Im Rahmen des Studienganges Pflegemanagement an der Hamburger Fernhochschule ist es fester Bestandteil im Prüfungsplan, eine schriftliche Hausarbeit im Fach Gesundheitswissenschaften zu erstellen, ich habe mich entschieden das Thema Gesundheitsförderung zu bearbeiten. Da es ein sehr komplexes Thema ist grenze ich es auf die Gesundheitsförderung in der Pflege beschäftigten Mitarbeiter ein.
Im Bereich der Gesundheitswissenschaften werden Theorien und Modelle behandelt, die Gesundheit und Krankheit zum Gegenstand haben und bemüht sind Erkenntnisse zu Gesundheit und Krankheit zu erlangen. Die demografische Entwicklung ist gekennzeichnet durch Zunahme der älteren, somit auch pflegebedürftigen Menschen. Für die Mitarbeiter der Pflege bedeutet dies sowohl körperliche wie auch psychische Belastungen. Fragestellung ist daher: „ Wer aber kümmert sich um die Gesunderhaltung der Mitarbeiter?“ Im ersten Kapitel werden zunächst das Verhältnis der Pflege- und Gesundheitswissenschaft, Inhalte, Stand der Entwicklungen, Abgrenzung zur Medizin, Grad der Akademisierung und Professionalisierung erörtert. Das zweite Kapitel widmet sich dem Ansatz der Gesundheitsförderung mit Bezug zu den Modellen zur Salutogenese von Antonovsky, zur Ottawa-Charta und in Abgrenzung zur Prävention. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Darstellung der Ebenen der Gesundheitsförderung, Methoden mit denen Gesundheitsförderung in die Praxis umgesetzt werden kann und dem Setting-Ansatz. Dann folgt im vierten Kapitel die Anwendung von Gesundheitsförderung in Pflegeberufen, indem Belastungen und Gesundheitsrisiken aufgezeigt werden und ein Konzept der Gesundheitsförderung vorgestellt wird. Im abschließenden fünften Kapitel wird eine Zusammenfassung erfasst und ein Ausblick aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Thematik, Aufbau der Arbeit
1.1 Verhältnis Pflege- und Gesundheitswissenschaft
1.2 Inhalte
1.3 Stand der Entwicklung
1.4 Abgrenzung von der Medizin
1.5 Grad der Akademisierung und Professionalisierung
2 Gesundheitsförderung in Bezug zu Modellen
2.1 Gesundheitsförderung in Bezug zur Salutogenese
2.2 Gesundheitsförderung in Bezug zur Ottawa-Charta
2.3 Gesundheitsförderung in Abgrenzung zur Prävention
3 Gesundheitsförderung
3.1 Ebenen der Gesundheitsförderung
3.1.1 Personale Ebene
3.1.2 Verhaltensebene
3.1.3 Verhältnisebene
3.2 Methoden zur Umsetzung in die Praxis
3.2.1 Gesundheitsaufklärung und Gesundheitsberatung
3.2.2 Gesundheitserziehung und Gesundheitsbildung
3.2.3 Gesundheitsselbsthilfe und Gesundheitstraining
3.2.4 Präventivmedizin
3.3 Setting-Ansatz der Gesundheitsförderung
4. Anwendung von Gesundheitsförderung in Pflegeberufen
4.1 Belastungen und Gesundheitsrisiken
4.1.1 Psychische Belastungen
4.1.2 Physische Belastungen
4.1.3 Betriebliche Belastungen
4.2 Betriebliche Gesundheitsförderung
4.3 Konzept der Gesundheitsförderung
5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung der Gesundheitsförderung für Mitarbeiter in Pflegeberufen. Angesichts steigender körperlicher und psychischer Belastungen in der Pflege wird analysiert, wie gesundheitsförderliche Konzepte die Arbeitsfähigkeit erhalten und das Wohlbefinden des Pflegepersonals sichern können.
- Verhältnis zwischen Pflege- und Gesundheitswissenschaft
- Theoretische Modelle der Gesundheitsförderung (Salutogenese, Ottawa-Charta)
- Methoden der Gesundheitsförderung in der Praxis
- Belastungsfaktoren und Gesundheitsrisiken im Pflegealltag
- Betriebliche Gesundheitsförderung und das Konzept des gesundheitsfördernden Krankenhauses
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Gesundheitsaufklärung und Gesundheitsberatung
Es handelt sich hierbei um Methoden der Informationsvermittlung. Dabei ist zu unterscheiden, wie die Information weitergegeben wird. Persönlich in Form von Einzel- oder Gruppengesprächen, durch schriftliche Informationsmaterialien oder andere Informationsmedien z.B. Film, Broschüren, Rundfunk, Videotext. Grundlegend für den Erfolg ist die Erzeugung von Motivation. Unterschieden wird in drei Motivationsparadigmen: Motivation durch Angst, Motivation durch Modellernen und Motivation durch Sachinformation.
