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Leerverkaufsverbot in Europa - sinnvolle Aktion oder nutzloses Unterfangen?

Lehren aus der neuerlichen Finanzkrise

Title: Leerverkaufsverbot in Europa - sinnvolle Aktion oder nutzloses Unterfangen?

Seminar Paper , 2011 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Mandlmeier (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit baut sich wie folgt auf: Nach diesem einleitenden Kapitel, werden in Kapitel 2 zunächst die elementaren Grundlagen des Leerverkaufes vermittelt sowie deren Motive und Risiken gegenübergestellt. Kapitel 3 betrachtet die aktuell geltende Gesetzgebung einzelner essentiellen EU-Mitgliedsstaaten in Bezug auf Leerverkäufe. Anschließend folgt die Darstellung der rechtlichen Situation der Staaten mit und ohne Leerverkaufsverbot. Abschließend werden die einzelstaatlich getroffenen Maßnahmen anhand festgelegter Kriterien in einer Matrixübersicht veranschaulicht. Kapitel 4 beschäftigt sich mit zukünftigen, europaweiten und einheitlichen Regulierungsansätzen. Zum Erreichen der von der EU-Kommission ausgegebenen Haupt- und Basiszielen werden Lösungsansätze vorgeschlagen, verglichen und anschließend nach Kriterien wie Auswirkungen auf die Interessensgruppe, Effektivität und Wirksamkeit beurteilt. In Kapitel 5 werden die aus Kapitel 4 gewonnen Erkenntnisse in einem für die Zukunft geltenden Gesetzesentwurf dargestellt. Kapitel 6 befasst sich mit Alternativen wie das Leerverkaufsverbot zu umgehen ist. Kapitel 7 rundet die Seminararbeit ab und beantwortet kritisch auf Basis der gewonnen Erkenntnissen, die Themenstellung, ob ein Leerverkaufsverbot in Europa - eine sinnvolle Aktion oder nutzloses Unterfangen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Themeneinführung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung der Arbeit

2. Grundlagen Leerverkauf

2.1 Definition Leerverkauf

2.2 Arten von Leerverkäufen

2.2.1 Gedeckter Leerverkauf

2.2.2 Ungedeckter Leerverkauf

2.3 Motive von Leerverkaufsaktivitäten

2.3.1 Abschwächung von Spekulationsblasen

2.3.2 Erhöhung Marktliquidität

2.3.3 Risikomanagement – Absicherungsstrategie durch Leerverkäufe

2.3.4 Arbitragegewinne

2.4 Risiken bei Leerverkaufsaktivitäten

2.4.1 Verlustrisiko für den Leerverkäufer

2.4.2 Marktmissbrauch

2.4.3 Lieferverzug bei ungedeckten Leerverkäufen

2.4.4 Short squeeze effect - Praxisbeispiel Volkswagen

3. Aktuell - Leerverkaufsverbot in Europa

3.1 Maßnahmenkataloge der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten

3.1.1 EU-Mitgliedsstaaten mit Leerverkaufsverbot

3.1.2 EU-Mitgliedsstaaten ohne Leerverkaufsverbot

3.1.3 Matrixübersicht ausgewählter EU-Mitgliedsstaaten

4. Zukunft - Europaweite und einheitliche Regulierungsansätze

4.1 Hauptzielbestimmungen der EU-Kommission

4.1.1 Basisziele der EU-Kommission

4.1.2 Lösungsansatz – Befugnisübertragung an die Regulierungsbehörden

4.1.3 Lösungsansatz – Transparenzsystem

4.1.4 Lösungsansatz – Erhöhung der Abwicklungsdisziplin

4.2 EU-Gesetzentwurf über Leerverkäufe und Credit Default Swaps voraussichtliches Inkrafttreten ab November 2012

4.2.1 Zweistufenmodell für Netto-Shortpositionen

4.2.2 Verbote und Grenzen für ungedeckte Leerverkäufe – CDS

4.2.3 Kernaufgaben der ESMA

5. Spekulationsgeschäfte

5.1 Alternativen zum Leerverkauf

5.1.1 Synthetischer Leerverkauf – Short Future

5.1.2 Kauf Verkaufsoption – Long Put

5.1.3 Short Zertifikat und Contracts for Difference (CFD)

6. Kritische Diskussion – Leerverkaufsverbot in Europa - sinnvolle Aktion oder nutzloses Unterfangen?

7. Sonstiges

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik von Leerverkaufsverboten in Europa vor dem Hintergrund der jüngsten Finanzkrise. Ziel ist es, kritisch zu bewerten, ob ein solches Verbot eine sinnvolle regulatorische Maßnahme darstellt oder lediglich ein ineffektives Unterfangen bleibt, das die Markteffizienz eher beeinträchtigt.

