Spezielle Sakramentenlehre der katholischen Kirche: 3. Eucharistie - das Sakrament der Lebenshingabe Jesu


Skript, 2008

64 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Biblische Grundlagen der Eucharistielehre
a. Einsetzung der Eucharistie durch Christus
b. Paulinisches Eucharistieverständnis

3. Materie und Form des eucharistischen Sakraments
a. Einleitung
b. Materie der Eucharistie
c. Form der Eucharistie

4. Eucharistische Realpräsenz
a. Einsetzungsberichte als biblische Grundlage
b. Lehramt

5. Transsubstantiationslehre als Erklärung der Realpräsenz
a. Historische Hinführung
i. Griechischen Kirchenväter
ii. Lateinischen Kirchenväter
b. Transsubstantiation – begriffliche Bestimmung
c. Andere Lösungsversuche
d. Dauer der Realpräsenz

6. Eucharistie als Mahlopfer
a. Biblische Hinführung
b. Heilsgeschichtliche Stufen des Opferns
i. Opfern allgemein
ii. Opfern im AT und NT
iii. Theologisches Verständnis des Opfers Christi
c. Existenz der Messopfers
i. Einführung
ii. Schriftbeweis
iii. Traditionsbeweis
d. Wesen des Messopfers
e. Wirkungen des Messopfers
f. Messopfer als Sühneopfer und Bittopfer

7. Eucharistie als Opfermahl
a. Spender der Eucharistie
b. Empfänger der Eucharistie
c. Wirkungen der Eucharistie
i. Wirkungen im Allgemeinen
ii. Wirkungen im Einzelnen
d. Heilsnotwendigkeit der Eucharistie

1. Einführung

1. Eucharistie, welche „die Quelle und den Höhepunkt (fons et culmen) des ganzen christlichen Lebens“ (Lumen gentium 11) bildet, ist sicherlich als das wichtigste Sakrament anzusehen, als das Sakrament also, auf welches die anderen Sakramente hin geordnet sind (Thomas, S. Th. III q 65 a 3). Die Besonderheit der Eucharistie macht die Tatsache aus, dass in diesem Sakrament Christus selbst, nicht nur seine Gnade, zugegen ist.
2. Da Eucharistie innerhalb der Danksagung der Gemeinde gefeiert wird, so muss für das richtige Verständnis dieses Sakramentes die Rolle der Messe als des Mahlopfers, welches von einem Priester innerhalb der Kirche dargebracht wird, erläutert werden.
3. Nach der Lehre der Kirche setzte Christus selbst dieses Sakrament beim letzten Abendmahl direkt ein. Es wurde aber vor der Einsetzung durch viele seiner Worte und Taten angekündigt.
4. Christus ist und bleibt in der Eucharistie gegenwärtig. Dieses Sakrament erinnert nicht nur an sein Kreuzesopfer, sondern das Kreuzesopfer selbst wird in jeder Messe aktualisiert. Daher kann man behaupten, dass das ganze Leben Jesu Christi, welches auf den Kreuzestod zustrebte, ebenso auf die Gabe der Eucharistie hin geordnet war.
5. Die Messe, innerhalb welcher, das Sakrament der Eucharistie gespendet wird, besitzt eine feststehende Struktur, welche zwei Hauptteile, den Wortgottesdienst und die Eucharistiefeier umfasst, von der Eröffnung eingeleitet und von der Entlassung gefolgt wird. Das Eucharistische Hochgebet mit der Wandlung bildet den Höhepunkt des Gottesdienstes, was durch die kniende Körperhaltung der Gemeinde unterstrichen wird.[1]

2. Biblische Grundlagen der Eucharistielehre

a. Einsetzung der Eucharistie durch Christus

Wie Jesus im Johannesevangelium von „meiner Stunde“ (Joh 2,24; 7,30; 12,23; 13,1 u.a.) als der Stunde seines Todes und des Übergangs zum Vater spricht, auf welche sein ganzes irdisches Leben hin geordnet ist, so kann man auch viele Worte und Taten Jesu als zur Einsetzung der Eucharistie führend, betrachten.[2]

