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§25 Der Ansatz der existenzialen Frage nach dem Wer des Daseins / §26 Das Mitdasein der Anderen und das alltägliche Mitsein aus Martin Heideggers "Sein und Zeit"

Titel: §25 Der Ansatz der existenzialen Frage nach dem Wer des Daseins / §26 Das Mitdasein der Anderen und das alltägliche Mitsein aus Martin Heideggers "Sein und Zeit"

Essay , 2011 , 5 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Schneider (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bisher hat Heidegger die Welt als Bewandtnisganzheit zunächst ohne ausdrückliche Berücksichtigung der Vielheit von Dasein behandelt. Dieser „Vielheit“ widmet sich Heidegger ab dem vierten Kapitel von SuZ, indem er nach der Identität des Daseins fragt1, um das Existenzial „Weltlichkeit“ genauer fassen zu können. Wer ist es, der in der Alltäglichkeit identisch mit dem Dasein ist, bzw. wer ist es, der in der Alltäglichkeit als Dasein fungiert? Dasein wurde von Heidegger als eine Struktur beschrieben und die Frage, die sich nun stellt, ist, wer exemplifiziert diese Struktur? Die nahe liegende Antwort, je ich selbst und das letztendlich als etwas „allein existierendes“2, wird von Heidegger zurückgewiesen. Eine erste Antwort auf diese Frage, liefert Heidegger in §25. Erstmals in dem Paragraphen 9 und anschließend ausführlicher in Paragraph 12, wurde deutlich, dass Heidegger die Vorstellungen von einem Selbst, Ich oder Subjekt (im Sinne der cartesianischen Substanz res cogitans oder des Husserlschen Ichs als Subjekt von Akten) ablehnt. Denn dies würde nebenbei bemerkt bedeuten, dass wir bereits schon wissen, was mit dem Ich gemeint ist. Mit der Ablehnung dieser Begriffe macht Heidegger darauf aufmerksam, dass jene (Ich, Selbst, Subjekt) keine geeigneten Kandidaten für die Frage „wer das Dasein ist“ darstellen, da diese Begriffe auf dem ontologischen Fundament der Vorhandenheit fussen.3

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Viertes Kapitel: Das In-der-Welt-sein als Mit- und Selbstsein. Das »Man«

§25 Der Ansatz der existenzialen Frage nach dem Wer des Daseins

§26 Das Mitdasein der Anderen und das alltägliche Mitsein

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Heideggers Analyse der Identität des Daseins, wobei insbesondere die Frage nach dem „Wer“ des Daseins im Zentrum steht. Dabei wird kritisch hinterfragt, warum klassische Konzepte wie Ich, Selbst oder Subjekt als ontologisch unzureichend zurückgewiesen werden und wie stattdessen die existenzialen Begriffe Mitsein und Mitdasein zur Klärung der Struktur des Daseins beitragen.

  • Kritische Auseinandersetzung mit der cartesianischen Subjekt-Objekt-Spaltung.
  • Untersuchung der ontologischen Verfassung des Daseins in der Alltäglichkeit.
  • Analyse der Bedeutung von Mitdasein und Mitsein als konstitutive Momente.
  • Erörterung der Bewandtniszusammenhänge und deren Verweisung auf andere Daseinsformen.
  • Vorschau auf die Sorge-Struktur des Daseins.

Auszug aus dem Buch

§26 Das Mitdasein der Anderen und das alltägliche Mitsein

In Paragraph 26 wendet sich Heidegger ganz der Phänomene des Mitdasein der Anderen und das alltägliche Mitsein zu. Hier konnte die Frage aus der Seminarsitzung zu Paragraph 15 geklärt werden, ob das Dasein „anderes“ Dasein (somit Mitdasein) als Zuhandenes, bzw. Vorhandenes auffasst. Wie bereits oben erwähnt, ist dies nicht der Fall. Denn die Seinsarten des innerweltlich begegnenden Daseins der anderen unterscheidet sich von Zuhandenheit und Vorhandenheit. Vielmehr machen die Termini Mitdasein und Mitsein deutlich, dass die Welt des Daseins Mitwelt (mit Anderen) ist, sodass die Anderen nicht in Form Zuhandenheit bzw. Vorhandenheit aufgefasst werden können. Wenn dieses Aussage umgedreht wird, wird der Gedanke Heideggers ebenfalls deutlicher, es gibt kein Dasein, das nicht mit Anderen wäre.

