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Das Pflegeassessment - Zwischen Informationssammlung und Beziehungsaufbau

Ausarbeitung für den Pflegedienst im Krankenhaus

Titel: Das Pflegeassessment - Zwischen Informationssammlung und Beziehungsaufbau

Studienarbeit , 2010 , 24 Seiten

Autor:in: Dipl.-Pflegewirt Wolfgang Kamptz (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Alltag ist Kommunikation ein selbstverständliches Geschehen und ist meistens vom Verlauf her unproblematisch. Die Entwicklung von kommunikativen Vorgängen wird schon in der ersten menschlichen Entwicklungsphase erlernt, ohne dass diese jedoch bewusst wird. Kommunikation ist für den Menschen lebensnotwendig.
Ein dramatisches Experiment, welches Friedrich II. von Hohenstaufen veranlasste, lieferte Informationen darüber, dass Säuglinge zum Überleben nicht nur Nahrung und Sauberkeit brauchen, sondern auch die menschliche Zuwendung. Die alle im Experiment beteiligten Kinder sind innerhalb eines Jahres verstorben, obwohl sie körperlich gesund waren. (Vgl. Menche et al. 2001, S. 75)

Ein Mensch, der sich „unverstanden“ fühlt oder dem nicht richtig „zugehört“ wird, kann Enttäuschungsgefühle entwickeln, oder auch negative körperliche Reaktionen, wie Zorn und Wut. Für einen Menschen, der für die Erfüllung seiner Bedürfnisse auf andere Personen angewiesen ist, für den ist es wichtig sich verstanden und erhört zu fühlen. So resultiert sich der Bedarf an Kommunikation um die sinnvolle Pflege zu ermöglichen. Aber andererseits, kann die pflegerische Handlung misslingen, wenn mit dem Patienten nicht situationsgerecht kommuniziert wird.

Wie jede andere Tätigkeit, so auch die Kommunikation, benötigt diese Kompetenz „... als Schlüsselelement der Pflege ..., die gelernt und eingeübt werden muss.“ (Juchli 1994, S. 436)

Um dies zu bewältigen werden nicht nur gute organisatorische Fähigkeiten benötigt, sondern auch theoretische Kenntnisse. Schon während der Ausbildung sollte ein relatives Gleichgewicht zwischen funktioneller Kompetenz, z. B. Körperpflege und medizinische Kenntnisse, und der kommunikativen Kompetenz, z. B. theoretisches Wissen über das kommunikative Verhalten, verschiedene Gesprächsstrategien und deren Anwendungsmöglichkeiten, hergestellt werden.

Kommunikative Kompetenz braucht auch Praxis. Evaluation von pflegetheoretischem Ansatz im Pflegeprozess ist ein sehr wichtiger Schritt. Dieser ist sehr komplex, weil hier auch der Pflegende mit sich selbst arbeiten muss, das heißt, seine Schwächen und seine Stärken im kommunikativen Handeln reflektieren kann. Werden hier Fragen nach der eigenen beruflichen Identität gestellt, wird hierbei auch der Sinn nach der aktiv ethischen Pflege gesucht.

Mit der vorliegenden Arbeit möchte ich einen schmalen Pfad finden, der mich in sinnvolle Pflege führen kann, wo das menschliche Leben im Fokus der Pflege steht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Sprache in der Pflege

2.1 Sprache und Kommunikation in der Krankenpflegeausbildung

2.2 Sprache und Kommunikation der Pflegende als wissenschaftliches Forschungsobjekt

3.0 Das pflegerische Erstgespräch als Bestandteil des Pflegeprozesses

4.0 Begriffsdefinition und Differenzierung

5.0 Signifikante Ziele und Inhalte der Pflegeanamnese

5.1 Pflegerelevante Ziele/Inhalte in der Pflegeanamnese

5.2 Anamneserelevanz für Patient

6.0 Charakter der Pflegeanamnese

7.0 Gesprächsstruktur

7.1 Vorbereitung

7.2 Durchführung

7.2.1 Einführung

7.2.2 Hauptteil

7.2.3 Schluss/Verabschiedung

8.0 Kommunikationsform zur Erhebung der Pflegeanamnese

8.1 Verbale Kommunikation

8.1.1 Fragetechniken

8.1.2 Dialog oder Interview?

8.2 Nonverbale Kommunikation

9.0 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der formalen Datenerhebung bei der Patientenaufnahme und einer patientenorientierten, kommunikativen Pflegepraxis. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie das pflegerische Erstgespräch gestaltet sein muss, um sowohl den professionellen Anforderungen an die Informationssammlung gerecht zu werden als auch einen tragfähigen Beziehungsaufbau zum Patienten zu ermöglichen.

  • Kommunikation als zentrales Instrument professionellen pflegerischen Handelns
  • Strukturierung und methodische Gestaltung der Pflegeanamnese
  • Unterscheidung und Anwendung verschiedener Gesprächsformen (Dialog vs. Interview)
  • Bedeutung der nonverbalen Kommunikation im klinischen Alltag
  • Reflexion pflegetheoretischer Ansätze zur Förderung der pflegerischen Kompetenz

Auszug aus dem Buch

7.2.2 Hauptteil

„Im Hauptteil des Gesprächs erhalten sie die nötigen Informationen. In den meisten Fällen beginnen sie mit dem Hauptsymptom des Patienten und fahren dann mit anderen Gebieten wie Krankengeschichte und Familiengeschichte fort.“ (Brobst et al. 1997, S. 31) Hinzukommen „Informationen im Hinblick auf potentielle und vorhandene Selbstpflegedefizite und Rollenstörungen des Patienten und seiner Angehörigen;“ (Kruijswijk Jansen/Mostert 1997, S. 90) Der Patient muss hier die Möglichkeit erhalten, aus der eigenen Perspektive bei der einen oder anderen Datenerhebung die Wichtigkeit zu bestimmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Arbeit und stellt die Bedeutung der Kommunikation als lebensnotwendiges pflegerisches Instrument in den Vordergrund.

