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Wie reduziere ich Kreuzband- und Meniskusverletzungen durch den Schulsport?

Eine verletzungsprophylaktische Studie am Beispiel Fußball

Titel: Wie reduziere ich Kreuzband- und Meniskusverletzungen durch den Schulsport?

Examensarbeit , 2011 , 55 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dominik Lorenz (Autor:in)

Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Problemstellung und Hintergrund der Arbeit Die Inzidenz einer vorderen Kreuzbandruptur ist im Alter von 15 bis 30 Jahren am höchsten, da sich dies als das sportintensivste Altersintervall darstellt. Nitsch schreibt, dass „Frauen […] eine bis zu achtmal höhere Verletzungsrate als Männer aufweisen. [Außerdem geht] jede dritte Kreuzbandverletzung zeitgleich mit einer Meniskusverletzung einher, auch die Begleitverletzungen von [anderen] Bändern und Gelenkknorpel sind häufig.“1
Gerade Fußball stellt eine Paradesportart dar, bei der selbstverschuldete Kreuzbandverletzungen an der Tagesordnung sind. Interessanterweise treten Verletzungen des vorderen Kreuzbandes (VKB) zu über 70% ohne Fremdeinwirkung auf. Ursächlich hierfür ist eine muskuläre Dysbalance der Oberschenkelmuskulatur: Die ischiocrurale Muskulatur ist im Verhältnis zur Quadriceps-Muskulatur zu schwach. Dies führt dazu, dass bei plötzlichen Richtungsänderungen oder Stoppbewegungen die benötigte Kraft der Oberschenkelrückseite (Hamstrings) zu schwach ist, um das Gelenk in seiner Position zu halten. Es kann hierdurch zu Kreuzband- und Meniskusrupturen kommen.
Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, ist eine allgemeine Kraftzunahme der Oberschenkelmuskulatur, insbesondere der ischiocruralen Muskulatur, wünschenswert. Wenn es durch den Schulsport gelänge, einen signifikanten Kraftzuwachs der Hamstring-Muskulatur (ischiocrurale Muskulatur) im Vergleich zur Quadriceps-Muskulatur zu erreichen, wären verletzungsprophylaktische Effekte in Bezug auf Kreuzbandrupturen zu erwarten. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass die Max-Weber-Schule Freiburg eine Eliteschule des Fußballs ist, wurde als Titel der Dokumentationsarbeit „Sportartspezifische Verletzungsprophylaxe im Sportunterricht am Beispiel Fußball“ gewählt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Hintergrund der Arbeit

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

1.3 Methodische Vorgehensweise

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Forschungsstand im Überblick

