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Das Berliner Modell - Darstellung und Modellierungspotentiale

Titel: Das Berliner Modell - Darstellung und Modellierungspotentiale

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Master of Arts André Matthias Müller (Autor:in)

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Acht Stunden pro Tag, fünf Tage in der Woche und, wenn die sich herauskristallisierenden Forderungen nach einem höheren Rentenalter wahr werden, verbringt ein durchschnittlicher Arbeitnehmer bis zu 50 Jahre des Lebens an seinem Arbeitsplatz. Es ist kein Geheimnis, dass diese Zeit erwartungsgemäß nicht spurlos an den Werktätigen vorbeigeht. Sowohl körperliche als auch psychische Beeinträchtigungen setzen nahezu automatisch ein. Smith et al. halten treffend fest: „There are important physiological, biochemical, somatic and psychological indicators of stress related to work activities“ (S.157). Die vorliegende Literaturarbeit hat allerdings nicht die Aufgabe die Arbeitsplatzpathologie und ihre Auswirkungen detailliert zu beschreiben. Vielmehr soll anhand von verschiedenen Instrumentarien aufgezeigt werden, wie es möglich ist wirkungsvoll in den Teufelskreis von Arbeitsbeschwerden einzugreifen. Im Zentrum der Betrachtungen wird sich der Gesundheitszirkel nach dem Berliner Modell von Franz Friczewski wiederfinden. Dieser „kommunikativ ausgerichtete“ (Friczewski, 1994, S. 15) Ansatz, der physiologische Interventionen erst in zweiter Instanz für sinnvoll erachtet, soll zunächst in seinem Wesen darstellend erklärt und eingeordnet werden, um im Anschluss synergetische Modellierungspotentiale aufzuzeigen. Die Hauptuntersuchungsfrage soll demnach lauten: Wie lässt sich der Berliner Ansatz in seiner Effektivität und Akzepttanz noch aufwerten? Die Relevanz dieser Fragestellung lässt sich gleich aus mehreren Perspektiven begründen. Erstens können wirksame „Kostensenkungsprogramme“ (Wilke, 2007, S. 24) von Seiten der Unternehmensleitung nur begrüßt werden. Zweitens birgt die gesundheitsfördernde Organisation positive Imagegewinne, die der Marketingstrategie zuträglich sein können. Drittens zeigt der bedürfnisadäquate Umgang mit der „Ressource Mensch“ (Friczewski, 1996, S. 3) dem einzelnen Mitarbeiter, wie bedeutsam er für das Gesamtunternehmen ist und veranlasst ihn so zu intrinsischer Motivation und einer Art Betriebssolidarität. Letztendlich stellt jedoch das alleinige Wohlergehen jedes Beschäftigten den größten Nutzen innerhalb gesundheitsförderlicher Unternehmensphilosophie dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Betriebliche Gesundheitsförderung

2.1 Arbeitskreis Gesundheit

2.2 Der Gesundheitsbericht

2.3 Der betriebliche Gesundheitszirkel

3 Das Berliner Modell

3.1 Ein ganz normaler Arbeitstag

3.1.1 Mitarbeiterperspektive

3.1.2 Meister- und Planerperspektive

3.1.3 Unternehmensperspektive

3.2 Ansatzpunkte des Berliner Modells

3.3 konkretes Vorgehen

3.3.1 Basisphase

3.3.2 Umsetzungs-Phase

4 Modellierungspotentiale

4.1 Rhythmisieren moderner Arbeit

4.2 Perspektivwechsel

5 Zusammenfassung

6 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das "Berliner Modell" als systemischen Ansatz in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit und Akzeptanz dieses kommunikativ ausgerichteten Ansatzes zu bewerten und aufzuzeigen, wie durch eine stärkere Einbindung der Mitarbeiter und einen interdisziplinären Austausch Modellierungspotentiale zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen genutzt werden können.

  • Grundlagen der betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Analyse der verschiedenen Perspektiven im Arbeitsprozess
  • Das Berliner Modell als kommunikativer und partizipativer Ansatz
  • Phasen der Implementierung von Gesundheitszirkeln
  • Modellierungspotentiale durch Rhythmisierung und Perspektivwechsel

Auszug aus dem Buch

3.1 Ein ganz normaler Arbeitstag

Um die Notwendigkeit eines psychologisch-kommunikativen Ansatzes zu verdeutlichen, soll im Folgenden ein Ausflug in einen imaginären Produktionsbetrieb gemacht werden. Ziel soll es sein, die verzweigten Probleme im täglichen Arbeitsprozess aller Beteiligten darzustellen.

