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Diagnostik von verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern

Ausarbeitung der Fallbeispiele „Felix“ und „Lotte“

Title: Diagnostik von verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern

Term Paper , 2011 , 14 Pages , Grade: 11 Punkte

Autor:in: Stephanie Töpert (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegenden Informationen über Felix weisen darauf hin, dass er unter emotionalem
Stress leidet. Deutlich wird dies durch sein Protesthaltung bei der Aufforderung zu lesen und
das damit verbundene gelegentliche Weinen. Ein weiterer Hinweis ist das Nichtbefolgen von
Anweisungen bzw. das Nichtreagieren bei Aufforderungen. Diese Verhaltensweisen können
Indizien dafür sein, dass er, vermutlich unbewusst, auf seine seelischen Defizite aufmerksam
machen möchte. Mögliche Ursachen sind der Umzug der Familie und der damit verbundene
Schulwechsel. Eine andere oder zusätzliche Belastung kann fehlende körperliche Zuwendung der Mutter, des
Vaters oder beider Elternteile sein. Möglicherweise kann sich Felix nicht gegenüber seinen
zwei älteren Geschwistern durchsetzen und kommt beim elterlichen Kuscheln zu kurz. Anhaltspunkte hierfür ist das Suchen nach körperlicher Zuwendung durch Erwachsene in der Schule. Felix möchte an die Hand genommen werden und hat Schmusebedürfnis. Auch die bereits erwähnte Verweigerung beim Vorlesen deutet auf fehlende Zuwendung hin. Durch
sein verweigerndes Benehmen erhält er negative Aufmerksamkeit, auch eine Art von Zuwendung. Ein weiterer Hinweis dafür, dass Felix unter emotionalen Stress leidet, ist das Verhalten der
Mutter. Sie teilte dem Lehrer Herrn Rot mit, dass es der Familie sehr wichtig sei, dass Felix
später ein Gymnasium besucht. Durch die zwei Termine mit Herrn Rot wird deutlich, dass ihr
dieses Anliegen sehr wichtig ist. Vermutlich ist es auch die Mutter, die dafür sorgt, dass die
Hausaufgaben von Felix immer vollständig und korrekt sind. Sie gibt ihrem Kind zusätzliche
Aufgaben auf, kontrolliert diese und bestraft ihn mit Hausarrest bei falschen Lösungen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Fallbeispiel „Felix“

1.1 Hypothesen über seine Verhaltensgründe

1.1.1 Felix leidet unter emotionalem Stress

1.1.2 Felix ist überfordert

1.1.3 Felix leidet unter ADS

1.2 Ziele der Diagnostik

1.3 Diagnostik-Verfahren

1.3.1 Diagnostisches Verfahren: Felix leidet an emotionalem Stress

1.3.2 Diagnostisches Verfahren: Felix ist überfordert

1.3.3 Diagnostisches Verfahren: Felix leidet unter ADS

1.4 Ergebnisse und Handlungsmöglichkeiten

1.4.1 Felix leider unter Leistungsdruck

1.4.2 ADS wird diagnostiziert

1.5 Schwierigkeiten im diagnostischen Prozess

2 Fallbeispiel „Lotte“

2.1 Hypothesen über ihre Verhaltensgründe

2.1.1 Lottes Geschwister gehen ihr auf die Nerven

2.1.2 Lotte hat keine beruflichen Perspektiven

2.1.3 Lotte hat „innerlich gekündigt“

2.2 Ziele der Diagnostik

2.3 Diagnostik-Verfahren

2.3.1 Diagnostisches Verfahren: Lottes Geschwister gehen ihr auf die Nerven

2.3.2 Diagnostisches Verfahren: Lotte hat keine beruflichen Perspektiven

2.3.3 Diagnostisches Verfahren: Lotte hat „innerlich gekündigt“

2.4 Ergebnisse und Handlungsmöglichkeiten

2.4.1 FAVK Testergebnis: Störung sozialer Fertigkeiten und sozialer Interaktionen

2.4.2 SELLMO Testergebnis: Kombination von geringer Lernzielorientierung mit starker Arbeitsvermeidungstendenz

2.5 Schwierigkeiten im diagnostischen Prozess

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch eine fundierte diagnostische Analyse der Fallbeispiele Felix und Lotte die Ursachen für deren jeweilige Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwierigkeiten zu identifizieren. Basierend darauf werden konkrete diagnostische Verfahren und pädagogische Handlungsmöglichkeiten abgeleitet, um die individuelle Lernsituation der Schülerinnen und Schüler zu verbessern.

  • Diagnostik von emotionalem Stress und ADS bei Schülern
  • Analyse von sozialem Fehlverhalten und Aggressionen
  • Förderung von Lernmotivation und Arbeitsverhalten
  • Einsatz standardisierter Testverfahren (FAVK, SELLMO-S, Explorix, EDI)
  • Bedeutung der Einbindung von Eltern und Umfeld in den Diagnoseprozess

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Felix leidet unter emotionalem Stress

Die vorliegenden Informationen über Felix weisen darauf hin, dass er unter emotionalem Stress leidet. Deutlich wird dies durch sein Protesthaltung bei der Aufforderung zu lesen und das damit verbundene gelegentliche Weinen. Ein weiterer Hinweis ist das Nichtbefolgen von Anweisungen bzw. das Nichtreagieren bei Aufforderungen. Diese Verhaltensweisen können Indizien dafür sein, dass er, vermutlich unbewusst, auf seine seelischen Defizite aufmerksam machen möchte. Mögliche Ursachen sind der Umzug der Familie und der damit verbundene Schulwechsel.

