Die Bachelor-Thesis „Konzeption eines Best-Practice Ansatzes für die Anforderungen von Hochschulen zur dynamischen Bereitstellung von PC-Pools mit Hilfe von aktuellen technischen Möglichkeiten“ beschäftigt sich mit der Erstellung eines technischen Best-Practice Modells für den Betrieb von PC-Pools an Hochschulen. Dem Konzept liegen gesammelte Anforderungen an das Lösungsmodell zu Grunde. Der Anforderungsprozess basiert auf Interviews mit fünf verschiedenen Hochschulen. Vor der Erstellung des Modells wurden technische Lösungen aus den Bereichen Softwareverteilung, Terminaldienste und Virtualisierung vorgestellt und einer Auswahl unterzogen. Das Ergebnis der Bachelor-Thesis stellt der erarbeitete Best-Practice Ansatz dar. Er basiert auf dem Produkt VMware View Premier und deckt alle gestellten Anforderungen ab. Neben der reinen Erfüllung der Anforderungen wurde eine Hochverfügbarkeit realisiert.
The bachelor thesis „Conception of a best practice approach that meets the demands of universities for the dynamic allocation of computer labs with the assistance of current technical possibilities” deals with the compilation of a technical best practice model for the operation of computer labs in universities. The concept is based on cumulated demands to the solution model. The process of the demands that have to be met is based on interviews with five different universities. The realization of a model was preceded by the introduction of technical solutions from the fields of software deployment, terminal services and virtualization as well as by a previous selection. The conclusion of the bachelor thesis is the best practice approach. It is based on the product VMware View Premier and meets all the necessary demands. In addition to the mere fulfilment of the demands high availability has been made possible.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Methodenteil
2.1 Möglichkeiten zur Primärerhebung
2.2 Auswahl der geeigneten Methodik
2.3 Aufbau der Interviews
2.4 Auswahl der betrachteten Hochschulen
3 Anforderungen an den Best-Practice Ansatz
3.1 Auswertung der Interviews
3.1.1 Hochschule A
3.1.2 Hochschule B
3.1.3 Hochschule C
3.1.4 Hochschule D
3.1.5 Hochschule E
3.2 Definition der Anforderungen an das Lösungsmodell
3.2.1 Funktionale Anforderungen
3.2.2 Nicht-funktionale Anforderungen
3.2.3 Anforderungskatalog
4 Technische Möglichkeiten
4.1 Lösungen auf Basis von Softwareverteilung
4.1.1 Microsoft Windows Deployment Services
4.1.2 baramundi
4.2 Lösungen auf Basis von Terminaldiensten
4.2.1 Microsoft Remote Desktop Services
4.2.2 Citrix XenApp
4.3 Lösungen auf Basis von Virtualisierung
4.3.1 Citrix XenApp
4.3.2 Citrix XenDesktop
4.3.3 VMware ThinApp
4.3.4 VMware View
4.3.5 VMware vCloud Director
5 Ausarbeitung des Best-Practice Ansatzes
5.1 Auswahl der geeigneten technischen Lösung
5.2 Aufbau der technischen Lösung
5.3 Abbildung der Anforderungen mit der gewählten Lösung
5.4 Zusatznutzen des Modells
5.5 Grenzen des Modells
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Entwicklung eines technischen Best-Practice-Modells für den Betrieb von PC-Pools an Hochschulen, um die dynamische Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen effizienter zu gestalten und den hohen Administrationsaufwand zu reduzieren.
- Analyse der Anforderungen an PC-Pools durch Primärerhebung an fünf verschiedenen Hochschulen.
- Evaluation technischer Lösungsansätze aus den Bereichen Softwareverteilung, Terminaldienste und Virtualisierung.
- Konzeption eines Best-Practice-Ansatzes basierend auf VMware View Premier.
- Schaffung eines Konzepts zur Hochverfügbarkeit und flexiblen Anwendungsbereitstellung.
Auszug aus dem Buch
3.1.4 Hochschule D
Das vierte Interview wurde, mit der Hochschule D, als Face-to-face Interview durchgeführt. Dabei wurden zwei verantwortliche Mitarbeiter und der Leiter des Rechenzentrums interviewt.
Die Anforderungen an die PC-Pools werden an der Hochschule D durch zwei Personengruppen erstellt. Die Grundinstallation der PC-Pools wird durch das Rechenzentrum definiert. Dies beinhaltet neben dem Betriebssystem auch eine Reihe an Standardsoftware wie z.B. einem Office-Paket. Aufbauend auf diesem Fundament stellen die Lehrenden eigene Anforderungen an die Softwareausstattung der PC-Pools. Hierzu wird jeweils pro Semester eine Anfrage vom Rechenzentrum aus gestartet, welche Programme die Lehrenden für das kommende Semester benötigen. Absprachen über die Anforderungen werden sowohl schriftlich als auch mündlich vereinbart. Für die Umsetzung der Anforderungen sind jeweils die vorlesungsfreien Zeiten zwischen den Semestern vorgesehen. Insgesamt 80% der Anforderungen werden auf diese Art und Weise realisiert. Bei den restlichen 20% der Anforderungen handelt es sich um kurzfristige Meldungen der Lehrenden. Diese werden dann auch während des Semesters umgesetzt.
