräsentanten der verschiedenen Vorgehensweisen und untersucht kritisch deren Argumentation,um dann anschliessend seine eigene Position vorzustellen.
Mit alldem setzt sich die vorliegende Arbeit konzentriert auseinander.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Brentanos Definition der Begriffe „Bewusstsein“ und „Inneres Bewusstsein“

4. Sind alle psychischen Phänomene bewusst, oder gibt es auch unbewusste psychische Akte ?

5. Vertreter der letzteren Position

6. Vier potentiell erfolgreiche Klassen von Versuchen der mittelbaren Ableitung der Existenz unbewusster psychischer Phänomene aus Erfahrungstatsachen

7. Erste Klasse dieser Versuche, drei Bedingungen ihrer Anwendung

8. Zweite Klasse dieser Versuche, Bedingungen ihrer Anwendung

9. Dritte Klasse dieser Versuche und ihre Vertreter

10. Vierte Klasse dieser Versuche und deren Vertreter

11. Brentanos Einstieg in die Darlegung der eigenen Position

12. Fortsetzung der Argumentation

13. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Franz Brentanos Argumentationslinien zur Frage der Existenz unbewusster psychischer Akte im zweiten Kapitel seines Werkes „Psychologie vom empirischen Standpunkt“ methodisch nachzuvollziehen, strukturell transparent zu machen und kritisch darzulegen.

  • Analyse von Brentanos Begriffsbildung zu Bewusstsein und innerem Bewusstsein.
  • Systematische Untersuchung der vier Klassen von Argumenten für unbewusste psychische Phänomene.
  • Kritische Auseinandersetzung mit historischen und zeitgenössischen Vertretern der Lehre eines unbewussten Bewusstseins.
  • Darlegung von Brentanos eigener Position zur Unmöglichkeit unbewusster psychischer Akte.
  • Untersuchung des methodischen Vorgehens Brentanos im Kontext philosophischer Beweisführung.

Auszug aus dem Buch

10. Vierte Klasse dieser Versuche und ihre Vertreter

Bevor Brentano nun zu einer ausführlicheren Darlegung der eigenen Position kommen kann, gilt es nun noch die vierte Position zu untersuchen, auf deren Grundlage „manche nicht bloß die Falschheit, sondern sogar die Absurdität der Annahme, dass jede Seelentätigkeit eine bewußte sei, erweisbar glaubten.“ (60)

Brentano zieht nun das Beispiel von Ton und Hören heran, wobei er seine eigene Position zunächst bewusst auf den Prüfstand seiner Gegner stellt und den Fall im Hinblick darauf, dass alle psychischen Phänomene bewusst sind, durchdenkt. Beim Hören hätte man danach beim Hören nicht nur eine Vorstellung des Tones, sondern auch eine Vorstellung vom Hören, also eine Vorstellung von der Vorstellung eines Tones, von letzterer, dem Hören eines Tones ebenso verschieden wie das Hören vom Ton selbst. Es müsste dann aber auch konsequenterweise die Vorstellung von der Vorstellung einer Vorstellung einer Vorstellung geben und so fort .

Vertreter des Vorhandenseins ausschliesslich bewusster psychischer Vorgänge (also auch Brentano selbst) müssten also schon „bei dem einfachsten Akt des Hörens eine unendliche Menge von Seelentätigkeiten anerkennen“.(61)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Erläuterung des begrenzten Umfangs der Arbeit und der bewussten Konzentration auf Brentanos Text.

2. Einleitung: Einführung in die Thematik des inneren Bewusstseins und die Fragestellung nach unbewussten psychischen Akten.

3. Brentanos Definition der Begriffe „Bewusstsein“ und „Inneres Bewusstsein“: Klärung der von Brentano verwendeten terminologischen Grundlagen.

4. Sind alle psychischen Phänomene bewusst, oder gibt es auch unbewusste psychische Akte ?: Präzisierung der Kernfrage des Kapitels.

