Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Identität und Integration

Zur Bedeutung psychologischer Identitätsbildungsprozesse in Integrationsmodellen für MigrantInnen

Titel: Identität und Integration

Diplomarbeit , 2006 , 52 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniel Kolpatzik (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Zeiten von andauernden Debatten rund um das Thema 'Integration von MigrantInnen' und dabei oft unklarer Verwendung oder emotionaler Besetzung von Begriffen, soll diese Untersuchung ein wenig Klarheit schaffen (bspw. redet man von Integration, meint jedoch Assimilation oder umgekehrt?). Erkenntnisinteresse des Autors ist es zu erörtern inwiefern psychologische Identitätsbildungsprozesse den Integrationsprozess von MigrantInnen beeinflussen können.

Nachdem zunächst die politischen Zusammenhänge hergestellt werden, folgt eine soziologische Konkretisierung des vielfältig verwendeten Begriffs der "Integration" im Zusammenhang mit MigrantInnen. Anschliessend wird "Identitätsbildung" genauer untersucht, um schlussendlich die Zusammenhänge von Identität und Integration aufzuzeigen und mögliche Folgen für den Integrationserfolg zu diskutieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Integration

2.1 Bedeutung von Integration in Bezug auf MigrantInnen

2.2 Die Ausländerpolitik der Bundesrepublik Deutschland seit 1949

2.2.1 Die vier Phasen der Ausländerpolitik von 1949 bis 1990

2.2.2 Ausländerpolitik bis 1998 – Ausgrenzung statt Integration

2.2.3 Paradigmenwechsel nach 1998 und Entscheidung für Integration

2.3 Anforderungen an eine moderne Integrationspolitik – Ein gemeinsames Positionspapier der in der BAGFW zusammengeschlossenen freien Wohlfahrtsverbände und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (23.10.2003) – Leitlinien

3. Identitätsbildung

3.1 Was ist Identität? Versuch einer Definition

3.2 Psychologische Prozesse der Identitätsbildung

3.2.1 Definitionsräume für Identität und die persönliche und soziale Identität

3.2.2 Individuelles und kollektives Selbst(-bild)

3.3 Identität heute – Individualität in der gesellschaftlichen Spätmoderne

3.3.1 Die Identitätsproblematik

3.3.2 Gelingende Identität

3.3.3 Ursachen und Folgen bedrohter Identität

3.4 Bedrohte Identität durch die Problematik der Stadt-Land-Differenz im Migrationskontext (individuelles vs. kollektives Selbst)

4. Identität und Integration

4.1 Zusammenhänge zwischen Prinzipien des Integrationsmodells und der Identitätsbildung

4.2 Kulturelle Heterogenität und das Prinzip der Transkulturalität

4.3 Mögliche Folgen für den Integrationserfolg von MigrantInnen durch Störungen bei der Identitätsbildung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Bedeutung psychologischer Identitätsbildungsprozesse innerhalb der Integrationsmodelle für MigrantInnen in Deutschland. Ziel ist es, durch eine interdisziplinäre Verknüpfung von Integrationspolitik und Identitätstheorien der gesellschaftlichen Spätmoderne aufzuzeigen, wie gelingende Identitätsbildung zur erfolgreichen Integration beitragen kann.

  • Historische Entwicklung der deutschen Ausländerpolitik
  • Psychologische Grundlagen der Identitätsentwicklung und -konstruktion
  • Bedeutung individueller und kollektiver Selbstbilder im Migrationskontext
  • Analyse von Anforderungen an eine moderne Integrationspolitik
  • Rolle der Transkulturalität bei der Identitätsfindung von MigrantInnen

Auszug aus dem Buch

3.1 Was ist Identität? Versuch einer Definition

„Identität ist die Echtheit einer Person oder Sache. Eine völlige Übereinstimmung mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird.“ [ZEIT-Lexikon 2005 unter ‚Identität‘]

Dies ist eine allgemeine Definition des Begriffs Identität. Als engere Definition in der Psychologie wird sie „als Selbst erlebte innere Einheit der Person“ beschrieben [ZEIT-Lexikon 2005]. Oerter und Montada definieren Identität folgendermaßen:

„Der Begriff Identität bezieht sich zunächst in einem allgemeinen Sinn auf die einzigartige Kombination von persönlichen, unverwechselbaren Daten des Individuums wie Name, Alter, Geschlecht, Beruf. Durch sie ist das Individuum gekennzeichnet und kann von allen anderen Personen unterschieden werden ... In einem engeren psychologischen Sinn ist Identität die einzigartige Persönlichkeitsstruktur, verbunden mit dem Bild, das andere von dieser Persönlichkeitsstruktur haben.“ [2002: 290 ff.]

