Meister Eckhart - Der Weg eines Mystikers

Ist seine Mystik in der heutigen Welt immer noch aktuell?


Hausarbeit, 2009

12 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2a. Zur Person: Leben
2b. Zur Person: Werke

3a. Lehre: Von Gott und der Welt
3b. Lehre: Von der Rückkehr in Gott
3c. Lehre: Von der Seele

4. Der Prozess gegen Meister Eckhart:

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1.Einführung.

Meine Hausarbeit über Meister Eckhart schildert das Leben und Wirken eines der wohl bekanntesten Mystiker Deutschlands. Die gesamte Hausarbeit basiert auf der Beantwortung der Frage ob es in unserer Gesellschaft immer noch Platz für Meister Eckhart und seine Mystik gibt? Ist seine Lehre in der heutigen Welt immer noch aktuell oder gehört sie in die Mottenkiste?

Anhand des mir vorliegende Materials werde ich versuche die oben genannten Fragen zu beantworten, indem ich auf Eckharts Leben und Wirken eingehe. Zunächst werde ich Eckharts Lebensdaten und die damit verbunden Ereignisse schildern. Hierbei werde ich sowohl auf seine Seelsorger Tätigkeit als auch sein späteres Wirken als Prediger eingehen. Darauf folgt eine Erläuterung seiner Werke. Zu Beginn werde ich ganz kurz etwas Allgemeines zu seinen Werken sagen, um dann zu dem wichtigsten Teil diesen Abschnitt über zu gehen, nämlich der Darstellung seiner bedeutendsten Werke und deren Inhalt. Hier rauf werde ich auf die wesentlichen Punkte seiner Lehre eingehen. Im Anschluss darauf folgt eine detaillierte Beschreibung des Prozesses gegen Meister Eckhart. Von der Vorgeschichte über den Verlauf bis hin zu seinen Auswirkungen auf die Person Eckharts. Abschließend werde ich in Rahmen eines Fazits versuchen die Frage zu beantworten, ob Eckhart und seine Mystik immer noch aktuell sind, indem ich auf die Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte seiner Schriften damals und heute eingehen werde.

2a.Zur Person: Leben.

Meister Eckhart war eine bekannter deutscher Theologe, Philosoph und Mystiker, der dem Dominikanerorden angehörte. Wie bei fast allen Mystikern ist ein Teil des Leben Meister Eckharts nicht bekannt. Er ist vermutlich um 1260 in Hochheim bei Gotha oder bei Erfurt geboren worden und starb vor dem 30.4.1328.[1] Um 1280 fing er sein Theologiestudium in Köln an und 1293 hielt er als lector sententiarum in Paris seine Antrittsrede.[2] Zwischen 1294 und 1298 war Eckhart als Prior von Erfurt und Vikar von Thüringen tätig.[3] In dieser Zeit schrieb er die „Reden der Unterweisung“. Bereits damals wies er eine klare und theologisch durchdachte spirituelle Konzeption auf und zeichnete sich durch eine Verbindung von intellektueller Gottes Erfahrung und Lebenspraxis aus. 1302/1303 erwarb Eckhart den Titel magister sacrae theologiae und wurde als Lehrer an der theologischen Fakultät an der Universität von Paris tätig.[4] 1303 wurde er zum Provinzial der Provinz Sachsen mit Sitz in Köln gewählt und wenig später zum Generalvicar in Böhmen und übte diese Tätigkeit acht Jahre lang aus.[5] Zu seinen Aufgaben gehörte z.B. Gründung neuer Ordenskonvente, Leitung der Provinzialkapitel sowie die Führung des geistlichen Lebens. Im Jahre 1311 wurde Eckhart erneut zur Lehre in Paris freigestellt und verbrachte dort zwei akademische Jahre.[6] Danach war Eckhart als Vikar in Straßburg tätig, wo er eventuell persönlichen Kontakt zur Johannes Tauler und Heinrich Seuse gehabt haben könnte.[7] Zu diesem Zeitpunkt schrieb er sein wohl bekanntestes Werk „Vom edlen Menschen“, dass er vermutlich der Königin Agnes von Ungarn gewidmet haben soll. 1322 wurde er zum Leiter des studium generale nach Köln berufen, geriet aber aufgrund seiner Lehre immer wieder mit der katholischen Kirche in Konflikt. Vor allem sein Predigtwerk war ein Dorn im Auge der Kirche, die Kirche war der Ansicht Eckhart würde nicht genug zwischen dem Sein Gottes und dem der Geschöpfe unterscheiden. Anschließend wurde dann 1326 in Virneburg ein Inquisitionsverfahren gegen Eckhart eingeleitet.[8] Es wurden viele theologische Schriften durch die katholische Kirche auf Irrtümer und Häresien untersucht und zwar nicht wegen seiner theologischen Ansichten, sondern aus Angst vor der so genannten „Verwirrung der Gemüter“. In Köln wurden dann Listen mit einzelnen Sätzen zusammengestellt und Eckhart zur Gegenäußerung übergeben. Am 13.2.1227 gab Eckhart in einer Dominikanerkirche in Köln eine öffentliche Erklärung zu den ihn gemachten Vorwürfen.[9] Er sagte, dass „er sich zwar irren könne, aber in jedem Fall die rechtgläubige Intention seiner Person festhalte“.[10] Nachfolgend wurde seine Rechtfertigungsschrift nach Avignon gesandt. Eckhart selbst reiste nach Avignon um sich noch einmal von einer Papst gestellten Untersuchungskommission zu verteidigen, doch das Ergebnis der Begutachtung wurde erst nach Eckharts Tod in der päpstlichen Bulle „In agro dominico“ des Johannes XXII am 27.3.1329 veröffentlicht.[11]

