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Die Außenhaftung in der GmbH

Strukturen und Voraussetzungen

Titel: Die Außenhaftung in der GmbH

Hausarbeit , 2011 , 38 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bartosz Mazur (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der "Außenhaftung in der GmbH", wobei insbesondere die Voraussetzungen und Strukturen dieser Form der Haftung hervorgehoben werden sollen. Allgemein betrachtet ist die Haftungsthematik ein breitgefächertes und komplexes Thema, welches sich durch alle Rechtsformen der unternehmerischen Landschaft
zieht. Ich fokussiere innerhalb dieser Ausarbeitung lediglich die Rechtsform der GmbH und die damit verbundene Besonderheit der "beschränkten Haftung". Eigentlich eine Rechtsform,welche die Komplexität der Haftungsthematik "beschränken" müsste. Bei einer Außenhaftung wird der Verantwortliche für sein Verschulden persönlich und unbeschränkt haftbar gemacht. Aus dem Begriff der "persönlichen unbeschränkten Haftung" und dem Begriff der "Gesellschaft mit beschränkten Haftung" ergeben sich keine kongruenten Charakteristika der GmbH. Vielmehr bildet sich dabei ein Widerspruch zum System einer Kapitalgesellschaft. Es wird durch den "Schutzmantel" der GmbH auf das Privatvermögen der Mitglieder einer Gesellschaft hineingegriffen, wobei entsprechende Haftungsgrundsätze der GmbH außer
Kraft gesetzt werden. Die Thematik der Haftung in der GmbH reflektiert ein irreführendes, komplexes und vielschichtiges Thema. Eine Vielzahl von Risiken existieren im Innenverhältnis sowie auch im Außenverhältnis der Gesellschaft und bilden somit ein "Minenfeld" für den Geschäftsführer, welcher sämtliche Risiken zu vermeiden hat. Durch die Wahl einer Rechtsform mit beschränkter Haftung fühlt sich eine große Anzahl von Unternehmensgründern und Geschäftsführern auf der sicheren Seite, da hier anscheinend nur "beschränkt gehaftet" wird. Grundsätzlich entspricht diese Tatsache auch der Realität, doch
sie schützt nicht vor einer Vielzahl von Haftungstatbeständen, die diesen Schutzmechanismus außer Kraft setzen und die "Schuldigen" unter Anvisierung des Privatvermögens zur Rechenschaft ziehen. Dies gilt für das Innenverhältnis sowie auch für das Außenverhältnis. So
kann der Geschäftsführer gegenüber der Gesellschaft und auch gegenüber außenstehenden Dritten unbeschränkt und persönlich haftbar gemacht werden. Die einstige Sicherheit der Sphärentrennung einer GmbH verwandelt sich dann gegebenenfalls zu einer existenzbedrohenden Falle...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Hintergrund

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

2 Grundlagen einer GmbH

2.1 Strukturen einer GmbH

2.2 Grundlegende Haftungsverhältnisse der GmbH

3 Die Außenhaftung in der GmbH - Voraussetzungen und Strukturen

3.1 Begriffsklärung: Außenhaftung

3.2 Voraussetzungen für die Außenhaftung

3.3 Grundlegende Strukturen der Außenhaftung

3.4 Haftungsfreistellung und Versicherung

4 Fallgruppen

4.1 Rechtscheinhaftung

4.2 Produkthaftung

4.3 Nichtabführung von Steuern und Sozialabgaben

4.4 Insolvenzverschleppungshaftung

4.5 Verschulden bei Vertragsschluss

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Haftungsrisiken von Geschäftsführern einer GmbH im Außenverhältnis. Ziel ist es, das weit verbreitete Vorurteil der bedingungslosen Haftungsbeschränkung zu widerlegen und aufzuzeigen, unter welchen spezifischen Voraussetzungen eine persönliche und unbeschränkte Haftung des Geschäftsführers gegenüber Dritten eintreten kann.

  • Grundlegende Strukturen und Rechtsverhältnisse der GmbH
  • Voraussetzungen und Haftungstatbestände im Außenverhältnis
  • Prüfschema zur Haftung bei Pflichtverletzungen
  • Analyse spezifischer Fallgruppen (Rechtschein, Produkthaftung, Steuern, Insolvenz, Vertragsschluss)
  • Möglichkeiten der Haftungsfreistellung und D&O-Versicherung

Auszug aus dem Buch

3.2 Voraussetzungen für die Außenhaftung

Eine Voraussetzung für die Außenhaftung kann in vier fundamentale Aspekte gegliedert werden, welche zugleich die Basis für ein Prüfschema darstellen (Siehe Abb. 3):

Schaden

Verschulden

Kausalität

Nachweisbarkeit

Zunächst einmal muss ein Schaden entstanden sein. Ein Schaden wird nach der konkreten Vermögensminderung berechnet und lässt sich nach folgenden Kriterien unterscheiden: Vermögensschaden, mittelbarer Schaden (entgangener Gewinn), Vertrauensschaden und immaterieller Schaden (Schmerzensgeld).

