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Die politische Transition Spaniens 1975/76

Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland

Title: Die politische Transition Spaniens 1975/76

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 30 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Benjamin Reichenbach (Author)

History of Germany - Modern History
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Im Folgenden sollen die „Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“ im Hinblick auf diesen Prozess ausgewertet werden. Diese Akten werden im Auftrag des Auswärtigen Amtes vom Institut für Zeitgeschichte herausgegeben. Die Freigabe der Akten erfolgt in einem Abstand von 30 Jahren. Die neuesten Akten stammen aus dem Jahr 1976, was eine Auseinandersetzung mit den Akten im Hinblick auf die spanische Transition vorläufig auf deren erste Phase beschränkt, die mit der Annahme des Reformgesetzes im Dezember 1976 endet.3 Das Augenmerk liegt also auf der Schnittstelle des Umbruchs zwischen dem langsamen Ende des autoritären Regimes im Jahre 1975 und dem Beginn der Institutionalisierung der Demokratie 1976. Die zweite Phase der Transition, in der mit den ersten freien nationalen Parlamentswahlen (Juni 1977) und der Annahme der Verfassung (Dezember 1978) entscheidende Bausteine in Richtung Demokratie gesetzt wurden, muss ausgespart werden. Bei der Untersuchung der Dokumente aus den Jahrgängen 1975 und 1976 soll so verfahren werden, dass jedem Jahrgang zunächst ein einleitendes Kapitel vorangestellt wird, das die allgemeine politische Entwicklung beschreibt und die Umstände der Ereignisse in einen größeren Rahmen setzt. Daraufhin sollen die Dokumente aus den „Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“ einzeln inhaltlich wiedergegeben werden und jeweils direkt im Anschluss bewertet und kontextualisiert werden. Am Ende stehen eine Gesamtbetrachtung der Akten und der sie betreffenden Zeit der Jahre 1975 und 1976 sowie deren Bedeutung für die Transition Spaniens.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Zur Transition Spaniens in den „Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“

2 Die politische Transition Spaniens in den Jahren 1975 und 1976

2.1 Die Vorgeschichte der politischen Transition Spaniens

2.2 Die Dokumente aus den „Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“ des Jahres 1975

2.2.1 Botschafter von Lilienfeld, Madrid, an Bundesminister Genscher (Dokument 78)

2.2.2 Vortragender Legationsrat Strenziok an Botschafter von Lilienfeld, Madrid (Dokument 242)

2.2.3 Vortragender Legationsrat Strenziok an die Ständige Vertretung in der UNO in New York (Dokument 283)

2.2.4 Botschafter von Lilienfeld, Madrid, an das Auswärtige Amt (Dokument 302)

2.2.5 Botschafter von Lilienfeld, Madrid, an das Auswärtige Amt (Dokument 316)

2.3 Die politische Entwicklung Spaniens Ende 1975/Anfang 1976

2.4 Die Dokumente aus den „Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“ des Jahres 1976

2.4.1 Aufzeichnung des Ministerialdirigenten Ruhfus (Dokument 4)

2.4.2 Gespräch des Bundesministers Genscher mit dem spanischen Innenminister Fraga Iribarne (Dokument 71)

2.4.3 Vortragender Legationsrat Bensch an die Botschaft in Madrid (Dokument 99)

2.5 Die zweite Phase der spanischen Transition 1977/78

3 Die Transition Spaniens – 30 Jahre danach

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den politischen Übergang Spaniens von der Franco-Diktatur zur Demokratie in den Jahren 1975 und 1976 anhand ausgewählter Dokumente aus den „Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“. Dabei wird analysiert, wie die bundesdeutsche Außenpolitik den Demokratisierungsprozess wahrnahm, bewertete und unterstützte, wobei insbesondere die Rolle zentraler Akteure wie König Juan Carlos im Kontext der diplomatischen Beziehungen beleuchtet wird.

  • Analyse der spanischen Transition im Spiegel der westdeutschen Außenpolitik
  • Die Rolle und politische Positionierung von Prinz Juan Carlos
  • Umgang der spanischen Regierung mit dem Terrorismus (ETA/FRAP) und dessen außenpolitische Folgen
  • Die Bedeutung der diplomatischen Korrespondenz für die historische Kontextualisierung des Übergangs
  • Entwicklung und Reformbemühungen innerhalb des spanischen politischen Systems 1975-1976

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Botschafter von Lilienfeld, Madrid, an Bundesminister Genscher (Dokument 78)

In einem Privatdienstschreiben an Bundesaußenminister Genscher vom 14. April 1975, 7 Monate vor Francos Tod, übermittelt Botschafter von Lilienfeld den Inhalt einer Unterredung mit Prinz Juan Carlos.

