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Stabilitätsmechanismen in der Europäischen Union - Eine kritische Analyse

Title: Stabilitätsmechanismen in der Europäischen Union - Eine kritische Analyse

Scientific Essay , 2012 , 59 Pages

Autor:in: Carl Philipp Fries-Henrich (Author)

Economics - International Economic Relations
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Dieser Aufsatz hat das Ziel, die aktuellen Stabilitätsmechanismen der Europäischen Union kritisch zu analysieren. Dies beginnt, indem erst der Werdegang hin zu den aktuellen Stabilitätsmechanismen beschrieben wird. Weiterhin wird der jetzige ESM/EFSF auf der Basis einer theoretischen Einordnung analysiert und kategorisiert. Anschließend werden die durch den neuen Mechanismus gesetzten Anreize analysiert und kritisch hinterfragt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Historische Entwicklung der Stabilitätsmechanismen der Europäischen Währungsunion

1.1. Der Beginn der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion

1.2. Erweiterung der EWWU

1.3. Betrachtung der Stabilitätsmaßnahmen der EWWU

2. Definition des Lender of Last Resort (LOLR)

2.1. Ursprüngliche Begriffsherkunft

2.2. Zweck des Lender of Last Resort

2.3. Weiterentwicklung der ursprünglichen LOLR- Doktrinen

2.4. LOLR auf der internationalen Ebene

2.5 Zusammenfassung und Anreize des LOLR

3. Ist der europäische Stabilitätsmechanismus ein Lender of Last Resort

3.1. Einführung Europäischer Stabilitätsmechnismus

3.2. Grundlagen für die Beantragung von ESM/EFSF- Hilfen

3.3. Das Ziel und die Modi Operandi des ESM

3.4. Zusammenfassung und Diskussion

4. Anreizeffekte des ESM

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die aktuellen Stabilitätsmechanismen der Europäischen Union – insbesondere den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) – vor dem Hintergrund der ökonomischen Theorie des "Lender of Last Resort" kritisch zu analysieren, um deren Wirksamkeit und die damit verbundenen Anreizstrukturen zu bewerten.

  • Historische Entwicklung der europäischen Stabilitätsarchitektur
  • Theoretische Fundierung des Lender of Last Resort (Thornton & Bagehot)
  • Klassifizierung des ESM als supranationaler Liquiditätsversorger
  • Analyse von Moral-Hazard-Risiken und Gegensteuerungsmechanismen
  • Diskussion von Umschuldungsklauseln und finanziellen Sanktionen

Auszug aus dem Buch

2.1. Ursprüngliche Begriffsherkunft

Historisch betrachtet wurde der „Lender of LastResort“ als klassische Theorie von drei Autoren im 18. und 19. Jahrhundert begründet.

Erfunden wurde der Begriff Lender of Last Resort im späten 18. Jahrhundert von Sir Francis Baring. In seinem Werk, „Observations on the Establishment of the Bank of England“ (1797) erwähnte er erstmals in den Wirtschaftswissenschaften die Zentralbank als „dernier resort“ (letzte Zuflucht), von der alle Banken in der Krise Liquiditätshilfen erwarten können sollten.

Die Grundüberlegung der damaligen Zeit war, dass man eine Situation fürchtete, in welcher Gerüchte um eine Zahlungsunfähigkeit dazu führen können, dass ganze Volkswirtschaften zum Erliegen kommen. Durch das Misstrauen der einzelnen Markteilnehmer untereinander werden keine Darlehen oder ähnliche Geldgeschäfte mehr getätigt, was kurzfristig zu einer Abwärtsspirale und langfristig zu einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung führt.

Die Bedeutung des Begriffs LOLR entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten und hat besonders in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Anwendung gefunden. Im folgenden Unterkapitel 1.2 Zweck des Lender of Last Resort werden das Ziel und die Modi Operandi (M. O.) , welche aus den Werken der prägenden Autoren und der bisherigen Anwendung hervorgegangenen sind, beschrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Historische Entwicklung der Stabilitätsmechanismen der Europäischen Währungsunion: Beschreibt den Werdegang von der Gründung der Währungsunion über die Maastricht-Kriterien bis hin zur Notwendigkeit neuer Stabilitätsinstrumente.

