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Die Informationsgesellschaft - Ein Phänomen des sozialen Wandels oder ein Mythos?

Titel: Die Informationsgesellschaft - Ein Phänomen des sozialen Wandels oder ein Mythos?

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2006 , 11 Seiten , Note: 1

Autor:in: Dr. Edith Huber (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kaum ein anderer Begriff wie „Informationsgesellschaft“ wurde in den vergangenen zehn Jahren so häufig in gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Beiträgen gelobt. Experten sprechen von phänomenalen Möglichkeiten der Telekommunikations- und Computerbranche. Neue Technologien verändern den Lebensstandard der Menschen – ermöglichen ein „Immererreichbarsein“ – schaffen Arbeitsplätze und sichern somit den Wohlstand. Aber hält die Informationsgesellschaft auch das, was sie verspricht? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, muss man sich vorerst mit dem Phänomen der Begrifflichkeiten an sich beschäftigen. Was ist die Informationsgesellschaft überhaupt? Fand mit dem technologischem Fortschritt ein gesellschaftlicher Wandel statt, bzw. worin besteht die gesellschaftliche Veränderung? Es erweckt den Anschein, dass Information und Kommunikation einen neuen Stellenwert im Leben der Menschen gewonnen hat. Schon seit Jahrtausenden sind Information und Kommunikation von höchster Bedeutung für die Menschheit. Was faszinierte uns also so an neuen Technologien der Telekommunikations- und Computerbranche, dass es zu einem gesellschaftlichen Wandel kam? Auf den ersten Blick scheint man mit Informationsgesellschaft primär die Entwicklung von Kommunikationstechnologien zu verstehen. Durch den verstärkten Einsatz von Digitaltechnologie wurden bestehende Kommunikationsstrukturen aufgelöst und neue etabliert. Aber ist damit der Kern der Informationsgesellschaft erfasst, bzw. wissen wir, wohin sie uns bringen wird, oder drehen wir uns nur im Kreis?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. DIE INFORMATIONSGESELLSCHAFT – EIN PHÄNOMEN DES SOZIALEN WANDELS ODER EIN MYTHOS?

2. Die Gesellschaft und ihr Wandel

2.1 Theorien sozialen Wandels – von der klassischen Evolutionstheorie zu den neoevolutionären Theorien

2.2 Strukturfunktionalismus und Systemtheorie

2.3 Die Moderne

2.4 Kommunikation und Information

2.5 Massenkommunikation - Information

2.6 Die Informationsgesellschaft

2.7 Soziokulturelle Ansätze – McLuhan, Flusser und Münch

2.8 Motive und Interessen der Informationsgesellschaft – eine Kritik am Konzept

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, ob es sich bei der „Informationsgesellschaft“ um ein reales gesellschaftliches Phänomen des Wandels handelt oder lediglich um ein marketinggetriebenes Konstrukt bzw. einen Mythos. Dabei wird analysiert, wie sich bestehende soziologische Evolutionstheorien und Konzepte der Moderne auf die aktuelle technologische Entwicklung anwenden lassen und wo die Grenzen der wissenschaftlichen Begriffsdefinitionen liegen.

  • Kritische Analyse des Begriffs „Informationsgesellschaft“
  • Gegenüberstellung ökonomischer und soziokultureller Erklärungsansätze
  • Bedeutung technischer Entwicklungen für den gesellschaftlichen Wandel
  • Die Rolle von Kommunikation und Information als soziale Ressource
  • Reflexion über die Neutralität von Technik und ihre gesellschaftlichen Folgen

Auszug aus dem Buch

Soziokulturelle Ansätze – McLuhan, Flusser und Münch

Es gibt ein Sammelsurium von unterschiedlichsten Konzepten und Theorien über die Informationsgesellschaft. Im Gegensatz zu den ökonomisch zentrierten Theorien und Ansätzen der Informationsgesellschaft versuchen soziokulturelle Ansätze gesellschaftliche Subsysteme unter ein Dach zu bekommen – angefangen beim „globalen Dorf“ von McLuhan über die sogenannte „telematische Gesellschaft“ von Flusser bis hin zur „dynamischen Kommunikationsgesellschaft“ von Münch wird hier der Bogen gespannt. Die meisten Theoretiker befassen sich eigentlich gar nicht mit der Informationsgesellschaft selbst – zumindest auf den ersten Blick. Es gibt Kongruenzen und Parallelen, doch im wesentlichen überzeugen die Unterschiede. Die Theorien McLuhans und Flussers haben eine grundlegende Gemeinsamkeit; sie folgen nämlich dem Grundschema, dass „Technik die Gesellschaft wandelt“. Durch das Auftauchen neuer Medien und neuer Technologien wurde das Bisherige auf radikale Weise verändert. Nun, wie haben diese Wissenschaftler die Informationsgesellschaft gesehen?

