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Beratung im Kontext dementieller Erkrankungen

Möglichkeiten sozialarbeiterischer Intervention

Title: Beratung im Kontext dementieller Erkrankungen

Bachelor Thesis , 2010 , 85 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Loßmann (Author)

Social Work
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Zusammenfassung

Die vorgelegte Bachelor Thesis eruiert die Bedeutung der Sozialen Arbeit im Kontext der Beratung dementiell veränderter Personen und deren Angehöriger sowie die daraus resultierenden umfassenden Möglichkeiten der Intervention in Bezug auf die Bewältigung
der Diagnose, den Erhalt der Autonomie, die Wiedererlangung der Handlungsfähigkeit sowie die aktive Gestaltung der Zukunft. Auf der Grundlage der aktuellen Fachpublikationen und der empirischen Forschungsergebnisse werden die Befähigung der Adressaten zur Erschließung der passgenauen individuellen Entlastungs-
und Unterstützungsleistungen, die Optimierung der Versorgung sowie die Abwendung von Gefahren dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Demenz und Soziale Arbeit: Problemstellung und Erkenntnisinteresse

2. Die dementielle Erkrankung

2.1 Klassifikation

2.2 Symptomatik und Verlauf

2.3 Behandlung und Therapie

2.4 Das Krankheitserleben dementiell veränderter Personen

3. Methodische Zugänge

3.1 Case Management

3.1.1 Methodische Zugänge zum Case Management

3.1.2 Case Management im Kontext der dementiellen Erkrankungen

3.1.3 Sozialarbeiterische Handlungsfelder des Case Managements dementieller Erkrankungen

3.2 Beratung

3.2.1 Methodische Zugänge zur Beratung

3.2.2 Beratung im Kontext der dementiellen Erkrankungen

3.2.3 Sozialarbeiterische Handlungsfelder in der Beratung dementieller Erkrankungen

3.3 Soziale Netzwerkarbeit

3.3.1 Methodische Zugänge zur Sozialen Netzwerkarbeit

3.3.2 Soziale Netzwerkarbeit im Kontext der dementiellen Erkrankungen

3.3.3 Sozialarbeiterische Handlungsfelder in der Sozialen Netzwerkarbeit dementieller Erkrankungen

3.4 Prävention

3.4.1 Methodische Zugänge zur Prävention

3.4.2 Prävention im Kontext der dementiellen Erkrankungen

3.4.3 Sozialarbeiterische Handlungsfelder in der Prävention dementieller Erkrankungen

4. Beratung zu betreuungsrechtlichen Rahmenbedingungen im Kontext der dementiellen Erkrankungen

4.1 Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

4.2 Einleitung der Betreuung

4.3 Zwangsbehandlungen

4.4 Freiheitsentziehende Maßnahmen

4.5 Sozialarbeiterische Interventionen im Kontext der rechtlichen Betreuung

5. Beratung zu sozialrechtlichen Leistungen im Kontext der dementiellen Erkrankungen

5.1 Leistungen der Krankenversicherung

5.2 Leistungen der Pflegeversicherung

5.3 Hilfen in besonderen Lebenslagen

5.4 Sozialarbeiterische Interventionen im Kontext der Finanzierungsunterstützungen

6. Beratung zu Versorgungsstrukturen im Kontext der dementiellen Erkrankungen

6.1 Ambulante Versorgung

6.2 Niedrigschwellige Angebote

6.3 Alternative Wohnformen

6.4 Stationäre Versorgung

6.5 Palliativ Care

6.6 Sozialarbeiterische Interventionen im Kontext der Versorgungsstrukturen

7. Beratung zu alltagspraktischen Unterstützungsmöglichkeiten

7.1 Umgang mit der dementiellen Erkrankung

7.2 Umgang mit Belastungen

7.3 Umgang mit Gewalt

7.4 Selbstpflege

7.5 Sozialarbeiterische Interventionen im Kontext alltagspraktischer Unterstützungsmöglichkeiten

8. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelor Thesis untersucht den spezifischen Beratungsbedarf bei dementiellen Erkrankungen und identifiziert die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit zur Unterstützung betroffener Personen und ihrer Angehörigen. Ziel ist es, handlungsrelevante Strategien zu bündeln und die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Sicherung von Autonomie und Lebensqualität im Verlauf der Krankheit zu stärken.

  • Analyse der Krankheitsbilder und deren Auswirkungen auf die Betroffenen
  • Evaluation methodischer Ansätze wie Case Management und Beratung
  • Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen (Betreuungsrecht)
  • Überblick über sozialrechtliche Leistungen und Finanzierungsoptionen
  • Darstellung von Versorgungsstrukturen und Entlastungsangeboten für Angehörige

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Methodische Zugänge zum Case Management

Zur umfassenden Unterstützung komplexer Fälle findet das methodische Konzept des Case Managements Einzug in das Arbeitsfeld der Seniorenberatung im Kontext dementiell veränderter Menschen. Die an die Tradition der Einzelfallhilfe anknüpfende Methode beinhaltet die grundlegende Funktion einer effektiven und effizienten Steuerung des Fallgeschehens sowie der Systemsteuerung der sozialen Bezüge der Netzwerkarbeit. Eine grundlegende Notwendigkeit zum Einsatz des Case Managements besteht in der Organisation und Koordination der komplexen kooperierenden Versorgungssysteme in Form eines regionalen Netzwerkes, welches die agierenden Unternehmen verknüpft und dem Adressaten der Beratungsstelle die passgenauen Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten bietet. (vgl. Neuffer 2009 S. 178ff; Remmel-Faßbender 2009, S. 150ff; Wendt 2008b, S. 155ff)

