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Luthers Angriff auf den „freien Willen“ nach dem vierten Teil seiner Schrift „De servo arbitrio“

Title: Luthers Angriff auf den „freien Willen“ nach dem vierten Teil seiner Schrift „De servo arbitrio“

Term Paper , 1998 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Andreas Fuhrmanski (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Im Jahr 1524 veröffentlichte Erasmus von Rotterdam auf Drängen einiger Gegner Luthers seine Schrift De libero arbitrio diatribe sive collatio . In ihr behandelte er die Frage nach dem freien Willen des Menschen, eine Kernfrage der reformatorischen Lehre. Im Herbst 1525 antwortete Luther mit seiner Gegenschrift De servo arbitrio.
Der vorliegenden Arbeit liegt der vierte Teil dieser Schrift zugrunde. Beginnen werde ich mit einer kurzen Einführung in die Auseinandersetzung zwischen Luther und Erasmus. Aufgrund der Komplexität dieses Themas erhebe ich mit der Einführung keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern möchte nur kurz über die Vorgeschichte zu Luthers Antwortschrift informieren.
Es folgt eine Einordnung des vierten Teils von De servo arbitrio in den Gesamtzusammenhang der Schrift.
Im Hauptteil der Arbeit werde ich den Argumentationsgang Luthers analysieren und darstellen, um abschließend eine Bewertung seiner Schrift vorzunehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Einführung in die Auseinandersetzung zwischen Erasmus und Luther

III. Einordnung des vierten Teils der Schrift in den Gesamtzusammenhang

IV. Luthers Argumentationsgang im vierten Hauptteil seiner Schrift

1. Einleitung

2. Argumente aus dem Römerbrief

3. Argumente aus dem Johannesevangelium

4. Persönliches Bekenntnis

5. Zusammenfassung seiner Ausführungen

6. Schlusswort

V. Zusammenfassung und Bewertung

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Quellen

2. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Luthers fundamentale Ablehnung des freien Willens, basierend auf einer Analyse des vierten Teils seiner Schrift "De servo arbitrio". Ziel der Untersuchung ist es, den Argumentationsgang Luthers gegenüber Erasmus von Rotterdam nachzuvollziehen und die zentrale Bedeutung der Gnade sowie der biblischen Autorität für das lutherische Menschenbild herauszuarbeiten.

  • Die historische Auseinandersetzung zwischen Martin Luther und Erasmus von Rotterdam
  • Luthers Interpretation des Römerbriefs und des Johannesevangeliums zur Widerlegung der Willensfreiheit
  • Die Unterscheidung zwischen Werkgerechtigkeit und Glaubensgerechtigkeit
  • Die Bedeutung der Heilsgewissheit und Gottes Unbegreiflichkeit im Denken Luthers

Auszug aus dem Buch

3. Argumente aus dem Johannesevangelium

Im Folgenden geht Luther dann allerdings auch noch auf Johannes ein. Schon zu Beginn schreibt Luther, dass Johannes ebenfalls „ein mächtiger Zerstörer des freien Willens“ sei. Er bezieht sich auf die Eingangspassagen des Johannes-Evangeliums, in denen „dem freien Willen eine solche Blindheit [zugeschrieben wird], dass er das Licht der Wahrheit nicht einmal sieht und weit davon entfernt ist, dass er nach ihm streben könne.“ Auch bei Johannes könne man eine Endgültigkeit der Aussagen feststellen, die – ähnlich der bei Paulus – alle Menschen verwerfe und dem freien Willen alles Gute abspreche.

Im folgenden Abschnitt zeigt Luther am Beispiel des Nikodemus, dass der freie Wille vor der Verkündigung des Evangeliums nichts von Christus wusste und ihn daher auch nicht suchen konnte. Damit konnte der freie Wille auch nicht das erkennen und suchen, was zum Heil führt. Und dennoch meinen die Verteidiger des freien Willens, dass dieser der Erlösung nachstreben könne. „Das Kenntnis nennen, von dem sie selbst bekennen, dass es Unwissenheit sei“, dies ist für Luther „vollkommen unsinnig“.

