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Neutestamentliche Wundergeschichten - Die Wundererzählung 'Heilung eines Gelähmten'

Título: Neutestamentliche Wundergeschichten - Die Wundererzählung 'Heilung eines Gelähmten'

Trabajo de Seminario , 1998 , 20 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: H.-A. Theilen (Autor)

Didáctica - Teología, pedagogía religiosa
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Wie verträgt sich die Wundergeschichte ,,Die Heilung des Gelähmten" (Markus 2, 1-12) mit den Wundervorstellungen der Jugendlichen?

Können Jugendliche etwas mit der Heilung des Gelähmten anfangen, können sie die Mehrdeutlichkeit erkennen, und wenn nicht, hat es trotzdem Sinn, diese Geschichte im Religionsunterricht zu bringen?
Sind 14-jährige überhaupt noch für diese Geschichte zu begeistern?

Diese Fragen stellen sich, zumal jeder Mensch im Laufe des Erwachsenwerdens vom Kleinkindalter an verschiedene Stufen der Wundergläubigkeit durchlebt (nach James Fowler; die Stufen werde ich im Kapitel 2.0 behandeln).

Sicherlich fällt es im Zeitalter von ,,Viva" und ,,Tamagotchi" zunächst schwer zu glauben, man könne Jugendliche mit einer Wundergeschichte aus der Bibel begeistern (im wahrsten Sinne des Wortes).

Die Herausforderung reizt mich, da hier natürlich vor allem die Phantasie des Lehrers/ der Lehrerin, d. h. in welcher Art und Weise er/ sie die Bedeutung und Aktualität der Geschichte den Jugendlichen vermitteln kann, gefragt ist.

Ich werde zunächst mit einer Exegese beginnen, um dem Leser den ausgewählten Text zugänglich zu machen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0.1 Exposition

1.0 Exegese

1.1 Der übersetzte Text

1.2 Der synoptische Vergleich

1.3 Erklärung

1.4 Die Verkündigungsaussage

2.0 Zur Wundergläubigkeit

2.1 Das Stufenmodell nach James Fowler

2.2 Wundergläubigkeit in der Pubertät

3.0 Unterrichtsschritte.

3.1 Wie könnte und sollte man die Wundererzählung im Religionsunterricht der Realschule einbringen?

4.0 Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz der neutestamentlichen Wundererzählung von der „Heilung eines Gelähmten“ (Markus 2, 1-12) für den heutigen Religionsunterricht, wobei insbesondere die kognitive Entwicklung und Wundergläubigkeit von Jugendlichen im Fokus stehen.

  • Exegetische Analyse der Wundererzählung (Markus 2, 1-12)
  • Synoptischer Vergleich mit den Evangelien nach Matthäus und Lukas
  • Theoretische Fundierung durch das Stufenmodell des Glaubens nach James Fowler
  • Entwicklung von didaktisch-methodischen Unterrichtsmodellen für die Realschule

Auszug aus dem Buch

1.3 Erklärung (Markus 2,1-12)

Jesus kehrt nach Karfanaum zurück. Wie aus der Vorgeschichte hervorgeht, scheint dieser Ort ein „Hauptstützpunkt für Jesu Verkündigung in Galiläa“ gewesen zu sein. Da der Evangelist Markus immer wieder das Wort [palin] (=wiederum, abermals) verwendet, wird ein Zusammenhang deutlich. Wahrscheinlich betritt Jesus dasselbe Haus (des Simon) wie in 1,29.

Jesu Rückkehr hat sich schnell herumgesprochen und viele Menschen vor dem Haus versammeln lassen. Auch hier ist eine Parallele in der Vorgeschichte zu erkennen: In 1,33 war die ganze Stadt „versammelt vor der Tür“. Diese Versammlung nutzt Jesus, um „das Wort zu reden“. Dieser Begriff ist eine Art Verkürzung für das autorisierte Wort Gottes, das mit dem Evangelium gleichzusetzen ist.

Mitten in diese Verkündigungsszene geraten die vier Männer, die den Gelähmten, dessen genaueres Krankheitsbild nicht definiert wird, herantragen. Bei den Trägern handelt es sich eindeutig nicht um die Jünger aus 1,16ff.

Das griechische Wort [krabbatos] bezeichnet das einfache Bett der armen Leute. Man schlief damals auf einer Matte oder Bettzeug, das tagsüber zusammengerollt wurde, auf dem Fußboden.

