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Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, Drangsalierung: Der Handlungsrahmen der Sozialen Arbeit bei Kindeswohlgefährdung

Title: Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, Drangsalierung: Der Handlungsrahmen der Sozialen Arbeit bei Kindeswohlgefährdung

Bachelor Thesis , 2011 , 46 Pages , Grade: 2

Autor:in: Sandra Meyer (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In Anlehnung an verschiedene Praktika in der Kinder- und Jugendhilfe habe ich mich dazu entschieden meine Bachelorarbeit dem brisanten Thema der Kindeswohlgefährdung zu widmen. Insbesondere in den letzten Jahren hat das Thema eine hohe Dynamik gewonnen durch eine in den Medien geführte Kindeswohldebatte. Aufgrund dessen, dass Fälle von Kindesmisshandlungen und Vernachlässigen zu spät entdeckt wurden und Kinder verhungert sind oder durch Drangsalierung ihrer Eltern starben. Verantwortung wird dann in der Regel beim Jugendamt und auch bei den betreuenden freien Trägern gesucht.
Auch die tatsächlichen Zahlen unterstreichen die Brisanz.[...]
Kindeswohlgefährdung ist somit ein Thema mit dem die Mitarbeiter eines Jugendamtes naehzu täglich in Berührung kommen sowie die freien Träger ebenfalls, da diese dann verschiedene Formen der Hilfen zur Erziehung im Auftrag des Jugendamtes ausführen.
Aus diesem Grund stelle ich die Frage: „Wie gestaltet sich der Handlungsrahmen der Sozialen Arbeit bei Kindeswohlgefährdung am Beispiel der Kooperation von Jugendamt und freien Trägern der Jugendhilfe?“
Dabei möchte ich zunächst den Begriff des Kindeswohls klären und sehen was Kinder genau brauchen und welche Bedürfnisse erfüllt sein müssen, damit sie sich gut entwickeln können. Ferner möchte ich beschreiben was unter einer Kindeswohlgefährdung zu verstehen ist und aus welchen Ursachen Gefährdungen entstehen können.
Große Bedeutung für den Kinderschutz hat der §8a KJHG da durch ihn im Jahr 2005 das „wie“ des Kinderschutzes neu verbindlich formuliert wurde. Welche neuen rechtlichen Vorgaben gibt es und wie werden diese von Jugendamt und freien Trägern der Jugendhilfe umgesetzt? Welche Berührungspunkte gibt es dabei zwischen beiden Trägern? Dazu werden sowohl der Handlungsrahmen des Jugendamtes als auch der freien Träger skizziert und gegenübergestellt.
Bei (möglichen) Kindeswohlgefährdungen entstehen Kontakte oft auf nicht freiwilliger Basis auf Seiten der Erziehungsberechtigten zugleich dienen sie aber als wichtige Kooperationspartner damit Hilfen gelingen können. Wie ist es für die SozialarbeiterInnen neben Hilfe auch notwendige Kontrolle auszuüben und wie können Eltern trotz des Zwangskontextes für eine Mitarbeit gewonnen werden?
Ebenso stellt sich die Frage wie die Sozialarbeiter in der Kinder- und Jugendhilfe mit den anspruchsvollen Anforderungen ihres Berufsalltags umgehen können? Sind dabei Methoden der kollegialen Beratung o. Supervision zur Unterstützung hilfreich?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe

1.2 Der Organisation des Jugendamtes

1.3 Aufgaben der Kinder und Jugendhilfe

1. 4 Freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe

2. Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung

2.1 Kindeswohl – eine begriffliche Klärung

2.2 Bedürfnisse von Kindern – was beeinflusst ihre Entwicklung positiv?

2.3 Mögliche Anhaltspunkte und Indikatoren für eine Kindeswohlgefährdung

2.4 Ursachen von Kindeswohlgefährdung

3. Gesetzliche Grundlagen des Kinderschutzes gemäß §8a KJHG

4. Das professionelle Handeln bei Kindeswohlgefährdung

4.1 Verfahrensablauf des Jugendamtes

4. 2 Verfahrensabläufe bei freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe

4.3 Gegenüberstellung von Jugendamt und freien Träger

5. Die Hilfen zur Erziehung als Antwort auf Kindeswohlgefährdung?

5.1 Hilfen zur Erziehung und Hilfeplanung

5.2 Erziehungsberechtige als wichtige Kooperationspartner zur Umsetzung und zum Gelingen von Hilfen

5.3 Herausforderungsvoller Umgang von Sozialpädagogen mit Erziehungsberechtigten im Kontext der Kindeswohlgefährdung

6. Leitlinien des Handelns in der Kinder- und Jugendhilfe

6.1 Professioneller Umgang mit Hilfe und Kontrolle

6. 2 Kollegiale Beratung

6. 3 Supervision

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Handlungsrahmen der Sozialen Arbeit im Kontext von Kindeswohlgefährdungen, wobei der Fokus auf der Kooperation zwischen Jugendämtern und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe liegt. Ziel ist es, die strukturellen Gegebenheiten, gesetzlichen Anforderungen (§ 8a KJHG) und die praktischen Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen den Akteuren zu analysieren.

  • Strukturen und gesetzliche Grundlagen des Kinderschutzes gemäß § 8a KJHG.
  • Prozessabläufe und Verfahrensweisen bei Kindeswohlgefährdungen im Jugendamt sowie bei freien Trägern.
  • Die Bedeutung von Hilfe und Kontrolle sowie deren Spannungspotenzial im sozialpädagogischen Handeln.
  • Methoden der kollegialen Beratung und Supervision als Unterstützungsressourcen für Fachkräfte.
  • Die Rolle der Eltern als Kooperationspartner im Zwangskontext der Hilfeplanung.

Auszug aus dem Buch

1. 4 Freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe

Die Mehrzahl der Dienste und Einrichtungen in der Kinder- und Jugendhilfe werden von freien Trägern angeboten. Sie sind immer dann gefragt wenn der Allgemeine Soziale Dienst mit seinen Beratungs- und Hilfsmöglichkeiten an Grenzen stößt. Denn neben der Beratung und Unterstützung von Familien kooperiert der ASD auch immer in einem Netzwerk zu dem Schulen, Kindergärten, Ärzte, die Polizei sowie verschiedene weitere Behörden und Ämter und die Anbieter der der freien Kinder und Jugendhilfe gehören. Seitens des Jugendamtes werden Absprachen und Abstimmungen getroffen, da dem ASD sowohl Zeit, Personal und zum Teil der Aufgabenschwerpunkt fehlt um alles selbstständig erledigen zu können. Es bedarf somit sowohl freier und öffentlicher Träger um die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe lösen zu können.

Von besonderer Bedeutung wird die Kooperation mit den freien Trägern der Jugendhilfe wenn es um die Hilfen zur Erziehung gemäß §27 ff. KJHG geht. Dadurch das Erziehungsberechtigte einen Anspruch auf eine Hilfe zur Erziehung haben, wenn die Erziehung zum Wohle des Kindes nicht gewährleistet ist, ergibt sich daraus eine verpflichtende Zusammenarbeit für Jugendamt und freie Träger. Die Hilfen zur Erziehung werden zum Großteil von freien Trägern erbracht und je nach Problemlage und Aufgabenstellung passend zu den Klienten ausgewählt.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung begründet das Thema Kindeswohlgefährdung aufgrund gestiegener Fallzahlen und der Notwendigkeit einer klaren Kooperation zwischen Jugendamt und freien Trägern.

1. Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Organisationsstrukturen von öffentlicher und freier Jugendhilfe.

2. Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung: Hier werden Begriffsdefinitionen, kindliche Entwicklungsbedürfnisse und die verschiedenen Arten von Gefährdungen wie Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch detailliert behandelt.

3. Gesetzliche Grundlagen des Kinderschutzes gemäß §8a KJHG: Das Kapitel fokussiert auf die gesetzlichen Anforderungen zur Wahrnehmung des Schutzauftrags und die Verfahrensstandards nach der Reform 2005.