2b.Zur Person-Werke.

Im eigentlichen Sinne hat uns der Meister ein einziges Werk hinterlassen, nämlich seine Bibelauslegung und seine Predigten über die Bibeltexte, die er in einem Grundgedanken zusammengehalten hat.[12] Ich werde jetzt die wichtigsten seiner Werke präsentieren, indem ich sowohl auf ihre Entstehung als auch auf ihren Inhalt kurz eingehen werde.

Das erste bekannte Werk heißt „Die Reden der Unterscheidung“ von 1298, es ist deshalb von Bedeutung weil es wahrscheinlich das erste Werk des Meisters ist, dass er gerade Mal mit vierzehn Jahren verfasst haben soll.[13] Die Reden enthalten zwar nur überliefertes Gedankengut und befassen sich schulgerecht mit der ersten Stufe der Mystik, genauer gesagt mit der asketischen Willenszucht.[14] Man merkt aber trotzdem, dass Eckhart schon damals der Strömung der spekulativen Mystik nicht widerstehen konnte.[15]

[...]


[1] Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S. 77.

[2] Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S. 77.

[3] Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S. 77.

[4] Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S. 77.

[5] Bach, Joseph: Meister Eckhart, der Vater der deutschen Spekulation, Wien 1864; Frankfurt a. M. 1964. S.51.

[6] Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S. 79.

[7] Wehr, Gerhard: Meister Eckhart. 7 Auflage. Rowohlt, Reinbek 2008. S. 34.

[8] Wehr, Gerhard: Meister Eckhart. 7 Auflage. Rowohlt, Reinbek 2008. S. 37.

[9] Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S. 82.

[10] Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S. 82.

[11] Wehr, Gerhard: Meister Eckhart. 7 Auflage. Rowohlt, Reinbek 2008. S. 43.

[12] Vgl. Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S.97.

[13] Vgl. Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S.98.

[14] Vgl. Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S.98.

[15] Vgl. Dempf , Alois: Meister Eckhart. Eine Einführung in sein Werk, Leipzig 1934. S.98.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Meister Eckhart - Der Weg eines Mystikers
Untertitel
Ist seine Mystik in der heutigen Welt immer noch aktuell?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
12
Katalognummer
V193037
ISBN (eBook)
9783656180456
ISBN (Buch)
9783656183976
Dateigröße
465 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
meister, eckhart, mystikers, mystik, welt
Arbeit zitieren
Klaudia Buczek (Autor), 2009, Meister Eckhart - Der Weg eines Mystikers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193037

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