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Praktische Beispiele zum Prinzip der Zielorientierung (Teil 1)

Title: Praktische Beispiele zum Prinzip der Zielorientierung (Teil 1)

Term Paper , 2010 , 10 Pages , Grade: 1

Autor:in: Laura Ostermaier (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Natürlich ist das Prinzip de Zielorientierung, eines der wichtigsten Unterrichtsprinzipien, dennoch nicht frei von jeglichen Kritikpunkten. Im Folgenden sollen nun noch kurz die Möglichkeiten und Grenzen des Prinzips umrissen werden.
„Die Stärke eines Unterrichts, der sich an das Prinzip der Zielorientierung/Zielverständigung hält, liegt in seiner Zweckrationalität und Kontrollierbarkeit. Beide können die Effizienz der schulischen Lernprozesse steigern.“ Der so konzipierte Unterricht ist für die Schüler leichter nachvollziehbar und er erkennt eher, was von ihm verlangt wird. Wichtig für das Gelingen von gutem Unterricht ist es, nicht nur ein durchgeplantes Artikulationsschema zu haben, welches ja auch viele Mutmaßungen und Unsicherheiten enthält, sondern sich darüber klar zu werden, an welchen Stellen im Unterrichtsverlauf der Schüler kommunikativ mit einbezogen werden sollte, um die Unterrichtsziele zu erreichen.
Weiterhin ist es entscheidend, dass sich der Lehrer dessen bewusst ist, dass ein zielorientierter Unterricht zugleich die Berücksichtigung sozialer und affektiver Prozesse beim Lernen beinhaltet, was bedeutet, dass es nicht um ein Lernen im Gleichschritt geht, sondern jeder Schüler auf dem für ihn geeignetesten Lernweg zum Ziel gelangen soll.
Als Einwand gegen die bloße Lernzielorientierung kann gelten, dass durch den Primat der Ziele die Inhaltlichkeit des Lernstoffes reduziert und funktionalisiert wird, wobei die Inhalte selbst an eigenem Wert verlieren; ebenso ist es nicht möglich, das Lernen der Schüler technologisch zu organisieren, denn dem widerspricht die ganzheitliche Erlebnis- und Lernweise der Kinder. An dieser Stelle möchte ich nochmals auf das Anfangs genannte Zitat Magers zurückkommen:
„Wer nicht genau weiß, wohin er will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz woanders ankommt!“ Grundsätzlich kann man nun zum Prinzip der Zielorientierung sagen, wenn „(…)zwischen Lehrer und Schülern Klarheit über das Ziel des Lernens in der Unterrichtsstunde [besteht], kann der Weg dorthin gemeinsam methodisch geschickt geplant und der Unterrichtserfolg am Schluss auch von den Schülern selbst erfasst werden.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines zum Prinzip der Zielorientierung

2. Zielorientierung am Beispiel der Unterrichtssequenz „Tiere der Wiese“

3. Zielorientierung am Beispiel der Unterrichtssequenz „Uhr und Uhrzeit“

4. Schlussgedanke: Möglichkeiten und Grenzen des Prinzips

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der praktischen Umsetzung des Unterrichtsprinzips der Zielorientierung im Heimat- und Sachkundeunterricht der Grundschule auseinander. Dabei wird analysiert, wie durch eine präzise Zielanalyse und die Ableitung von Grob- und Feinzielen aus dem Lehrplan Unterrichtseinheiten strukturiert werden können, um den Lernerfolg für Schüler transparent und überprüfbar zu gestalten.

  • Bedeutung der Zielorientierung in der Unterrichtsplanung
  • Zielanalyse und Ableitung von Unterrichtszielen
  • Praktische Umsetzung: Unterrichtssequenz „Tiere der Wiese“
  • Praktische Umsetzung: Unterrichtssequenz „Uhr und Uhrzeit“
  • Kritische Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen zielorientierten Unterrichts

Auszug aus dem Buch

1. Allgemeines zum Prinzip der Zielorientierung

„Wer nicht genau weiß, wohin er will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz woanders ankommt!“ Dieser Ausspruch Robert Magers spielt darauf an, dass der Mensch in seinem Leben Zielsetzungen braucht, um sich in der ihn umgebenden Welt zurechtfinden zu können und auch, um seine Persönlichkeit entfalten zu können. Wenn der Mensch also generell im Leben nach Zielorientierung verlangt, so trifft dies auch auf den Bereich Schule zu. Das Prinzip der Zielorientierung zählt zu den wichtigsten Prinzipen des Unterrichts. Denn ein Unterricht ohne Ziele ist planlos, Ziele gelten als unverzichtbarer Entscheidungsfaktor bei der Unterrichtsgestaltung. Zielorientierung ist ein wichtiges Kriterium bei der Erstellung von Lehrplänen, welche Handlungsanweisungen und Planungshilfen für den Lehrer sind und dessen Handeln überprüfbar machen.