Eine andere oder zusätzliche Belastung kann fehlende körperliche Zuwendung der Mutter, des Vaters oder beider Elternteile sein. Möglicherweise kann sich Felix nicht gegenüber seinen zwei älteren Geschwistern durchsetzen und kommt beim elterlichen Kuscheln zu kurz. Anhaltspunkte hierfür ist das Suchen nach körperlicher Zuwendung durch Erwachsene in der Schule. Felix möchte an die Hand genommen werden und hat Schmusebedürfnis. Auch die bereits erwähnte Verweigerung beim Vorlesen deutet auf fehlende Zuwendung hin. Durch sein verweigerndes Benehmen erhält er negative Aufmerksamkeit, auch eine Art von Zuwendung.

Ein weiterer Hinweis dafür, dass Felix unter emotionalen Stress leidet, ist das Verhalten der Mutter. Sie teilte dem Lehrer Herrn Rot mit, dass es der Familie sehr wichtig sei, dass Felix später ein Gymnasium besucht. Durch die zwei Termine mit Herrn Rot wird deutlich, dass ihr dieses Anliegen sehr wichtig ist. Vermutlich ist es auch die Mutter, die dafür sorgt, dass die Hausaufgaben von Felix immer vollständig und korrekt sind. Sie gibt ihrem Kind zusätzliche Aufgaben auf, kontrolliert diese und bestraft ihn mit Hausarrest bei falschen Lösungen. Durch diese sehr leistungsorientierte Maßnahme wird Felix enormer Leistungsdruck vermittelt. Altersangemessene Freiräume zum unbesorgten Spielen scheinen Felix dadurch genommen zu sein. Hierfür kennzeichnend ist, dass er viel Freude am Sportunterricht hat, denn hier kann er seinem natürlichen Spieltrieb nachgehen. Seine Unbeholfenheit resultiert eventuell durch zu wenig Körpererfahrung, die ihm durch das viele Lernen genommen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fallbeispiel „Felix“: Dieses Kapitel analysiert die Verhaltensauffälligkeiten von Felix, insbesondere emotionalen Stress, Überforderung und ADS, und schlägt geeignete diagnostische Verfahren sowie Handlungsmöglichkeiten vor.

2 Fallbeispiel „Lotte“: Dieses Kapitel untersucht Lottes unsoziales Verhalten gegenüber Gleichaltrigen und ihre mangelnde schulische Motivation, wobei diagnostische Instrumente zur Ergründung der Ursachen eingesetzt werden.

Schlüsselwörter

Lern- und Verhaltensdiagnostik, Schulkontext, Emotionaler Stress, ADS, Soziales Fehlverhalten, Leistungsdruck, Lernmotivation, Arbeitsvermeidungstendenz, Diagnostik-Verfahren, FAVK, SELLMO-S, Explorix, Entwicklungsdiagnose, Schulisches Lernen, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Diagnose und Analyse von zwei konkreten schulischen Fallbeispielen, um individuelle Lern- und Verhaltensprobleme besser zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Identifikation von emotionalen Belastungen, ADS-Symptomatiken, sozialem Fehlverhalten sowie der Untersuchung von Lern- und Leistungsmotivation.

Was ist das primäre Ziel der diagnostischen Arbeit?

Das Ziel ist die Ursachenklärung für das jeweilige Verhalten, um darauf basierend pädagogische Maßnahmen und Förderstrategien zu entwickeln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Diagnose verwendet?

Es werden verschiedene Testverfahren wie FAVK (für aggressives Verhalten), SELLMO-S (für Lern- und Arbeitsverhalten), der Explorix-Test (für Berufsinteressen) sowie die EDI (Entwicklungsstanddiagnose) vorgeschlagen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Fallanalyse von Felix und Lotte, wobei jeweils Hypothesen aufgestellt, diagnostische Verfahren ausgewählt und Handlungsmöglichkeiten erörtert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Lern- und Verhaltensdiagnostik, Leistungsdruck, ADS, soziale Fertigkeiten, Motivation und schulische Intervention.

Wie geht die Arbeit mit dem Leistungsdruck im Fall Felix um?

Die Analyse identifiziert den hohen Erwartungsdruck des Elternhauses als wesentliche Belastung und empfiehlt Beratungsgespräche mit den Eltern, um Freiräume für das Kind zu schaffen.

Warum wird im Fall Lotte eine Diskrepanz im Sozialverhalten festgestellt?

Die Arbeit stellt fest, dass Lottes aggressives Verhalten primär gegenüber Gleichaltrigen auftritt, während sie im Kontakt mit älteren Freunden sozial kompetent agiert, was auf spezifische Defizite im Umgang mit Gleichaltrigen hindeutet.

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Details

Title
Diagnostik von verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern
Subtitle
Ausarbeitung der Fallbeispiele „Felix“ und „Lotte“
College
University of Kassel
Course
Lern- und Verhaltensdiagnostik im Kontext Schule
Grade
11 Punkte
Author
Stephanie Töpert (Author)
Publication Year
2011
Pages
14
Catalog Number
V193640
ISBN (eBook)
9783656186571
ISBN (Book)
9783656187097
Language
German
Tags
Diagnostische Verfahren Schuldiagnositik Fallbeispiel Diagnostik Diagnostik-Verfahren FAVK SELLMO
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Töpert (Author), 2011, Diagnostik von verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193640
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