2.1.1 Studie von Knobloch & Martin-Schmitt (2006)

2.1.2 Studie von Liederbach et al. (2008)

2.1.3 Studie von Myer et al. (2009)

2.2 Krafttraining im Jugendalter und ihre Bedeutung für die Gesundheit

2.3 Grundsätze für funktionelles Krafttraining mit Heranwachsenden

2.4 Isokinetische Mess- und Trainingssysteme

2.4.1 Der isokinetische Test

3 Planung zur Durchführung der Unterrichtseinheit

3.1 Voraussetzungsanalyse

3.1.1 Anthropogene Voraussetzungen

3.1.2 Rahmenbedingungen

3.2 Didaktische Überlegungen

3.2.1 Stellung im Lehrplan

3.2.2 Themenwahl und Themenbegrenzung

3.2.3 Lernziele

3.3 Methodische Überlegungen

3.4 Besondere Vorüberlegungen

4 Unterrichtspraktische Umsetzung

4.1 Verlaufsplanung

4.2 Durchführung der Unterrichtseinheiten

4.2.1 Einführung in das Thema

4.2.2 Durchführung der Eingangsmessungen der Experimentalgruppe

4.2.3 Durchführung der Eingangsmessung der Kontrollgruppe

4.2.4 Oberschenkeltraining I

4.2.5 Oberschenkeltraining II – X

4.2.6 Durchführung der Ausgangsmessungen

4.2.7 Besprechung der Messergebnisse und Feedbackeinholung

4.3 Besondere Vorkommnisse während der Durchführung

5 Reflektion der Ergebnisse

5.1 Auswertung und Bewertung der Messergebnisse

5.1.1 Die Interventionsgruppe

5.1.2 Die Kontrollgruppe

5.2 Bewertung der Umsetzung der Unterrichtseinheit

5.3 Auswertung der Feedbackzielscheibe

5.4 Weiterführung der Unterrichtseinheit als Projekt

6 Schlussbetrachtung

6.1 Kritik und Würdigung der eigenen Untersuchungsmethode

6.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob ein wöchentliches, 25-minütiges Oberschenkeltraining im Schulsport über drei Monate bei Jugendlichen zu signifikanten Kraftzuwächsen der Quadriceps- und Ischiocruralmuskulatur führt, um so eine verletzungsprophylaktische Wirkung gegen vordere Kreuzbandrupturen zu erzielen.

  • Effekte eines spezifischen Krafttrainings auf die Oberschenkelmuskulatur
  • Verletzungsprophylaxe im Sportunterricht am Beispiel Fußball
  • Isokinetische Leistungsdiagnostik bei Jugendlichen
  • Vergleich von Experimental- und Kontrollgruppe
  • Didaktische Planung und Umsetzung im Schulsport

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung und Hintergrund der Arbeit

Die Inzidenz einer vorderen Kreuzbandruptur ist im Alter von 15 bis 30 Jahren am höchsten, da sich dies als das sportintensivste Altersintervall darstellt. Nitsch schreibt, dass „Frauen […] eine bis zu achtmal höhere Verletzungsrate als Männer aufweisen. [Außerdem geht] jede dritte Kreuzbandverletzung zeitgleich mit einer Meniskusverletzung einher, auch die Begleitverletzungen von [anderen] Bändern und Gelenkknorpel sind häufig.“

Gerade Fußball stellt eine Paradesportart dar, bei der selbstverschuldete Kreuzbandverletzungen an der Tagesordnung sind. Interessanterweise treten Verletzungen des vorderen Kreuzbandes (VKB) zu über 70% ohne Fremdeinwirkung auf. Ursächlich hierfür ist eine muskuläre Dysbalance der Oberschenkelmuskulatur: Die ischiocrurale Muskulatur ist im Verhältnis zur Quadriceps-Muskulatur zu schwach. Dies führt dazu, dass bei plötzlichen Richtungsänderungen oder Stoppbewegungen die benötigte Kraft der Oberschenkelrückseite (Hamstrings) zu schwach ist, um das Gelenk in seiner Position zu halten. Es kann hierdurch zu Kreuzband- und Meniskusrupturen kommen.

Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, ist eine allgemeine Kraftzunahme der Oberschenkelmuskulatur, insbesondere der ischiocruralen Muskulatur, wünschenswert. Wenn es durch den Schulsport gelänge, einen signifikanten Kraftzuwachs der Hamstring-Muskulatur (ischiocrurale Muskulatur) im Vergleich zur Quadriceps-Muskulatur zu erreichen, wären verletzungsprophylaktische Effekte in Bezug auf Kreuzbandrupturen zu erwarten. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass die Max-Weber-Schule Freiburg eine Eliteschule des Fußballs ist, wurde als Titel der Dokumentationsarbeit „Sportartspezifische Verletzungsprophylaxe im Sportunterricht am Beispiel Fußball“ gewählt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Knieverletzungen im Sport und definiert das Ziel, die Auswirkungen eines Oberschenkeltrainings auf die Kraftwerte zu untersuchen.

2 Theoretische Grundlagen: Bietet einen Überblick über den Forschungsstand zur Verletzungsprävention, die Bedeutung von Krafttraining im Jugendalter sowie isokinetische Messsysteme.