2.0 Sprache in der Pflege: Dieses Kapitel erörtert die Relevanz der Sprach- und Kommunikationskompetenz sowie deren Stellenwert in der Ausbildung und als wissenschaftliches Forschungsobjekt.

3.0 Das pflegerische Erstgespräch als Bestandteil des Pflegeprozesses: Hier wird das Erstgespräch historisch und konzeptionell als integraler, erster Teil eines mehrphasigen Pflegeprozesses verortet.

4.0 Begriffsdefinition und Differenzierung: Das Kapitel klärt die verschiedenen in der Praxis synonym verwendeten Begriffe wie Aufnahmegespräch, Anamnese und Assessment.

5.0 Signifikante Ziele und Inhalte der Pflegeanamnese: Der Fokus liegt auf der professionellen Informationssammlung und der Unterscheidung zwischen direkten und indirekten sowie objektiven und subjektiven Daten.

6.0 Charakter der Pflegeanamnese: Dieses Kapitel beschreibt die qualitativen Kriterien wie Zeit, Ort, Teilnehmer und die Beziehung zum Patienten, die den Professionalitätscharakter des Erstgesprächs definieren.

7.0 Gesprächsstruktur: Es wird der methodische Ablauf des Gesprächs von der Vorbereitung über die Durchführung in drei Phasen bis hin zur Dokumentation detailliert dargestellt.

8.0 Kommunikationsform zur Erhebung der Pflegeanamnese: Dieses Kapitel analysiert verbale Fragetechniken, die Abgrenzung von Dialog und Interview sowie die Wirkung nonverbaler Signale.

9.0 Resümee: Das Resümee verbindet die Ergebnisse mit pflegetheoretischen Modellen von Orem, King und Watson und betont die ethische Dimension der Pflege.

Schlüsselwörter

Pflegeanamnese, Aufnahmegespräch, Kommunikation, Pflegeprozess, Patientenorientierung, Kommunikative Kompetenz, Gesprächsstruktur, Datenerhebung, Erstgespräch, Selbstpflege, Verbale Kommunikation, Nonverbale Kommunikation, Pflegetheorie, Beziehungsaufbau, Pflegepraxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der pflegerischen Aufnahme von Patienten und analysiert, wie dieser Prozess von einer rein administrativen Datenerhebung zu einer patientenorientierten, beziehungsorientierten Interaktion weiterentwickelt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Sprache und Kommunikation, die methodische Struktur des Erstgesprächs, die Unterscheidung pflegerischer Fachbegriffe sowie die Anwendung theoretischer Pflegemodelle in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, wie das Aufnahmegespräch als Patienten orientierte Tätigkeit gestaltet werden kann, statt es lediglich als formale Informationsabfrage zu betrachten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Analyse verschiedener pflegetheoretischer Konzepte (u.a. von Orem, King und Watson), um die pflegerische Handlungskompetenz zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Pflegeprozess, die Bedeutung der Anamnese, methodische Standards für Erstgespräche sowie die Analyse verbaler und nonverbaler Kommunikationsmittel vertieft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Schlüsselbegriffe sind Pflegeanamnese, Kommunikation, Patientenorientierung, Pflegeprozess und pflegerische Kompetenz.

Warum ist das Erstgespräch entscheidend für den weiteren Klinikaufenthalt?

Es dient nicht nur der Datensammlung, sondern stellt die Weichen für das Vertrauensverhältnis zum Patienten und mindert Ängste, die mit der Aufnahme in eine fremde Umgebung verbunden sind.

Inwieweit unterscheiden sich Dialog und Interview laut Arbeit?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Rollenverteilung: Während im Interview die Initiative oft einseitig bei der Pflegekraft liegt, ermöglicht ein Dialog dem Patienten eine aktivere Teilhabe und die selbstständige Initiierung von Themen.

Welche Rolle spielt die Körpersprache im pflegerischen Kontext?

Nonverbale Signale werden meist unbewusst ausgesendet und haben oft eine höhere Aussagekraft als Worte. Bei Inkongruenz zwischen Gesagtem und Gestik sollte daher der Körpersprache mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

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Details

Titel
Das Pflegeassessment - Zwischen Informationssammlung und Beziehungsaufbau
Untertitel
Ausarbeitung für den Pflegedienst im Krankenhaus
Autor
Dipl.-Pflegewirt Wolfgang Kamptz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
24
Katalognummer
V193762
ISBN (eBook)
9783656195986
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pflegeassessment zwischen informationssammlung beziehungsaufbau ausarbeitung pflegedienst krankenhaus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Pflegewirt Wolfgang Kamptz (Autor:in), 2010, Das Pflegeassessment - Zwischen Informationssammlung und Beziehungsaufbau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193762
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Leseprobe aus  24  Seiten
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