Das vorliegende Bändchen ist das Vierte in der Reihe Im Schnelldurchlauf. Nach BGB im Schnelldurchlauf, Arbeitsrecht im Schnelldurchlauf und Medienrecht im Schnelldurchlauf kommt jetzt die Stichwortsammlung zum Thema Strafrecht.
Auch für dieses Büchlein gilt, dass es weder Lehrbuch noch Kommentar sein möchte, es hat keinen wissenschaftlichen Anspruch und verletzt ganz bestimmt wieder einige wissenschaftliche Standards und wird vielen Großjuristen Schweißperlen auf die Stirn treiben, da hemmungslos Wikipedia zitiert wird und auch andere Quellen verwendet werden, welche den meisten Rechtswissenschaftlern beim bloßen Gedanken daran vermutlich schlaflose Nächte bereiten würden.
Strafrecht im Schnelldurchlauf verzichtet, wie die vorangegangenen Büchlein aus der Reihe, auf ein Literaturverzeichnis. Alle Quellenangaben und Verweise finden sich entweder im Text oder in der Fußnote. Meist wird auf eine Fundstelle im Internet verwiesen. Das macht die Sache unwissenschaftlich, aber oftmals schnell nachvollziehbar. Wer mehr zum Thema wissen will, der sollte sich unbedingt ein Lehrbuch kaufen, denn mit diesem Büchlein kann höchstens Appetit auf Strafrecht gemacht werden, letzte Fragen werden hier genauso wenig beantwortet, wie andere vertiefende Fragestellungen. Wer aber schnell mal ein paar kurze Stichwörter nachlesen will, der kann das hier tun.
Zur Vollständigkeit sei ganz deutlich gesagt: Strafrecht im Schnelldurchlauf ist unvollständig, die Auswahl der Themen wurde willkürlich vom Autor vorgenommen und entspricht eher den Vorlieben und Interessen des Autors (also den Vorlieben der Beschäftigung mit dem Thema, nicht den Vorlieben für Straftatbestände an sich). Genug der Vorrede, jetzt viel Spaß bei der Lektüre.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort des Stichwortsammelnden Autors
Strafrecht im Schnelldurchlauf
Formelles und Materielles Strafrecht
Strafrechtstheorien
Warum soll der Staat bestrafen?
Strafvollzug
Allgemeiner Teil
Vergehen und Verbrechen
Unterlassungsstraftaten
Vorsätzliches und Fahrlässiges Handeln
Irrtum
Versuchsstraftaten
Rücktritt vom Versuch
Täterschaft und Teilnahme
Anstiftung
Beihilfe
Notwehr und Notstand
Strafantrag
Verjährung
Besonderer Teil
Eigentumsdelikte
Erpressung
Betrug
Straftaten gegen das Leben
Körperverletzung
Brandstiftung
Steuerstrafrecht
Strafrecht, wo gibt es das noch?
Seefischereigesetz
Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Das Werk dient als unvollständige, prägnante Stichwortsammlung, um einen schnellen Überblick über grundlegende Konzepte und ausgewählte Tatbestände des deutschen Strafrechts zu geben, ohne den Anspruch einer wissenschaftlichen Lehrbuchdarstellung zu erheben.
- Grundlagen der Strafrechtstheorien und des Strafvollzugs
- Systematik von Allgemeinem und Besonderem Teil des StGB
- Struktur von Tatbeständen wie Diebstahl, Betrug und Tötungsdelikten
- Überblick über das Steuerstrafrecht und steuerrechtliche Sanktionen
Auszug aus dem Buch
Notwehr und Notstand, §§ 32 ff StGB
Hier wird der Gesetzeswortlaut wiedergegeben. Da es sich um eine Stichwortsammlung handelt ist das vertretbar. Details aber sind wieder bei Wikipedia zu finden.
§ 32 StGB Notwehr
(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
§ 34 StGB Rechtfertigender Notstand
Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden.
Zusammenfassung der Kapitel
Strafrecht im Schnelldurchlauf: Einführung in die Unterscheidung von formellem und materiellem Strafrecht sowie eine knappe Darstellung von Strafrechtstheorien.
Allgemeiner Teil: Definition von Verbrechen und Vergehen, Unterlassungsdelikten, Vorsatz, Irrtum sowie eine Zusammenstellung wichtiger rechtlicher Grundlagen wie Notwehr und Täterschaft.
Besonderer Teil: Detaillierte Auflistung spezifischer Straftatbestände unterteilt in Eigentumsdelikte, Straftaten gegen das Leben, Körperverletzung, Brandstiftung und Steuerstrafrecht.
Strafrecht, wo gibt es das noch?: Kurzer Exkurs zur Existenz strafrechtlicher Normen außerhalb des Strafgesetzbuches, am Beispiel des Seefischereigesetzes.
Schlüsselwörter
Strafrecht, StGB, Materielles Strafrecht, Strafvollzug, Verbrechen, Vorsatz, Fahrlässigkeit, Notwehr, Notstand, Diebstahl, Raub, Betrug, Steuerstrafrecht, Steuerhinterziehung, Seefischereigesetz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk grundlegend?
Das Buch bietet eine stark vereinfachte und kompakte Stichwortsammlung zu zentralen Begriffen und Bestimmungen des deutschen Strafrechts.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Behandelt werden grundlegende Prinzipien (Strafzwecke), der Allgemeine Teil des StGB sowie ausgewählte Delikte aus dem Besonderen Teil und dem Steuerstrafrecht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, interessierten Laien einen schnellen, niedrigschwelligen Einstieg in strafrechtliche Termini zu bieten, ohne dabei den wissenschaftlichen Tiefgang eines Lehrbuchs zu beanspruchen.
Welche Methode wird zur Darstellung verwendet?
Die Methode besteht in der Wiedergabe von Gesetzestexten, kurzen Erläuterungen und der Verwendung von Internetquellen zur schnellen Nachvollziehbarkeit.
Was wird im Hauptteil inhaltlich abgedeckt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Darstellung von Straftatbeständen, angefangen bei den Grundlagen über Vermögens- und Gewaltdelikte bis hin zu steuerstrafrechtlichen Sonderregelungen.
Welche Schlüsselwörter beschreiben das Dokument am besten?
Zu den Kernbegriffen zählen Strafgesetzbuch, Steuerstrafrecht, Notwehr, Täterschaft und verschiedene spezifische Deliktgruppen.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Verbrechen und Vergehen?
Die Unterscheidung erfolgt anhand der angedrohten Mindestfreiheitsstrafe: Verbrechen ab einem Jahr, Vergehen bei darunterliegenden Strafmaßen oder Geldstrafe.
Was ist die Faustformel für Raub im Vergleich zum Diebstahl?
Die Faustformel lautet: Diebstahl ist die Wegnahme einer Sache ohne Gewalt, während Raub die Wegnahme unter Anwendung von Gewalt oder Drohung darstellt.
- Quote paper
- Diplom-Jurist Daniel Poznanski (Author), 2012, Strafrecht im Schnelldurchlauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192814