1. Die deutlichste Hinführung zum eucharistischen Geheimnis finden wir in der Verheißungsrede Joh 6,1-69, welche die erste Brotvermehrung behandelt (vgl. Synoptiker Mk 6,32-44; Mt 14,13-21; Lk 9,10-17). Die drei Grundgedanken der Rede sind:

a. Jesus ist selbst das Brot des Lebens, das die Menschen suchen und das der Vater gibt und welches im Glauben an Jesus empfangen werden muss (Joh 6,12-51).
b. Jesus schenkt sich selbst als das Brot des Lebens den Menschen und zwar dadurch, dass er sein Fleisch (sa¢rj) zum Essen (trv¢gein) und sein Blut (ai¬ma) zum Trinken (pi¢nein) gibt.
c. In diesem Mahl erweist sich Christus als Brot für das Leben der Welt (6,51), in welcher jeder dasselbe göttliche Leben empfängt, welches Christus vom Vater empfangen hat (6,57).

Die eucharistische Rede bringt manche Jünger Jesu dazu von ihm abzufallen (Joh 6,60-66), da es ihnen unfassbar ist, wie er sein Fleisch zum Essen anbieten kann. Weil aber in Christus „das Wort Fleisch geworden“ ist (Joh 1,14), so muss auch der Glaube an Christus im eucharistischen Mahl seine „Verleiblichung“ erfahren.

2. Von der Einsetzung der Eucharistie durch Christus zeugen vier biblische Berichte. Zwei von ihnen werden der Überlieferung des Petrus zugeordnet (der sog. petrinische Bericht) Mk 14,22-25 und Mt 26,26-28, die zwei anderen stammen vom Paulus ab (paulinische Bericht) 1 Kor 11,23-25 und Lk 22,19-20.

Die vier Einsetzungsberichte sehen, im griechischen Original und in der deutschen Einheitsübersetzung wie folgt aus:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

a. Das Sondergut des petrinischen Berichtes ist:

i. der Hinweis, dass das Brotwort „während des Mahles“ stattfand;
ii. die Aufforderung „Nehmet und esset“;
iii. das Blutwort ist parallel mit dem Brotwort gestaltet (mein Leib – mein Blut);
iv. der Hinweis auf das eschatologische Mahl im Reiche des Vaters.

b. Sondergut des paulinischen Berichtes ist:

i. eindeutiger Hinweis auf den Opfercharakter zum Heil schon beim Brotwort (im petrinischen Bericht nur beim Kelchwort);
ii. der Hinweis, dass das Kelchwort „nach dem Mahl“ (also beim dritten, dem Segensbecher) stattfand;
iii. die Form des Kelchwortes: „dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut“ (bei Lk hinzugefügt: „vergossen für euch“);
iv. die Aufforderung, diese Mahlfeier „zu seinem Gedächtnis“ weiterhin zu vollziehen.

b. Paulinisches Eucharistieverständnis

1. Paulus spricht im Kontext der Eucharistie, in dem schon erwähnten ältesten Eucharistiebericht, vom „Herrenmahl“ (kyriako¡n dei­pnon: 1 Kor 11,20), vom „Kelch des Herrn“ (poth¢rion kyri¢oy: 1 Kor 11,27; 10,21) und vom „Tisch des Herrn“ (trape¢zh kyri¢oy: 1 Kor 10,21). Ferner verwendet er die Bezeichnungen „geistige Speise“ (pneymatiko¡n brv­ma: 1 Kor 10,3 f.) und „geistiger Trank“ (pneymatiko¡n po¢ma: 1 Kor 10,3 f.) womit er Christus selbst meint.[3]
2. Andere Paulustexte 1 Kor 8,1-11,1 geben nicht nur der Überzeugung Ausdruck, dass die christliche Eucharistiefeier sich wirklich mit dem Fleisch und Blut Christi verbindet, sondern weisen auch auf den Opfercharakter der Eucharistie hin (1 Kor 10,14. 16-21).
3. Ferner verweist Paulus auf die:

a. einheitsstiftende

1 Kor 10,17: „Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.“

b. kerygmatische

1 Kor 11,26: „Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“

c. und die eschatologische

1 Kor 11,26 „Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt“.

Rolle der Eucharistie.[4]

3. Materie und Form des eucharistischen Sakraments

a. Einleitung

Unter dem Begriff der Eucharistie, ein Wort, welches sich zum ersten Mal beim Justin dem Märtyrer († 165) einfindet (Justin, Apol. 65, 3.5 u.a.), wird, im weiteren Sinne, die Messe als Mitte des kirchlichen Kultes, im engeren Sinne, hingegen, das „Sakrament“ der Kommunion verstanden.