Bei der Gesundheitsaufklärung wird mit Hilfe von Massenmedien und in der Gesundheitsberatung durch ein professionelles Gespräch (personale Kommunikation) Information vermittelt.“ In einem Beratungsgespräch werden keine Ratschläge gegeben, wird nicht angeleitet oder überzeugt. Es geht vielmehr darum, mit der zu beratenden Person individuelle Lösungsstrategien zu erarbeiten“ (Brieskorn-Zinke 2006:103).
In der Praxis könnte die Gesundheitsberatung in Form eines persönlichen Gespräches zwischen einer Pflegemitarbeiterin und eines alten Menschen zum Thema Ernährung bei Diabetes erfolgen.
Die Gesundheitsaufklärung könnte durch das Bereitlegen von Informationsbroschüren zur Sturzprävention erfolgen, die Besucher eines Altenheimes oder Krankenhauses mitnehmen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in die Thematik, Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Gesundheitsförderung in der Pflege ein und erläutert die Struktur der Hausarbeit.
2 Gesundheitsförderung in Bezug zu Modellen: Dieses Kapitel verknüpft das Thema mit theoretischen Ansätzen wie der Salutogenese und der Ottawa-Charta sowie deren Abgrenzung zur Prävention.
3 Gesundheitsförderung: Hier werden die verschiedenen Ebenen, Methoden und der Setting-Ansatz der Gesundheitsförderung detailliert dargelegt.
4. Anwendung von Gesundheitsförderung in Pflegeberufen: Dieses Kapitel analysiert spezifische Belastungen des Pflegepersonals und stellt Ansätze für eine betriebliche Gesundheitsförderung vor.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und reflektiert den notwendigen Wandel im Bereich der Mitarbeitergesundheit in der Pflege.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Pflegewissenschaft, Gesundheitswissenschaft, Salutogenese, Ottawa-Charta, Prävention, Arbeitsschutz, Betriebliche Gesundheitsförderung, Psychische Belastung, Physische Belastung, Pflegemanagement, Gesundheitsberatung, Gesundheitserziehung, Gesundheitskompetenz, Empowerment.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Gesundheitsförderung, insbesondere mit dem Fokus auf das Personal in Pflegeberufen und dessen Belastungssituation.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Gesundheitswissenschaft, verschiedenen Modellen der Gesundheitsförderung sowie der spezifischen Anwendung dieser Ansätze im Pflegealltag.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Notwendigkeit gesundheitsfördernder Maßnahmen für Pflegekräfte aufzuzeigen und Strategien zu beleuchten, die zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine schriftliche Hausarbeit, die auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung wissenschaftlicher Modelle basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Gesundheitsförderung, die Erläuterung der Umsetzungsmethoden und die konkrete Anwendung auf die Belastungen und Risiken im Pflegeberuf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gesundheitsförderung, Pflegeberufe, Salutogenese, Arbeitsbelastung und Betriebliche Gesundheitsförderung.
Wie grenzt der Autor Gesundheitsförderung von der Prävention ab?
Die Gesundheitsförderung zielt auf die Stärkung von Ressourcen und Kompetenzen ab, während die Prävention primär die Vorbeugung und Verhinderung spezifischer Krankheiten fokussiert.
Welche Merkmale zeichnen laut Arbeit ein "gesundheitsförderndes Krankenhaus" aus?
Es werden sechs Merkmale hervorgehoben: Gesundheitsgewinn, Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Partnerschaften/Gemeindeorientierung, Ökologie und Wirtschaftlichkeit.
Warum ist das Thema für Pflegemanager relevant?
Aufgrund des Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung ist der Erhalt der Gesundheit der Mitarbeiter eine zentrale Aufgabe, um eine qualitativ hochwertige Pflege dauerhaft sicherzustellen.
- Quote paper
- Tanja Lasyk (Author), 2012, Zur Bedeutung der Gesundheitswissenschaft für die Pflege am Beispiel der Gesundheitsförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192167