Über Judith Hermanns Erzählung "Sonja"

Analyse und didaktische Zielsetzung im Unterricht


Seminararbeit, 2012

21 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Über die Autorin und ihr Werk

3 Analyse der Erzählung „Sonja“
3.1 Inhaltliche Wiedergabe der Erzählung „Sonja“
3.2 Erzähltheoretische Aspekte
3.3 Zentrale Motive und Deutungsansätze
3.4 Bedeutung der Leerstellen

4 Didaktische Analyse
4.1 Verortung im Lehrplan und Unterricht
4.2 Bedeutung des Themas
4.3 Begründung der Textwahl

5 Schluss

6 Literatur

1 Einleitung

Die Fähigkeit des Lesens ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg des Menschen. Die Vorgänge im Gehirn sind während des Lesens sehr komplex, da mehrere Teile des Gehirns gleichzeitig gefordert werden. Die Fähigkeit des Lesens ist demnach eine beachtliche Kulturtechnik des Menschen (vgl. Lohrmann, 2009, S. 1). Die „Stiftung Lesen“ bezeichnet das Lesen sogar als die günstigste und vor allem wirkungsvollste Bildungsinvestition, da das Lesen unter anderem den Spracherwerb fördert, das Weltbild der Kinder und Jugendlichen erweitert und die Phantasie anregt (vgl. ebd.).

Nach der PISA-Studie im Jahr 2000 wurde jedoch deutlich, dass deutsche Kinder und Jugendliche zu wenig lesen, da sie im internationalen Bildungsvergleich im Bereich der Lesekompetenz mit mangelhaft bewertet wurden (vgl. Stanat et al. 2000, S. 8). In den darauf folgenden Veröffentlichungen der PISA-Studie der Jahre 2003, 2006 und 2009 konnten die deutschen Schülerinnen und Schüler eine Verbesserung im Bereich der Lesekompetenz verzeichnen. Diese war jedoch nur minimal (vgl. Klime et al. 2009, S. 5). Aufgrund der Ergebnisse, dass Deutschland mit seinen Schülerinnen und Schülern im Bereich der Lesekompetenz nur im Mittelfeld liegt, wurde in der Öffentlichkeit vermehrt über den bestehenden Literaturkanon[1] bzw. über eine mögliche Änderung diskutiert. Neben Marcel Reich-Ranicki hat auch die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ eine Liste mit den wichtigsten Werken der deutschen Literatur herausgegeben (vgl. Patalong, 2002, S. 1). Die Problematik besteht nun darin, dass die als wichtig erachteten deutschen Werke, meist Klassiker oder auch Gegenwartsliteratur der Nachkriegszeit, nicht immer den Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen entsprechen. Dazu lastet den Klassikern der Ruf an, sie seien schwierig, unsinnlich und weltfremd, was

dazu führt, dass sie mehr Lesefrust als Leselust bereiten (vgl. Maiwald, 2001, S 64). Clemens Kammler kommentiert dieses folgendermaßen: „Die Gegenwart unserer Schulklassiker endet lange, bevor unserer heutigen Abiturientinnen und Abiturienten das Licht der Welt erblicken“ (1998, S. 186). Der Literaturkanon soll sicherstellen, dass in der Schule kulturell bedeutsame Werke behandelt werden, die mit der Bildungsabsicht im Sinne der Demokratie übereinstimmen (vgl. Lohrmann, 2009, S. 1). Doch ist dieses Bildungsziel nicht auch mit modernerer Gegenwartsliteratur möglich? Der Gegenwartsliteratur der letzten Jahrzehnte wurde oftmals vorgeworfen, sie habe ein niedriges ästhetisches Niveau und zudem fehle ihr der Realitätsbezug (vgl. Dreier, 2005, S. 2). Doch erscheint vor allem der Vorwurf des fehlenden Realitätsbezuges wenig plausibel. Tatsächlich scheint die aktuelle Literatur eine höhere Anbindung an die Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler zu haben als jemals zuvor, denn schließlich bestimmen Themen wie Homosexualität, Gewalt in der Schule und die Auflösung traditioneller Familienstrukturen den Ton der Neuerscheinungen (vgl. a.a.O., S. 2f.)