Identität hat demnach zwei Perspektiven, eine innere, als Subjekt („... Übereinstimmung mit dem, was sie ist ...“), und eine äußere, als Objekt („... als was sie bezeichnet wird“). In der psychologischen Definition werden diese beiden Perspektiven als innere Einheit der Person, als „Selbst“ zusammengefasst und Identität wird als Erleben in der Person verortet. Das „Selbst“ besteht laut G. H. Mead [1934] aus dem theoretischen Selbst (Subjekt-Selbst), dem „I“, und dem empirischen Selbst (Objekt-Selbst), dem „Me“ [vgl. Oerter; Montada 2002: 291].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung Deutschlands zum Einwanderungsland und die damit verbundene Notwendigkeit, Identitätsbildung als essenziellen Faktor für einen erfolgreichen Integrationsprozess zu begreifen.

2. Integration: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung der deutschen Ausländerpolitik von 1949 bis zur Gegenwart und diskutiert zentrale Anforderungen an ein modernes Integrationsmodell basierend auf einem Positionspapier der Wohlfahrtsverbände.

3. Identitätsbildung: Hier werden psychologische Theorien zur Identitätskonstruktion sowie die Herausforderungen von Identität in der gesellschaftlichen Spätmoderne und die Problematiken von Stadt-Land-Differenzen im Migrationskontext erörtert.

4. Identität und Integration: Das Kapitel führt die zuvor getrennten Themenbereiche zusammen und untersucht, wie identitätspolitische Prinzipien und das Konzept der Transkulturalität den Integrationserfolg von MigrantInnen beeinflussen können.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert, dass eine gelingende Identitätsbildung für MigrantInnen eine Voraussetzung für die Integration darstellt und fordert die Anerkennung kultureller Heterogenität innerhalb der Integrationsmodelle.

Schlüsselwörter

Identitätsbildung, Integration, MigrantInnen, Ausländerpolitik, gesellschaftliche Spätmoderne, psychologische Prozesse, kollektives Selbst, individuelles Selbst, Definitionsräume, Transkulturalität, Identitätsproblematik, Gelingende Identität, soziale Integration, Systemintegration, Einwanderungsland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Identitätsbildungsprozessen und staatlichen Integrationsmodellen für MigrantInnen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Geschichte der deutschen Integrationspolitik, psychologische Identitätstheorien (nach Keupp, Erikson, Mead) sowie die soziologische Bedeutung von Integration und Transkulturalität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Bedeutung die Identitätsbildung für den Integrationserfolg hat und wie Integrationsmodelle diesen Prozess unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um einen interdisziplinären Ansatz, der psychologische und soziologische Erkenntnisse mit der Analyse politischer Leitlinien und historischer Rahmenbedingungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der deutschen Ausländerpolitik, die Definition von Identität und die Untersuchung, wie eine bedrohte Identität (z. B. durch Stadt-Land-Differenzen) den Integrationserfolg beeinflusst.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Identitätsbildung, Migration, Transkulturalität, kollektives Selbst und die Anerkennung kultureller Heterogenität.

Was bedeutet laut der Arbeit eine „gelingende Identität“ für MigrantInnen?

Eine gelingende Identität basiert auf der Fähigkeit des Subjekts, zwischen der Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft und dem Bewahren eigener kultureller Wurzeln zu vermitteln, wobei gesellschaftliche Anerkennung eine notwendige Ressource darstellt.

Warum spielt das Konzept der „Transkulturalität“ eine so große Rolle?

Das Konzept hilft, die überholte Vorstellung einer homogenen Kultur zu überwinden und erkennt an, dass MigrantInnen ihre Identität durch die Synthese verschiedener kultureller Einflüsse in einer globalisierten Welt individuell neu konstruieren.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Identität und Integration
Untertitel
Zur Bedeutung psychologischer Identitätsbildungsprozesse in Integrationsmodellen für MigrantInnen
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln
Note
1,3
Autor
Daniel Kolpatzik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
52
Katalognummer
V191919
ISBN (eBook)
9783656176633
ISBN (Buch)
9783656177401
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Integration Identität Integrationsmodelle Migranten Integrationspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Kolpatzik (Autor:in), 2006, Identität und Integration, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191919
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  52  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum