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Goethes Gedicht "Wiederfinden" - eine Interpretation

Título: Goethes Gedicht "Wiederfinden" - eine Interpretation

Trabajo de Seminario , 2001 , 17 Páginas , Calificación: 2+

Autor:in: Tobias Lingen (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Goethes Gedicht "Wiederfinden" wird in der Fachliteratur oft als eines der Bedeutendsten des West-östlichen Divans angesehen. "Das Gedicht ist eines der meistinterpretierten und emphatisch gepriesenen unter den Gedichten des West-östlichen Divan." (Böhler), "glänzendstes Beispiel der Liebesphysik und -metaphysik". (Staiger) Dafür spricht auch, daß "Wiederfinden" in der Musik gleich mehrfach vertont wurde. Goethe entwickelt in seinem Gedicht "Wiederfinden" in lyrisch-knapper Form einen eigenen Schöpfungsmythos, der einer konkreten umrahmenden Liebessituation als Sinn, Erklärung und letztlich auch als Trost gebend verstanden werden kann. Was zunächst nur das Wiedersehen zweier Liebender zu bedeuten scheint, wird später tiefer verständlich als Vereinigung alles im Kosmos in zwei Teile Getrenntem. Dem makrokosmischen Geschehen nach der Weltschöpfung steht der Mikrokosmos einer persönlichen und individuellen Liebe beispielhaft gleich. Die umfassende Verbindung von Liebe, religiösen Motiven starker Naturdynamik verleiht dem Gedicht besondere Tiefe und Weite.

Extracto


Gliederung

1. Wiederfinden

2. Einleitung

3. Unerwartetes Wiedersehen - 1.Strophe

4. Der erste Schöpfungsakt, das Wort - 2.Strophe

5. Wilde, rasende Expansion - 3.Strophe

6. Der zweite Schöpfungsakt, die Morgenröte - 4.Strophe

7. Eiliges Zueinanderstreben, das Lieben - 5.Strophe

8. Erkennen und Musterhaftigkeit - 6.Strophe

9. Zum Anlaß des Gedichts...

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Goethes Gedicht „Wiederfinden“ aus dem „West-östlichen Divan“ durch eine detaillierte, strophenweise Interpretation zu erschließen. Dabei wird analysiert, wie der Dichter eine persönliche Liebessituation lyrisch in einen komplexen Schöpfungsmythos einbettet und diese Ebenen miteinander verknüpft.

  • Strophenweise Analyse des Gedichts „Wiederfinden“
  • Untersuchung der Verbindung von persönlicher Liebeserfahrung und kosmogonischer Schöpfung
  • Interpretation der biblischen und neuplatonischen Motive bei Goethe
  • Erläuterung der zeitgeschichtlichen Hintergründe und des Anlasses des Gedichts

Auszug aus dem Buch

Der erste Schöpfungsakt, das Wort - 2. Strophe

Zwischen der ersten und der zweiten Strophe vollzieht sich ein etwas unmittelbarer Sprung. Die konkrete Situation zweier Liebender wird verlassen, ein persönlich-kosmischer Mythos von der Schöpfung der Welt wird entwickelt.

Der Kommentar der Frankfurter Ausgabe spricht hier von der „Transposition der metaphorisch ins Kosmische gesteigerten persönlichen Situation der 1. Strophe ins Kosmogonische, das hier wie im folgenden durch Personifikation vermenschlicht erscheint.“ (FA I, 3.2, S.1281).

Variierende Wiederaufnahmen bedeutsamer Formulierungen stellen trotz des thematischen Sprungs einen Zusammenhang zur ersten Strophe her. So entspricht sich „Lag an Gottes ew´ger Brust,“ und „Drück´ ich wieder dich ans Herz!“, „ [...] ein schmerzlich Ach!“ und „Ach, was ist [...] für ein Schmerz!“. Auch die „tiefsten Grunde“ finden in der ersten Strophe ihr Pendant, den „Abgrund“.