Im Rahmen des Seminars „Jüngere deutschsprachige Gegenwartsliteratur“ wurden die oben genannten Fragen aufgegriffen, indem mehrere literarische Werke von jungen Autoren der Gegenwart analysiert und auf ihre Schultauglichkeit untersucht wurden.

Die Seminararbeit beschäftigt sich mit der Erzählung „Sonja“ aus dem Erzählband „Sommerhaus, später“ von Judith Hermann und diskutiert die Einsatzmöglichkeiten in der Schule. Die Seminararbeit ist dazu wie folgt gegliedert. Im ersten Teil der Seminararbeit wird ein Überblick über das bisherige Werk von Judith Hermann gegeben. Dabei werden auch die sprach-stilistischen Merkmale genannt, die typisch für die Texte von Judith Hermann sind. Der zweite Teil der Seminararbeit beschäftigt sich mit der Erzählung „Sonja“ von Judith Hermann. Dazu zählt die inhaltliche Wiedergabe sowie die Analyse der Erzählung. Im dritten Teil wird der didaktische Wert der Erzählung herausgearbeitet. Zum Schluss werden wichtige Erkenntnisse noch einmal zusammengefasst.

2 Über die Autorin und ihr Werk

Die Journalistin und freie Schriftstellerin Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren und erhielt 1997 nach ihrer journalistischen Ausbildung in New York das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste (vgl. Dreier, 2005, S. 54). Im Jahr 1998 veröffentlichte die damals noch unbekannte Judith Hermann ihren ersten Erzählband „Sommerhaus, später“, der sie wohl zur meist gefeierten Debütantin des Jahres machte (vgl. Mannsbrügge, 2005, S. 126). Deutlich wird dies auch an den Auszeichnungen, die Judith Hermann für ihren Erzählband „Sommerhaus, später“ erhielt. Dazu gehören die folgenden: der Literaturförderpreis der Stadt Bremen im Jahr 1998, der Hugo-Ball-Förderpreis im Jahr 1999 und der Kleist-Preis im Jahr 2001 (vgl. Dreier, 2005, S. 54). Den großen Erfolg verdankt sie sicherlich auch der positiven Besprechung ihrer Texte im „Literarischen Quartett“, wo Marcel Reich-Raniki sie als „hervorragende neue Autorin“ bezeichnete (vgl. Mannsbrügge, 2005, S. 126).

Zu den neun Erzählungen des Erzählbandes „Sommerhaus, später“ zählt auch die Erzählung „Sonja“, die im weiteren Verlauf behandelt wird. Gemeinsam haben die Erzählungen von Judith Hermann, dass sie von jungen Menschen handeln, die müde und antriebslos wirken. Die Protagonisten der Geschichten scheinen auf der Suche nach ihrem Lebensglück zu sein und gehen dabei unterschiedliche Beziehungen ein, die meist aufgrund kommunikativer Probleme scheitern. Die Lebensentwürfe der Protagonisten bleiben vage und bieten jederzeit einen Fluchtweg. Die Menschen in Judith Hermanns Erzählungen wollen ihre Zukunft leben, bleiben jedoch immer wieder in ihrer Vergangenheit stecken.

Bei Judith Hermann „bildet eine unbestimmte und nur selten artikulierte Sehnsucht den Grundton der Erzählungen“ (Mannsbrügge, 2005, S. 131). Aus diesem Grund wurde die Autorin in den Medien als das neue „Sprachrohr einer Generation, die von Melancholie und Verlorenheit geprägt sei“, bezeichnet (vgl. Mannsbrügge, 2005, S. 126f.). Neben der nüchternen und lakonischen Ausdrucksweise sind Aussparungen und die Betonung von Leerstellen typisch für die Erzählungen von Judith Hermann (vgl. Dreier, 2005, S. 54).

