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Frauenbewegung in Deutschland - Auf dem Weg zur Gleichstellung

Title: Frauenbewegung in Deutschland - Auf dem Weg zur Gleichstellung

Presentation (Elaboration) , 2003 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dagny Speeck (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Die tief greifenden Veränderungen in der Rolle der Frau, ihrem Selbstverständnis und ihrer Lebenssituation gehören zu den gravierenden gesellschaftlichen Umbrüchen dieses Jahrhunderts in Deutschland und anderen Industriestaaten.
Ich werde mich im Folgenden mit den Anfängen der Frauenbewegung in Deutschland, der sozialen Situation der Frauen im 20. Jahrhundert und den verschiedenen Leitbildern für Frauen bis zur Gegenwart beschäftigen. Einen wichtigen Faktor auf dem Weg zur Gleichstellung spielen die verschiedenen Gesetzesänderungen, die ich im Einzelnen erwähnen werde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erste Schritte

3. Gesetzesänderungen zum „Wohle der Frau“

4. Auswirkungen der Gesetzesänderungen

5. Eigentums- und Rechtlosigkeit der Frau in der bürgerlichen Gesellschaft der Weimarer Republik

6. Frauen im Nationalsozialismus

7. Offizielle Leitbilder der 50er und 60er Jahre

8. Neuorientierung in den 70er und 80er Jahren

9. Die Gegenwart

10. Zeittafel

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Frauenbewegung in Deutschland, analysiert die soziale Situation von Frauen im 20. Jahrhundert und beleuchtet die sich wandelnden Leitbilder bis in die Gegenwart, wobei der Fokus insbesondere auf der Bedeutung gesetzlicher Änderungen für den Gleichstellungsprozess liegt.

  • Historische Meilensteine der organisierten Frauenbewegung seit 1840
  • Die rechtliche und soziale Stellung der Frau während der Weimarer Republik
  • Die Zäsur durch das NS-Regime und die Unterdrückung der Frauenbewegung
  • Der gesellschaftliche Wandel der Frauenrollen in der BRD und DDR
  • Internationale Impulse und aktuelle Herausforderungen der Gleichstellungspolitik

Auszug aus dem Buch

3. Gesetzesänderungen zum „Wohle der Frau“

Mit der 1918 eingeführten Republik wurde der weiblichen Bevölkerung nun endgültig auch die formale politische Gleichberechtigung ermöglicht. Am 12. November 1918 verkündete der Rat der Volksbeauftragten im Reichsgesetzblatt Nr.153, dass „alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen“ wahlberechtigt seien.

Bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 wurde eine Wahlbeteiligung von 82% verzeichnet und 41 weibliche Abgeordnete wurden gewählt. Das war ein Frauenanteil von 9,6%. Die Weimarer Republik hatte in ihren Anfängen damit eine enorm hohe Wahlbeteiligung und ein hervorragendes Ergebnis für die Frauen zu verzeichnen.

Dieser relativ hohe Frauenanteil im ersten Parlament wurde allerdings erst wieder 1983 im 10. Bundestag mit 9,8% erreicht. Damals befassten sich die Politikerinnen, wie auch noch überwiegend heute, mit den typisch „weiblichen“ Politikfeldern, der Sozial- und Kulturpolitik. Sie erreichten in der Zeit der Weimarer Republik einige durchgreifende Reformen, die für das tägliche Leben der Frauen von großer Bedeutung waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themenbereichs sowie der zentralen Fragestellung bezüglich der Entwicklung der Frauenrolle und der Bedeutung gesetzlicher Reformen.

2. Erste Schritte: Analyse der Anfänge der Frauenbewegung seit 1840 als Teil eines langen Emanzipationsprozesses und der frühen Bildungs- und Erwerbsfragen.

3. Gesetzesänderungen zum „Wohle der Frau“: Darstellung der formalen politischen Gleichberechtigung ab 1918 und der ersten parlamentarischen Erfolge.

4. Auswirkungen der Gesetzesänderungen: Untersuchung der verbesserten Bildungschancen und der beruflichen Integration von Frauen während der Weimarer Republik.

5. Eigentums- und Rechtlosigkeit der Frau in der bürgerlichen Gesellschaft der Weimarer Republik: Aufzeigen des Spannungsverhältnisses zwischen verfassungsrechtlicher Gleichheit und der tatsächlichen rechtlichen Unterordnung im Familienrecht.

6. Frauen im Nationalsozialismus: Dokumentation der Zerstörung der Frauenbewegung und der staatlich verordneten Rückkehr der Frau in das Rollenbild als Hausfrau und Mutter.

7. Offizielle Leitbilder der 50er und 60er Jahre: Vergleich der unterschiedlichen Ansätze zur Integration von Frauen in die Arbeitswelt in der BRD und der DDR.

8. Neuorientierung in den 70er und 80er Jahren: Analyse der gesellschaftlichen Kämpfe um das Selbstbestimmungsrecht und Veränderungen in der Familienpolitik.

9. Die Gegenwart: Ausblick auf aktuelle Herausforderungen und die internationale Vernetzung der Frauenrechte nach der Weltfrauenkonferenz 1995.

10. Zeittafel: Chronologische Übersicht der wichtigsten Ereignisse, Gesetze und Gründungen im Kontext der Frauenbewegung.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, Gleichstellung, Weimarer Republik, Frauenwahlrecht, Emanzipation, Nationalsozialismus, Familienpolitik, Bildungsfrage, Erwerbstätigkeit, Rollenbilder, Paragraf 218, Weltfrauenkonferenz, Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechte, Gesetzgebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung und den Emanzipationsprozess der Frauenbewegung in Deutschland von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die rechtliche Gleichstellung, Bildungs- und Erwerbsmöglichkeiten, der Einfluss staatlicher Familienpolitik sowie die Auswirkungen politischer Regime auf die Stellung der Frau.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich Rollenbilder und gesellschaftliche Rahmenbedingungen verändert haben und welche Rolle gesetzliche Änderungen bei der Gleichstellung der Frauen spielten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode, die Literaturquellen, Gesetzestexte und zeitgenössische Dokumente zur Rekonstruktion des Emanzipationsprozesses nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte, die von den ersten Anfängen, über die Weimarer Republik und das NS-Regime, bis hin zur unterschiedlichen Entwicklung in BRD und DDR sowie der heutigen Situation reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Frauenbewegung, Gleichstellung, Emanzipation, gesetzliche Reformen, Familienpolitik und Rollenverständnis.

Welche rechtliche Situation prägte das Familienrecht in der Weimarer Republik?

Obwohl die Verfassung eine formale Gleichberechtigung vorsah, blieb die Frau durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) rechtlich dem Mann untergeordnet, was insbesondere Vermögensverwaltung und Berufsausübung betraf.

Wie wirkte sich das Jahr 1975 auf die Frauenbewegung aus?

Das „Jahr der Frau“ markierte eine doppelte Zäsur: Einerseits das Scheitern der „Aktion 218“ durch das Bundesverfassungsgericht, andererseits eine enorme mediale Aufmerksamkeit, die zu einem starken Zulauf zur feministischen Bewegung führte.

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Details

Title
Frauenbewegung in Deutschland - Auf dem Weg zur Gleichstellung
College
Technical University of Berlin  (Institut für Sozialpädagogik)
Course
Menschenrechte
Grade
2,3
Author
Dagny Speeck (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V19204
ISBN (eBook)
9783638233835
Language
German
Tags
Frauenbewegung Deutschland Gleichstellung Menschenrechte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dagny Speeck (Author), 2003, Frauenbewegung in Deutschland - Auf dem Weg zur Gleichstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19204
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