1. Im weiteren Sinne wird unter Eucharistie, die Heilige Messe verstanden, welche den Mittel- und Höhepunkt des kirchlichen Kultes bildet. Während einige Sakramente (Krankenölung, Buße) nur außerhalb der Messe, andere hingegen (Taufe, Firmung, Ehe, Weihe) innerhalb der Messe gespendet werden können, so ist im Falle der Eucharistie die Messfeier mit der sakramentalen eucharistische Feier identisch.

a. Daher gehören die folgenden Elemente zum äußeren Erscheinungsbild der eucharistischen Kulthandlung:

i. der Amtspriester;
ii. das priesterliche Gottesvolk;
iii. Gebets- und Lesegottesdienst,
iv. die Opferfeier mit:

(1) dem Opfer
(2) dem Opfermahl.

b. Obwohl die Kirche in Ausnahmefällen Priestern, welche zur täglichen Zelebration der Messe angehalten werden (CIC 904), eine gültige Messfeier auch „ohne Gemeinde“ (vgl. CIC 906) erlaubt, so ist umgekehrt eine Messfeier der Gemeinde ohne Priester nicht möglich.

c. Da die Eucharistiefeier im weiteren Sinne das ganze liturgische Messgeschehen einschließt, so stellt sich die Frage, inwieweit die willkürliche Auslassung von bestimmten Teilen des Gottesdienstes (z. B. der zweiten Lesung am Sonntag) oder andere, von der Kirche nicht vorgesehene, Änderungen die Würdigkeit des eucharistischen Sakramentes beeinträchtigen.[5]

2. Im engeren Sinn bezieht sich die Frage nach dem Erscheinungsbild des eucharistischen Sakraments auf die Gestalten der Kommunion, d.h. auf Brot und Wein, also auf die Materie des Sakraments.

b. Materie der Eucharistie

1. Bezüglich der Materie lehrt die Kirche, dass die für die Gültigkeit des Vollzugs des eucharistischen Opfersakraments notwendige Materie Brot (Weizenbrot) und Wein (Traubenwein) bilden.[6]
2. Die Materie des eucharistischen Sakraments geht auf die Abendmahlberichte und die früheste, liturgische Tradition der Kirche zurück.
3. Unter „ Brot “ ist „Weizenbrot“ (CIC Kan. 924 §2, 926) zu verstehen, wobei man in der Westkirche „ungesäuertes Brot“ (Azymen), in der Ostkirche hingegen „gesäuertes Brot“ (Enzymen) verwendet. Die Verschiedenheit dieser Tradition zwischen Ost und West hat sogar zum Morgenländischen Schisma mit beigetragen, welches seit 7. Dezember 1965 als behoben gilt.

a. Die Ostkirche begründet ihre Verwendung von Enzymen dadurch, dass:

i. Melchisedech mit Sicherheit gesäuertes Brot verwendet habe (Gen 14,18; Heb 7,1-10);

ii. nur gesäuertes Brot lebendig ist und daher als Zeichen für den lebendigen Christen in der Eucharistie dienen kann.

b. Die Westkirche, hingegen, verteidigt ihren Gebrauch von Azymen mit dem Hinweis, dass:

i. Christus im Abendmahlsaal ungesäuertes Brot verwendet hat (Mk 14,12; Mt 27,17; Lk 22,7: am ersten Tag der ungesäuerten Brote);
ii. im AT für alle Opfer Mazzoth, d.h. ungesäuertes Brot, vorgeschrieben war (Ex 23,18; 34,25; Lev 2,4.11; 7,12; 8,2);
iii. die Gärung als Fäulnis galt und darum Enzymen allegorisch als Zeichen für Sünde und Bosheit standen (Mt 6,6.12; 1 Kor 5,7 f.).

Dennoch hat die Westkirche stets beide Brotarten als gültige Materie des Sakraments anerkannt.

