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Der Eroberung Jerusalems 1187 aus arabischer Sicht

Title: Der Eroberung Jerusalems 1187 aus arabischer Sicht

Seminar Paper , 2010 , 7 Pages

Autor:in: Andreas Staggl (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Wie berichteten arabische Quellen über die Eroberung Jerusalems 1187 durch Kreuzfahrer? Welche Unterschiede gibt es dabei zu europäischen Quellen? [...]

Die Eroberung Jerusalems 1187 markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der Kreuzzüge. Die sowohl für Christen, als auch Muslime heilige Stadt galt als wichtigste Eroberung der Kreuzfahrtbewegung. Ihr Verlust war Auslöser für den Dritten Kreuzzug, welcher Jerusalem wieder christlich/fränkisch machen sollte.
Die Berichte über diese Zeit sind meist aus europäischer Hand und somit auch Sicht. Die in dieser Arbeit behandelte Quelle beschreibt die andere Seite; sie zeigt die Kreuzzüge aus arabischer Sicht. Verfasst wurde sie von Ibn Al-Athir, einem arabischen Chronisten. Die Frage, die sich stellt, ist wie glaubhaft ist die Darstellung und in wie weit gibt es Unterschiede diese beiden Sichtweisen der deckungsgleichen Ereignisse. Dazu werden neben arabischen Chroniken, auch europäische Darstellungen rezitiert. Zudem werden die Ereignisse in einen größeren Zusammenhang gestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überlieferung

3. Zusammenfassung der Quelle

4. Handelnde Personen

5. Quellenkritik

6. Einordnung in größeren Zusammenhang

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der arabischen Sichtweise auf die Eroberung Jerusalems im Jahr 1187 durch den Chronisten Ibn Al-Athir, wobei insbesondere die Glaubwürdigkeit der Darstellung und ein Vergleich mit europäischen Sichtweisen im Vordergrund stehen.

  • Analyse der Darstellung Saladins in arabischen Quellen
  • Gegenüberstellung der christlichen und muslimischen Perspektive
  • Kritische Würdigung der historischen Überlieferung durch Ibn Al-Athir
  • Einbettung der Ereignisse in den historisch-politischen Kontext der Kreuzzüge
  • Untersuchung der diplomatischen Aspekte der Stadtübergabe

Auszug aus dem Buch

Quellenkritik

In der behandelten Quelle kann man ein gewisses Nahverhältnis zwischen dem Schriftsteller Ibn Al-Athir, einem Augenzeugen der Ereignisse, und dem Sultan erkennen. So wird Saladin als gerechter, gnädiger Herrscher beschrieben. Er gewährte den Franken gegen Zahlung eines Lösegeldes freien Abzug aus der Stadt. Hierbei ist allerdings zu erwähnen, dass der Autor ausdrücklich darauf hinweist, es bedurfte den Rat der Gefährten für diese Handlung. So schreibt er: „Sie alle schlugen vor, der Bitte um freien Abzug zu entsprechen...Da gab der Sultan nach.“ Al-Athir sieht seinen Herrscher also nicht als einen von sich aus allmaechtigen Sultan, er weist ausdrücklich auf den förderlichen Rat seiner Gefährten hin. Es wird aber weiters klar, dass der Autor dem Herrscher durchaus wohlgesinnt ist. Die Emire sollten das Lösegeld einziehen, diese aber steckten es selbst ein und so „ging es verloren, während es den Schatz des Reiches gefüllt hätte.“ Al-Athir weist hierbei zum einem auf einen Konflikt zwischen Emiren und Sultan hin: zum anderen stellt er klar, dass Saladin alles für das Reich und nichts für sich selbst einstecken bzw. machen wuerde. Somit ist eine klare Tendenz zu einem Einheitsherrscher mit absoluter Macht (Machtverlust der Emire) zu erkennen. Zudem wird Saladin als Mann, der zu seinem Wort steht und als gläubiger Moslem beschrieben. Dies sind sicherlich Attribute, die zu einem guten Herrscher dazugehören.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Bedeutung der Eroberung Jerusalems 1187 als Wendepunkt und stellt die Forschungsabsicht dar, diese Ereignisse aus der arabischen Perspektive von Ibn Al-Athir zu untersuchen.