3 Planung zur Durchführung der Unterrichtseinheit: Analysiert die anthropogenen Voraussetzungen, didaktische Überlegungen und methodische Aspekte der Unterrichtsreihe.

4 Unterrichtspraktische Umsetzung: Dokumentiert den zeitlichen Ablauf, die inhaltliche Gestaltung der Trainingseinheiten sowie die durchgeführten Messungen.

5 Reflektion der Ergebnisse: Analysiert und bewertet die Messergebnisse statistisch und diskutiert die Umsetzbarkeit sowie die Erfolgsaussichten des Projekts.

6 Schlussbetrachtung: Kritische Würdigung der Untersuchungsmethode und Ausblick auf künftige sportunterrichtliche Maßnahmen zur Verletzungsprävention.

Schlüsselwörter

Verletzungsprophylaxe, Fußball, Krafttraining, Kreuzbandruptur, isokinetische Messung, Oberschenkelmuskulatur, Schulsport, Hamstrings, Quadriceps, Maximalkraft, Leistungsdiagnostik, Jugendliche, Gesundheitserziehung, Sportunterricht, Fitness.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit, die darauf abzielt, durch gezieltes Krafttraining die Oberschenkelmuskulatur von Schülern zu stärken, um Verletzungen des vorderen Kreuzbandes vorzubeugen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der sportartspezifischen Verletzungsprophylaxe, der isokinetischen Leistungsdiagnostik sowie der didaktischen Umsetzung von Krafttraining im Schulsport.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll untersucht werden, ob ein wöchentliches, 25-minütiges Oberschenkeltraining über einen Zeitraum von drei Monaten zu einer signifikanten Steigerung der Maximalkraft führt, um das Verletzungsrisiko beim Fußballspielen zu senken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung nutzt ein quasi-experimentelles Design mit isokinetischen Maximalkraftmessungen bei einer Experimental- und einer Kontrollgruppe sowie die statistische Auswertung mittels t-Tests.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Planungsphase unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen und die praktische Dokumentation der Unterrichtsverläufe und Messungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Verletzungsprophylaxe, Kreuzbandruptur, isokinetische Messung, Krafttraining und Sportunterricht.

Warum wurde die Mooswaldklinik Freiburg für die Tests ausgewählt?

Die Klinik verfügt über die notwendigen isokinetischen Testsysteme (IsoMed 2000), die für eine objektive, reliable und valide Erfassung der Maximalkraftwerte erforderlich waren.

Welche Rolle spielt das Geschlecht in dieser Untersuchung?

Da Frauen ein deutlich höheres Risiko für Kreuzbandverletzungen aufweisen, wurde die Wirksamkeit der Intervention an einer weiblichen Interventionsgruppe im Vergleich zu einer Kontrollgruppe untersucht.

Was bedeutet die "Feedbackzielscheibe" für die Evaluation?

Sie diente als Instrument, um die subjektive Wahrnehmung, Motivation und den Trainingserfolg aus Sicht der Schülerinnen nach Abschluss der Unterrichtseinheit empirisch zu erfassen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für den zukünftigen Sportunterricht?

Der Autor empfiehlt eine verstärkte Integration von präventivem Krafttraining, betont jedoch, dass der hohe organisatorische Aufwand isokinetischer Messungen eine engere Kooperation mit medizinischen Einrichtungen erfordert.

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Details

Titel
Wie reduziere ich Kreuzband- und Meniskusverletzungen durch den Schulsport?
Untertitel
Eine verletzungsprophylaktische Studie am Beispiel Fußball
Hochschule
Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Realschulen) Freiburg
Note
1,0
Autor
Dominik Lorenz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
55
Katalognummer
V193117
ISBN (eBook)
9783656182139
ISBN (Buch)
9783656183693
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fußball Isokinetik Krafttraining Verletzungsprophylaxe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Lorenz (Autor:in), 2011, Wie reduziere ich Kreuzband- und Meniskusverletzungen durch den Schulsport?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193117
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Leseprobe aus  55  Seiten
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