2. Definition des Lender of Last Resort (LOLR): Erläutert die theoretischen Grundlagen und Kriterien eines Liquiditätsgebers der letzten Instanz nach Thornton und Bagehot.

3. Ist der europäische Stabilitätsmechanismus ein Lender of Last Resort: Überprüft die vertragliche Ausgestaltung des ESM anhand der zuvor definierten Kriterien auf Konformität mit dem LOLR-Modell.

4. Anreizeffekte des ESM: Analysiert kritisch die durch den ESM induzierten Moral-Hazard-Probleme sowie die Wirksamkeit von Konditionalitäten und Strafzinsen.

5. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Eignung des ESM als stabilitätsstiftender Mechanismus in der Eurozone.

Schlüsselwörter

Europäische Währungsunion, ESM, EFSF, Lender of Last Resort, Stabilitätsmechanismen, Moral Hazard, Konvergenzkriterien, Liquiditätskrise, Finanzstabilität, Schuldentragfähigkeitsanalyse, Euro, Zentralbank, Wirtschaftspolitik, Risikomanagement, Anreizstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die Stabilitätsmechanismen der Europäischen Union, speziell den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), hinsichtlich ihrer Funktion und Konzeption.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung der Währungsunion, die ökonomische Theorie des Lender of Last Resort, die praktische Ausgestaltung des ESM sowie die Analyse von Anreiz- und Haftungsproblemen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den ESM auf Basis wissenschaftlicher Literatur als Lender of Last Resort einzuordnen und zu hinterfragen, ob die gesetzten Anreize zur Stabilisierung der Eurozone zweckmäßig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegestützte, kritische Analyse, die vertragliche Gegebenheiten des ESM mit klassischen LOLR-Doktrinen (Thornton, Bagehot) abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des LOLR-Konzepts, dessen Anwendung auf den ESM sowie die anschließende kritische Diskussion von Anreizstrukturen wie Moral Hazard.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Euro, ESM, Lender of Last Resort, Moral Hazard, Stabilität, Konvergenzkriterien und Finanzkrise.

Wie unterscheidet sich der ESM von einem klassischen nationalen Lender of Last Resort?

Während ein nationaler LOLR meist eine Zentralbank ist, die Banknoten emittieren kann, ist der ESM eine supranationale Institution ohne Monopol auf Geldmengenexpansion, die als Unterstützer für Staaten agiert.

Welche Rolle spielt die "Troika" bei ESM-Hilfen?

Die Troika, bestehend aus Vertretern der EU-Kommission, der EZB und des IWF, überwacht die Einhaltung der makroökonomischen Anpassungsprogramme, die an ESM-Hilfen geknüpft sind.

Warum werden für ESM-Kredite Zinsaufschläge erhoben?

Die Zinsaufschläge dienen als Kompensation für die Kreditrisiken und sollen Anreize setzen, die Hilfe möglichst zügig zurückzuzahlen, um exzessive Abhängigkeiten zu vermeiden.

Was kritisiert der Autor an der Ausstattung des ESM?

Kritisiert wird die Begrenztheit der finanziellen Mittel, da ein idealer LOLR im Sinne klassischer Theorien über unbegrenzte Mittel verfügen sollte, um Vertrauen effektiv wiederherzustellen.

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Details

Title
Stabilitätsmechanismen in der Europäischen Union - Eine kritische Analyse
College
Technical University of Berlin  (VWL)
Author
Carl Philipp Fries-Henrich (Author)
Publication Year
2012
Pages
59
Catalog Number
V192740
ISBN (eBook)
9783656176978
ISBN (Book)
9783656177470
Language
German
Tags
stabilitätsmechanismen europäischen union cpfh eine analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carl Philipp Fries-Henrich (Author), 2012, Stabilitätsmechanismen in der Europäischen Union - Eine kritische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192740
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