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Der Tod des Iwan Iljitsch - Sterbe- und Erkenntnisprozess

Titel: Der Tod des Iwan Iljitsch - Sterbe- und Erkenntnisprozess

Hausarbeit , 2011 , 11 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Susanne Wrobel (Autor:in)

Russistik / Slavistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details


1.Einleitung 1
2.Sterbeprozess 2
2.1 Verleugnung 2
2.2 Widerstand 3-4
2.3 Akzeptanz 4-5

3. Erkenntnisprozess 5-6
3.1 Gesellschaft 5-6
3.2 Das Leben des Ivan Il‘ič 6-7
3.3 Leiden und Tod des Ivan Il‘ič 7-8

4. Fazit 8-9
5.Literaturverzeichnis 10


1) Einleitung
“Only one life, ’twill soon be past[…]” Zehn von Zehn Menschen sterben. Zu dieser Erkenntnis kommen wohl die meisten Leute in ihrem Leben. Nur was kann man tun wenn man dem Tod ins Auge blickt und er unmittelbar bevorsteht? Sein ganzes Leben steuert der Mensch auf das Endziel Tod hinzu und dabei stellt sich die Frage, wie er mit diesem ungewissen, furchterregenden Schicksal fertig wird, dem er doch so machtlos gegenüber steht. Kann der Mensch in diesem Leben Erfüllung und Zufriedenheit finden, obwohl er weiß, dass alles wofür er arbeitet und wonach er strebt, im nächsten Moment, mit dem Eintreten des Todes sich auflöst und ohne Bedeutung für ihn ist? Diesen Kampf musste auch Ivan Il’ič austragen, welcher sich beim Aufhängen von Vorhängen in seinem neuen Haus verletzt. Innerhalb kurzer Zeit entwickelt er einen komischen Geschmack im Mund, begleitet von einem unaufhörlichen Schmerz. Nachdem kein Arzt ihm helfen kann, stellt sich schon bald heraus dass er sterben wird. Es beginnt die innere Auseinandersetzung mit der Ursache von Leid und dem richtigen Leben. Die Einsicht darüber, erscheint notwendig um beruhigt dem Tod, welcher vor der Tür steht, entgegen zu treten und das Leben hinter sich zu lassen. Dies tut Iwan Il’ič, letztendlich doch nicht mit Bedauern und Angst, sondern mit Freude. Um zu sehen wie er zur Antwort der größten Frage des Lebens gekommen ist, werden wir zuerst ein Blick auf den Sterbeprozesses des Protagonisten in der Novelle „der Tod des Ivan Il’ič“ werfen. Dieser reichte von der Verdrängung des Todes, durch vor allem materielles Streben, bis hin zum Widerstand gegen den, ihm rational nicht erklärbaren Tod. Schließlich aber gelangt Ivan Il’ič zur Akzeptanz desselben, sogar zur freudigen Umarmung des Schicksals das ihm bevorsteht. Während diesem Sterbeprozess gewinnt er auch Erkenntnis über die egoistische Gesellschaft in der er lebt. Er nimmt sein eigenes Leben unter die Lupe und erkennt den Unterschied zwischen einem falschen, verwirkten Leben und dem richtigen, mit Freude erfüllten Leben. Zuletzt erhält er damit auch die Bereitschaft zum Sterben und die Erkenntnis über den Tod. Alles das soll im Hinblick auf die Bibel untersucht werden, da es ein sehr

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Sterbeprozess

2.1 Verleugnung

2.2 Widerstand

2.3 Akzeptanz

3. Erkenntnisprozess

3.1 Gesellschaft

3.2 Das Leben des Ivan Il‘ič

3.3 Leiden und Tod des Ivan Il‘ič

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Sterbeprozess und den Erkenntniswandel der Hauptfigur Ivan Il'ič in der gleichnamigen Novelle von Lev Tolstoi unter besonderer Berücksichtigung biblischer Aspekte und der kritischen Reflexion über eine egoistische Gesellschaft.

  • Die Phasen des Sterbens: Von der Verdrängung zur Akzeptanz
  • Kritik an gesellschaftlichen Normen und Oberflächlichkeit
  • Die Suche nach dem Sinn des Lebens und der Ursache von Leid
  • Der geistliche Wandel und die Bedeutung der christlichen Neugeburt
  • Die biblische Perspektive auf Tod und Gericht

Auszug aus dem Buch

2.2 Widerstand

„Nicht um den Blinddarm handelt es sich, nicht um die Niere, sondern um Leben und… Tod. Ja das war das Leben. Und nun geht es hin, geht hin, und ich kann es nicht aufhalten. Ja. Wozu sich betrügen?“

