Rahmenbedingungen für die Begründung der Internationalisierungstheorie von Buckley/Casson


Seminararbeit, 2012

16 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Gliederung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungen

1 Einführung

2 Theorien der internationalen Direktinvestition

3 Internalisierungstheorie von Buckley & Casson
3.1 Verfügungsrechte
3.2 Transaktionskosten
3.3 Internationalisierung von unvollkommenen Märkten
3.4 Einflussfaktoren
3.5 Koordinationskosten

4 Anwendungsfall: Japan ist zu abgeschottet für den Weltmarkt
4.1 Der eigene Weg
4.2 Ein isolierter Heimatmarkt
4.3 Gefügige Arbeitnehmer
4.4 Abgeschottete Führungsteams

5 Handlungsempfehlung
5.1 Auslandsaufenthalte für Führungsteams
5.2 Ausländer in die Zentrale holen
5.3 Talente aus- und weiterbilden

6 Fazit

Literaturverzeichnis

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Der Unterschied zwischen Abflüssen (negativ Wert) und Zuflüssen (positiver Wert) von ausländischer Direktinvestitionen in Milliarden

Abbildung 2 Bestandteile von Transaktionskosten

Abbildung 3 Einflussfaktoren auf die Wahl der Internationalisierungsform nach der Transaktionskostentheorie

Abbildung 4 Umsatz der Konzerne im "Fortune"-Global-500-Index

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

In der wissenschaftlichen Literatur zum Internationalen Management liegen zahlreiche Ansätze vor, die versuchen, die Tätigkeit von Unternehmungen auf ausländischen Märkten zu erklären. Den historischen Ausgangspunkt bilden die in der Volkswirtschaftslehre entwickelten Außenhandelstheorien, die die Vorteilhaftigkeit des grenzüberschreitenden Güteraustausches bei international immobilen Produktionsfaktoren untersuchen. Theorien der internationalen Direktinvestition analysieren, unter welchen Bedingungen Unternehmungen Kapital und Produktionsfaktoren ins Ausland verlagern und dort eigenständige Tochtergesellschaften erreichten. Das zentrale Ziel von Theorien der Multinationalen Unternehmung ist es schließlich zu erforschen, warum bestimmte Unternehmungen ihre Geschäftspolitik unter weltweiten Gesichtspunkten konzentrieren und dadurch Wettbewerbsvorteile gegenüber Unternehmungen erzielen, die dies nicht tun.

2 Theorien der internationalen Direktinvestition

Bevor die Theorie von Buckley/Casson der internationalen Direktinvestition dargestellt und kritisch diskutiert wird, erscheint es sinnvoll, zunächst den in der Literatur sehr uneinheitlich verwendet Begriff der ausländischen Direktinvestition (foreign direct investment) zu erläutern.

Direktinvestition stellen gemäß internationaler Standards grenzüberschreitende Beteiligungen am Kapital oder an Stimmrechten eines Unternehmens von 10% oder mehr. Sie setzen sich aus Eigenkapital zuzüglich anteiliger Kapital- und Gewinnrücklagen, plus anteiliger Gewinnvorträge/Verlustvorträge, plus anteiliger Jahresüberschüsse/Jahresfehlbeträge zusammen. Direktinvestitionen werden nach Transaktionen (flows) und Beständen (stocks) differenziert.[1] Direktinvestitionen unterscheiden sich insbesondere von Finanz- oder Portfolioinvestitionen, die einen durch Zins- und Risikokalküle motivierten Kapitaltransfer ins Ausland (z.B. durch den Erwerb von Aktien, Anteilen an Immobilienfonds oder Obligationen) darstellen, ohne dass damit ein wesentlicher Einfluss auf die Unternehmungspolitik erworben werden soll. Während die Kapitalübertragung bei Portfolioinvestitionen zudem ausschließlich in monetärer Form erfolgt, können Direktinvestitionen auch den Transfer von materiellen Ressourcen, die Thesaurierung von im Ausland erwirtschafteten Gewinnen oder die Kapitalaufnahme auf lokalen Geld- und Finanzmärkten umfassen. Direktinvestitionen sind schließlich langfristig angelegt, während Portfolioinvestitionen zumeist nur einen kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont haben.

Die Abgrenzung ausländischer Direktinvestitionen ist nicht immer eindeutig. Der Grund dafür sind zum einen unterschiedliche Definitionen in verschiedenen Ländern. So werden etwa in Indien reinvestierte Gewinne ausländischer Investoren nicht als Direktinvestition erfasst, während in China Investitionen von ausländischen Tochtergesellschaften chinesischer Unternehmungen in Hongkong dazu zählen (round tripping)[2]. Als Folge unterschiedlicher Abgrenzungen weichen die weltweiten Abflüsse ausländischer Direktinvestitionen regelmäßig von den weltweiten Zuflüssen ab (s. Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Der Unterschied zwischen Abflüssen (negativ Wert) und Zuflüssen (positiver Wert) von ausländischer Direktinvestitionen in Milliarden[3]

Zum anderen werden Direktinvestitionen von Unternehmungen vielfach nicht explizit als solche deklariert bzw. Direktinvestitionen im Zeitablauf in Portfolioinvestitionen umgewandelt. Dadurch sollen etwa mögliche Widerstände von Gastlandregierungen umgangen bzw. negative Reaktionen des Kapitalmarktes vermieden werden.

Seit den siebziger Jahren wurden zahlreiche theoretische Ansätze entwickelt, die erklären, warum Unternehmungen Direktinvestitionen im Ausland vornehmen. Dabei können ökonomische und verhaltensorientierte Erklärungsansätze unterschieden werden. Während ökonomische Theorien der internationalen Direktinvestition annehmen, dass diese auf unterschiedliche Kostenstrukturen und Ertragsaussichten zurückzuführen sind, stehen bei verhaltensorientierten Theorien psychologische und lerntheoretische Erklärungen im Vordergrund. Ein zweites Unterscheidungsmerkmal ist, ob eine statische Perspektive einzelner Internationalisierungsentscheidungen oder einer dynamische Betrachtung des Internationalisierungsprozesses vorgenommen wird. Im Folgenden wird die Theorie von Buckley & Casson der internationalen Direktinvestition dargestellt und kritisch bewertet.

[...]


[1] Vgl. Deutsche Bank (März 2011)

[2] Vgl. Holtbrügge & Friedmann (2011), S. 26.

[3] Quelle: UNCATD (2011), S. 31.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Rahmenbedingungen für die Begründung der Internationalisierungstheorie von Buckley/Casson
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
1.0
Autor
Jahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V191992
ISBN (eBook)
9783656170532
Dateigröße
819 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Buckley, Casson, Japan, Internationalisierung
Arbeit zitieren
Raphael Bossek (Autor), 2012, Rahmenbedingungen für die Begründung der Internationalisierungstheorie von Buckley/Casson, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/191992

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