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Benjamin Franklin, die frühen USA und der Bezug zu Max Weber

Title: Benjamin Franklin, die frühen USA und der Bezug zu Max Weber

Term Paper , 2010 , 12 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Master of Arts Nadir Attar (Author)

Ethics
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Was bitte schön soll Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika und Max Weber, einer der berühmtesten deutschen Wissenschaftler aller Zeiten, miteinander zu tun haben? Diese Frage mag sich der Leser dieser Ausarbeitung stellen und die Antwort hierauf lautet: mehr, als man glauben mag! Wer sich Webers Werk Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus näher ansieht, der wird gerade zu Beginn des Buches eindeutige Bezüge auf und Zitate von Benjamin Franklin finden. Weber besaß, dies wird diese kurze Ausarbeitung aufzeigen, eine Affinität zu den Vereinigten Staaten und nutze sie als Beispiel für seine marktwirtschaftlichen Thesen.
Ziel dieser Ausarbeitung wird es sein, diesen Zusammenhang zwischen Franklin, Weber, den Vereinigten Staaten und Webers Buch Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus deutlich zu machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Benjamin Franklin

2.1 Biographie

2.2 Seine Weltanschauung

3 Die amerikanischen Kolonien und frühen USA

4 Max Weber und die USA

4.1 Webers Bezug zu den USA

4.2 Die USA und Benjamin Franklin in „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“

5 Abschließende Bewertung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Lebensführung von Benjamin Franklin, der Entstehung der frühen Vereinigten Staaten und der theoretischen Einbettung dieser Aspekte durch Max Weber in seinem Werk „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“. Dabei wird analysiert, wie puritanische Moralvorstellungen und der spezifische Arbeitsethos Franklins als Grundlage für die kapitalistische Entwicklung der USA dienten.

  • Biographische Analyse von Benjamin Franklin als Prototyp des aufstrebenden Bürgers.
  • Die Rolle der puritanischen Weltsicht bei der Gründung der US-amerikanischen Nation.
  • Max Webers ambivalentes Bild der USA und seine Faszination für das amerikanische Wirtschaftssystem.
  • Untersuchung der Verbindung zwischen Franklins Schriften und Webers Thesen zum kapitalistischen Geist.
  • Abgrenzung des historischen, religiös geprägten Kapitalismus von modernen kapitalistischen Strömungen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Webers Bezug zu den USA

Es fällt nicht leicht, Max Webers Meinung bezüglich der Vereinigten Staaten von Amerika eindeutig festzustellen. Blickt man in seinen Werdegang, seine Vorlesungen und Reden sowie wissenschaftlichen Arbeiten, so zeichnet sich ein durchaus ambivalentes Webersches Bild von Benjamin Franklins Mutterland ab. So spricht er in Bezug auf die USA einmal von einem „unfertigen Europa“ (Offe 2004: 61), um sie dann an anderer Stelle als „Bild der Freiheit“ (ebd.: 63) zu loben. Manchmal zählt Weber die USA in seinen Werken zum europäischen Kulturerbe, dann bezeichnet er sie wieder als eigenständige Gesellschaft. Seine Zerrissenheit war damals nichts Ungewöhnliches angesichts einer Zeit, in welcher die USA erst im Aufstieg zur Groß- und Weltmacht begriffen waren und sich nur wenige europäische Wissenschaftler mit ihnen beschäftigten, zumeist abschätzig.