3 Analyse der Erzählung „Sonja“

Die hier zu analysierende Erzählung „Sonja“ ist eine der umfangreicheren des Erzählbandes „Sommerhaus, später“ und handelt von einer Frau namens Sonja, die den männlichen Protagonisten auf einer Zugfahrt kennen lernt. Der Protagonist ist auf dem Weg nach Hause, nach Berlin, da er in Hamburg seine Freundin Verena besucht hat. Zwischen Sonja und dem Ich-Erzähler entwickelt sich eine besondere Form der Beziehung, die zwar rein platonisch bleibt, aber dennoch intensiver ist als die Beziehung zwischen dem männlichen Protagonisten, dem Ich-Erzähler, und seiner Freundin. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Sonja und dem Ich-Erzähler ist im weiteren Verlauf der Erzählung der zentrale Erzählgegenstand (vgl. Beckmann, 2008, S. 3). Der männliche Protagonist ist zugleich auch der berichtende Ich-Erzähler der Erzählung, der seine Erlebnisse der letzten Monate mit Sonja Revue passieren lässt.

Um einen möglichst genauen Einblick gewährleisten zu können, wird die Erzählung „Sonja“ nach dieser kurzen Zusammenfassung der Kernthematik noch einmal detaillierter dargestellt, da inhaltliche Kenntnisse sowohl für die Analyse als auch für die didaktische Zielsetzung in der Schule im Folgenden von Bedeutung sind.

3.1 Inhaltliche Wiedergabe der Erzählung „Sonja“

„So gewöhnlich die Umstände des Kennenlernens sind, so ungewöhnlich ist […] der weitere Beziehungsverlauf zwischen dem Ich-Erzähler und Sonja“ (Beckmann, 2008, S. 1).

Die Handlung der Erzählung „Sonja“ beginnt mit der Begegnung der beiden Protagonisten. Die beiden begegnen sich zum erstem Mal auf einer Zugfahrt von Hamburg nach Berlin. Der Ich-Erzähler hat in Berlin seine Freundin Verena besucht, in die er vorgibt sehr verliebt zu sein. Sonja kommt ihm zunächst recht eigenartig vor, beschäftigt ihn dann aber doch so sehr, dass er sie anruft und sich mit ihr verabredet. Das Treffen ist nichtssagend, sodass der Ich-Erzähler Sonja schnell vergisst und sich auf die Ausstellung seiner Bilder vorbereitet. Zufällig erscheint Sonja auf der Ausstellung des Ich-Erzählers, sodass sie auf Verena trifft und zugleich erfährt, dass er eine Freundin hat: „[I]ch schaute sie an und sah dann zu Verena, die an der Bar stand. Sonja folgte meinem Blick und begriff sofort“ (S. 69).

Nachdem Verena Berlin wieder verlassen hat, nimmt der Ich-Erzähler erneut Kontakt zu Sonja auf. Die Kontaktversuche bleiben zunächst jedoch vergeblich: „Sie war nicht zu Hause. Jedenfalls ging sie nicht ans Telefon. Ich versuchte es wieder und wieder. Sonja entzog sich“ (S. 71). Nach einigen Monaten erhält der Ich-Erzähler plötzlich eine Einladung zu einem Fest in Sonjas Wohnung. Nach diesem erneuten Wiedersehen verbringen die beiden fast jede Nacht miteinander, ohne dabei jedoch eine platonische Ebene zu überschreiten. Als Verena erneut nach Berlin kommt, verschwindet Sonja abermals aus dem Blickfeld des Ich-Erzählers. Allerdings begegnen die Drei sich, wieder einmal zufällig, in einem Freibad. Die Situation verstört den Ich-Erzähler. Als Sonja die Anwesenheit der beiden bemerkt, geht sie. Der Ich-Erzähler läuft ihr jedoch plötzlich hinterher, und Sonja fragt ihn vorwurfsvoll: „Wollen wir uns sehen, oder nicht?“ (S. 83).

Den restlichen Sommer verbringen Sonja und der Ich-Erzähler wieder gemeinsam, da Verena abgereist ist. An einem dieser Tage spricht Sonja auf einmal von einer gemeinsamen Zukunft, von Heirat und Kindern. Der Ich-Erzähler kann dies kaum fassen: „Ich fand sie lächerlich und blöd, und nichts erschien mir absurder als gerade Sonja zu heiraten und mit ihr Kinder zu bekommen“ ( S. 87).