3.1.1 Mitarbeiterperspektive

Zuerst sollen die unteren Mitarbeiter thematisiert werden, welche den Produktionsoutput bereitstellen. Eine bestimmte Arbeitsgruppe von ihnen steht nahezu den ganzen Tag auf einer Stelle am Fließband und kontrolliert die vorbeifahrenden Produkte auf Verarbeitung bzw. Qualität. Dabei nehmen sie eine Haltung ein, die jeglichen Gesetzen physiologischen Verhaltens wiederspricht. Je nach Konstitution müssen größere Mitarbeiter den zervikalen Teil der Wirbelsäule nach unten neigen, um eine gute Sicht auf die Produkte zu haben oder kleinere Mitarbeiter eine häufige Abduktion im Schultergelenk vornehmen, um die Produktionselemente zu greifen. Kompensatorische Bewegungen, wie das Strecken der Arme, um die defizitäre Haltung auszugleichen, werden nicht ausgeführt. „ Auch kaum ein Mitarbeiter kommt auf die Idee, sich zwischendurch mal zu recken […], was […] - auch ohne Stückzahlverlust - möglich wäre […]“ (Friczewski, 1994, S. 17). Schmerzen im Schulterbereich sind hier nur erste Anzeichnen von Auswirkungen der skizzierten Arbeitsbedingungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik chronischer Arbeitsbeschwerden ein und stellt das Berliner Modell von Franz Friczewski als Lösungsansatz vor.

2 Betriebliche Gesundheitsförderung: In diesem Kapitel werden die klassischen Instrumente der betrieblichen Gesundheitsförderung, wie der Arbeitskreis Gesundheit, der Gesundheitsbericht und der betriebliche Gesundheitszirkel, kritisch betrachtet.

3 Das Berliner Modell: Dieses Kapitel erläutert das Berliner Modell detailliert, indem es die Perspektiven der verschiedenen Akteure beleuchtet und das konkrete Vorgehen in Basis- und Umsetzungsphasen darlegt.

4 Modellierungspotentiale: Hier werden theoretische Erweiterungen des Berliner Modells, insbesondere durch Rhythmisierung der Arbeit und den gezielten Perspektivwechsel der Mitarbeiter, diskutiert.

5 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Bedeutung des Berliner Modells und unterstreicht die Notwendigkeit, Humanität und Ökonomie im Betrieb zu vereinen.

6 Literatur: Auflistung der im Text verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Betriebliche Gesundheitsförderung, Berliner Modell, Gesundheitszirkel, Arbeitsplatzpathologie, Mitarbeiterperspektive, Kommunikation, Partizipation, Systemischer Ansatz, Arbeitsrhythmus, Perspektivwechsel, Arbeitsbelastung, Humanisierung der Arbeit, Ergonomie, Motivationspsychologie, Betriebsklima

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Weiterentwicklung des "Berliner Modells", einem systemischen Konzept der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die betriebliche Gesundheitsförderung, die Durchführung von Gesundheitszirkeln, die Kommunikation im Betrieb sowie die physiologischen und psychologischen Aspekte von Arbeitsbelastungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie der Berliner Ansatz in seiner Effektivität und Akzeptanz durch zusätzliche Modellierungspotentiale weiter aufgewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturarbeit, die theoretische Überlegungen mit hermeneutisch begründeten Verbesserungsvorschlägen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse bestehender Gesundheitsinstrumente, die detaillierte Darstellung des Berliner Modells und die Ausarbeitung eigener Modellierungsvorschläge.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Gesundheitszirkel", "partizipative Kommunikation", "systemischer Ansatz" und "Rhythmisierung der Arbeit".

Wie unterscheidet sich das Berliner Modell von klassischen Ansätzen?

Das Berliner Modell setzt nicht primär bei rein somatischen oder ergonomischen Interventionen an, sondern fokussiert auf kommunikative Prozesse und die Einbindung der Mitarbeiter als Experten ihres eigenen Arbeitsumfelds.

Warum ist die Rhythmisierung der Arbeit für den Autor wichtig?

Der Autor argumentiert, dass biologische Rhythmen (wie anabole und katabole Vorgänge) oft ignoriert werden und durch gezielte, rhythmisierte Pausengestaltung die Regenerationsfähigkeit der Mitarbeiter signifikant gesteigert werden kann.

Welche Rolle spielt der Perspektivwechsel?

Der Perspektivwechsel dient dazu, Vorurteile abzubauen und durch direkte Konfrontation mit anderen Arbeitsbereichen ein tieferes Verständnis für die Arbeitsabläufe des Gegenübers und deren gegenseitige Abhängigkeiten zu schaffen.

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Details

Titel
Das Berliner Modell - Darstellung und Modellierungspotentiale
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Institut für Sportwissenschaft)
Veranstaltung
Gesundheitsförderung im Betrieb
Note
1,0
Autor
Master of Arts André Matthias Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
27
Katalognummer
V192081
ISBN (eBook)
9783656169338
ISBN (Buch)
9783656169796
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheitsförderung Arbeitsplatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Arts André Matthias Müller (Autor:in), 2008, Das Berliner Modell - Darstellung und Modellierungspotentiale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192081
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Leseprobe aus  27  Seiten
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