2. Überlieferung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Chronisten Ibn Al-Athir, sein Werk Kamil at-Tawarikh und die Rezeptionsgeschichte der Quelle durch Francesco Gabrieli.

3. Zusammenfassung der Quelle: Es wird der Verlauf der Übergabe Jerusalems geschildert, inklusive der Verhandlungen zwischen Saladin und Balian ibn Barzan sowie der anschließenden Behandlung der christlichen Bevölkerung.

4. Handelnde Personen: Hier werden die Hauptakteure Saladin und Balian ibn Barzan charakterisiert, wobei Saladins Großzügigkeit und Balian als Vertreter der Franken hervorgehoben werden.

5. Quellenkritik: Dieser Abschnitt analysiert das Verhältnis zwischen Autor und Herrscher sowie die Glaubwürdigkeit der Darstellung im Vergleich zu zeitgenössischen europäischen Berichten.

6. Einordnung in größeren Zusammenhang: Die Arbeit bettet die Eroberung in den Kontext der Kreuzzugsgeschichte ein, von der Einnahme durch die Kreuzfahrer 1099 bis zu den Ereignissen, die zum Dritten Kreuzzug führten.

7. Zusammenfassung: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Analyse und bestätigt, dass die Schilderungen von Ibn Al-Athir zwar glorifizierend sind, aber die historischen Ereignisse im Kern korrekt abbilden.

Schlüsselwörter

Saladin, Jerusalem, 1187, Ibn Al-Athir, Kreuzzüge, arabische Sicht, Balian ibn Barzan, Quellenkritik, Ayyubiden, Kreuzfahrer, Lösegeld, Geschichte, Mittelalter, Islam, Eroberung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Eroberung Jerusalems durch Saladin im Jahr 1187 aus der Sichtweise der arabischen Geschichtsschreibung, speziell basierend auf den Aufzeichnungen von Ibn Al-Athir.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Quellenanalyse, die Darstellung Saladins als gerechter Herrscher und der Vergleich zwischen muslimischen und christlichen Sichtweisen auf die Kreuzzüge.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Glaubwürdigkeit der arabischen Darstellung von Ibn Al-Athir zu bewerten und zu hinterfragen, inwiefern sich diese von den in Europa verbreiteten Narrativen unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der historischen Quellenanalyse und vergleicht diese mit moderner sowie zeitgenössischer Sekundärliteratur, um die Ereignisse objektiv einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Zusammenfassung der Ereignisse, die Charakterisierung der Akteure sowie eine kritische Prüfung des Quellenmaterials und dessen historischer Kontextualisierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Saladin, Ibn Al-Athir, die Eroberung Jerusalems 1187, die Ayyubiden-Dynastie und die allgemeine Thematik der Kreuzfahrerstaaten.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Emire in der Quelle?

Der Autor zeigt auf, dass Ibn Al-Athir die Emire in einen Konflikt mit dem Sultan stellt, um Saladins Integrität und seinen Wunsch nach einer starken, zentralisierten Herrschaft zu betonen.

Wie unterscheidet sich die europäische Sichtweise von der arabischen?

Während in der arabischen Quelle Saladin als edler und gerechter Herrscher auftritt, neigten zeitgenössische europäische Aufzeichnungen dazu, ihn negativer darzustellen, da sein Erfolg als Niederlage des christlichen Glaubens empfunden wurde.

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Details

Title
Der Eroberung Jerusalems 1187 aus arabischer Sicht
College
University of Innsbruck
Author
Andreas Staggl (Author)
Publication Year
2010
Pages
7
Catalog Number
V191951
ISBN (eBook)
9783656168904
ISBN (Book)
9783656169130
Language
German
Tags
Kreuzzüge Jerusalem Mittelalter Saladin König Abendland Morgenland Krieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Staggl (Author), 2010, Der Eroberung Jerusalems 1187 aus arabischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191951
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