Die Hochschule D setzt in ihren PC-Pools neben normalen PCs und Notebooks ebenfalls Sun Ray ThinClients und Apple Computer ein. Mit den Sun Ray ThinClients besteht zusätzlich die Möglichkeit auf einem Citrix XenApp Server zu arbeiten. Dabei werden ganze Windows Arbeitsumgebungen zur Verfügung gestellt. Dieses Prinzip wird später in dieser Arbeit im Kapitel 4.2.2 „Citrix XenApp“ erläutert. Die Apple Computer an der Hochschule D bilden einen Anteil von ca. 20% am gesamten PC-Pool Betrieb und stehen in dieser Bachelor-Thesis außerhalb der Betrachtung. Die Betreuung der PC-Pools geschieht sowohl zentral als auch dezentral. Das Rechenzentrum der Hochschule D übernimmt dabei den zentralen Teil. PCs werden bei der Erstinbetriebnahme vom Rechenzentrum mit dem Betriebssystem und der Standardsoftware ausgeliefert. Die zuständigen Mitarbeiter für die PC-Pools installieren dann die jeweils zusätzlich benötigten Anwendungen manuell nach und nutzen anschließend ein Clone-Verfahren um diese Installationen auf weitere PCs zu verteilen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen bei der Bereitstellung von PC-Pools an Hochschulen und das Ziel, durch einen Best-Practice-Ansatz den Administrationsaufwand zu senken.
2 Methodenteil: Hier wird die Wahl einer Primärerhebung mittels mündlicher Interviews zur Datengewinnung begründet und der Ablauf der Befragung an den verschiedenen Hochschulen erläutert.
3 Anforderungen an den Best-Practice Ansatz: Dieses Kapitel extrahiert aus den Experteninterviews funktionale und nicht-funktionale Anforderungen und führt diese in einem Anforderungskatalog zusammen.
4 Technische Möglichkeiten: Es werden diverse Softwarelösungen zur PC-Bereitstellung analysiert, kategorisiert in Softwareverteilung, Terminaldienste und Virtualisierung.
5 Ausarbeitung des Best-Practice Ansatzes: Basierend auf den zuvor definierten Anforderungen wird eine VMware-basierte Lösung konzipiert, ihr Aufbau beschrieben und ihr Zusatznutzen sowie ihre Grenzen dargelegt.
6 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Virtualisierungslösungen die Anforderungen von Hochschulen an PC-Pools optimal erfüllen, insbesondere hinsichtlich Zentralisierung und Flexibilität.
Schlüsselwörter
PC-Pool, Hochschule, Bereitstellung, Virtualisierung, Anforderung, Interview, Softwareverteilung, Terminaldienste, VMware, Best-Practice, IT-Administration, ThinClients, Desktopvirtualisierung, Anwendungsvirtualisierung, Hochverfügbarkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein Best-Practice-Modell zur dynamischen und effizienten Bereitstellung von PC-Pools an Hochschulen mit modernen technischen Mitteln.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die IT-Infrastruktur an Hochschulen, der Prozess der Anforderungsanalyse, Virtualisierungstechnologien und deren Anwendung zur zentralen Verwaltung von PC-Arbeitsplätzen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines Best-Practice-Ansatzes, der hochschulspezifische Anforderungen (wie zentrale Verwaltung, Software-Kompatibilität und Entlastung des IT-Personals) durch technische Lösungen, insbesondere Virtualisierung, löst.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor führte eine Primärerhebung durch, bestehend aus qualitativen, mündlichen Interviews (Face-to-face und telefonisch) mit Verantwortlichen für PC-Pools an fünf ausgewählten Hochschulen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Interviews, leitet Anforderungen ab, stellt verschiedene technische Produkte (Softwareverteilung, Terminalserver, Virtualisierung) vor und konzipiert schließlich ein Gesamtmodell basierend auf VMware View Premier.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen PC-Pool, Virtualisierung, Best-Practice, zentrale Verwaltung und Anforderungsanalyse.
Warum wurde VMware View für den Best-Practice-Ansatz gewählt?
VMware View Premier bietet eine integrierte Lösung aus Desktop- und Anwendungsvirtualisierung, die alle definierten Anforderungen der Hochschulen am besten abdeckt und sich durch eine zentrale Verwaltung auszeichnet.
Wie trägt das Modell zur Entlastung der IT-Mitarbeiter bei?
Durch die automatisierte Zurücksetzung der virtuellen Desktops nach jeder Sitzung und die zentrale Verwaltung entfällt der manuelle Aufwand für Neuinstallationen und Fehlerbehebungen.
Welche Rolle spielt das Sandbox-Prinzip in der Lösung?
Das Sandbox-Prinzip (via VMware ThinApp) ermöglicht die isolierte Ausführung von Anwendungen, wodurch Inkompatibilitäten zwischen verschiedenen Programmen auf einem System vermieden werden.
Kann das Modell auch bei besonderen Anforderungen, wie Grafik-Workstations, eingesetzt werden?
Ja, der Ansatz sieht vor, für spezialisierte Studiengänge mit hohem Grafikbedarf auf dedizierte, rackfähige Grafik-Workstations zurückzugreifen, die ebenfalls zentral verwaltet und durch Wächterkarten geschützt werden.
- Quote paper
- Damian Skompinski (Author), 2011, Konzeption eines Best-Practice Ansatzes für die Anforderungen von Hochschulen zur dynamischen Bereitstellung von PC-Pools mit Hilfe von aktuellen technischen Möglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192215