Zusammenfassung der Kapitel

Wiederfinden: Darstellung des Primärtextes, des Goethes Gedicht „Wiederfinden“ in seiner vollen Länge.

Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Gedichts innerhalb des „West-östlichen Divans“ und Vorstellung des interpretatorischen Ansatzes.

Unerwartetes Wiedersehen - 1.Strophe: Analyse des Einleitungsstrophe, die den Ausruf der Überraschung über das Wiedersehen thematisiert.

Der erste Schöpfungsakt, das Wort - 2.Strophe: Untersuchung des Übergangs von der persönlichen Situation zum kosmischen Schöpfungsmythos durch das göttliche Wort.

Wilde, rasende Expansion - 3.Strophe: Erörterung der Darstellung der Weltentstehung als Prozess der Trennung und Polarität.

Der zweite Schöpfungsakt, die Morgenröte - 4.Strophe: Analyse der Rolle der Morgenröte als Bindeglied und Vollstreckerin der göttlichen Schöpfung.

Eiliges Zueinanderstreben, das Lieben - 5.Strophe: Betrachtung der Rückwärtsdynamik und der Übernahme der Schöpferrolle durch das lyrische Ich.

Erkennen und Musterhaftigkeit - 6.Strophe: Deutung der finalen Strophe als Bestätigung der geistigen Verbindung und der Sinnstiftung durch die Liebe.

Zum Anlaß des Gedichts...: Kontextualisierung des Gedichts durch die biographische Begegnung Goethes mit Marianne von Willemer im Jahr 1815.

Schlüsselwörter

Goethe, West-östlicher Divan, Wiederfinden, Liebeslyrik, Schöpfungsmythos, Marianne von Willemer, Kosmogonie, Morgenröte, Trennung, Vereinigung, Metaphysik, Literaturwissenschaft, Interpretation, Liebesphysik, Lyrik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Gedicht „Wiederfinden“ von Johann Wolfgang von Goethe im Kontext des „West-östlichen Divans“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Verschränkung von privater Liebeserfahrung mit kosmogonischen Schöpfungsprozessen und die philosophische Durchdringung von Nähe und Ferne.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte, strophenweise Interpretation des Gedichts, um die symbolische und inhaltliche Tiefe des Werks aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die sich auf die chronologische Interpretation der Strophen stützt und fachliterarische Kommentare integriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Interpretation der sechs Strophen, wobei jede Strophe hinsichtlich ihrer inhaltlichen und sprachlichen Funktion im Schöpfungsmythos untersucht wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Schöpfungsmythos, Kosmogonie, Liebesphysik, Trennung, Vereinigung und die biographische Relevanz durch Marianne von Willemer.

Welche Bedeutung kommt der Figur der „Morgenröte“ zu?

Die Morgenröte fungiert als vermittelndes Element zwischen der starren, getrennten Welt und dem Wiederfinden der Liebenden, wodurch sie den Weg zur Versöhnung ebnet.

Wie beeinflusste die biographische Begegnung mit Marianne von Willemer das Gedicht?

Das unerwartete Wiedersehen in Heidelberg im September 1815 wird als wesentlicher Impulsgeber für die Entstehung des Gedichts und die in ihm verarbeitete tiefe Ergriffenheit identifiziert.

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Detalles

Título
Goethes Gedicht "Wiederfinden" - eine Interpretation
Universidad
University of Bonn  (Germanistisches Seminar)
Curso
Goethes West - Östlicher Diwan
Calificación
2+
Autor
Tobias Lingen (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
17
No. de catálogo
V19332
ISBN (Ebook)
9783638234795
ISBN (Libro)
9783638758895
Idioma
Alemán
Etiqueta
Goethes Gedicht Wiederfinden Interpretation Goethes West Diwan
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Lingen (Autor), 2001, Goethes Gedicht "Wiederfinden" - eine Interpretation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19332
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