  • Grundlagen und Definitionen des Leerverkaufs
  • Motive und Risiken von Leerverkaufsaktivitäten
  • Analyse der nationalen Maßnahmen in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten
  • Regulierungsansätze der EU-Kommission und der ESMA
  • Alternativen zur Spekulation auf fallende Kurse

Auszug aus dem Buch

2.4.4 Short squeeze effect – Praxisbeispiel Volkswagen

Das größte Risiko für den Leerverkäufer besteht, wenn zum Zeitpunkt der Lieferung eine Knappheit an benötigten Wertpapieren auftritt. Der Leerverkäufer ist aufgrund seiner Lieferverpflichtung gezwungen die Aktie zum teuren Kurs zurückzukaufen.14

Ende Oktober 2008, hat Porsche seinen Anteil an Volkswagen von 35 Prozent auf 42,6 Prozent erhöht zusätzlich sich Optionen von weiteren 31,5 Prozent gesichert. Maximaler Gesamtanteil von Aktienanteilen 74,1 Prozent. (1) Shortseller hatten VW-Stammaktien für ca. 200 Euro pro Aktie leer verkauft. Weiterer Anteilseigner war das Land Niedersachsen in Höhe von 20 Prozent. (2) Nach der Porsche Mitteilung wurde klar, dass weniger als 6 % der VW-Aktien frei handelbar sind. (3) Zu diesem Zeitpunkt mussten Leerverkäufer 12 bis 15 Prozent der geliehenen Aktien am Aktienmarkt für bis zu ca. 1000 Euro pro Aktie zurückkaufen. Aufgrund dessen entstand eine Short squeeze Situation.15

Zusammenfassung der Kapitel

1. Themeneinführung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Leerverkaufs und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der vorliegenden Seminararbeit.

2. Grundlagen Leerverkauf: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Definitionen, die verschiedenen Arten des Leerverkaufs sowie die damit verbundenen Motive und Risiken.

3. Aktuell - Leerverkaufsverbot in Europa: Hier werden die unterschiedlichen Regulierungsmaßnahmen der EU-Mitgliedsstaaten analysiert und in einer Matrix vergleichend gegenübergestellt.

4. Zukunft - Europaweite und einheitliche Regulierungsansätze: Dieses Kapitel betrachtet die geplanten Harmonisierungsbemühungen durch die EU-Kommission und die Rolle der ESMA bei der Marktregulierung.

5. Spekulationsgeschäfte: Es werden alternative Finanzinstrumente vorgestellt, die es Anlegern ermöglichen, auch ohne klassischen Leerverkauf auf fallende Kurse zu setzen.

6. Kritische Diskussion – Leerverkaufsverbot in Europa - sinnvolle Aktion oder nutzloses Unterfangen?: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Sinnhaftigkeit genereller Verbote im Vergleich zu einer datengestützten Marktregulierung.

Schlüsselwörter

Leerverkauf, Leerverkaufsverbot, Short Selling, Finanzkrise, EU-Kommission, ESMA, Marktliquidität, Spekulationsblase, Credit Default Swaps, Short Squeeze, Marktmissbrauch, Regulierungsbehörden, Netto-Shortpositionen, Marktstabilisierung, Finanzmarktaufsicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik von Leerverkäufen und den in Europa diskutierten sowie umgesetzten Verboten dieser Praxis nach der neuerlichen Finanzkrise.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Grundlagen des Leerverkaufs, die Risiken für Marktteilnehmer, der Vergleich verschiedener nationaler Regulierungsansätze innerhalb der EU sowie zukünftige europaweite Richtlinien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob ein Leerverkaufsverbot in Europa eine sinnvolle regulatorische Aktion darstellt oder ein nutzloses Unterfangen ist, das die Markteffizienz eher behindert als fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich bestehender nationaler Gesetzgebungen sowie der Auswertung von Konzepten und Vorschlägen der Europäischen Kommission und der ESMA.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen und Risiken von Leerverkäufen dargelegt, gefolgt von einer Bestandsaufnahme der Maßnahmen in verschiedenen EU-Staaten und einem Ausblick auf einheitliche europäische Regulierungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Leerverkauf, Finanzkrise, Regulierung, EU-Kommission, Marktliquidität, Spekulationsgeschäfte und Transparenz.

Welche Rolle spielt das Praxisbeispiel Volkswagen in der Arbeit?

Das Beispiel Volkswagen verdeutlicht das Risiko eines sogenannten "Short Squeeze", bei dem Leerverkäufer aufgrund plötzlicher Wertpapierknappheit gezwungen sind, Aktien zu extrem hohen Kursen zurückzukaufen.

Warum schlägt der Autor ein zweistufiges Meldesystem vor?

Das zweistufige Meldesystem soll für mehr Transparenz sorgen, da derzeit aufgrund fehlender Meldepflichten nur unzureichende statistische Daten über das tatsächliche Volumen von Leerverkäufen vorliegen.

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Details

Title
Leerverkaufsverbot in Europa - sinnvolle Aktion oder nutzloses Unterfangen?
Subtitle
Lehren aus der neuerlichen Finanzkrise
College
University of Applied Sciences Kempten
Grade
1,0
Author
Alexander Mandlmeier (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V193368
ISBN (eBook)
9783656184942
ISBN (Book)
9783656186052
Language
German
Tags
leerverkaufsverbot europa aktion unterfangen lehren finanzkrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Mandlmeier (Author), 2011, Leerverkaufsverbot in Europa - sinnvolle Aktion oder nutzloses Unterfangen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193368
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