Diese Anderen treten am Zeugganzen zu Tage, beispielsweise als Ge- und Verbraucher, Produzent, etc. Ein von Heidegger verwendetes Beispiel kann diesen Gedanken gut verdeutlichen. Ein vom Dasein benutztes Buch ist gekauft bei, geschenkt von, etc. Ein Anderer hat dieses Buch geschrieben, vertrieben, bereits gelesen, usf., mit Heideggers Worten: „[...] in seiner Bewandtnis [hier der Zuhandenheit des Buches] liegt eine wesenhafte Verweisung auf mögliche Träger [...]“.

Zusammenfassung der Kapitel

Viertes Kapitel: Das In-der-Welt-sein als Mit- und Selbstsein. Das »Man«: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, wer in der Alltäglichkeit als Dasein fungiert, und lehnt klassische Subjektbegriffe zugunsten einer existenzialen Analyse ab.

§25 Der Ansatz der existenzialen Frage nach dem Wer des Daseins: Hier wird dargelegt, dass das Dasein nicht als Substanz oder isoliertes Ich verstanden werden kann, da solche Bestimmungen auf dem ontologischen Fundament der Vorhandenheit beruhen.

§26 Das Mitdasein der Anderen und das alltägliche Mitsein: Dieser Abschnitt expliziert, dass das Dasein stets als Mitsein konstituiert ist und andere Daseinsformen nicht als Vorhandenes, sondern innerhalb eines spezifischen Zeugzusammenhangs zu begreifen sind.

Schlüsselwörter

Dasein, Mitsein, Mitdasein, In-der-Welt-sein, Alltäglichkeit, Selbstsein, Subjektivität, Ontologie, Bewandtnis, Zeugzusammenhang, Existenzial, Phänomenologie, Identität, Vorhandenheit, Zuhandenheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophische Analyse von Martin Heideggers Werk „Sein und Zeit“, insbesondere die Frage nach der Identität des Daseins im vierten Kapitel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Unterscheidung von Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit, das Verständnis des Mitseins sowie die Kritik am traditionellen Subjektbegriff.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie Heidegger das „Wer“ des Daseins bestimmt, ohne dabei auf klassische, auf Vorhandenheit basierende Identitätskonzepte zurückzugreifen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine phänomenologische Untersuchung, die auf der Textanalyse von „Sein und Zeit“ basiert und Begriffe durch eine existenziale Perspektive klärt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Widerlegung von Ich-Substanzen und der Einführung der Termini Mitsein und Mitdasein, um das Dasein als strukturell mit Anderen verbunden darzustellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch die Begriffe Dasein, Mitsein, Bewandtnis, Alltäglichkeit und existenzial geprägt beschreiben.

Warum lehnt Heidegger das Konzept des „Ich“ ab?

Heidegger lehnt das „Ich“ als Kandidaten für das Dasein ab, da es auf dem ontologischen Fundament der „Vorhandenheit“ fußt, was der eigentlichen Struktur des Daseins nicht gerecht wird.

In welchem Zusammenhang stehen Mitsein und Zeugzusammenhang?

Die Arbeit verdeutlicht, dass das Dasein in alltäglichen Zeugzusammenhängen steht, die untrennbar mit der Existenz Anderer (Produzenten, Nutzern etc.) verbunden sind, wodurch Mitsein ontologisch begründet wird.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
§25 Der Ansatz der existenzialen Frage nach dem Wer des Daseins / §26 Das Mitdasein der Anderen und das alltägliche Mitsein aus Martin Heideggers "Sein und Zeit"
Hochschule
Universität Kassel  (Philosophie)
Veranstaltung
Sein und Zeit III
Note
1,0
Autor
Sebastian Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
5
Katalognummer
V191977
ISBN (eBook)
9783656168881
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ansatz frage daseins mitdasein anderen mitsein martin heideggers sein zeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Schneider (Autor:in), 2011, §25 Der Ansatz der existenzialen Frage nach dem Wer des Daseins / §26 Das Mitdasein der Anderen und das alltägliche Mitsein aus Martin Heideggers "Sein und Zeit", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191977
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Leseprobe aus  5  Seiten
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