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Das Konzept der kulturellen Identität aus der Perspektive Ulrich Becks

Title: Das Konzept der kulturellen Identität aus der Perspektive Ulrich Becks

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 28 Pages , Grade: 3

Autor:in: Jessica Karcher (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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[...] Im Folgenden wird versucht Becks Ausführungen bezüglich der Aspekte bzw. Bedingungen
für die Bildung einer kulturellen Identität darzulegen.
Im ersten Teil dieser Hausarbeit soll zunächst das Konzept der kulturellen Identität vorgestellt
werden. Da davon auszugehen ist, dass es auch verschieden Betrachtungsweise gibt, werden
verschiedenen Beiträge zur Problematik der kulturellen Identität aufgegriffen und behandelt.
Dies soll nicht zu letzt einen umfassenderen Blick geschuldet sein. Genauer werden im ersten
Teil die Begriffe Kultur und Identität näher erläutert und differenzierend betrachtet werden.
Im darauf folgenden zweiten Teil sollen zunächst einige Theorien Becks vorgestellt werden
von denen ich denke, dass man sie im Kontext des Konzepts der kulturellen Identität
heranziehen bzw. betrachten kann.
Insbesondere soll auch ein Vergleich zwischen den Charakteristika der kulturellen Identität
aus Teil 1 und den Betrachtungen Becks herangezogen werden.
Im Anschluss daran folgt, wie allgemein üblich, eine zusammenfassende Schlussbetrachtung
und die Liste der verwendeten Literatur aus dem Bereich der Printmedien und des Internets.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Das Konzept der kulturellen Identität

1.1 Der Kulturbegriff

1.2 Der Identitätsbegriff

1.2.1 Fazit

2 Becks Betrachtungen zur Gegenwartsproblematik

2.1 Vergangenheit: Der Nationalstaat?

2.2 Gegenwart: Die Weltgesellschaft?

2.2.1 Der Prozess der Globalisierung

2.2.2 Der Prozess der Individualisierung und seine Begleiterscheinungen

2.3 Was bedeuten diese Entwicklungen für die Bildung einer kulturellen Identität?

2.3.1 Allgemeine Betrachtungen

2.3.2 Sprache als identitätsstiftender Moment?

2.3.3 Können Feinde eine gemeinsame Identität schaffen?

2.3.4 Fazit

3 Zusammenfassende Schlussbetrachtung

4 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der kulturellen Identität auf der Grundlage der sozialwissenschaftlichen Theorien von Ulrich Beck. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich Globalisierungs- und Individualisierungsprozesse auf die Entstehung von Identitäten auswirken und inwieweit das traditionelle, territoriale Verständnis von Kultur und Identität durch diese modernen Entwicklungen infrage gestellt wird.

  • Das Konzept der kulturellen Identität und seine theoretischen Grundlagen
  • Die Perspektive Ulrich Becks auf die moderne Globalisierung
  • Der Einfluss von Individualisierungsprozessen auf soziale Identitäten
  • Sprache und Kommunikation als neue identitätsstiftende Momente in der Weltgesellschaft
  • Die Auflösung territorialer Bindungen im Übergang zur Zweiten Moderne

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Der Prozess der Globalisierung

Beck versteht, in Anlehnung an Giddens, unter dem Begriff Globalisierung: "...Handlungen über Distanzen hinweg - eine Entwicklung, die u.a. durch Transformationen von Raum und Zeit in der Folge globaler Kommunikationsmedien und Massentransportmöglichkeiten entsteht." ( Beck 1994, S.470).

Demnach verstärkten sich die Handels- und Produktionsbeziehungen vor allem zwischen den Triademächten Amerika, Asien und Europa ( Beck 1997a, S. 199).

Im Zuge der Globalisierung verlieren wirtschaftliche Produktionsstätten ihre Ortsbindung. Dadurch steht den Unternehmen praktisch die Welt offen ( Beck 1999, S. 32). Nicht mehr der Produktionsstandort diktiert die Bedingungen der Produktion, sondern das Reservoir an billigen Arbeitskräften und günstigen Produktionsstätten ( Steuerkonditionen, Grundstückspreise etc.). Zudem kommt es zu immer größeren, kartellartigen Großkonzernen, deren Ausmaße und Strukturen aber in der Globalisierung selbst begründet liegen. So gelingt es nur finanzstarken Unternehmen sich im weltweiten Handel zu etablieren und Bestand zu zeigen.

