Der menschliche Organismus ist in der Lage eine Vielzahl von Lauten zu produzieren und wahrzunehmen. Wir benutzen Laute in der Kommunikation, jeden Tag erzeugen wir eine Vielzahl davon, doch selten beschäftigen wir uns damit, wie diese Laute überhaupt zustande kommen. Wir wollen uns in dieser Hausarbeit dies genauer anschauen und uns die Unterschiede, bei der Lautproduktion klar machen. Was grenzt Laute voneinander ab und worin besteht der kleine, doch sehr entscheidende Unterschied, durch welchen wir verschiedene Laute produzieren, die bedeutungsunterscheidend und für unser Sprechen unerlässlich sind.
Das ist der Untersuchungspunkt der Artikulatorischen Phonetik, die hier genauer behandelt wird, da sie für die Einführung in die Sprachwissenschaft am bedeutendsten ist und für die Phonologie zum Bezugspunkt wird. Die Phonetik umfasst zudem den akustischen und auditiven Bereich, auf den hier jedoch nicht weiter eingegangen wird. Es wird zunächst das Thema Phonetik vorgestellt und wir betrachten wie Laute erzeugt und klassifiziert werden. Dabei wird der Unterschied zwischen Konsonanten und Vokalen deutlich gemacht. Zudem wird hier untersucht, wie sich Laute in der gesprochenen Sprache verhalten und welche Wechselwirkung es mit anderen Lauten gibt.
Inhaltsverzeichnis
1. Was ist Phonetik
2. Erzeugung von Lauten
3. Klassifizierung der Laute
4. Konsonanten
5. Artikulationsmodus
6. Klassifikation der Vokale
7. Prosodie
8. Assimilation
Zielsetzung und Themenbereiche
Die vorliegende Arbeit gibt einen systematischen Überblick über die grundlegenden Konzepte der Phonetik, erläutert die Mechanismen der Lauterzeugung sowie die Kriterien zur Klassifizierung von Sprachlauten in Vokale und Konsonanten.
- Grundlagen der Phonetik und ihre Disziplinen
- Physiologische Vorgänge bei der Artikulation
- Kriterien zur Unterscheidung von Konsonanten und Vokalen
- Phänomene der Prosodie und lautliche Beeinflussung (Assimilation)
Auszug aus dem Buch
Artikulationsmodus:
Wie stark der Luftstrom an der Artikulationsstelle gehemmt wird, ist der Untersuchungspunkt des Artikulationsmodus (vgl. Paul Skandera, Peter Burleigh, S.22). Bruns (S.60) erklärt hierbei dass die Konsonanten vor allem in Geräuschkonsonanten und in Sonoranten eingeteilt werden, wobei bei den Geräuschkonsonanten die Luft, an einer Stelle im Ansatzrohr, stark gehemmt wird.
Dazu gehören zum einen die Frikative, bei welchen, so erklärt Volmert (S.68), die Luft durch eine schmale Stelle im Ansatzrohr gepresst wird und dadurch eine Reibung entsteht. Dies ist der Fall bei [f] in dem Wort Feld, wobei der Oberkiefer und die Unterlippe in Kontakt treten und diese Reibung produzieren. Bestimmt man [f] genauer, nach den oben angeführten Kriterien, bezeichnet man ihn als stimmlosen labiodentalen Frikativ. Volmert(S.67/68) zählt des Weiteren die Plosive auf, welche auch zu den Geräuschkonsonanten gehören. Er erklärt dass die Luft durch den Kontakt von zwei Artikulatoren komplett blockiert wird und dann plötzlich gelöst wird, wodurch ein explosiver Laut entsteht. So auch [p] in dem Wort Post, welches produziert wird, indem der Luftstrom durch das aufeinander pressen der Ober- und Unterlippe zunächst zurück gehalten wird, und dann explosionsartig freigegeben wird.
Zusammenfassung der Kapitel
Was ist Phonetik: Einführung in die Disziplin der Phonetik als Untersuchung der Produktion, Beschaffenheit und Perzeption von Sprachlauten.
Erzeugung von Lauten: Erläuterung der anatomischen Voraussetzungen und des Prozesses der Lautproduktion durch den Phonationsstrom.
Klassifizierung der Laute: Differenzierung zwischen Vokalen und Konsonanten basierend auf dem Grad der Hemmung im Ansatzrohr.
Konsonanten: Detaillierte Betrachtung der Klassifikationskriterien Stärke der Artikulation und Ort der Artikulation.
Artikulationsmodus: Erläuterung, wie verschiedene Konsonantentypen (Frikative, Plosive, Sonoranten) durch unterschiedliche Hemmungsgrade entstehen.
Klassifikation der Vokale: Einteilung der Vokale nach Zungenposition, Lippenrundung und den Kategorien Monophthonge und Diphthonge.
Prosodie: Beschreibung von Elementen wie Betonung und Tonhöhe, die die Wechselwirkung von Lauten in der Sprache beeinflussen.
Assimilation: Analyse des lautlichen Anpassungsprozesses, bei dem Laute Merkmale benachbarter Laute übernehmen.
Schlüsselwörter
Phonetik, Artikulation, Lautproduktion, Vokale, Konsonanten, Artikulationsmodus, Prosodie, Assimilation, Phonationsstrom, Sprechorgane, IPA, Frikative, Plosive, Monophthonge, Diphthonge.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit behandelt die wissenschaftlichen Grundlagen der Phonetik und beschreibt, wie Sprachlaute produziert, klassifiziert und im Redefluss beeinflusst werden.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die Artikulationsorte, Artikulationsmodi, die Unterscheidung von Vokalen und Konsonanten sowie lautliche Veränderungsprozesse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung eines fundierten Grundverständnisses über die Hervorbringung und Strukturierung von Lauten innerhalb eines Sprachsystems.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine linguistische Literaturarbeit, die auf etablierten phonetischen Standardwerken und Modellen der Sprachwissenschaft basiert.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die physiologischen und artikulatorischen Prozesse bei der Bildung von Lauten sowie deren systematischer Einteilung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Phonetik, Artikulation, Konsonanten, Vokale, Assimilation und Prosodie.
Warum spielt die Zunge bei der Artikulation eine so wichtige Rolle?
Die Zunge fungiert als aktives Artikulationsorgan, das durch gezielte Positionsveränderung maßgeblich an der Modifikation des Luftstroms beteiligt ist, um unterschiedliche Vokale und Konsonanten zu erzeugen.
Wie unterscheidet sich die regressive von der progressiven Assimilation?
Bei der regressiven Assimilation beeinflusst ein nachfolgender Laut einen vorangestellten, während bei der progressiven Assimilation ein Laut seine Merkmale an einen darauffolgenden weitergibt.
- Arbeit zitieren
- Susanne Wrobel (Autor:in), 2011, Einführung in die Phonetik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193168