4. Das professionelle Handeln bei Kindeswohlgefährdung: Es wird der konkrete Verfahrensablauf bei Meldungen von Gefährdungen dargestellt, sowohl aus Sicht des Jugendamtes als auch der freien Träger.

5. Die Hilfen zur Erziehung als Antwort auf Kindeswohlgefährdung?: Dieses Kapitel analysiert die Hilfeplanung und die herausfordernde Beziehungsarbeit zu Eltern im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle.

6. Leitlinien des Handelns in der Kinder- und Jugendhilfe: Hier werden Methoden wie die kollegiale Beratung und Supervision zur Reflexion und Absicherung des professionellen Handelns vorgestellt.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Anforderungen an Sozialarbeiter zusammen und betont die Notwendigkeit von Qualitätsstandards und ausreichender personeller Ressourcen für einen effektiven Kinderschutz.

Schlüsselwörter

Kindeswohlgefährdung, Jugendamt, freie Träger, Hilfe zur Erziehung, Kinderschutz, § 8a KJHG, Hilfeplanung, Sozialpädagogik, Kooperation, Vernachlässigung, Kontrolle, Fallverstehen, kollegiale Beratung, Supervision, Wächteramt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Handlungsrahmen der Sozialen Arbeit bei drohenden oder bestehenden Kindeswohlgefährdungen und der engen Verzahnung zwischen dem öffentlichen Träger (Jugendamt) und freien Trägern der Jugendhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen rechtliche Grundlagen (KJHG), fachliche Verfahrensweisen zur Gefährdungseinschätzung, die Zusammenarbeit im Hilfeplanverfahren sowie die methodische Unterstützung durch Beratung und Supervision.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie eine effektive Kooperation zwischen Jugendamt und freien Trägern gestaltet werden kann, um den gesetzlichen Schutzauftrag zum Wohl des Kindes trotz komplexer Anforderungen zu erfüllen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine fachwissenschaftliche Literaturanalyse, die theoretische Konzepte (z. B. Maslow, Kinderschutzrecht) mit praxisorientierten Verfahrensstandards der Sozialen Arbeit verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Definition von Kindeswohl, rechtliche Verfahrenswege nach § 8a KJHG, die Struktur der Hilfen zur Erziehung sowie die methodische Gestaltung der professionellen Fallarbeit und Teamberatung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Kindeswohlgefährdung, Jugendamt, Kooperation, Hilfe zur Erziehung, Schutzauftrag, § 8a KJHG und professionelle Reflexion.

Welche Bedeutung kommt der "kollegialen Beratung" bei der Fallarbeit zu?

Die kollegiale Beratung dient als wesentliches Instrument zur Entlastung der Fachkräfte, zur Gewinnung neuer Perspektiven in komplexen Fällen und zur Sicherung professioneller Entscheidungen gegen die Gefahr individueller Willkür.

Warum ist das Spannungsfeld "Hilfe und Kontrolle" für Sozialpädagogen so herausfordernd?

Es ist herausfordernd, weil Fachkräfte einerseits ein Vertrauensverhältnis zu Familien aufbauen müssen, um Hilfen zu initiieren, andererseits aber den hoheitlichen Auftrag zur Kontrolle und Gefahrenabwehr wahrnehmen müssen, was oft in einem Zwangskontext geschieht.

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Details

Title
Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, Drangsalierung: Der Handlungsrahmen der Sozialen Arbeit bei Kindeswohlgefährdung
College
University of Vechta
Grade
2
Author
Sandra Meyer (Author)
Publication Year
2011
Pages
46
Catalog Number
V192339
ISBN (eBook)
9783656172499
ISBN (Book)
9783656172420
Language
German
Tags
Kindeswohlgefährdung Jugendamt öffentliche Jugendhilfe freie Träger §8a KJHG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Meyer (Author), 2011, Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, Drangsalierung: Der Handlungsrahmen der Sozialen Arbeit bei Kindeswohlgefährdung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192339
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