Als Sonja im Herbst für eine Weile verreist, beschließt der Ich-Erzähler zu seiner Freundin Verena nach Hamburg zu fahren, um ihr einen Heiratsantrag zu machen: „Alles […] geschah aus Angst. Ich hatte Angst vor [...] der Möglichkeit eines Lebens mit einer seltsamen kleinen Person, die nicht sprach, nicht mit mir schlief, [...] die ich wohl liebte“ (S. 87.). Zurück in Berlin, berichtet der Ich-Erzähler Sonja von seinen Plänen. Sonja bleibt kühl, wirft ihn jedoch aus ihrer Wohnung. Er versucht immer wieder den Kontakt zu ihr herzustellen, was jedoch vergebens bleibt. Als er nach längerer Zeit wieder einmal zu ihrer Wohnung geht, ist sie ausgezogen. Er sieht Sonja nie wieder.

3.2 Erzähltheoretische Aspekte

In der folgenden Analyse liegt der Fokus zunächst auf den erzähltheoretischen Aspekten. In der Erzähltheorie nach Genette werden drei zu analysierende Kategorien unterschieden, die die Darstellung des erzählenden Textes beschreiben: Zeit, Stimme und Modus.

Die Ereignisse des Geschehens werden in der Erzählung „Sonja“ linear erzählt und folgen demnach einer chronologischen Abfolge, da die Erzählung mit dem Treffen der Protagonisten beginnt und mit der endgültigen Trennung der beiden endet. Zwischenzeitlich werden kürzere Passagen eingeschoben, in denen der Ich-Erzähler die Ereignisse aus der Retrospektive kommentiert bzw. deutet. Diese Einschübe ergänzen jedoch nicht die chronologischen Zusammenhänge des Geschehens.

Der Erzähler erläutert seine Handlungen nachträglich, indem er seine Gedanken und Gefühle dieser Zeit reflektiert darstellt: „Manchmal, denke ich, hätte ich mir gewünscht, sie mit einem dieser Verehrer verschwinden zu sehen“ (S. 77). Der Ich-Erzähler gibt den Leserinnen und Lesern dadurch einen weiteren Einblick in sein Inneres, wodurch seine Handlungen und Verhaltensweisen erst verständlich werden. Diese zusätzlichen Einschübe werden auch Pausen genannt, da das Geschehen still steht, während die Erzählung weiter läuft. Insgesamt werden die Ereignisse in einer starken Zeitraffung wiedergegeben, da sich das Geschehen über eine längeren Zeitraum von 22 Monaten vollzieht.

Bei der Erzählung „Sonja“ handelt es sich um einen autodiegetischen Erzähler, der als männlicher Protagonist nicht nur unmittelbar in das Geschehen involviert ist, sondern auch seine eigene Geschichte erzählt: „Ich begegnete Sonja auf einer Zugfahrt von Hamburg nach Berlin“ (S. 61). Da das Geschehen aus der Sicht des Protagonisten selbst geschildert wird, können die gegebenen Informationen nicht als objektive Beschreibungen der fiktiven Welt verstanden werden, da sich das Wissen des autodiegetischen Erzählers, durch die interne Fokalisierung, auf seine subjektive Wahrnehmung der Ereignisse beschränkt. Die Ereignisse werden aus der Retrospektive wiedergegeben, da der Erzähler von einem zurückliegenden Geschehen berichtet. Dies führt dazu, dass der Erzähler häufig auktorial wirkt. Dies ist zum Beispiel gleich zu Beginn der Erzählung der Fall, wenn Sonja von dem Erzähler beschrieben wird: Sonja ist jene Frau, „der man einmal auf der Straße begegnet und an die man sich noch Jahre später mit dem Gefühl eines ungeheuren Versäumnisses erinnert“ (S. 61). Bei den Leserinnen und Lesern ist hier Vorsicht geboten, da der Erzähler lediglich seine eigenen Gedanken wiedergibt und keine allgemeingültige Tatsachen darstellt. Diese Unterscheidung ist für die Leserinnen und Leser enorm wichtig, damit sich die Sicht auf Sonja