Darüber hinaus kommt es zur Migration der Arbeit, d.h. nicht die Menschen, sondern die Arbeitsplätze wandern aus. Die Arbeitsplätze werden dorthin transportiert, wo die Minderbemittelten und Arbeitslosen leben, in die überbevölkerten Regionen der Welt (1999, S. 36). Mit zunehmender Globalisierung wächst der Bedarf "...an verbindlichen internationalen Regelungen, an internationalen Konventionen und Institutionen für grenzüberschreitende Transaktionen." ( Beck 1997a, S. 218) Dies setzt allerdings eine Weiterentwicklung der politischen Zusammenarbeit Nationalstaaten, besserer internationaler Überwachung von Banken und Finanzinstitutionen sowie einen Abbau des zwischenstaatlichen ´Steuerdumpings` voraus (ebd.). Ermöglichen sollen dies "...internationale Vereinbarungen im Rahmen supranationaler Einrichtungen." (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Einführung in die Thematik der kulturellen Identität im Kontext der Arbeiten Ulrich Becks und Vorstellung der Zielsetzung.

1 Das Konzept der kulturellen Identität: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Kultur und Identität unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Positionen.

2 Becks Betrachtungen zur Gegenwartsproblematik: Analyse der Transformation gesellschaftlicher Strukturen durch Globalisierung und Individualisierung sowie deren Folgen für die Identitätsbildung.

3 Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Reflexion über die Ergebnisse der Arbeit und die Relevanz der neuen Identitätsbegriffe im Übergang zur Zweiten Moderne.

4 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Print- und Online-Quellen.

Schlüsselwörter

Ulrich Beck, kulturelle Identität, Globalisierung, Individualisierung, Weltgesellschaft, Nationalstaat, Identitätsbildung, Soziosphären, Kommunikation, Moderne, Transformationsprozesse, Schicksalsgemeinschaft, kulturelle Universalien, territoriale Bindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht das theoretische Konzept der kulturellen Identität und hinterfragt dessen traditionelles, territoriales Verständnis vor dem Hintergrund soziologischer Analysen von Ulrich Beck.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Begriffe Kultur und Identität, die Auswirkungen der Globalisierung, der Prozess der Individualisierung sowie die Frage, wie Identität in einer vernetzten Weltgesellschaft gebildet wird.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Becks Theorien der Zweiten Moderne dazu beitragen, den Wandel von Identitäten weg von festen, nationalstaatlich geprägten Strukturen hin zu flexibleren, globalisierten Formen zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene sozialwissenschaftliche Positionen zu Kultur und Identität mit den spezifischen Thesen Ulrich Becks vergleicht und synthetisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, die ökonomischen und sozialen Treiber der Globalisierung sowie den Wandel individueller Lebensentwürfe durch den Zerfall traditioneller Bindungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Ulrich Beck, Globalisierung, Individualisierung, kulturelle Identität, Weltgesellschaft und die Transformation des Nationalstaates.

Welche Rolle spielen "Feindbilder" in Becks Theorie der Identität?

Becks Theorie nach dienten Feindbilder historisch der innerstaatlichen Konsensbildung, verlieren jedoch im Kontext einer "weltoffenen" Weltgesellschaft ihre bisherige stabilisierende Funktion für die Identitätsbildung.

Was bedeutet der Begriff "Ortspolygamie" bei Beck?

Der Begriff beschreibt den Übergang von der "Ortsmonogamie" hin zu einer multiplen Lebensweise, bei der Menschen ihre Identitäten unabhängig von einem einzelnen geografischen Ort durch globale Verbindungen und Mobilität kombinieren.

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Details

Title
Das Konzept der kulturellen Identität aus der Perspektive Ulrich Becks
College
Martin Luther University  (Medienwissenschaften)
Grade
3
Author
Jessica Karcher (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V19229
ISBN (eBook)
9783638234030
Language
German
Tags
Konzept Identität Perspektive Ulrich Becks
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Karcher (Author), 2003, Das Konzept der kulturellen Identität aus der Perspektive Ulrich Becks, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19229
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