Die Männer können wegen der großen Menge nicht bis zu Jesus vordringen und müssen sich etwas einfallen lassen. Sie schaffen es, den „Gelähmten“ zu Jesus zu bringen, indem sie über eine Außentreppe, wie sie bei israelitischen Häusern üblich war, auf den Dachboden gelangen, das aus Lehm bestehende Flachdach an der betreffenden Stelle abdecken und ihn herablassen.

Man sieht an dieser Stelle, daß der Kranke, dessen Krankheitsbezeichnung auch hier nur angedeutet wird, absolut von der Hilfe seiner Träger abhängig ist. Ebenso absolut gibt sich der Gelähmte bedingungslos und vertrauensvoll Jesus hin, was einen Beweis seines Glaubens darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

0.1 Exposition: Einführung in die Problematik der Vermittlung von Wundergeschichten an Jugendliche im Kontext ihrer unterschiedlichen Entwicklungsstufen.

1.0 Exegese: Detaillierte philologische und inhaltliche Analyse des Textes Markus 2, 1-12 inklusive synoptischem Vergleich mit Matthäus und Lukas.

2.0 Zur Wundergläubigkeit: Erläuterung des Stufenmodells nach James Fowler und Analyse der Wundergläubigkeit in der Pubertät.

3.0 Unterrichtsschritte.: Vorschläge für die didaktische und methodische Umsetzung des Themas im Realschulunterricht, etwa durch Bibliotheksspiel oder Medienarbeit.

4.0 Ergebnis: Zusammenführende Reflexion über die Bedeutung der Schülersituation und die Relevanz einer praxisorientierten Religionspädagogik.

Schlüsselwörter

Heilung eines Gelähmten, Markus 2, 1-12, Wundererzählung, Religionsunterricht, James Fowler, Stufenmodell des Glaubens, Pubertät, Exegese, Didaktik, Methodik, Menschensohn, Sündenvergebung, Jugendliche, Glaubensentwicklung, Realschule.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der exegetischen Deutung und der religionspädagogischen Vermittlung der biblischen Wundererzählung „Heilung eines Gelähmten“ (Markus 2, 1-12) für Jugendliche in der Realschule.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verbindet exegetische Analysen mit entwicklungspsychologischen Erkenntnissen nach James Fowler und didaktischen Konzepten für den Religionsunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Wundergeschichte im Zeitalter der Jugendlichen (Pubertät) ansprechend und sinnvoll vermittelt werden kann, ohne das magische Denken zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die historisch-kritische Exegese, den synoptischen Vergleich sowie entwicklungspsychologische Theorien (insb. Stufenmodell von Fowler) als Grundlage für didaktische Reflexionen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil stehen die exegetische Auslegung, die Analyse der Wundergläubigkeit in verschiedenen Lebensphasen und praktische Unterrichtsmodelle im Vordergrund.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wundererzählung, Glaubensstufen, Religionspädagogik, Jugendliche, Exegese und Didaktik charakterisiert.

Welche Rolle spielt das Stufenmodell von James Fowler für die Argumentation?

Es dient dazu, die unterschiedlichen Formen des Wunderverständnisses bei Jugendlichen zu erklären, um den Unterricht gezielt auf die „synthetisch-konventionelle“ Glaubensstufe der Pubertierenden auszurichten.

Warum wird die „Heilung eines Gelähmten“ als Fallbeispiel gewählt?

Sie eignet sich besonders gut, da sie sowohl den Aspekt der Sündenvergebung als auch die physische Heilung kombiniert und somit eine Herausforderung für das moderne Verständnis von Wundern darstellt.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Neutestamentliche Wundergeschichten - Die Wundererzählung 'Heilung eines Gelähmten'
Universidad
University of Osnabrück  (Fachbereich Theologie)
Curso
Wundergläubigkeit bei Kindern
Calificación
2
Autor
H.-A. Theilen (Autor)
Año de publicación
1998
Páginas
20
No. de catálogo
V1936
ISBN (Ebook)
9783638111942
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wunder Kinder Glaube NT
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
H.-A. Theilen (Autor), 1998, Neutestamentliche Wundergeschichten - Die Wundererzählung 'Heilung eines Gelähmten', Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1936
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