5. Vertreter der letzteren Position: Vorstellung historischer und zeitgenössischer Denker, die die Existenz unbewusster Akte befürworten.

6. Vier potentiell erfolgreiche Klassen von Versuchen der mittelbaren Ableitung der Existenz unbewusster psychischer Phänomene aus Erfahrungstatsachen: Systematisierung der Argumentationsweisen der Gegner.

7. Erste Klasse dieser Versuche, drei Bedingungen ihrer Anwendung: Analyse der ersten Argumentationsklasse und der von Brentano geforderten Bedingungen.

8. Zweite Klasse dieser Versuche, Bedingungen ihrer Anwendung: Untersuchung der zweiten Argumentationsklasse unter Berücksichtigung methodischer Kriterien.

9. Dritte Klasse dieser Versuche und ihre Vertreter: Kritische Betrachtung der Argumentation über die Intensität von Vorstellungen.

10. Vierte Klasse dieser Versuche und deren Vertreter: Prüfung der Einwände gegen die Notwendigkeit unbewusster Akte anhand des Beispiels vom Hören.

11. Brentanos Einstieg in die Darlegung der eigenen Position: Entwicklung der eigenen Theorie zum Verhältnis von primären und sekundären Objekten.

12. Fortsetzung der Argumentation: Lösung des Problems der Beobachtbarkeit psychischer Phänomene und Fazit zur Unbewusstheitsfrage.

13. Fazit: Zusammenfassende Würdigung von Brentanos akribischem Argumentationsstil.

Schlüsselwörter

Franz Brentano, Psychologie vom empirischen Standpunkt, Unbewusstes Bewusstsein, Psychische Phänomene, Intentionalität, Inneres Bewusstsein, Seelentätigkeit, Intentionale Inexistenz, Bewusstseinsphilosophie, Mentale Akte, Erfahrungstatsachen, Selbstbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Brentanos Auseinandersetzung mit der Existenz unbewusster psychischer Akte im zweiten Kapitel seines Hauptwerkes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Bewusstsein, die Kritik an Theorien zum Unbewussten und Brentanos eigene Theorie des inneren Bewusstseins.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Struktur von Brentanos Argumentation transparent zu machen und seine Ablehnung unbewusster psychischer Akte nachvollziehbar darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philologisch-analytische Methode der Textinterpretation, um Brentanos Argumentationsgang systematisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die vier Klassen von Argumenten für unbewusste Akte sowie deren kritische Widerlegung durch Brentano.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Brentano selbst sind dies Begriffe wie Psychische Phänomene, Intentionalität, Inneres Bewusstsein und die Ablehnung des unbewussten Bewusstseins.

Wie bewertet Brentano die Argumente seiner Gegner?

Brentano würdigt die Argumente zunächst durch akribische Auflistung, weist aber nach, dass sie die von ihm aufgestellten Bedingungen für einen gültigen Beweis verfehlen.

Warum hält Brentano ein "unbewusstes Bewusstsein" für absurd?

Er argumentiert, dass Bewusstsein untrennbar mit der Hinwendung auf ein Objekt verbunden ist, was eine unendliche Regress-Struktur bei der Annahme unbewusster Akte vermeiden lässt.

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Details

Titel
Gibt es ein unbewusstes Bewusstsein - Franz Brentano zur Frage der Existenz unbewusster psychischer Akte
Untertitel
Überlegungen zu Brentanos "Psychologie vom empirischen Standpunkt", Kap.2
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Fakultät für Philosophie)
Veranstaltung
Seminar: Wer ist das Ich ?
Note
1,0
Autor
Michael Veit (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V191849
ISBN (eBook)
9783656166955
ISBN (Buch)
9783656167365
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gibt bewusstsein franz brentano frage existenz akte überlegungen brentanos psychologie standpunkt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Veit (Autor:in), 2011, Gibt es ein unbewusstes Bewusstsein - Franz Brentano zur Frage der Existenz unbewusster psychischer Akte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191849
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Leseprobe aus  22  Seiten
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