4. Unter „ Wein“ ist reiner, aus Trauben gewonnener Wein gemeint und dieser wird als gültige Materie der Eucharistie gefordert (Mt 26,29; Mk 14,25; Lk 22,18, CIC Kann. 924 §3.)

i. Vor der Wandlung wird dem Wein etwas Wasser beigemischt, was als Zeichen dafür dient, dass Christus die menschliche Natur angenommen hat. Diese Beimischung wird für die Erlaubtheit des Sakraments gefordert, sollte sie fehlen, so ist auch ohne sie das Sakrament gültig.

ii. Die Kirche hat sich immer dagegen gewehrt Wein durch Wasser oder andere Substanzen zu ersetzen (D 876, 945 – DS 1639, 1748).

c. Form der Eucharistie

1. Die Form des eucharistischen Sakramentes bilden die Worte, mit denen Christus beim Abendmahl seinen Aposteln seinen Leib und sein Blut reichte, welche in der lateinischen Fassung des Messkanons überliefert sind.

a. Zur Form des Sakramentes nahm, als erster, Innozenz III 1202 Stellung, indem er schrieb, dass die Konsekrationsworte nicht dahingehend gedeutet werden dürfen, dass nur imago (Bild) et species (Erscheinungsform) et figura (Bild)[7] des Opfers Christi gegenwärtig werden, sondern vielmehr die veritas (Wahrhaftigkeit) des Opfers gegenwärtig gesetzt wird.[8]

b. Im Decretum pro Armenis 1439 heißt es:

„Die Form dieses Sakraments sind die Worte des Erlösers, mit denen er dieses Sakrament vollzogen (eingesetzt) hat. Der Priester vollzieht nämlich dieses Sakrament, indem er an Christi Statt (in persona Christi) spricht. Denn durch die Kraft eben der Worte werden die Brotsubstanz in den Leib Christi und die Weinsubstanz in das Blut Christi verwandelt.“ (D 715 – DS 1352)

2. Bis zum 4. Jh. war man in der Ost- und Westkirche der übereinstimmenden Meinung, dass der Einsetzungsbericht im Auftrag des Herrn vollzogen und gesprochen, für die Eucharistiefeier notwendig und wirksam sei. Seit dem 4. Jh. fing man im Osten an neben dem Einsetzungsbericht ein Opferbittgebet entweder an den Logos oder an den Geist anzufügen.

a. Die sog. Wandlungsepiklese, also die nachträgliche Bitte an den Hl. Geist, welche die Gestalten, über die die Wandlungsworte bereits gesprochen waren „heiligen“ sollten, tritt zum ersten Mal bei Kyrill von Jerusalem († 387) auf (Cat. myst. V 7: PG 33, 1113-1116). Später ist sie auch in den syrischen Liturgien zu finden.

b. In den Liturgien Ägyptens und Roms (Const. Apost. VIII) (um 220) findet sich die Bitte um den Heiligen Geist vor den Wandlungsworten und hat den Charakter einer Kommunionepiklese, in welcher gebeten wird, die Eucharistie möge ihrem Empfänger durch das Wirken des Hl. Geistes zum Heile gereichen.

c. In der Folgezeit wurde in der Ostkirche die Epiklese immer mehr als das eigentlich opferwirkende Moment gesehen. Dies stand mit dem Eucharistieverständnis des Theodor von Mopsuestia (†428) (Hom. Cat. 15 u. 16: Studi e Testi 145,465 f, 533 ff.) in Verbindung, welcher im Eucharistiekanon zwei Phasen sah:

i. Die erste vergegenwärtige in sakramentaler Weise den Tod des Herrn, dargestellt im Einsetzungsbericht und in der Trennung der Gestalten.
ii. Die zweite Phase versinnbildliche die Auferstehung und Erhöhung des Herrn. Diese Phase kulminiere in der Epiklese und in der Mischung der eucharistischen Gestalten, die bildhaft die „transfiguratio“ Christi darstellt.

3. In der Westkirche wurde seit dem 12 Jh. dem Einsetzungsbericht vi verborum (kraft der Worte) primär der Opfertod als Wirkung zugesprochen, während vi concomitantiae (kraft der „Begleitung“, d.h. Konsequenz) , unter den verwandelten Gestalten der verklärte Herr zugegen ist, welcher dem Kommunionempfänger in der Kommunion an seiner Verklärung Anteil schenkt.

a. Die Westkirche betonte stets die Bedeutung des Einsetzungsberichtes, weil sie der Meinung war, dass die Epiklese als Bittgebet der biblischen Grundlage entbehrt.
b. Daher hatte die Westkirche auf den Unionskonzilien immer von der Ostkirche die Anerkennung gefordert, dass das Messopfer durch den Einsetzungsbericht geschehe (D 698, 715 – DS 1320, 1352 f).