nicht verfälscht. Diese spezielle Form des Erzählens, bei der die Zuverlässigkeit der Erzähleraussagen über die Diegese[2] von den Leserinnen und Lesern in Frage gestellt wird, nennt sich unzuverlässiges Erzählen. In diesem Fall handelt es sich um das theoretisch unzuverlässige Erzählen. Wie zuvor schon beschrieben, gelten die mimetischen Aussagen des Erzählers als wahr, da er die Ereignisse selbst erlebt hat und diese somit auch unverfälscht wiedergeben kann. Die zusätzlichen Bewertungen und Kommentare sind jedoch als unzuverlässig zu verstehen, da der autodiegetischer Erzähler selbst Teil der Diegese ist und somit keine zutreffenden Aussagen über die Gedanken und Gefühle weiterer Figuren machen kann, wenn diese nicht selbst von sich erzählt haben: „Sie war sehr jung, vielleicht neunzehn oder zwanzig Jahre alt“ (S.64). Auch an dem folgenden Zitat wird noch einmal deutlich, dass der autodiegetische Erzähler nur seine eigenen Wahrnehmungen wiedergibt, da Sonja sich selbst nie über die Beweggründe ihres Verhaltens geäußert hat: „Sonja meldete sich nicht, und damit, zumindest, hatte ich gerechnet. Dies war ein Spiel“ (S. 90). Zudem wechselt der Erzähler von Passage zu Passage vom erlebenden zum erzählenden Ich. Der Wechsel zwischen den Erzählperspektiven hat zur Folge, dass die Leserinnen und Leser sich unmittelbar im Geschehen befinden oder das Geschehen aus einer weiteren Entfernung betrachten können. Das erlebende Erzählen wird an dem folgenden Beispiel deutlich: „Ich ging in die Küche und holte mir ein Glas Wein […] und führte eine Unzahl absonderlicher Gespräche mit einer Unzahl absonderlicher Menschen“ (S. 73). Hier wird schnell deutlich, dass die Leserinnen und Leser unmittelbar am Geschehen beteiligt sind und sich den berichteten Handlungsverlauf bildlich konstruieren können. Das erzählende Erzählen soll an dem folgenden Zitat verdeutlicht werden: „Heute denke ich, dass ich in diesen Nächten wohl glücklich war. Heute [...] kommen sie mir so

wichtig vor und so verloren, daß es mich schmerzt“ (S. 77). In diesem Zitat wird dagegen eine Distanz zum Geschehen geschaffen, da der Erzähler seine eigenen Erinnerungen reflektiert und dann lediglich wiedergibt, ohne dass die Leserinnen und Leser in den Handlungsablauf integriert sind.

In der Erzählung lassen sich mehrere Stellen finden, in dennen erzählendes und erlebendes Ich kurz nacheinander eingesetzt werden, sodass eine klare Abgrenzung teilweise schwer fällt (vgl. Beckmann, 2010, S. 3).

[...]


[1] Unter Literaturkanon wird die als verbindlich zu betrachtende Auswahl literarischer Werke verstanden, die in der Schule obligatorisch zu behandeln sind (vgl. Kochan, 1990, S. 181).

[2] erzählte Welt

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Über Judith Hermanns Erzählung "Sonja"
Untertitel
Analyse und didaktische Zielsetzung im Unterricht
Hochschule
Universität Paderborn
Autor
Jahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V192337
ISBN (eBook)
9783656177203
ISBN (Buch)
9783656178354
Dateigröße
509 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Eine gute Interpretation und didaktische Analyse, die von einem tiefreichenden Textverständnis zeugt.
Schlagworte
Judith Hermann, Erzählung, Sonja, Gegenwartsliteratur, Interpretation, Didaktik, Sommerhaus später
Arbeit zitieren
Denise Jung (Autor), 2012, Über Judith Hermanns Erzählung "Sonja", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192337

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