Nun erhält „[…] die kleine Medaille mit der Inschrift ‚Respice findem‘[…]“ die er beim Verlassen der Rechtschule erworben hat, ihre Bedeutung im Leben des Ivan Il’ič. Er hatte erkannt dass er sterben muss. Doch so verständlich wie das sich anhören mag, war es für Ivan keinesfalls. Denn er konnte sich den Tod nicht rational erklären. „Einst weilte ich hier, jetzt geht es dorthin! Wohin nur?“ Die Ungewissheit was nach dem Tod kommt, flößte ihm Angst Angst ein. Logik machte im Angesicht des Todes keinen Sinn mehr, selbst nicht jenes Beispiel, das er gelernt hatte. „ Cajus ist ein Mensch, alle Menschen sind sterblich, also ist auch Cajus sterblich“ . Die Vorstellung war für ihn zu unerträglich, als dass er sie hätte akzeptieren können.

„Es kann doch nicht sein dass das Leben so sinnlos und widerlich ist? Wenn es aber wirklich so sinnlos und widerlich ist, warum dann sterben und unter Leiden sterben? Da stimmt etwas nicht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung führt in die existenzielle Fragestellung des Werkes ein und erläutert die Absicht, Ivans Sterbeprozess sowie seine geistliche Wandlung im Lichte der Bibel zu untersuchen.

2.Sterbeprozess: Dieses Kapitel analysiert die psychologische und spirituelle Entwicklung Ivans durch die Phasen der Verleugnung, des Widerstands gegen den Tod und der schließlich errungenen Akzeptanz.

3. Erkenntnisprozess: Der Abschnitt beleuchtet die gesellschaftliche Umgebung Ivans, sein bisheriges, von Eitelkeit geprägtes Leben und die Erkenntnis, dass nur ein geistlicher Wandel zum Verständnis des Lebens und des Todes führt.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Ivan Il'ič durch das Eingestehen seiner Lebenslüge und die Begegnung mit dem „Licht“ Jesus Christus eine neue Perspektive findet, die ihn auf den Tod vorbereitet.

Schlüsselwörter

Ivan Il'ič, Lev Tolstoi, Sterbeprozess, Tod, Lebenslüge, christliche Neugeburt, Gesellschaftskritik, Erkenntnisprozess, biblische Perspektive, Glaube, Sündenfall, Erlösung, Eitelkeit, Geistlicher Wandel, Gericht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Novelle „Der Tod des Ivan Il'ič“ von Lev Tolstoi und untersucht den inneren Wandlungsprozess des Protagonisten angesichts seines bevorstehenden Todes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Sterbeprozess, die Kritik an einer oberflächlichen und egoistischen Gesellschaft, die Suche nach existenzieller Wahrheit sowie die geistliche Neugeburt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Ivan Il'ič von einem falsch gelebten, rein materiell orientierten Leben zu einer geistlichen Akzeptanz des Todes und einer tiefen Erkenntnis über das Wesen des Lebens gelangt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literarische Analyse des Werkes angewandt, wobei die zentralen Ereignisse und inneren Monologe des Protagonisten mit biblischen Referenzen korreliert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Sterbeprozesses (Verleugnung, Widerstand, Akzeptanz) und des Erkenntnisprozesses in Bezug auf die Gesellschaft und Ivans persönliches Leben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Lebenslüge, Sterbeprozess, geistlicher Wandel, Erlösung und die Auseinandersetzung mit christlichen Werten.

Warum spielt die Gesellschaft in Ivans Leben eine so große Rolle?

Die Gesellschaft fungiert als Spiegel seiner eigenen Verfehlungen; ihr Fokus auf äußeren Schein und beruflichen Erfolg verhinderte, dass Ivan sich mit den existenziellen Fragen seines Daseins auseinandersetzte.

Welche Rolle spielt die biblische Untersuchung für das Werk?

Die biblische Analyse ist das entscheidende Kriterium der Arbeit, um zu zeigen, dass Ivans Wandel nicht nur ein psychologischer, sondern ein geistlicher Prozess der Umkehr zu Gott ist.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Tod des Iwan Iljitsch - Sterbe- und Erkenntnisprozess
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Slavisches Institut)
Veranstaltung
Einführung in die Literaturwissenschaft
Note
2,3
Autor
Susanne Wrobel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V193179
ISBN (eBook)
9783656184492
ISBN (Buch)
9783656185741
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Iwan Iljitsch Sterbeprozess Erkenntnisprozess biblische Perspektive Leben Tod Verleugnung Widerstand Akzeptanz Gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanne Wrobel (Autor:in), 2011, Der Tod des Iwan Iljitsch - Sterbe- und Erkenntnisprozess , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193179
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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