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Konsequenzen der Digitalisierung in der Musikindustrie. Betriebswirtschaftliche, strategische und technologische Faktoren

Title: Konsequenzen der Digitalisierung in der Musikindustrie. Betriebswirtschaftliche, strategische und technologische Faktoren

Seminar Paper , 2011 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andy Helmholz (Author)

Communications - Media Economics, Media Management
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Der Musikmarkt wurde im Zuge der Digitalisierung einem Paradigmenwechsel unterzogen, welcher diesen, selbst 10 Jahre nach Beginn der massenhaften Distribution von Musikinhalten, immer noch verändert. Hersteller, Anbieter und Nutzer von Musik wurden maßgeblich durch diese Eruption in ihrem Verhalten beeinflusst. Die Musikindustrie steht vor einem scheinbar unlösbaren Dilemma und muss sich neuen Herausforderungen in Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik stellen, neue Geschäftsmodelle entwickeln sowie neue strategische Geschäftsfelder eruieren und besetzen.
Die technischen Innovationen, welche es ermöglichen billiger, schneller und effizienter in betriebswirtschaftlichen Funktionsbereichen zu handeln, haben gleichzeitig das Feld neuen, branchenfremden Marktteilnehmern eröffnet. Selbst angestammte Marktteilnehmer bestimmter vorgelagerter Wertschöpfungsstufen profitieren von der neu gewonnenen Autonomie in Kommunikation, Distribution und Produktion. Welche Konsequenzen und Lösungen ergeben sich durch den von der Digitalisierung initiierten Wandel?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Methodik

1.4 Definitionen

1.4.1 Digitalisierung

1.4.2 Musikmarkt

2. Hauptteil

2.1 Produkteigenschaften

2.1.1 Tonträger

2.1.2 Digitale Formate

2.1.3 Fazit Produkteigenschaften

2.2 Wertschöpfungsprozesse

2.2.1 Klassischer Wertschöpfungsprozess vor der Digitalisierung

2.2.2 Wertschöpfungsprozess nach der Digitalisierung

2.2.3 Fazit Wertschöpfungsprozesse

2.3 Hit-Driven Market vs. Long-Tail Strategie

2.3.1 Hit-Driven Market

2.3.2 Long-Tail

2.3.3 Fazit Hit-Driven Market vs. Long-Tail Strategie

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen der Digitalisierung auf die Musikindustrie. Ziel ist es, den Paradigmenwechsel durch die mikroökonomische Analyse von Produkteigenschaften, Wertschöpfungsketten und strategischen Orientierungen zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie neue Rahmenbedingungen das Verhalten der Marktteilnehmer beeinflussen.

  • Wandel der Produkteigenschaften von physischen Tonträgern zu digitalen Formaten.
  • Transformation der Wertschöpfungsketten durch digitale Produktion und Distribution.
  • Strategische Neuausrichtung vom Hit-Driven Market zur Long-Tail-Strategie.
  • Veränderung der Machtverhältnisse und neue Möglichkeiten der Selbstvermarktung für Künstler.
  • Herausforderungen für etablierte Musikunternehmen durch branchenfremde Marktteilnehmer.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Digitale Formate

Anfang der 1980er Jahre, damit ca. 100 Jahre nach der ersten Tonaufnahme, wurde die Aufzeichnung von Schallwellen nicht mehr analog vollzogen sondern digital kodiert. Im ersten digitalen Tonformat wurden Klänge auf der sog. Audio Compact Disc festgehalten und damit die Klangqualität bedeutend zu analogen Tonträgern wie Magnetbändern und Schallplatten verbessert. Im Jahre 1987 wurde dann vom Frauenhofer Institut für integrierte Anwendungen in Erlangen ein Kompressionsverfahren entwickelt, welches später die Tonwiedergabe revolutionieren sollte. Das ISO-MPEG Audio Layer 3 Komprimierungsverfahren, kurz MP3, ist eine über Datenverlust und Umstrukturierung arbeitende Komprimierung von Klangdaten.10 Die Komprimierung entfernt z.B. für den Menschen kaum wahrnehmbare Frequenzen und erreicht daher eine Reduzierung der Datenmenge, welche schon in Zeiten von Schmalbandinternet es ermöglichte Musikdateien einfach über das World-Wide-Web zu versenden bzw. zum Download zu Verfügung zu stellen.

