Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema der Nachbetreuung von Jugendlichen aus Schulheimen. Meine Hypothese lautet: „Nachbetreuung stellt eine wichtige Unterstützung für ein selbständiges Leben nach einem Schulheimaufenthalt dar.“ Diese stellt die Ausgangslage meiner Arbeit dar.
Anhand des Lebensweltorientierten Ansatzes leuchte ich im ersten, theoretischen Teil die Nachbetreuung aus. Im zweiten Teil versuche ich durch Leitfadeninterviews mit jungen Erwachsenen, die in einem Schulheim gelebt haben, und mit Menschen, die in der Nachbetreuung arbeiten, eine möglichst aussagekräftige Darstellung von Nachbetreuung aufzuzeigen.
Im dritten Teil untermauere ich durch die Auswertung der Interviews die aufgestellte Hypothese und erarbeite daraus Aufgaben für die Nachbetreuung. Die primäre Aufgabe der Nachbetreuung ist die Unterstützung, das Coaching, von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Persönlich bin ich überzeugt, dass der Stellenwert von Nachbetreuung im Heimwesen in Zukunft zunehmen wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Fragestellung
- Hypothese
- Ziel der Arbeit
- Gliederung der Arbeit
- Motivation
- Theoretischer Hintergrund
- Definition von Nachbetreuung
- Theoretischer Ansatz: Lebensweltorientierung
- Prävention
- Dezentralisierung/Regionalisierung
- Alltagsnähe
- Integration
- Partizipation
- Weitere Aspekte der Lebensweltorientierung
- Verschiedene Wohnformen
- Aussenwohngruppe
- Betreutes Wohnen
- Milieunahe Heimerziehung
- Sozialpädagogische Familienbegleitung
- Heimaustritt als kritisches Lebensereignis
- Grenzen der Nachbetreuung
- Angewandte Methode
- Qualitative Forschungsmethode
- Art der Interviews
- Setting
- Auswahl der zu befragenden Personen
- Vorbereitung
- Vorbereitungen im Vorfeld
- Vorbereitungen unmittelbar vor dem Interview
- Auswertungsmethode
- Kodierung
- Zusammenfassende Inhaltsanalyse
- Ergebnisse der Interviews
- Interviews mit ehemaligen Klientinnen/Klienten eines Schulheimes
- Interview mit Christoph
- Interview mit Anna
- Interview mit Jonas
- Interview mit Daniel
- Experteninterviews
- Interview mit Andres Frosch
- Interview mit Urs Dürr
- Interview mit Ralf Messmer
- Fazit
- Hypothese
- Nachbetreuung im Bezug zum Lebensweltorientieren Ansatz
- Prävention
- Dezentralisierung/Regionalisierung
- Alltagsnähe
- Integration
- Partizipation
- Aufgaben der Nachbetreuung
- Persönliches Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Nachbetreuung von Jugendlichen, die aus Schulheimen entlassen werden. Das Ziel ist es, die Notwendigkeit und Bedeutung der Nachbetreuung aus der Perspektive ehemaliger Heimbewohner und Expertinnen und Experten zu beleuchten und die Herausforderungen und Chancen der Nachbetreuung im Kontext des Lebensweltorientierten Ansatzes zu diskutieren.
- Definition und Bedeutung der Nachbetreuung
- Der Lebensweltorientierte Ansatz und seine Relevanz für die Nachbetreuung
- Die Herausforderungen und Chancen der Nachbetreuung
- Die Perspektive ehemaliger Heimbewohner und Fachpersonen
- Entwicklung von Standards für ein effektives Nachbetreuungskonzept
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Nachbetreuung, die sich mit der Fragestellung, Hypothese, Zielen und der Gliederung beschäftigt. Im zweiten Kapitel wird der theoretische Hintergrund beleuchtet, indem die Definition von Nachbetreuung, der Lebensweltorientierte Ansatz und verschiedene Wohnformen vorgestellt werden. Die angewandte Methode, die sich auf qualitative Interviews mit ehemaligen Heimbewohnern und Fachpersonen stützt, wird im dritten Kapitel näher erläutert. Die Ergebnisse der Interviews mit den verschiedenen Akteuren werden im vierten Kapitel dargestellt und analysiert. Das fünfte Kapitel befasst sich mit dem Fazit der Arbeit und beleuchtet die Bedeutung der Nachbetreuung im Kontext der Lebensweltorientierung, sowie die Herausforderungen und Chancen der Nachbetreuung.
Schlüsselwörter
Nachbetreuung, Schulheim, Heimaustritt, Lebensweltorientierung, Prävention, Dezentralisierung, Regionalisierung, Integration, Partizipation, qualitative Forschung, Interviews, Standards.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Nachbetreuung nach dem Heimaufenthalt wichtig?
Sie bietet Jugendlichen die notwendige Unterstützung beim Übergang in ein selbstständiges Leben und verhindert Rückschläge in Krisensituationen.
Was ist der "lebensweltorientierte Ansatz"?
Ein sozialpädagogisches Konzept, das die Hilfe an der alltäglichen Realität der Jugendlichen ausrichtet und Prinzipien wie Partizipation und Alltagsnähe betont.
Welche Wohnformen gibt es für den Übergang?
Diskutiert werden Außenwohngruppen, betreutes Wohnen und milieunahe Heimerziehung als Zwischenschritte zur vollständigen Selbstständigkeit.
Was sind die Hauptaufgaben der Nachbetreuung?
Die primäre Aufgabe ist das Coaching und die Begleitung der jungen Erwachsenen bei der Bewältigung des Alltags und beruflicher Herausforderungen.
Warum gilt der Heimaustritt als kritisches Lebensereignis?
Weil der plötzliche Wegfall von gewohnten Strukturen und Bezugspersonen eine enorme psychische und organisatorische Belastung darstellt.
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- Dominik Muoth (Author), 2010, Übergang zwischen Heim und Selbständigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192419