Die beiden folgenden Abschnitte sind von besonderer Bedeutung, da Luther hier ebenso endgültig und ausschließlich vorgeht wie Paulus und Johannes. Er geht von der Voraussetzung aus, dass Johannes bei den Ich-bin-Worten Christi antithetisch redet und man somit sagen kann, dass alles, was nicht in Christus ist, außerhalb von Christus und damit sündig sei. Luther hebt die Gegensätze zwischen Christus und dem Satan, Gnade und Zorn, Licht und Finsternis, Weg und Irrtum, Wahrheit und Lüge, Leben und Tod besonders hervor.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Anlass der Schrift "De servo arbitrio" als Antwort auf Erasmus' "De libero arbitrio" und erläutert den Aufbau der Untersuchung.

II. Einführung in die Auseinandersetzung zwischen Erasmus und Luther: Dieses Kapitel behandelt die historische Genese des Konflikts und die Positionierung beider Gelehrter zur Frage der menschlichen Willensfreiheit.

III. Einordnung des vierten Teils der Schrift in den Gesamtzusammenhang: Hier wird der vierte Teil von Luthers Werk in dessen theologische Gesamtargumentation eingebettet, insbesondere im Hinblick auf die Klarheit der Heiligen Schrift.

IV. Luthers Argumentationsgang im vierten Hauptteil seiner Schrift: Dieser Teil analysiert detailliert Luthers Ausführungen, die sich vorwiegend auf paulinische und johanneische Argumente stützen, um den freien Willen zu widerlegen.

V. Zusammenfassung und Bewertung: Das Fazit fasst Luthers Lehre von der menschlichen Unfreiheit gegenüber Gott zusammen und würdigt die Bedeutung der Schrift als Konzentrat lutherischer Theologie.

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet die verwendeten Primärquellen und die Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Erasmus von Rotterdam, De servo arbitrio, freier Wille, Willensfreiheit, Gnade, Römerbrief, Johannesevangelium, Werkgerechtigkeit, Glaubensgerechtigkeit, Reformatorische Theologie, Heilsgewissheit, Erlösung, Menschenbild, Paulus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Luthers konsequente Ablehnung der menschlichen Willensfreiheit im vierten Teil seiner Schrift "De servo arbitrio" als Reaktion auf Erasmus von Rotterdam.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen das Verhältnis von Mensch und Gott, die Rolle der göttlichen Gnade, die biblische Exegese und die Frage nach der menschlichen Mitwirkung beim eigenen Heil.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Darstellung und Analyse des Argumentationswegs, den Luther wählt, um die Existenz eines freien Willens aus theologischer Sicht zu verneinen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse von Primärquellen (Luthers "De servo arbitrio") und den Abgleich mit relevanter theologischer Sekundärliteratur, um Luthers Theologie zu strukturieren.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die biblischen Argumente aus dem Römerbrief und dem Johannesevangelium sowie Luthers persönliches Bekenntnis zur göttlichen Souveränität.

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Sie zeichnet sich durch die Untersuchung der "Unbedingtheit" lutherischer Behauptungen und die Konfrontation des Humanismus mit der reformatorischen Gnadenlehre aus.

Wie begründet Luther nach dieser Analyse die Notwendigkeit der Gnade?

Er führt aus, dass der Mensch aus eigener Kraft nur zur Sünde tendiert und Christus als alleinige Bedingung für die Erlösung betrachtet werden muss, da sonst das Opfer Christi hinfällig wäre.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen "Deus absconditus" und "Deus revelatus"?

Obwohl sie für Luthers Gottesbild relevant ist, betont die Arbeit, dass Luther auf diese Unterscheidung im weiteren Verlauf des vierten Teils nicht weiter zurückkommt und sie daher nicht überbewertet werden sollte.

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Details

Title
Luthers Angriff auf den „freien Willen“ nach dem vierten Teil seiner Schrift „De servo arbitrio“
College
University of Münster
Course
Martin Luther und Erasmus von Rotterdam
Grade
2,0
Author
Andreas Fuhrmanski (Author)
Publication Year
1998
Pages
16
Catalog Number
V193661
ISBN (eBook)
9783656186281
ISBN (Book)
9783656187684
Language
German
Tags
Luther Erasmus Freier Wille De servo arbitrio libero arbitrio Kirchengeschichte unfreier Wille
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Fuhrmanski (Author), 1998, Luthers Angriff auf den „freien Willen“ nach dem vierten Teil seiner Schrift „De servo arbitrio“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193661
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