Der Prinz lasse Genscher mitteilen, dass er die vorausgegangene Unterredung bei Genschers Spanien-Besuch am 3./4.April 1975 sehr begrüßt hätte, sich jedoch auf Grund der Anwesenheit des spanischen Außenministers, Pedro Cortina Mauri, der seinen Posten – nach Angaben von Lilienfelds – der Freundschaft seiner Frau mit Frau Franco verdanke, nicht freier hätte äußern können. Die Frage der Post-Franco-Zeit beschäftige ihn sehr und er teile Genschers Auffassung, dass das Land auf eine demokratische Entwicklung vorbereitet werden müsse, damit nicht die Kommunisten als einzige politische Kraft aufgestellt seien. Der Übergang könne aber nicht über Nacht herbeigeführt werden. Mit seinen politischen Freunden (u.a. Ministerpräsident Arias) bereite er eine Organisation der liberalen Mitte vor und versuche schon jetzt eine breite Basis für den Übergang zu schaffen, wofür er Kontakt mit allen politischen Gruppierungen (bis hin zu kommunistisch orientierten Kreisen) aufgenommen und in weiten Kreisen viel Zustimmung erfahren habe, „besonders auch bei jüngeren Politikern, Offizieren und Intellektuellen.“ Portugal sei ein Warnbeispiel für eine zu zögerliche politische Öffnung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zur Transition Spaniens in den „Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“: Diese Einleitung führt in den historischen Prozess der spanischen Transition ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit, die auf der Auswertung offizieller Akten basiert.

2 Die politische Transition Spaniens in den Jahren 1975 und 1976: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die politische Entwicklung Spaniens in der Übergangsphase durch die Auswertung diplomatischer Dokumente, unterteilt in die Jahre 1975 und 1976.

3 Die Transition Spaniens – 30 Jahre danach: Dieses Kapitel zieht ein Fazit der Transition aus historischer Distanz und ordnet sie als erfolgreichen, aber von komplexen Faktoren abhängigen Prozess in der europäischen Geschichte ein.

Schlüsselwörter

Spanien, Transition, Franco-Diktatur, Demokratisierung, Bundesrepublik Deutschland, Außenpolitik, Juan Carlos, Reformen, Akten zur auswärtigen Politik, Terrorismus, ETA, Demokratie, Übergangsphase, Diplomatie, 1975-1976

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Transition in Spanien in den Jahren 1975 und 1976 und nutzt dabei primär die „Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“ als Quelle.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen der Prozess des Übergangs von der autoritären Diktatur zur demokratischen Monarchie, die Rolle internationaler Akteure sowie die Wahrnehmung dieses Prozesses durch die westdeutsche Diplomatie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der spanischen Transition anhand der diplomatischen Korrespondenz nachzuvollziehen und die politischen Positionen und Strategien der beteiligten Akteure zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die historische Dokumentenanalyse, indem er offizielle Fernschreiben und Berichte aus den Jahrgängen 1975 und 1976 einzeln wiedergibt, kontextualisiert und bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Analyse der Dokumente für die Jahre 1975 und 1976, ergänzt durch einleitende Kapitel zur allgemeinen politischen Lage Spaniens in dieser Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den zentralen Begriffen zählen Transition, Demokratisierung, spanische Geschichte, diplomatische Akten, Außenpolitik der Bundesrepublik und der politische Akteur Juan Carlos.

Welche Rolle spielt die portugiesische „Nelkenrevolution“ in diesem Dokument?

Die Geschehnisse in Portugal werden von Akteuren wie Arias Navarro wiederholt als warnendes Beispiel für einen unkontrollierten Übergang angeführt, um eigene repressive Maßnahmen oder ein langsameres Reformtempo zu rechtfertigen.

Warum wird die Haltung der Bundesrepublik von Juan Carlos als so entscheidend eingestuft?

Der Prinz sah in der diplomatischen und zurückhaltenden Haltung der Bundesrepublik eine wichtige Stütze für seine liberalen Reformpläne und erhoffte sich durch diese Unterstützung mehr Legitimität gegenüber der eigenen Bevölkerung und anderen europäischen Mächten.

Welche Einstellung hatte Arias Navarro zur politischen Öffnung?

Arias Navarro verfolgte zwar offiziell das Ziel einer „Öffnung“ (apertura), war jedoch tief im franquistischen Establishment verwurzelt und versuchte, repressive Tendenzen unter Berufung auf die innere Sicherheit und den Kampf gegen den Terrorismus beizubehalten.

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Details

Title
Die politische Transition Spaniens 1975/76
Subtitle
Akten zur auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland
College
LMU Munich  (Historisches Seminar)
Course
Hauptseminar
Grade
1,5
Author
Benjamin Reichenbach (Author)
Publication Year
2007
Pages
30
Catalog Number
V192179
ISBN (eBook)
9783656170426
ISBN (Book)
9783656171546
Language
German
Tags
transition spaniens akten politik bundesrepublik deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Reichenbach (Author), 2007, Die politische Transition Spaniens 1975/76, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192179
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