Zusammenfassung der Kapitel

DIE INFORMATIONSGESELLSCHAFT – EIN PHÄNOMEN DES SOZIALEN WANDELS ODER EIN MYTHOS?: Einleitung in die Thematik der Informationsgesellschaft und die grundlegende Fragestellung ihrer Existenzberechtigung als Gesellschaftsbegriff.

Die Gesellschaft und ihr Wandel: Theoretische Herleitung des Begriffs sozialen Wandels unter Rückgriff auf klassische und neoevolutionäre Ansätze der Soziologie.

Theorien sozialen Wandels – von der klassischen Evolutionstheorie zu den neoevolutionären Theorien: Untersuchung der Kriterien, nach denen sich Gesellschaften wandeln, mit Fokus auf Fortschrittsglauben versus multilineare Entwicklungspfade.

Strukturfunktionalismus und Systemtheorie: Analyse soziologischer Denkrichtungen wie der Organismusanalogie von Talcott Parsons und der funktionalen Differenzierung nach Niklas Luhmann.

Die Moderne: Erörterung der Modernisierungs- und Rationalisierungsprozesse, auf die sich Theoretiker der Informationsgesellschaft häufig beziehen.

Kommunikation und Information: Darstellung der fundamentalen Bedeutung von Kommunikation für die kulturelle Entwicklung und Existenz von Gesellschaften.

Massenkommunikation - Information: Kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Massenkommunikation und der Rolle technischer Medien in diesem Prozess.

Die Informationsgesellschaft: Analyse der angeblichen Kennzeichen dieser Gesellschaftsform und der Rolle neuer Kommunikationsmittel.

Soziokulturelle Ansätze – McLuhan, Flusser und Münch: Vergleich spezifischer theoretischer Konzepte, die Technik als den entscheidenden Treiber des gesellschaftlichen Wandels begreifen.

Motive und Interessen der Informationsgesellschaft – eine Kritik am Konzept: Kritische Würdigung der Vermarktung des Begriffs sowie Gegenüberstellung von Apologeten und Kritikern hinsichtlich ökonomischer und gesellschaftlicher Interessen.

Schlüsselwörter

Informationsgesellschaft, Kommunikationsgesellschaft, Sozialer Wandel, Evolutionstheorie, Strukturfunktionalismus, Moderne, Kommunikation, Information, Massenmedien, Technikfolgenabschätzung, Digitalisierung, Soziokulturelle Ansätze, Gesellschaftskritik, Vernetzung, Modernisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit hinterfragt kritisch den Begriff der „Informationsgesellschaft“ und untersucht, ob dieser eine reale soziale Transformation beschreibt oder ein ideologisches Konstrukt darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen soziologische Wandlungstheorien, die Rolle von Kommunikationstechnologien, moderne Gesellschaftsstrukturen und die Kritik an einer rein ökonomisch getriebenen Fortschrittsgläubigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis soziokultureller und theoretischer Ansätze zu klären, ob das Konzept der Informationsgesellschaft wissenschaftlich haltbar ist oder als Mythos gewertet werden muss.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse soziologischer Theorien (u.a. Parsons, Luhmann, McLuhan, Flusser) und eine kritische Diskursanalyse des öffentlichen sowie wissenschaftlichen Sprachgebrauchs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische und theoretische Fundierung des Gesellschaftswandels, die Definition von Information und Kommunikation sowie eine vergleichende Kritik ausgewählter soziologischer Theoretiker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Informationsgesellschaft, Sozialer Wandel, Kommunikationstheorie und Gesellschaftskritik definieren.

Welche Rolle spielt die Technik für die Argumentation der Autorin?

Die Autorin argumentiert, dass Technik nicht neutral ist und hinterfragt die Vorstellung, dass technischer Fortschritt automatisch zu einer qualitativen gesellschaftlichen Verbesserung führt.

Wie bewerten die genannten Theoretiker das „globale Dorf“?

Marshall McLuhan sieht im „globalen Dorf“ eine Vernetzung durch neue Medien, weist aber auch auf die Gefahr eines Identitätsverlustes hin, während andere Kritiker die damit verbundene Ideologie hinterfragen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Informationsgesellschaft - Ein Phänomen des sozialen Wandels oder ein Mythos?
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Dr. Edith Huber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
11
Katalognummer
V193698
ISBN (eBook)
9783656188070
ISBN (Buch)
9783656188452
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Informationsgesellschaft Systemtheorie Wandel Theorien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Edith Huber (Autor:in), 2006, Die Informationsgesellschaft - Ein Phänomen des sozialen Wandels oder ein Mythos?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193698
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Leseprobe aus  11  Seiten
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