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Die Fotografie und der Tod in der hispanoamerikanischen Literatur

Horacio Quiroga

Titel: Die Fotografie und der Tod in der hispanoamerikanischen  Literatur

Hausarbeit , 2006 , 17 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Sandra Schmidt (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die argentinischen Autoren Horacio Quiroga und Silvina Ocampo verbinden in ihren Kurzgeschichten El Retrato und Las Fotografías die Fotografie literarisch mit dem Tod ihrer Protagonisten.
Quiroga beschreibt in seiner Kurzgeschichtedie die fotografische Wissenschaft um die Jahrhundertwende und geht in dieser sehr detailliert auf die Gedanken- und Geisterfotografie ein. Mithilfe dieser Gedankenfotografie erstellt ein Wissenschaftler Abbilder seiner verstorbenen Geliebten. Seine Hoffnungen, so ihren Tod zu über-winden, werden jedoch enttäuscht als er die Seelenlosigkeit der Fotografien fest-stellt.
In Las Fotografias von Silvina Ocampo beschreibt die Autorin den schnelle Tod ei-nes 14 jährigen Mädchens auf der eigenen Geburtstagsfeier, der durch den fotografischen Akt des Portraitfotografen ausgelöst wird.
Quiroga schrieb seine Kurzgeschichte im Jahre 1910, während Ocampo ihre Las Fotografias erst im Jahre 1959 verfasste. Obwohl diese Werke zu sehr unterschied-lichen Zeitpunkten des hispanoamerikanischen Realismus entstanden, ist die Parallelität der Thematisierung des Todes in Verbindung mit der Fotografie auffällig. In dieser Arbeit wird sich mit der Frage beschäftigt, warum die Autoren die Fotografie literarisch mit dem Tod verknüpfen.
Zunächst gebe ich einen kurzen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der Fotografie und erkläre den Zusammenhang zwischen Bild und Tod. Anschließend erläutere ich den Inhalt der Kurzgeschichten und charakterisiere die Figuren bevor ich die Kurzgeschichten miteinander im Hinblick auf die Verbindung von Bild und Tod in der Literatur vergleiche.

1. EINLEITUNG 1
2. DIE FOTOGRAFIE UND DER TOD IN DER LITERATUR DES HISPANOAMERIKANISCHEN REALISMUS 1
3. EL RETRATO 3
3.1 ICH-ERZÄHLER 4
3.2 KELVIN RUDYARD 5
3.3 EDITH 6
3.5 DIE ERZÄHLUNG 7
4. LAS FOTOGRAFÍAS 8
4.1 ICH-ERZÄHLER 8
4.2 ADRIANA 9
4.3 SPIRITO 10
4.4 HUMBERTA 10
4.5 DIE ERZÄHLUNG 11
5. VERGLEICH DER KURZGESCHICHTEN IM HINBLICK AUF DIE LITERARISCHE DARSTELLUNG VON FOTOGRAFIE UND TOD 12
6. FAZIT 13
7. LITERATURVERZEICHNIS 14

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE FOTOGRAFIE UND DER TOD IN DER LITERATUR DES HISPANOAMERIKANISCHEN REALISMUS

3. EL RETRATO

3.1 ICH-ERZÄHLER

3.2 KELVIN RUDYARD

3.3 EDITH

3.4 DIE ERZÄHLUNG

4. LAS FOTOGRAFÍAS

4.1 ICH-ERZÄHLER

4.2 ADRIANA

4.3 SPIRITO

4.4 HUMBERTA

4.5 DIE ERZÄHLUNG

5. VERGLEICH DER KURZGESCHICHTEN IM HINBLICK AUF DIE LITERARISCHE DARSTELLUNG VON FOTOGRAFIE UND TOD

6. FAZIT

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht, warum die argentinischen Autoren Horacio Quiroga und Silvina Ocampo die Fotografie in ihren Werken El Retrato und Las Fotografías literarisch mit dem Tod verknüpfen, und analysiert, wie das Medium Fotografie in beiden Kurzgeschichten sowohl als wissenschaftliches Werkzeug als auch als Symbol für Sterblichkeit und Mortifizierung eingesetzt wird.

  • Historische Entwicklung der Fotografie und ihre medienästhetische Wahrnehmung.
  • Die Darstellung des Todes durch den fotografischen Akt.
  • Analyse der Figurenkonstellation und der erzählerischen Mittel in den Kurzgeschichten.
  • Vergleich der unterschiedlichen Auffassungen von Fotografie als Wissenschaft oder Kunst.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der "spektralen Existenz" des fotografierten Subjekts.