Später wurde diese Komprimierung verbessert, weiterentwickelt und damit die Kodierung der Datenmenge und der Datenqualität effizienter gestaltet.11 Diese Weiterentwicklungen mittels sog. Audiocodecs (z.B. WMA, AAC oder M4A) diente zum einen der verbesserten und zum anderen der proprietären Wiedergabe auf Endgeräten bestimmter Hersteller wie auch der vereinfachten Distribution über das Internet. Diese technologischen Entwicklungen eröffneten nicht nur die Chance zur kostengünstigen Distribution und Archivierung, sondern auch die Möglichkeiten zur illegalen Vervielfältigung von Musik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beschreibt den Paradigmenwechsel in der Musikindustrie, der durch die Digitalisierung ausgelöst wurde und zu einem tiefgreifenden Dilemma für etablierte Marktteilnehmer führt.

2. Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert die Transformation der Produkteigenschaften, die veränderten Wertschöpfungsprozesse durch digitale Technologien sowie den strategischen Wandel von Massenmarktstrategien hin zu Long-Tail-Modellen.

3. Zusammenfassung: Die Ergebnisse zeigen, dass die Digitalisierung die Branche nachhaltig dynamisiert hat, wobei für etablierte Unternehmen die Entwicklung neuer, an die veränderten Rahmenbedingungen angepasster Strategien zur Existenzsicherung unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Musikindustrie, Musikmarkt, Wertschöpfungsprozess, Tonträger, MP3, Streaming, Hit-Driven Market, Long-Tail, Selbstvermarktung, Paradigmenwechsel, Medienökonomie, Musikaufnahme, Geschäftsmodelle, Konsumentenverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Konsequenzen der Digitalisierung als Paradigmenwechsel innerhalb der Musikindustrie aus einer mikroökonomischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Veränderung von Produkteigenschaften, die Modifikation von Wertschöpfungsketten sowie die strategische Neuausrichtung von Musikunternehmen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Verhalten von Musikanbietern zu verdeutlichen und aufzuzeigen, welche Handlungsoptionen sich aus den neuen Rahmenbedingungen für die Branche ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Es erfolgt eine idealtypische Skizzierung und Bewertung der Produktions- und Vermarktungsprozesse vor und nach der Digitalisierung, um Rückschlüsse auf die Marktteilnehmer zu ziehen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Produkten (physisch vs. digital), die Analyse der Wertschöpfungskette und den strategischen Vergleich zwischen Hit-Driven Market und Long-Tail-Strategie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Digitalisierung, Wertschöpfungskette, Long-Tail-Strategie und der Paradigmenwechsel in der Musikwirtschaft.

Wie hat sich die Rolle der Künstler durch die Digitalisierung verändert?

Künstler haben durch neue Technologien und die Selbstvermarktung via Online-Plattformen an Autonomie gewonnen und können die Gatekeeper-Funktionen von Labels teilweise umgehen.

Was bedeutet die "Long-Tail"-Strategie konkret für Musiklabels?

Die Strategie beschreibt den Übergang von der Fokussierung auf wenige Mainstream-Hits hin zur Nutzung von Nischen-Produktionen, um ausbleibende Einnahmen des traditionellen Massenmarktes zu kompensieren.

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Details

Title
Konsequenzen der Digitalisierung in der Musikindustrie. Betriebswirtschaftliche, strategische und technologische Faktoren
College
Fresenius University of Applied Sciences Köln
Course
Medienökonomie
Grade
1,3
Author
Andy Helmholz (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V193124
ISBN (eBook)
9783668017962
ISBN (Book)
9783668017979
Language
German
Tags
Digitalisierung Musikmarkt Paradigmenwechsel Musikindustrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andy Helmholz (Author), 2011, Konsequenzen der Digitalisierung in der Musikindustrie. Betriebswirtschaftliche, strategische und technologische Faktoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193124
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