Ein Schaden setzt ein Verschulden voraus. Das Fundament für ein Verschulden seitens des Geschäftsführers ist in § 276 (1) BGB wiederzufinden und auf die Haftung gegenüber Dritten anzuwenden. Des Weiteren kann man aus § 276 (2-3) BGB folgenden Sachverhalt ableiten: Die Organe der GmbH haften aufgrund von zwei Sachverhalten. Zum einen handelt es sich dabei um Vorsatz und zum anderen um Fahrlässigkeit. Vorsätzliches Handeln besteht, wenn der Geschäftsführer um den rechtswidrigen Erfolg seiner Handlung oder des Unterlassens einer Handlung weiß und diesen auch explizit will. (Fahrlässigkeit: siehe Fallbeispiel III, S. 25/ Vorsatz: siehe Fallbeispiel V, S. 31) Das Verschulden lässt sich mit diversen Verstoßen gegen die Pflichten eines Geschäftsführers gleichsetzen.

Wenn ein Schaden durch ein Verschulden entstanden sein soll, muss dabei die Kausalität überprüft werden. Es wird nur gehaftet, wenn der Schaden auch wirklich dem schuldhaftem Handeln des Geschäftsführers zugerechnet werden kann. Besteht kein Zusammenhang zwischen diesen beiden Aspekten, kann auch nicht geklagt werden.

Die Nachweisbarkeit der Schuld und des Zusammenhangs mit dem entstandenen Schaden steht am Ende des Prüfschemas. Der Kläger trägt dabei die volle Beweislast für das fehlerhafte Verhalten. Kann der Dritte das Verschulden des Vertretungsorgans nicht beweisen, so kommt es auch zu keiner persönlichen Haftung des Geschäftsführers.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der Außenhaftung und Darstellung der Zielsetzung sowie Vorgehensweise der Arbeit.

2 Grundlagen einer GmbH: Erläuterung der organisatorischen Strukturen und der grundlegenden Haftungsverhältnisse einer GmbH.

3 Die Außenhaftung in der GmbH - Voraussetzungen und Strukturen: Detaillierte Definition der Außenhaftung, Erarbeitung eines Prüfschemas sowie Analyse von Haftungsfreistellungen.

4 Fallgruppen: Untersuchung spezifischer Haftungsrisiken anhand von Rechtscheinhaftung, Produkthaftung, Steuerproblematiken, Insolvenzverschleppung und vorvertraglichem Verschulden.

5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Haftungsgefahren für Geschäftsführer und Ausblick auf die Notwendigkeit fachlicher Kenntnisse zur Existenzsicherung.

Schlüsselwörter

Außenhaftung, GmbH, Geschäftsführer, Haftungsbeschränkung, Durchgriffshaftung, Sorgfaltspflicht, Pflichtverletzung, Rechtscheinhaftung, Produkthaftung, Insolvenzverschleppung, D&O-Versicherung, Haftungsfreistellung, Verschulden, Schadensersatz, Kapitalerhaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Haftung von Geschäftsführern einer GmbH im Außenverhältnis, also gegenüber Dritten außerhalb der Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen Grundlagen der GmbH, die verschiedenen Voraussetzungen für eine Haftungsdurchbrechung sowie spezifische Haftungsszenarien wie Produkthaftung und Insolvenzrecht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Vorurteil der "absoluten" Haftungsbeschränkung bei der GmbH zu entkräften und Geschäftsführer für die Risiken der persönlichen, unbeschränkten Haftung bei Pflichtverletzungen zu sensibilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten juristischen Literaturanalyse, der Erstellung eines vierteiligen Prüfschemas für Haftungstatbestände sowie der fallbezogenen Anwendung von Gesetzestexten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Haftungsbegriffs, das Aufstellen eines Prüfschemas sowie die detaillierte Analyse fünf zentraler Fallgruppen für die Außenhaftung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Außenhaftung, GmbH, Geschäftsführer, Durchgriffshaftung, Sorgfaltspflicht, Haftungsfreistellung und D&O-Versicherung.

Warum spielt die Rechtscheinhaftung eine wichtige Rolle für Geschäftsführer?

Sie ist relevant, da sie bei fehlender Verwendung des Rechtsformzusatzes ("GmbH") dazu führen kann, dass der Geschäftsführer persönlich haftet, als wäre er ein Einzelkaufmann.

Inwiefern beeinflusst eine D&O-Versicherung das Haftungsverhalten?

Die Arbeit diskutiert dies kritisch als paradox: Während sie vor persönlicher Haftung schützt, kann die vermeintliche Sicherheit der Geschäftsführer zu nachlässigerem Verhalten führen.

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Details

Titel
Die Außenhaftung in der GmbH
Untertitel
Strukturen und Voraussetzungen
Hochschule
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen
Note
1,3
Autor
Bartosz Mazur (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
38
Katalognummer
V192139
ISBN (eBook)
9783656170976
ISBN (Buch)
9783656171188
Sprache
Deutsch
Schlagworte
GmbH Haftung Außenhaftung Betriebswirtschaft Geschäftsführer D&O-Versicherung Kapitalerhaltung Produkthaftung Rechtscheinhaftung Insolvenzverschleppungshaftung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bartosz Mazur (Autor:in), 2011, Die Außenhaftung in der GmbH, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192139
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Leseprobe aus  38  Seiten
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