Zur Zielorientierung gehört unter anderem die Zielanalyse: „Der Lehrer trifft hier eine Auswahl geeigneter Unterrichtsziele mit zugeordneten Teilaspekten des Unterrichtsinhalts. (…) [Er macht sich seine Bildungsabsichten bewusst und er] orientiert sich dabei an den allgemeinen Schul- und Bildungszielen (Leit- oder Richtzielen), den dazu passenden Grobzielen seines Faches und den Teilzielen der Unterrichtseinheit, zu der die Einzelstunde gehört. Für die Einzelstunde entscheidet er dann [selbstständig] Stundenziele (Feinziele).“

„Die Orientierung an den Zielen der Schule, des jeweiligen Unterrichtsfaches, einer Unterrichtseinheit und schließlich einer Unterrichtsstunde ist eine wesentliche Entscheidungshilfe für den Lehrer. Sie entlastet ihn didaktisch bei der Planung und auch bei der Gestaltung des Unterrichts, macht seine Arbeit transparent und überprüfbar und sichert beim Schüler einen kontinuierlich aufbauenden und systematischen Zuwachs an Wissen, Können und Einstellungen.“ Die Ziele sind vom Schüler aus gedacht und geben an, was ein Schüler am Ende einer Unterrichtseinheit von bestimmten Lerninhalten wissen sollte beziehungsweise welche Fähigkeiten er auf welchem Lernniveau erworben haben sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeines zum Prinzip der Zielorientierung: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Bedeutung der Zielorientierung als unverzichtbaren Bestandteil der Unterrichtsplanung und der didaktischen Entscheidungsfindung.

2. Zielorientierung am Beispiel der Unterrichtssequenz „Tiere der Wiese“: Anhand dieses Lehrplanthemas wird konkret veranschaulicht, wie Erziehungsziele, Leitziele und Feinziele für eine Unterrichtssequenz in der ersten Jahrgangsstufe abgeleitet und methodisch umgesetzt werden.

3. Zielorientierung am Beispiel der Unterrichtssequenz „Uhr und Uhrzeit“: Dieses Kapitel transferiert das Prinzip auf ein weiteres Beispiel der zweiten Jahrgangsstufe und beschreibt die schrittweise Einführung der Zeitmessung und des Ablesens der Uhrzeit.

4. Schlussgedanke: Möglichkeiten und Grenzen des Prinzips: Hier wird das Prinzip kritisch reflektiert, wobei neben den Vorteilen der Effizienz und Transparenz auch die Gefahr einer zu starken Reduzierung des Lernstoffes durch das Primat der Ziele beleuchtet wird.

Schlüsselwörter

Zielorientierung, Unterrichtsprinzipien, Sachkundeunterricht, Grundschule, Zielanalyse, Stundenziele, Unterrichtsgestaltung, Lehrplan, Unterrichtssequenz, Zeitmessung, Schulpädagogik, Didaktik, Lernprozesse, Unterrichtsplanung, Kompetenzaufbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Unterrichtsprinzip der Zielorientierung und dessen praktischer Anwendung im Heimat- und Sachkundeunterricht der Grundschule.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Lernzielen, die praktische Unterrichtsplanung anhand von Lehrplanvorgaben sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen zielorientierten Unterrichts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch eine bewusste Zielanalyse und das Festlegen von Grob- und Feinzielen ihren Unterricht systematischer, transparenter und für Schüler effektiver gestalten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und die exemplarische didaktische Aufarbeitung von Lehrplanthemen zur Veranschaulichung des Prinzips.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung und zwei konkrete Praxisbeispiele („Tiere der Wiese“ und „Uhr und Uhrzeit“), an denen die praktische Umsetzung des Prinzips demonstriert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Zielorientierung, Unterrichtsplanung, Sachkunde, Didaktik, Feinziele und Lehrplanvorgaben.

Wie werden die Unterrichtseinheiten zum Thema „Tiere der Wiese“ strukturiert?

Die Einheit wird in drei Phasen unterteilt: „Wir entdecken unsere Wiese“, „Leben auf der Wiese“ und „Von der Raupe zum Schmetterling“, um den Schülern einen stufenweisen Zuwachs an Wissen über Lebensräume und Entwicklungsprozesse zu ermöglichen.

Welche methodischen Hilfsmittel werden zur Vermittlung des Themas „Uhr und Uhrzeit“ empfohlen?

Empfohlen werden unter anderem der Einsatz von Pappuhren zur haptischen Erfahrung, Folienuhren zur Demonstration durch den Lehrer sowie tägliche Kurzübungen zur Festigung der Fertigkeiten.

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Details

Title
Praktische Beispiele zum Prinzip der Zielorientierung (Teil 1)
College
University of Passau
Grade
1
Author
Laura Ostermaier (Author)
Publication Year
2010
Pages
10
Catalog Number
V193251
ISBN (eBook)
9783656190448
ISBN (Book)
9783656190813
Language
German
Tags
praktische beispiele prinzip zielorientierung teil
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Ostermaier (Author), 2010, Praktische Beispiele zum Prinzip der Zielorientierung (Teil 1), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193251
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