Zur Umsetzung des Case Managements bieten die Handlungskonzepte Sozialer Arbeit eine phasenorientierte Struktur, die prozesshaft angeordnete Arbeitsweisen und planbare Arbeitsabläufe ermöglicht. Diese Phasen ermöglichen die komplexen Vorgänge zu erfassen, auf das Wesentliche zu reduzieren, den Kern des Problems herauszufiltern und somit passgenaue Hilfemöglichkeiten, unter Berücksichtigung der persönlichen Ressourcen, herauszuarbeiten. In der Phase des Erstkontaktes, welcher durch den Betroffenen, die Angehörigen oder das soziale Umfeld initiiert wird, steht die Erfassung der Situation des Adressaten im Vordergrund sowie das Herausfinden einer möglicherweise geeigneteren Anlaufstelle und deren aktive Vermittlung. Das Erstgespräch bietet die Möglichkeit der Schaffung einer Vertrauensbasis, der Abklärung der Motivation und Erwartungen, einer ersten Einschätzung des Sozialarbeiters sowie der Entscheidung bezüglich des Einsatzes der Methode des Case Managements. Die darauffolgende Phase des Assessments erfasst und analysiert die individuellen und umfeldbezogenen Faktoren und ermittelt die Ressourcen, die biografischen Prägungen und Problemlösestrategien des Adressaten. Daraus resultierend, erfolgt eine ganzheitliche Einschätzung der Fähigkeiten und Stärken, der Unterstützungsmöglichkeiten des familiären Netzwerkes sowie der gemeinsamen Definition der zu bearbeitenden Problemstellung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Demenz und Soziale Arbeit: Problemstellung und Erkenntnisinteresse: Einführung in die Problematik der dementiellen Erkrankungen und Begründung der Relevanz sozialarbeiterischer Beratung.

2. Die dementielle Erkrankung: Medizinische Klassifikation, Symptomatik und das subjektive Krankheitserleben von Betroffenen.

3. Methodische Zugänge: Darstellung zentraler Arbeitsmethoden wie Case Management, Beratung, Netzwerkarbeit und Prävention in der Demenzhilfe.

4. Beratung zu betreuungsrechtlichen Rahmenbedingungen im Kontext der dementiellen Erkrankungen: Erläuterung von Vollmachten, Betreuungsrecht und rechtlichen Interventionen.

5. Beratung zu sozialrechtlichen Leistungen im Kontext der dementiellen Erkrankungen: Übersicht über Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung sowie ergänzende Finanzierungshilfen.

6. Beratung zu Versorgungsstrukturen im Kontext der dementiellen Erkrankungen: Analyse ambulanter, stationärer und alternativer Wohn- sowie Betreuungsformen.

7. Beratung zu alltagspraktischen Unterstützungsmöglichkeiten: Strategien für den Umgang mit Symptomen, Belastungen, Gewalt und zur Sicherung der Selbstpflege von Angehörigen.

8. Zusammenfassung und Fazit: Resümee über die Notwendigkeit und den Stellenwert ganzheitlicher sozialarbeiterischer Interventionen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Demenz, Case Management, Beratung, Betreuungsrecht, Pflegeversicherung, Netzwerkarbeit, Prävention, Angehörigenentlastung, Versorgungsstrukturen, Lebensqualität, Empowerment, Altenhilfe, Patientenverfügung, Krisenintervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Beratung und Unterstützung von Menschen mit Demenz und deren pflegenden Angehörigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen methodische Ansätze, rechtliche Rahmenbedingungen (Betreuungsrecht), sozialrechtliche Leistungen und verschiedene Versorgungsstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht den Beratungsbedarf und die Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit, um die Autonomie der Betroffenen zu stützen und Angehörige zu entlasten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Kompilationsarbeit, die aktuelle Fachpublikationen und empirische Forschungsergebnisse systematisch zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Ansätze, rechtliche Grundlagen, Finanzierungsleistungen, Versorgungsformen und alltagspraktische Bewältigungsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind u.a. Soziale Arbeit, Demenz, Case Management, Betreuungsrecht, Netzwerkarbeit und Angehörigenberatung.

Wie unterstützt Case Management konkret bei Demenz?

Case Management koordiniert komplexe Versorgungsbedarfe und stellt sicher, dass Betroffene passgenaue Hilfe innerhalb eines regionalen Netzwerks erhalten.

Welche Rolle spielt die Netzwerkarbeit?

Sie dient dazu, formelle und informelle Hilfesysteme zu verknüpfen, um die soziale Einbindung zu erhalten und Angehörige durch Entlastungsangebote zu unterstützen.

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Details

Title
Beratung im Kontext dementieller Erkrankungen
Subtitle
Möglichkeiten sozialarbeiterischer Intervention
College
University of Applied Sciences Koblenz  (Fachbereich Sozialwesen)
Grade
1,0
Author
Andreas Loßmann (Author)
Publication Year
2010
Pages
85
Catalog Number
V192097
ISBN (eBook)
9783656178644
ISBN (Book)
9783656179337
Language
German
Tags
Demenz Alzheimer Beratung Case Management Prävention Pflegeversicherung Alter Altenhilfe Soziale Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Loßmann (Author), 2010, Beratung im Kontext dementieller Erkrankungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192097
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