Auszug aus dem Buch

Die Fotografie und der Tod in der Literatur des hispanoamerikanischen Realismus

Wie die beiden Titel El Retrato und Las Fotografias andeuten, ließen sich die argentinischen Autoren H.Quiroga und Silvina Ocampo von der zeitgenössischen Medientechnik, der Fotografie, beeinflussen. Bereits seit den 20ern und 30ern Jahren des 19. Jahrhunderts setzten sich Autoren mit der Fotografie im Realismus auseinander um eine wirklichkeitsnahe Literatur zu schaffen, da sie als ein technisch neues Aufzeichnungsmedium in Konkurrenz zu den existierenden Medien, wie der Malerei und der Literatur stand.

Im Jahre 1826 gelang dem Franzosen Niépce das erste fotografische Verfahren, das im Jahre 1837 durch Daguerre perfektioniert wurde, indem es ihm gelang, die fotografische Abbildung langfristig auf eine Glasplatte zu fixieren. Der lang ersehnte Wunsch des Menschen, die Realität objektiv darstellen zu können erfüllte sich. Später wurde durch das Negativ-Positiv-Verfahren von Talbot die vielfältige Reproduktion der Aufnahmen möglich und die Fotografie entwickelte sich schnell zu einer populären Sensation, die allen Bevölkerungsgruppen auch im Alltag zugänglich wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Verbindung von Fotografie und Tod in den Werken von Horacio Quiroga und Silvina Ocampo sowie Darlegung der Forschungsabsicht.

2. DIE FOTOGRAFIE UND DER TOD IN DER LITERATUR DES HISPANOAMERIKANISCHEN REALISMUS: Überblick über die historische Entwicklung der Fotografie und ihre Rolle als Medium in der Literatur des Realismus.

3. EL RETRATO: Analyse der Kurzgeschichte von Quiroga, in der ein Wissenschaftler durch Gedankenfotografie versucht, seine verstorbene Geliebte zu rekonstruieren.

4. LAS FOTOGRAFÍAS: Untersuchung der Kurzgeschichte von Ocampo, in der der fotografische Akt zur Mortifizierung der Protagonistin Adriana führt.

5. VERGLEICH DER KURZGESCHICHTEN IM HINBLICK AUF DIE LITERARISCHE DARSTELLUNG VON FOTOGRAFIE UND TOD: Gegenüberstellung der beiden Werke hinsichtlich ihrer gemeinsamen Kritik am Medium Fotografie bei unterschiedlichen narrativen Schwerpunkten.

6. FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung über die begrenzte Bedeutung der Fotografie als Mittel zur Überwindung des Todes und den Wandel ihrer Wahrnehmung.

Schlüsselwörter

Fotografie, Tod, Literatur, Horacio Quiroga, Silvina Ocampo, Realismus, Gedankenfotografie, Mortifizierung, Bildwissenschaft, Argentinien, Moderne, Spektraltheorie, Medientechnik, Portraitfotografie, Erzählperspektive

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Verknüpfung von Fotografie und Tod in zwei argentinischen Kurzgeschichten des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die medienästhetische Wahrnehmung der Fotografie, die Rolle der Technik bei der Darstellung von Sterblichkeit und die kritische Auseinandersetzung mit dem Medium als "Todesbringer" oder "Erinnerungsspeicher".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, warum und mit welchen literarischen Mitteln die Autoren Quiroga und Ocampo die Fotografie als Symbol für den Tod nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Literaturanalyse durchgeführt, die erzähltheoretische Ansätze mit medienhistorischen Kontexten verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Kurzgeschichten El Retrato und Las Fotografías, charakterisiert die Protagonisten und untersucht die spezifischen technischen und symbolischen Rollen des fotografischen Prozesses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Fotografie, Tod, Mortifizierung, Realismus, Bildwissenschaft und die beiden Autoren Quiroga und Ocampo.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Fotografie bei Quiroga von der bei Ocampo?

Quiroga fokussiert auf die fotochemischen und wissenschaftlichen Aspekte (Gedankenfotografie), während Ocampo den fotografischen Akt selbst als sozialen und mortifizierenden Prozess in den Mittelpunkt stellt.

Welche Rolle spielt der Begriff "Mortifizierung" in der Analyse von Las Fotografías?

Mortifizierung beschreibt den Prozess der fortschreitenden Leblosmachung der Protagonistin Adriana während der Geburtstagsfeier, ausgelöst durch den Akt des Porträtiertwerdens.

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Details

Titel
Die Fotografie und der Tod in der hispanoamerikanischen Literatur
Untertitel
Horacio Quiroga
Hochschule
Universität zu Köln  (Romanistische Seminar)
Veranstaltung
Grundlagenseminar Sprachwissenschaft
Note
3,0
Autor
Sandra Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
17
Katalognummer
V192357
ISBN (eBook)
9783656172727
ISBN (Buch)
9783656173304
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Quiroga el retrato kuirzgeschichte realismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Schmidt (Autor:in), 2006, Die Fotografie und der Tod in der hispanoamerikanischen Literatur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192357
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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