4. Die neuesten Hochgebete der römischen Liturgie, bieten sowohl eine Wandlungs- als auch eine Kommunionepiklese:

Wandlungsepiklesen (gesprochen vor der Wandlung):

Zweites Eucharistisches Hochgebet:

„Sende deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus“.

Drittes Eucharistisches Hochgebet:

„Heilige unsere Gaben durch deinen Geist, damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgetragen hat, dieses Geheimnis zu feiern“.

Viertes Eucharistisches Hochgebet:

„So bitten wir dich, Vater: der Geist heilige diese Gaben, damit sie uns werden Leib und Blut unseres Herrn Jesus Christus, der uns die Feier diese Geheimnisses aufgetragen hat als Zeichen des ewigen Bundes.“

Kommunionepiklesen:

Zweites Eucharistisches Hochgebet:

„Wir bitten dich: Schenke uns Anteil an Christi Leib und Blut und lass uns eins werden durch den Heiligen Geist.“.

Drittes Eucharistisches Hochgebet:

„Stärke uns durch den Leib und das Blut deines Sohnes und erfülle uns mit seinem Heiligen Geist, damit wir ein Leib und ein Geist werden in Christus. Er mache uns auf immer zu einer Gabe, die dir wohlgefällt, damit wir das verheißene Erbe erlangen mit deinen Auserwählen [...]“.

Das Vierte Eucharistische Hochgebet:

„Sieh her auf die Opfergabe, die du selber deiner Kirche bereitete hast, und gib, dass alle, die Anteil erhalten an dem einen Brot und dem einen Kelch, ein Leib werden im Heiligen Geist, eine lebendige Opfergabe in Christus zum Lob deiner Herrlichkeit.“

[...]


[1] Mehr darüber findet sich im Gotteslob 351-370, 5. Vgl. Theodor Schnitzler, Was die Messe bedeutet. Hilfen zur Mitfeier, Freiburg i. Br.: Herder 199011.

[2] Nach Auer, Kleine katholische Dogmatik, Bd. VI: Das Mysterium der Eucharistie, Regensburg: Pustet 19803, S. 151-154.

[3] Ebd. S. 136.

[4] Courth, Die Sakramente. Ein Lehrbuch für Studium und Praxis der Theologie, Herder: Freiburg i. Br. 1995, S. 162-165.

[5] Die zahlreichen liturgischen Missbräuche, welche allzu oft in Deutschland vorkommen, werden in der Instruktion des Apostolischen Stuhls „ Redemptionis sacramentum über einige Dinge bezüglich der heiligsten Eucharistie, die einzuhalten und zu vermeiden sind“ (vom 25. März 2004) behandelt. http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20040423_redemptionis-sacramentum_ge.html

[6] Nach Auer, S. 158-165.

[7] Figura bedeutet in der Theologie jenes Bild, welches ein anderes Ereignis ankündigt. So ist die Opferung Isaaks die figura der Opferung Christi.

[8] Schreiben an den Erzbischof Johannes von Lyon PL 214,1119-1121.

Ende der Leseprobe aus 64 Seiten

Details

Titel
Spezielle Sakramentenlehre der katholischen Kirche: 3. Eucharistie - das Sakrament der Lebenshingabe Jesu
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Katholische Theologie)
Veranstaltung
Vorlesungen im Rahmen eines Seminars
Autor
Jahr
2008
Seiten
64
Katalognummer
V192469
ISBN (eBook)
9783656174790
ISBN (Buch)
9783656175070
Dateigröße
912 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Darstellung der katholischen Eucharistielehre im Rahmen der Systematischen Theologie. Biblische, theologiegeschichtliche, patristische und liturgische Hinführung zu einem vertieften Verständnis der Eucharistie. Als akademisches Vorlesungsskript konzipiert, für alle Interessierten geeignet.
Schlagworte
Katholische Theologie, Sakramentenlehre, Eucharistie, Messopfer, Transsubstantiationslehre, Kirchenväter, Theologie des Mittelalters, Eucharistische Frömmigkeit, Reformierte Sicht der Messe, Würdiger Eucharistieempfang
Arbeit zitieren
Dr. phil. Mag. theol. Thomas Klibengajtis (Autor), 2008, Spezielle Sakramentenlehre der katholischen Kirche: 3. Eucharistie - das Sakrament der Lebenshingabe Jesu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192469

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