Webers Sicht auf die USA scheint sich ab dem Jahr 1904 jedoch deutlicher ins Positive zu verwandeln, als er in jenem Jahr im Rahmen eines „wissenschaftlichen Weltkongresses“ (Kaesler 2003: 26) das Land insgesamt 13 Wochen lang bereist. Es sollte sein einziger Aufenthalt bleiben. Zu seinen Reisestationen gehörten New York, Chicago, Washington D.C. Boston und New Orleans. Insbesondere zeigte sich Weber vom politischen System fasziniert, kannte er als Deutscher als Staatsoberhaupt ja nur einen Kaiser und nicht ein demokratisch legitimierten Präsidenten. Dieser symbolisiere auch in gewisser Weise das trotzige Verlangen der US-Bürger, von niemandem bevormundet werden zu wollen, was Weber zu der Schlussfolgerung führt, dass diese niemals einen Monarchen an ihrer Spitze akzeptieren würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, wie Benjamin Franklin und Max Weber inhaltlich verknüpft sind und stellt den strukturellen Aufbau der Arbeit dar.

2 Benjamin Franklin: Dieses Kapitel skizziert die wichtigsten Lebensstationen Franklins und beleuchtet seine Weltanschauung, die durch eine Synthese aus puritanischer Ethik und aufklärerischen Idealen geprägt war.

3 Die amerikanischen Kolonien und frühen USA: Hier wird der historische Kontext der Kolonialisierung und der Einfluss puritanischer Moralvorstellungen auf die Identitätsbildung der jungen Nation analysiert.

4 Max Weber und die USA: Dieser Hauptteil untersucht Webers Haltung zu den Vereinigten Staaten sowie die explizite Integration von Franklins Idealen in Webers Theorie des kapitalistischen Geistes.

5 Abschließende Bewertung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt weiterführende Fragen zur Entwicklung des Kapitalismus und der Rolle der Religion in der Moderne.

Schlüsselwörter

Benjamin Franklin, Max Weber, Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, USA, Kapitalismus, Puritanismus, Arbeitsethos, Wirtschaftsgeschichte, politische Philosophie, Aufklärung, Religion, Selbstverwaltung, industrielle Entwicklung, Gründerväter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der intellektuellen Verbindung zwischen dem Gründervater Benjamin Franklin, der historischen Entwicklung der frühen USA und der Analyse dieser Phänomene durch den Soziologen Max Weber.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die puritanische Ethik, die Entstehung des amerikanischen Kapitalismus, die politische Kultur der USA sowie das wissenschaftliche Interesse Max Webers an diesem spezifischen Wirtschaftsmodell.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Benjamin Franklins Leben und Handeln als Beispiel für Webers Thesen zum „kapitalistischen Geist“ dienten und welche Rolle religiöse Werte dabei spielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textnahe Analyse von Max Webers Werk „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ sowie eine historische Einordnung der Biographie von Benjamin Franklin und der US-Geschichte.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Leben und die Weltanschauung Franklins sowie die Gründungsepoche der USA dargestellt. Danach folgt eine tiefgehende Untersuchung von Webers USA-Reise und seiner expliziten Auseinandersetzung mit Franklin in seinen Schriften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Benjamin Franklin, Max Weber, Kapitalismus, Puritanismus, Arbeitsethos und die USA als wirtschaftliches Modell.

Wie bewertet Weber das politische System der USA?

Weber war fasziniert vom politischen System der USA, insbesondere von der demokratischen Legitimation des Präsidenten im Gegensatz zum deutschen Kaiserreich, da dies den freiheitlichen Geist der Bürger widerspiegelte.

Warum unterscheidet die Arbeit den historischen Kapitalismus von heutigen Formen?

Die Arbeit betont, dass Franklins Kapitalismus stark religiös motiviert war (Gottesehrung durch Arbeit), während moderne Formen oft losgelöst von moralischen oder religiösen Werten agieren, was auch von Franklin vorausschauend kritisiert wurde.

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Details

Title
Benjamin Franklin, die frühen USA und der Bezug zu Max Weber
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
2,3
Author
Master of Arts Nadir Attar (Author)
Publication Year
2010
Pages
12
Catalog Number
V193402
ISBN (eBook)
9783656184218
ISBN (Book)
9783656185772
Language
German
Tags
benjamin franklin bezug weber
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts Nadir Attar (Author), 2010, Benjamin Franklin, die frühen USA und der Bezug zu Max Weber, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193402
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